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Lage im ostdeutschen Maschinenbau hellt sich auf

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost
Im ostdeutschen Maschinenbau bessert sich die wirtschaftliche Lage. Hier auf dem Archivfoto sind zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Auftragsbücher füllen sich, doch Lieferengpässe und Fachkräftemangel bereiten weiter Probleme

Leipzig, 29. Januar 2022. Die ostdeutsche Maschinenbau-Industrie erholt sich weiter von den Corona-Schocks. Fachkräftemangel und Zulieferengpässe sorgen allerdings weiter für Probleme. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des „Verbandes der Maschinen- und Anlagenbauer Ost“ (VDMA Ost) aus Leipzig hervor. „Die Richtung zeigt schon seit einigen Quartalen nach oben“, informierte VDMA-Ost-Geschäftsführer Oliver Köhn. „Immer mehr Maschinenbau-Betriebe blicken auf gut gefüllte Auftragsbücher und wollen in den kommenden Monaten neue Mitarbeitende einstellen.“

Große Mehrheit mit Auslastung und Auftragslage zufrieden

In der Befragung stuften 83 Prozent der Unternehmen Ende 2021 ihre wirtschaftliche Situation als „sehr gut“ oder „eher gut“ ein. Ähnliche Werte hatte der Verband zuletzt kurz vor der Pandemie Ende 2019 ermitteln. Die Kapazitäten in den ostdeutschen Maschinenbau-Betrieben sind mittlerweile zu knapp 90 Prozent ausgelastet. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Kapazitätsauslastung damit um reichlich drei Prozentpunkte gestiegen. Auch die Auftragspolster nehmen wieder zu.

Seit dem schweren Absturz im Coronajahr 2020 verbessert sich die Lage im ostdeutschen Maschinenbau  nahezu kontinuierlich. Grafik: VDMA Ost
Seit dem schweren Absturz im Coronajahr 2020 verbessert sich die Lage im ostdeutschen Maschinenbau nahezu kontinuierlich. Grafik: VDMA Ost

84 % haben Probleme, offene Stellen zu besetzen

Die Chefs in fast jedem zweiten Maschinenbau-Betrieb wollen daher neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einstellen. „Allerdings hatten zum Jahresende etwa vier von fünf Firmen Schwierigkeiten, die offenen Stellen mit passenden Facharbeitern oder Ingenieuren zu besetzen“, erklärte Köhn. Am stärksten betroffen waren Stellen in der Konstruktion, in der Software-Entwicklung, im Service und in der Produktion.

Ostdeutsche Unternehmen drängen auf diplomatische Lösung im Russland-Ukraine-Konflikt

Auch die globalen Störungen der Lieferketten schlagen weiter auf den ostdeutschen Maschinenbau durch, der Nachschub von Bauteilen, Material und Rohstoffen stottert immer noch. Auch Reisebeschränkungen durch Corona und viele Ausfälle durch Krankheit und Quarantäne bereiten den Unternehmen Probleme. Hinzu komme der wieder aufflammende Russland-Ukraine-Konflikt mit drohenden Sanktionen. „Die Politik muss sich intensiv für eine diplomatische Lösung einsetzen“, forderte Köhn.

Autor: hw

Quelle: VDMA Ost

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger