Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ansiedlung

Thomas Horn ist seit Herbst 2018 der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS). Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen ändert Ansiedlungs-Akquise

Wirtschaftsförderer angeln nun mehr nach Zierfischen statt dicker Hechte à la Bosch Dresden, 16. November 2019. Statt weiter um große Fabriken à la Bosch oder seinerzeit AMD zu buhlen, fokussiert sich die „Sächsische Wirtschaftsförderung“ (WFS) fortan stärker auf die Suche nach Investoren, die Lücken in den hiesigen Unternehmens-Netzwerken schließen. Das haben Wirtschaftsminister Martin Dulig und der neue WFS-Chef Thomas Horn angekündigt.

Drewag-Netz-Chef Frank Otto (links), Drewag-Chef Frank Brinkmann und Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) schwingen die Spaten für das neue Umspannwerk in Dresden-Rähnitz. Foto: Volker Bellmann für die Drewag

Mehr Strom für neue Bosch-Chipfabrik Dresden

Drewag verstärkt für 11 Millionen Euro Energieversorgung im Dresdner Norden Dresden, 19. Juni 2018. Damit die neue Chipfabrik von Bosch ab April 2019 genug Strom bekommt, investieren die Stadtwerke nun knapp elf Millionen Euro im Dresdner Norden: An der Ecke von Wilschdorfer Landstraße und „An der Bartlake“ entsteht ein neues „Umspannwerk Rähnitz“. Die Station soll später im Endausbau drei Trafos zu jeweils 40 Millionen Voltampere haben. Das teilte die Drewag heute mit. Zweck der Umspannstation ist es, den Strom von den Hochspannungsnetzen herunter zu transformieren.

Wirkt eher wie der Eingang zu einem Bankpalast: Der Eingang zur Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. Foto: Philip Morris International

Wirtschaftsförderung Sachsen zieht Erfolgsbilanz

19 Ansiedlungen in Sachsen im Jahr 2017 – darunter drei größere Pirna, 18. April 2018. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat im Jahr 2017 19 Firmen-Ansiedlungen und –Erweiterungen mit einem Investitionsvolumen von 1,447 Milliarden Euro in Sachsen betreut – soviel wie seit 2010 nicht mehr. In diesem Zuge sollen 1807 neue Jobs entstehen, wie WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel heute bei einem Besuch der „Fahrzeugelektronik Pirna“ (FEP) mitteilte. „Wir blicken auf ein Jahr nachhaltiger und besonders erfolgreicher Arbeit für die sächsische Wirtschaft zurück“, schätzte Nothnagel ein.

Der Biotech-Konzern Qiagen gründet in Dresden ein Joint Venture mit Biotype, das sich auf die Entwicklung von DNA-Analytikgeräten spezialisieren soll. Hier im Bild ist eine Labormitarbeiterin im Qiagen-Exzellenzzentrum für biologische Inhalte in Frederick, Maryland, zu sehen. Foto: Qiagen

Qiagen stärkt Biotech-Standort Dresden

Niederländer gründen gemeinsames Analytik-Unternehmen mit Biotype in Hellerau Dresden, 11. Juni 2015. Qiagen verstärkt den Biotech-Standort Dresden: Das niederländische Unternehmen gründet in Dresden-Hellerau ein Gemeinschaftsunternehmen („Joint Venture“) mit der dort bereits angesiedelten Firma Biotype. Beide Firmen sind – auf unterschiedlichen Themenfeldern – auf Testsysteme für die Diagnostik spezialisiert.

Dresdner Fraunhofer-Institut IKTS baut Batterie-Technikum in Thüringen

Hermsdorf/Dresden, 6. Dezember 2012: Die Fraunhofergesellschaft hat mit dem Bau eines vier Millionen Euro teuren Technikums für neuartige Batterie -Systeme im thüringischen Hermsdorf begonnen. Dort will das „Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme“ (IKTS) aus Dresden keramische Hochtemperatur-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus testen und gemeinsam mit der Uni Jena und Industriepartnern in die Produktionsreife überführen. Das Batterie-Technikum soll Mitte 2014 den Betrieb aufnehmen.

