Alle Artikel mit dem Schlagwort: Robotik

Der angehende Mechatroniker Marc Buhlmann hat mit der Anlerntechnik von Wandelbots am neuen Roboter-Ausbildungsplatz im Berufsschulzentrum für Elektrotechnik Dresden eine beispielhafte Sortierstrecke für Plaste- und Metallwürfel aufgebaut,. Um den Kobot anzulernen, hat er Wandelbots-Anlernstifte und direkte Programmierung eingesetzt. Foto: Heiko Weckbrodt

Kobots erobern die Berufsschulen

Elektrotechnik-Schule in Dresden schafft für 150.000 Euro kollaborative Roboter für die Mechatroniker-Ausbildung an Dresden, 10. Januar 2023. Um den Fachkräftemangel im sächsischen Mittelstand zu lindern und aus Oberschülern Top-Spezialisten für Automatisierung zu machen, hat das Berufsschulzentrum für Elektrotechnik Dresden (BSZET) für rund 150.000 Euro zwei moderne Roboter-Ausbildungsplätze angeschafft. Hier sollen sie unter anderem üben, auch ohne Spezial-Programmierkenntnisse kollaborative Roboter („Kobots“) für wechselnde Aufgaben in ihren künftigen Betrieben anzulernen. Das geht aus Mitteilungen des sächsischen Kultusministeriums und der Berufsschule hervor.

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Millioneninvestition für digitale Krebsforschung in Dresden

Baustart für 20 Millionen Euro teuren Komplex des Deutsche Krebsforschungszentrums Dresden, 7. Dezember 2022. Das „Deutsche Krebsforschungszentrum“ (DKFZ) richtet auf dem Uniklinik-Campus Dresden bis zum Frühjahr 2027 für 20 Millionen Euro einen Forschungskomplex ein, in dem vor allem der digital geführte Kampf gegen den Krebs im Fokus steht. Das Geld dafür kommt vom Freistaat Sachsen. Der offizielle Baustart war heute, teilte das DKFZ mit.

Die TU-Ausgründung Anybrid hat Roboter im Leichtbau-Validierungszentrum Leiv in Dresden mit ihren mobilen Spritzgießmaschinen ausgestattet. Die C-förmigen roten Spritzgießer sind besonders leicht konstruiert. Foto: Heiko Weckbrodt

China steigt in Roboter-Spitzengruppe auf

Robotereinsatz hat sich weltweit verdoppelt Frankfurt am Main, 5. Dezember 2022. Den alten Gemeinplatz, China erschleiche sich nur durch billige Arbeitskräfte einen Wettbewerbsvorteil, kann man wohl endgültig begraben: Das Reich der Mitte ist nun in die Spitzengruppe der Länder mit der höchsten Roboterdichte aufgestiegen und hat inzwischen auch die USA überholt. Das geht aus einem Bericht der internationalen Förderation für Robotik (IFR) aus Frankfurt am Main hervor.

Die Xenon-Automaten stapeln - präzise ausgerichtet durch Elektronik und Sensoren - die Bipolarplatten und Membranen zu Stack-Zellen und die wiederum zu "Stacks". Foto: Xenon

Einstieg ins Wasserstoff-Geschäft beginnt sich für Xenon Dresden auszuzahlen

Dresdner Ingenieure haben Montageautomaten für die „Herzen“ von Elektrolyseuren entwickelt – das Interesse aus der Wirtschaft ist groß Dresden, 6. Oktober 2022. Als Beitrag zur Energiewende hat Xenon Dresden neuartige Montageanlagen entwickelt, mit denen sich die Reaktorstapel („Stacks“) von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren hochautomatisiert und deutlich preiswerter als bisher herstellen lassen. Diese Maschinen sollen letztlich auch die elektrische Produktion von Öko-Wasserstoff verbilligen, der bisher immer noch um die fünf Euro pro Kilogramm kostet – und damit etwa dreimal so teuer wie Wasserstoff aus Erdgas ist.

Demonstriert, was mit Sprachen wie Wandelscript möglich ist: Ein Roboter schreibt in Handschrift automatisch Tweets von Festival-Besuchern nieder. Foto: Wandelbots

Roboter per Twitter steuern

Wandelbots Dresden stellt hersteller-unabhängige Steuersprache für Roboter vor Leipzig/Dresden, 16. September 2022. Dass sich Roboter auch kinderleicht über Twitter-Botschaften und andere simple Kanäle steuern lassen, hat Wandelbots Dresden auf dem jüngsten „Robotics-Festival“ in Leipzig demonstriert: Immer, wenn ein Besucher der Messe einen Tweet mit der Kennung #RoboticsFestival22 absetzte, schrieb ein Roboter die Kurznachricht in Handschrift nieder. Um solche und ähnlich einfache Steuerkonzepte zu ermöglichen, hatte das Dresdner Technologie-Unternehmen eine neue Sprache namens „Wandelscript“ entwickelt, mit der sich Industrieroboter nahezu aller Bauarten einweisen lassen – unabhängig vom Hersteller und dessen besonderer Programmiersprache. Das hat Wandelbots mitgeteilt.

