Alle Artikel mit dem Schlagwort: PV

Die Hauptachsen heutiger Windkraftanlagen drehen sich heuet oft schon in Höhen deutlich über 100 Metern - wo oft andere Strömungen herrschen als in Bodennähe. Weil Turbinen auf höheren Masten einen deutlich höheren Energieertrag bringen, ersetzen viele Betreiber derzeit durch Repowering-Programme alte Anlagen durch größere. Foto: Bundesverband Windenergie

Verband: Ökoenergie stagniert in Sachsen

Vertreter von Wind- und Solarindustrie wollen neue Vermittlungsstelle und eine Klimaschutz-Kampagne im Freistaat Dresden, 25. Oktober 2019. Wenn Sachsen die Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen und aus dem Bundesklimaschutz-Paket einhalten will, müsse „der faktische Ausbaustillstand der Erneuerbaren Energien mit entsprechenden Maßnahmen beendet“ werden. Das hat die „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen in Dresden gefordert.

Dr. Jonas Sundqvist, Gruppenleiter Dünnschichttechnologien, zeigt Protoypen textiler Solarzellen. Foto: Fraunhofer IKTS

Die Lasterplane als Kraftwerk

Fraunhofer Dresden entwickelt textile Solarzellen Dresden, 23. August 2019. Spezielle Lkw-Planen könnten künftig Strom aus Licht erzeugen und damit ihre Batterien nachladen oder Kühlsysteme antreiben. Möglich machen sollen dies textile Solarzellen, die Fraunhofer-Ingenieure vom „Institut für Keramische Technologien und Systeme“ (IKTS) in Dresden entwickeln haben.

Das niedreländische Elektroauto "Lightyear One" - hier ein Prototyp - ist mit Solarzellen überzogen. Die damit gewonnen Energie soll die Batterie nachladen und für 735 Kilometer Reichweite sorgen. Das E-Auto soll ab 2021 verfügbar sein. IDTechEx-Analysten gehen davon, dass solche Konzepte das dünne Ladesäulennetz in Europa ausgleichen können. Foto: Lightyear

„IDTechEx“: 2025 kommt Durchbruch für Elektroautos

Großstädte sind womöglich bereits 2035 rein elektrisch Cambridge, 19. Juli 2019. Das Jahr 2025 wird eine Wende für die Elektromobilität bringen. Davon ist der Industrieanalyst Dr. Peter Harrop vom britischen Marktforschungs-Unternehmen „IDTEchEx“ aus Cambridge überzeugt. Womöglich könnten strengere Emissionsgesetze und City-Maut-Systeme sogar dazu führen, dass in den großen Städten bereits im Jahr 2035 rein elektrisch gefahren wird.

Das Autartec-Haus schwimmt im Hafen des Bergheider Sees in Brandenburg. Architektonisch wirkt es wie verschmolzende Prismen. Foto: Fraunhofer IVI

Schwimmende Autarkie: Kubistisches „Autartec“-Haus im Bergheider See ist fertig

Unter Dresdner Fraunhofer-Regie haben Ingenieure haben einen Prototypen für ein schwimmendes, selbstversorgende Gebäude errichtet Dresden/Finsterwalde, 16. April 2019. Leben wir in Zukunft in schwimmenden Häusern auf ehemaligen Tagebau-Seen und versorgen uns selbst mit Strom, Wärme und Wasser? Ob und wie solch eine autarke Lebensweise funktionieren kann, haben Ingenieure aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg nun praktisch erprobt: Sie haben seit 2014 unter Führung des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) auf dem Bergheider See nahe Finsterwalde ein schwimmendes „Autartec“-Haus gebaut. Nun ist das kubistische Gebäude fertig.

Solarwatt Dresden hat den Großspeicher am KIT Karlsruhe mit Batteriemodulen bestückt. Foto: Amadeus Bramsiepe/KIT

Solarwatt Dresden beliefert Megawatt-Speicher in Karlsruhe

KIT will neue Konzepte für Netz-Großspeicher untersuchen Dresden/Karlsruhe, 12. März 2019. „Solarwatt“ hat einen Großauftrag aus Karlsruhe bekommen: Das Dresdner Energietechnik-Unternehmen hat Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von rund 1,5 Megawattstunden (MWh) an das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geliefert, das daraus einen Strom-Großspeicher baut. Das hat Solarwatt heute mitgeteilt.

