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Umsatz in Sachsens Gastrobranche durch Corona auf ein Drittel gesunken

Das Student-Hotel in Dresden macht wegen Corona dicht. Foto: The Student Hotel

Machte in der Corona-Zeit – wohl endgültig – zu: Das Student-Hotel an der Prager Straße in Dresden. Foto: The Student Hotel

Stimmung der Hoteliers und Wirte am Tiefpunkt, Dehoga fordert weitere Hilfe

Dresden, 24. Januar 2022. Die sächsische Hotel- und Gastrobranche hat im Vergleich zur Zeit vor Corona fast zwei Drittel ihrer Umsätze eingebüßt. Das geht aus einer Umfrage des „Dehoga Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen“ hervor, an der sich knapp 300 Hoteliers, Wirte und andere Unternehmer aus der Branche beteiligt hatten.

„Sterben auf Raten“

„Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt, Frust und Resignation machen sich breit“, schätzte Dehoga-Präsident Guido Zöllick ein. „Die Unternehmer fühlen sich im Stich gelassen und in ihren Nöten durch die Politik in einem unerträglichen Maße ignoriert“, ergänzte der sächsische Dehoga-Chef Axel Klein in Dresden. „Wir fragen uns, welche katastrophalen Berichte aus der Branche noch kommen müssen, bis diesem Sterben auf Raten ein Ende bereitet wird.“

Axel Klein. Foto: Dehoga Sachsen

Axel Klein. Foto: Dehoga Sachsen

Auch Kurzarbeiterquote über dem Bundesschnitt

Laut Verbandsangaben meldeten die befragten Betriebe für die erste Januarhälfte 2022 durchschnittlich 64 Prozent Umsatzverluste gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019. Zum Vergleich: Bundesweit bewegten sich die Umsatzverluste bei etwa 55 Prozent. Mittlerweile sehen sich 65 Prozent der Gastro-Betriebe in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet. Der deutsche Durchschnitt in der Branche lag zuletzt bei 57 Prozent. Auch bei der Kurzarbeiterquote lag Sachsen mit 84 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 54 Prozent.

Verband will Verlängerung der Krisen-Kurzarbeiterregeln

Dehoga-Präsident Zöllick fordert daher von Bund beziehungsweise Land, die aktuellen Kurzarbeitsreglungen für die Corona-Krise sowie die Corona-Hilfen zu verlängern. Andernfalls drohe ein unumkehrbarer Schaden für den Hotel- und Gastronomiesenktor.

Autor: hw

Quelle: Dehoga Sachsen