Der "Cube Stocker" gehört zu den neueren Fabmatics-Produkten: Ein Sechs-Achs-Roboter lagert hier vollautomatisch Wafer-Kassetten ein. Foto: Fabmatics

Fabmatics Dresden sieht hohe Nachfrage von US-Chipfabriken

Sachsen stark auf Halbleitermesse „Semicon West“ präsent Dresden/San Francisco, 10. Juli 2022. „Fabmatics Dresden“ rechnet in den nächsten Jahren mit einer anhaltend starken Nachfrage für sächsische Automatisierungslösungen durch ältere Chipfabriken in Nordamerika. „Die boomende Halbleiterindustrie beschert uns verstärkte Anfragen, insbesondere aus den USA“, erklärte Fabmatics-Vertriebsmanager Jan Klinger im Vorfeld der Halbleitermesse „Semicon West“, die vom 12. bis 14. Juli 2022 in San Francisco stattfindet.

Die Roboter-Punklady Hellga Tarr. Foto: Heiko Weckbrodt

„Magic Machines“: Roboter-Punklady und Horoskope aus dem Nadeldrucker

Sonderschau in den Technischen Sammlungen Dresden untersucht die immer neu verschwimmende Grenze zwischen Technologie und Magie Dresden, 29. Juni 2022. „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden“, schrieb der Schriftsteller Arthur C. Clarke vor 60 Jahren – und prägte damit eines der einflussreichsten Bonmots im Science-Fiction-Genre. An dieser Idee hangelt sich auch die neue Sonderausstellung in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) entlang: „Magic Machines“ nähert sich auf künstlerischem Wege der Frage, wo Technologie im Magie umschlägt und zeichnet nach, wie die Menschheit seit Äonen versucht, Magisches technologisch nachzubauen. Zu sehen und erleben sind hier punkrockende Roboter-Gitarristinnen, horoskopische Nadeldrucker, eine künstliche Todesklaue und ein Dutzend weitere zauberhafte Maschinen.

Eine "Damm- und Füll"-Dosierer erzeugt im Enas-Reinraum eine Hülle für ein elektronisches Bauteil. Neben solchen Dispens-Anlagen nach dem "Dam & Fill"-Prinzip hat Fraunhofer in Chemnitz eine Vielzahl moderner additiver Verfahren kombiniert. Foto: Fraunhofer-Institut Enas

Fraunhofer-Reinraumlabor für Chip-Endmontage

Forscher kombinieren in Chemnitz diverse additive Verfahren für das Elektronik-„Backend“ Chemnitz, 24. März 2022. Damit deutsche Hightech-Entwickler ihre Elektronik-Prototypen ohne Umweg in die großen Backend-Fabriken in Asien künftig selbst endmontieren können, hat Fraunhofer in Chemnitz ein neues Reinraum-Labor für additive Schaltkreis-Montage eingerichtet. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme (Enas) hervor. Die Ingenieure kombinieren dort verschiedene 3D-Drucktechnologien, mit denen sich sowohl die Elektronik selbst wie auch Leiterbahnen, Gehäuse sowie andere Aufbau- und Verbindungstechnik additiv herstellen lassen.

Die Baustelle der Zukunft könnte ein komplexes Zusammenspiel von teilautonom arbeitenden Baumaschinen, Drohnen, Material-Ortungsystemen sowie moderner Simulations- und Planungsssoftware sein. Visualisierung: Bauen 4.0

Baustelle der Zukunft: Drohnenschwärme, 5G-Netze und Roboterbagger

Unis Dresden und München zeigen in Hoyerswerda das „Bauen 4.0“ Hoyerswerda/Dresden/München, 17. Februar 2022. Wie die Baustelle der Zukunft aussieht, wollen Experten aus Sachsen, Brandenburg, Bayern und anderen Ländern Ende September 2022 am praktischen Beispiel auf einer realen Kanalbau-Baustelle in Hoyerswerda vorführen. Das haben die beteiligten Entwicklungs-Konsortien „Bauen 4.0“ und „5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz“ sowie der „Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer“ (VDMA) angekündigt.

Der Kobot im IoT-Labor lässt sich per Tablet anlernen und steuern. Foto: Smart Systems Hub

Smart Systems Hub baut Dresdner Labor für Internet der Dinge aus

Mit Roboter, 5G-Campusnetz und anderen Hightech-Infrastrukturen entsteht ein Experimentierfeld für die wachsende IoT-Wirtschaft in Sachsen Dresden, 27. Januar 2022. Mit Blick auf das wachsende Interesse der Wirtschaft an praktischen Erfahrungen und innovativen Lösungen rund um das „Internet der Dinge“ („Internet of Things“, kurz: IoT) baut der „Smart Systems Hub“ sein „IoT-Lab“ in der Dresdner Neustadt aus. Da geht aus einer Hub-Mitteilung hervor. Ab sofort können Unternehmen und Institute dort beispielsweise auch Roboter durch Rechnerwolken („Clouds“) mithilfe des Mobilfunks der 5. Generation (5G) fernsteuern.

Dr. Minshen Zhu hat für sein "Smart Dust"-Projekt den ersten "ERC Grant" für die TU Chemnitz ein. Foto: Jacob Müller für die TUC

Chemnitzer planen Mikrobatterie für „schlauen Staub“

Europäischer Forschungsrat bewilligt Stipendium für jungen Spitzenforscher Chemnitz, 10. Januar 2022. Der Materialwissenschaftler Dr. Minshen Zhu will an der Technischen Universität Chemnitz (TUC) eine Mikrobatterie für „schlauen Staub“ („Smart Dust“) bauen. Die winzigen Energiespeicher sollen in Zukunft autarke Logikchips, Sensoren oder Mikroroboter antreiben. Dafür hat der aus China stammende Nachwuchs-Spitzenforscher nun vom Europäischen Forschungsrat ein Start-Stipendium („ERC Starting Grant“) über 1,5 Millionen Euro bekommen. Das hat die TUC heute mitgeteilt. Es handelt sich dabei um den allerersten „ERC Starting Grant“, den die Chemnitzer Uni bisher einwerben konnte.

Blick in die hochautomatisierte Karosserieteile-Fabrik von Meleghy in Reinsdorf. Foto: Heiko Weckbrodt

Automobil-Zulieferer in Sachsen forcieren Roboter-Einsatz

Regionale Netzwerke: Unternehmen wie Meleghy und AKE kooperieren beim Automatisierungskurs Reinsdorf, 12. November 2021. Roboter gehören in den großen Fabriken von VW, BMW und Porsche in Zwickau, Leipzig und Dresden längst zum omnipräsenten Alltagsbild. Doch selbst kleinere Unternehmen in Sachsen setzen mittlerweile massiv auf den Einsatz von Robotern, um wettbewerbsfähiger zu werden. Dabei nutzen sie oft genug auch regionale Automatisierungsnetzwerke. Ein Beispiel dafür ist die neue Fabrik von „Meleghy Automotive“ nahe Zwickau. Die hat der Partner AKE Systemtechnik aus Reinsdorf mit 80 Robotern ausgestattet, die nonstop Karosseriebauteile für die neuen ID-Elektroautos von Volkswagen in Sachsen herstellen.

Prof. Bertolt Meyer mit seiner bionischen Hand, die er am DJ-Pult gegen einen Gedankenkontroll-Aufsatz austauscht. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Augmentierter Professor steuert sein DJ-Pult mit Gedankenkraft

Bertolt Meyer hat mehr aus seiner Prothese gemacht – und steuert seine Synthesizer telepathisch Chemnitz, 11. November 2021. Tagsüber ist er Professor an der TU Chemnitz, nachts aber verwandelt er sich in den Cyborg-DJ: Mit seiner augmentierten Prothesenhand kann Bertolt Meyer Synthesizer und andere Soundquellen mit der Kraft seiner Gedanken steuern. Dahinter steckt eine Technik, die man durchaus telepathisches Musizieren nennen mag.

Kuka-Roboter in den Autoproduktion. Foto: Kuka

Versöhnt die „Darkfab“ Industrie und Klimabewegung?

Sächsischer Ansiedlungsexperte Zimmer-Conrad plädiert für eine Ökologisierung der Industrie – im eigenen Interesse Dresden, 4. Oktober 2021. Die Wirtschaft muss ihre „Ökologisierung“ selbst vorantreiben, statt sie zu bekämpfen. Das hat Ministerialrat Christoph Zimmer-Conrad vom sächsischen Wirtschaftsministerium auf einem Mikroelektronik-Symposium in Dresden gefordert. „Ihr müsst euch mit den Zukunftsvisionen der jungen Menschen von heute versöhnen und sie unterstützen“, appellierte er an die Unternehmer.

In einer Ecke der Riesenhallen des ehemaligen Heckert-Kombinats hat das ICM ein Robotik-Labor eingerichtet - hier eine Roboterzelle mit Sensoren und Ausleuchtung. Foto: Heiko Weckbrodt

Schnitzt bald Meister Roboter den Nussknacker?

Chemnitzer Institut ICM registriert wachsendes Automatisierungs-Interesse im Erzgebirge Chemnitz, 29. September 2021. Wann Kollege Roboter wohl anfängt, die Weihnachtspyramiden und Nussknacker für den Striezelmarkt gleich selbst zu schnitzen? Womöglich liegt dieser Punkt gar nicht mehr so weit in der Ferne und wird womöglich nur die Furcht der Seiffener Meister gebremst, keinen kunsthandwerklichen Argumente mehr gegen die chinesische Industrieware ins Feld führen zu können. Denn eines zeichnet sich bereits ab: Das Interesse erzgebirgischer Kleinbetriebe und Handwerker am Robotereinsatz steigt. Das zumindest haben Dr. Sebastian Ortmann und seine Kollegen vom privatwirtschaftlichen „Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau“ (ICM) in jüngster Zeit immer wieder festgestellt.