Autozulieferer PCM baut für 7,5 Mio. € Werk in Klipphausen

Klipphausen, 29. Oktober 2012: Der italienische Automobilzulieferer “PCM” investiert in Klipphausen bei Dresden rund 7,5 Millionen Euro in eine Fabrik für stählerne Tiefzieh- und Stanzteile. Das kündigte die “Wirtschaftsförderung Sachsen” an. Das Unternehmen mit Stammsitz im mittelitalienischen Castellalto werde im Frühjahr 2013 auf etwa 2300 Quadratmetern die Produktion beginnen und zirka 20 neue Arbeitsplätze schaffen. hw

Berliner Mikrotechnologie-Firma „Lithoglas“ richtet Fabrik in Dresden ein

Dresden, 10. Oktober 2012: Die Berliner Mikrotechnologiefirma „MSG Lithoglas“ siedelt sich in Dresden an. Das kündigte heute die Wirtschaftsförderung Sachsen an. Das auf glasartige Verkapselungstechnologien für Sensoren und Mikrosysteme spezialisierte Unternehmen will im städtischen “Nanocenter” in Dresden-Klotzsche für einen „einstelligen Millionenbetrag“ eine 300 Quadratmeter umfassende Fabrik aufbauen und in den kommenden zwei Jahren dafür etwa 15 neue Mitarbeiter einstellen, wie Geschäftsführer Ulli Hansen auf Anfrage mitteilte. Mitte 2013 sollen der neue Standort im früheren ZMD-Haus 3 an der Maria-Reiche-Straße bezogen werden und die Produktion starten.

Elektronikfirma Nanium gründet Niederlassung in Dresden

Dresden/Vila do Conde, 31.1.2012: Die portugiesische Elektronikfirma „Nanium“ hat eine Niederlassung in Dresden gegründet. Es handele sich um den ersten Ableger des auf Chip-Endmontage (sogenanntes “Backend”) spezialisierten Auftragsfertigers außerhalb Portugals, teilte Technologiedirektor Steffen Kröhnert mit. Angesiedelt ist die Dependance im „Airport Center“ am Flughafen.

Softwarefirma Addison siedelt sich in Dresdner Tabakmoschee an

Dresden, 10.11.2011. Das Ludwigsburger Softwareunternehmen „Addison” siedelt sich in der Dresdner „Yenidze” an. Das teilte Addison-Chef Ralf Gärtner mit. Die auf Computerprogramme für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Handwerker spezialisierte Firma will in der früheren Zigarettenfabrik (wegen ihrer orientalischen Architektur auch Tabak-Moschee genannt) ihr Deutschlandzentrum für Kundenbetreuung (Support Center) einrichten. Millioneninvestition geplant Zum Start hat Addison vier Mitarbeiter eingestellt, bis zum Herbst 2013 soll das Hilfezentrum auf 30 kaufmännisch geschulte Spezialisten wachsen, kündigte Gärtner an. Das Unternehmen wolle einen Millionenbetrag in die Ansiedlung stecken – darin enthalten sind Löhne, Schulungskosten, Computerkäufe und andere Anschaffungen. Genauere Angaben über die Investitionssumme wollte der Geschäftsführer nicht machen.

Gewerbeparks: Schnelles Internet ist heute Ansiedlungskriterium Nr. 1

Dresden, 25.10.2011: Während früher die Nähe zu einer Autobahn und eine gute Straßenanbindung für ansiedlungswillige Unternehmen in kommunalen Gewerbeparks war, ist dieses Kriterium inzwischen von schnellen Internetanschlüssen auf Platz 2 verdrängt worden. “Die Frage nach DSL-Anschlüssen kommt heutzutage ganz zuerst bei Ansiedlungsverhandlungen”, sagte Birgit Monßen, die Chefin der städtischen Wirtschaftsförderung in Dresden.