Die Idee beim virtuellen Kraftwerk: Ein Großteil der dezentral erzeugten Energie soll noch im Stadtteil oder in der Kommune umverteilt werden, bevor sie über Umspannwerke weitergeleitet wird. Foto: EWE

Wie Wind- und Solarkraft an den Stromnetzen zerren

Neue Nachwuchsforschergruppe „Saxogrid“ in Dresden und Zittau untersucht Spannungsverzerrungen in Zeiten der Energiewende Zittau/Dresden, 17. Dezember 2018. Die Auswirkungen der Energiewende auf die Stromverteilernetze auf dem Lande und die Energietechnik vor Ort untersucht nun eine neue gemeinsame Nachwuchsforschergruppe „Saxogrid“ der TU Dresden und der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG). Im Fokus stehen dabei, wie sehr die Spannung im sogenannten Mittelspannungsnetz schwankt, wenn Solar- oder Windkraftwerke ihre Energieerträge einspeisen oder plötzlich nicht mehr liefern – und welche Folgen dies für technische Anlagen und die Stromversorgung hat.

Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus (l.) und Hauptanteilseigner Stefan Quandt neben dem schwarz verkleideten „MyReserve“-Energiespeicher. Foto: Ben Gierig, Solarwatt

Im Quali-Wettlauf mit den Chinesen

Solarwatt Dresden ist sechs Jahre nach Pleite immer noch auf Quandt-Zuschüsse angewiesen – Umsatz mit Energiesammlern und Speichern steigt aber Dresden, 23. Oktober 2018. Obgleich sich die deutsche Photovoltaik-Geschichte bisher eher wie ein Trauerspiel mit zahlreichen Opfern denn wie eine Erfolgs-Story liest: Wer bei der Entwicklung von Solartechnik auf Qualität, Technologien und Innovationen setzt, kann sich auch heute noch gegen die so übermächtige chinesische Konkurrenz durchsetzen. Davon ist Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus überzeugt.

So etwa sollen die mit Solartechnik ausgestatteten und zu über 2/3 energie-autarken Häuser in Cootbus aussehen, die die Freiberger Forscher langzeit-überwachen wollen. Visualisierung: Fa. T. Leukefeld

Leben im autarken Haus mit Energie-Flaterate

Freiberger Forscher wollen technische und soziologische Eigendynamik von Ökohäusern mit Pauschalmiete über Jahre beobachten Freiberg/Cottbus, 18. Juli 2018. Wie verändert sich unser Lebensstil, wenn wir in einem Ökohaus leben, das sich fast völlig autark selbst mit Energie versorgt – und aller Stromverbrauch auf Jahre hinweg durch eine Flaterate abgegolten ist? Diesen Fragen wollen Wissenschaftler der Bergakademie Freiberg und das „Freiberg-Institut für vernetzte Energieautarkie“ am praktischen Beispiel nachgehen. Im Zuge des bundesgeförderten Forschungsprojektes „EVERSOL“ werden sie in den kommenden drei Jahren technische und soziologische Aspekte gleichermaßen im Hausalltag untersuchen.

Solche Beschichtungsanlagen für Dünnschicht-CIGS-Solarzellen wird FHR Ottendorf-Oktilla für die chinesische Photoavoltaik-Industrie liefernn. Foto: Rico Hofmann/ FHR Anlagenbau GmbH.

Ingenieure aus Sachsen und Singapur wollen Solarzellen billiger machen

  Forschungskooperation zwischen Elektromat-Ausgründung FHR aus Ottendorf-Okrilla und Solarenergie-Forschungsinstitut SERIS Ottendorf-Okrilla/Singapur, 12. Juli 2018. Um mehr Energieausbeute aus Solarzellen herauszuholen, wollen das sächsische Maschinenbau-Unternehmen FHR Anlagenbau aus Ottendorf-Okrilla und das „Solar Energy Research Institute of Singapore“ (SERIS) ihre Entwicklungskooperation ausbauen. Darauf hat FHR hingewiesen.

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Insolvenzverwalter will neue Solarworld vorerst fortführen

Zukunft der Fabriken in Freiberg und Arnstadt ist aber ungewiss Bonn/Freiberg/Arnstadt, 30. März 2018. Nach der erneuten Pleite von Solarworld will der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Niering das operative Geschäft vorerst aufrechterhalten und „eine Fortführungslösung für beide Produktionsstandorte“ in Freiberg und Arnstadt finden. Das hat der Anwalt in Mitarbeiterversammlungen in Sachsen und Thüringen angekündigt. Die Mitarbeiter bekommen nun zunächst für drei Monate Insolvenzgeld ausgezahlt. “Von der Insolvenz sind 570 Mitarbeiter an den Standorten Bonn, Freiberg und Arnstadt betroffen”, informierte Christoph Niering.

Die MyReserve-Matrix-Speicher von Solarwatt (rechts an der Wand) im Einsatz in einer Werkstatt mit vielen elekrischen Verbrauchern. Foto: Solarwatt

Solarwatt Dresden bietet Matrix-Batteriespeicher nun europaweit an

Dresden, 5. Februar 2018. Das Photovoltaik-Unternehmen „Solarwatt“ aus Dresden vertreibt seine modularen Batteriespeicher „MyReserve Matrix“ jetzt auch international. „Die ersten beiden Länder sind Spanien und Italien“, kündigte das Unternehmen an. „Bis zum Frühjahr folgen Frankreich, Großbritannien, Schweden und die Niederlande.“

Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus demonstriert, dass selbst ein wenig muskelbepackter Manager wie er die Batterie-Einschübe des neuen Energiespeichers wuchten kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Solarwatt Dresden erholt sich

Wachstum vor allem durch neue Speichersparte Dresden, 30. November 2017. Nachdem Solarwatt im Jahr 2012 herum zeitweise kurz vor dem Aus gestanden hatte, ist das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen inzwischen wieder auf Wachstumskurs. Vor allem neue Produkte wie der Stromspeicher „MyReserve“, vollverglaste Solarmodule und die neuentwickelte Energiemanager-Software haben zu dieser Stabilisierung wesentlich beigetragen, schätzte Geschäftsführer Detlef Neuhaus ein. „Wir sehen unsere Systemstrategie voll bestätigt“ sagte er.

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Aus insolventer Solarworld wird SolarWorld

Gläubiger stimmen Verkauf an den alten Chef zu Freiberg/Bonn, 11. August 2017. Der ehemalige Chef des insolventen Photovoltaik-Hersteller “Solarworld”, Frank Asbeck, kann sein Unternehmen von den Gläubigern zurückkaufen und unter leicht veränderter Flagge neustarten: Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hat einen entsprechenden Kauf- und Übertragungsvertrag mit der „SolarWorld Industries GmbH“ geschlossen. Inzwischen haben auch die Gläubiger dem Deal zugestimmt.

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Investor für insolvente Solarworld in Sicht

Verhandlungen in letzter Minute in Gang gekommen Bonn/Freiberg, 26. Juli 2017. Möglicherweise verlieren nun doch nicht alle Mitarbeiter der insolventen Solarworld in der kommenden Woche ihre Jobs: Eine – bisher ungenannte – Investorengruppe hat ein ernsthaftes Interesse daran angemeldet, zumindest die Standorte Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen zu übernehmen, teilte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg heute mit.

Wolfgang Daniels ist der präsident des VEE Sachsen. Foto: Heiko Weckbrodt

Energiewende tritt in Sachsen auf der Stelle

VEE-Präsident Daniels kündigt Aufklärungskampagne gegen Windkraft-Feindlichkeit an Dresden, 10. März 2017. Die sächsischen Politiker, aber auch die großen Automobil-Unternehmen müssen mehr tun, damit die Energiewende im Freistaat endlich wieder vorankommt. Das hat die „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen gefordert. „Der Ausbau der Windkraft tritt in Sachsen auf der Stelle, ähnlich sieht es in der Photovoltaik aus“, kritisierte VEE-Präsident Wolfgang Daniels auf der Verbands-Jahrestagung „Phase 2 der Energiewende“ in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden.