Alle Artikel mit dem Schlagwort: Foundry

Die Visualisierung zeigt den Eingangsbereich der geplanten Intel-Doppelfabrik in Magdeburg. Grafik: Intel

Intel investiert 17 Milliarden Euro in Magdeburg

Zwei Chip-Megafabrik geplant Magdeburg, 15. März 2022. Intel will 17 Milliarden Euro in Magdeburg investieren und dort zwei Chip-Megafabriks bauen. Das hat Konzernchef Pat Gelsinger heute angekündigt und als Produktionsstart das Jahr 2027 avisiert. Durch die Investition sollen dort 3000 direkte Jobs sowie Tausende Arbeitsplätze im Umfeld entstehen. Ein erheblicher Teil der Fabrikkosten wird aus Steuergeldern finanziert werden. Der Intelchef machte dazu heute zwar keine Angaben. Vermutlich liegt die Subventionsquote aber bei 30 bis 40 Prozent.

Blick in einer der 300-mm-Chipwerke von Foundry-Primus TSMC in Taiwan. Foto: TSMC

Chipauftragsfertiger legen um 20 % zu

Marktforscher rechnen weiter mit starkem Wachstum für Foundries Scottsdale, 8. März 2022. Der Weltmarkt für Halbleiter-Auftragsfertiger („Foundries“) wird in diesem Jahr um 20 Prozent wachsen – und auch in den Folgejahren kräftig zulegen. Das hat das US-Marktforschungsunternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona prognostiziert. Umsatztreiber waren dabei zuletzt vor allem 5G-Mobilfunkchips für Smartphones und anwendungsspezifische Prozessoren.

Der Chip-Deal mit Globalfoundries und Inova soll BMW unter anderem Elektronik für den iX sichern. Foto: BMW

BMW sichert sich per Direktauftrag Chips von Globalfoundries

Autokonzern geht mit Blick auf Halbleiter-Engpässe neue Wege München/Dresden, 8. Dezember 2021. Angesichts der akuten Chip-Engpässe in der Autoindustrie geht BMW neue Wege, um seinen Halbleiter-Nachschub künftig besser abzusichern: Der bayrische Autokonzern hat nun direkte Verträge mit den Mikroelektronik-Unternehmen Globalfoundries und INOVA Semiconductors über die Lieferung von mehreren Millionen Mikrochips pro Jahr geschlossen. Diese Elektronikbausteine sollen die Innenraumbeleuchtung im Elektroauto iX und anderen BMW-Autos steuern. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von BMW, INOVA und Globalfoundries in München und Dresden hervor.

Michael Kretschmer. Foto: CDU-Landesverband Sachsen

Kretschmer bestätigt Verhandlungen mit Intel um Ansiedlung

Sachsen hofft auf neue Chipfabriken Dresden, 25. August 2021. Die sächsische Regierung verhandelt mit dem US-Halbleiterkonzern Intel über eine Ansiedlung im Freistaat. Das hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nun auch offiziell bestätigt. „Wir sind mit Intel in intensiven Gesprächen, um das Unternehmen zu einem Investment in Sachsen zu bewegen“, sagte Kretschmer heute während der Eröffnungsfeier für das neue Amazon-Entwicklungszentrum Dresden. Zuvor hatte auch schon Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) derartige Verhandlungen indirekt bestätigt.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Wasserstoff gefragt: Sunfire Dresden baut Elektrolyseur-Produktion aus

Millioneninvestitionen geplant, Belegschaft soll sich verdoppeln Dresden, 27. Juli 2021. Weil immer mehr Stahlwerke, Öl-, Chemie- und Energieunternehmen Wasserstoff auf elektrochemischem Weg mit Elektrolyse-Anlagen von Sunfire erzeugen wollen, baut das Dresdner Unternehmen seine Produktionskapazitäten nun stark aus. Das hat Sunfire-Technikchef Christian von Olshausen angekündigt. Insgesamt werde die Firma dafür bis 2025 einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Wie genau das Unternehmen diese Ausgaben finanzieren will, mochte er nicht verraten, kündigte aber an: „Wir stellen auch neues Personal ein.“ In den nächsten Jahren werde die Belegschaft dadurch stark wachsen: von derzeit 250 auf dann über 500 Beschäftigte oder womöglich noch mehr.

Vor allem die modernen 300-mm-Fabriken von TSMC sind stark ausgelastet. Foto: TSMC

Baut TSMC eine milliardenteure Chipfabrik in Dresden?

Taiwanesen und Dresdner wollen Meldungen nicht kommentieren Dresden, 14. Juli 2021. Die weltweit größte Halbleiter-Foundry „TSMC“ aus Taiwan erwägt laut Meldungen von Branchenmagazinen, in Dresden und im japanischen Kumamoto große Chipfabriken zu bauen. An beiden Standorten habe TSMC „Vereinbarungen mit lokalen Behörden getroffen und sei in Gesprächen mit lokalen Kunden“, heißt es Berichten von „Digitimes“ und „EE News Europe“.

Ein Intel-Ingenieur begutachtet eine Chip-Belichtungsmaske in der Fabrik in Santa Clara. Foto: Intel

Globalfoundries Dresden: Wir hätten kein Problem mit Intel-Fabs vor der Haustür

Sachsens Mikroelektronik-Industrie fürchtet allerdings Subventionssog durch Mega-Projekt Dresden, 19. Mai 2021. Falls Intel in Sachsen mehrere Großfabriken für die Chip-Auftragsfertigung bauen sollte, wie in jüngster Zeit diskutiert, wäre das für Globalfoundries keine problematische Konkurrenz, sondern eher ein Gewinn. Das hat der Dresdner Globalfoundries-Sprecher Jens Drews auf Oiger-Anfrage erklärt.

Impression aus der Chipproduktion im Intel-Werk Hillsboro. Foto: Intel

Intel bietet Bau von acht Mega-Chipfabriken in Deutschland an

Auch Sachsen kommt als Standort in Frage – US-Konzern will aber 40 % Subventionen Berlin/Dresden/Santa Clara, 1. Mai 2021. Intel-Chef Pat Gelsinger erwägt laut „Handelsblatt“-Bericht, mehrere Chipwerke der Mega-Fab-Klasse in Deutschland zu bauen. Auch Dresden steht laut „Handelsblatt“ als Standort zur Debatte. Allerdings fordere Gelsinger auch hohe Subventionen: Etwa 40 Prozent der Investitionskosten soll demnach die öffentliche Hand zuschießen, soll er am Rande einer Reise nach Berlin erklärt haben.

Herzstück der elektronischen Nasen ist der Geruchssensor „Smell iX16” auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Foto: SmartNanotubes

Turck Duotec will künstliche Nasen aus Sachsen

Auftragsfertiger aus NRW steigt bei „Smartnanotubes“ Freital ein und plant Serienproduktion Dresden/Halver/Freital, 12. April 2021. Um Zugriff auf eine neuartige künstliche Nase zu bekommen, beteiligt sich der Elektronik-Auftragsfertiger „Turck Duotec“ aus Halver an „Smartnanotubes Technologies“ aus Freital. Das geht aus einer Duotec-Mitteilung hervor. Die Smartnanotubes-Ingenieure hatten zuvor an der TU Dresden innovative Mehrkanal-Gasensoren entwickelt. Die koppelten sie dann mit einer „Künstlichen Intelligenz“ (KI), die ganz verschiedene Gasgemische erlernen, erschnüffeln und erkennen kann. Duotec organisiert nun die Serienproduktion der künstlichen Nasen, um sie ab dem vierten Quartal 2021 dann auch zu verkaufen beziehungsweise in Geräte von Kunden einzubauen.

Sichtprüfung der Siliziumkarbid-Halbleiter während der Produktion in der Waferfabvon Bosch in Reutlingen. Foto: Bosch

Mikroelektronik: „Silicon Saxony“ sieht vor 2030 keine Chance auf eine Europa-Foundry

Hightech-Verband setzt eher auf den Ausbau von Chip-Fabriken in Sachsen Dresden, 1. März 2021. Der sächsische Hochtechnologie-Verband „Silicon Saxony“ sieht vorerst keine Chance für den Plan von EU-Kommissar Thierry Breton, hierzulande bis 2025 eine hochmoderne Halbleiter-Foundry anzusiedeln, die Europas Wirtschaft mit allerneuesten Computerchips der Strukturgeneration „2 Nanometer“ versorgt. Das geht aus einem „Offenen Brief“ hervor, den der Verband heute in Dresden veröffentlicht hat.

Die Lithografie-Abteilung im X-Fab-Chipwerk in Dresden. Foto: X-Fab

Nach Corona-Dämpfer geht’s bei X-Fab wieder aufwärts

Ostdeutsche Spezial-Foundry bekommt wieder mehr Chip-Aufträge für Medizinsektor und Automobilbau Erfurt/Tessenderlo, 12. Februar 2021. Der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger „X-Fab“ hat wegen Corona sowie Sondereffekten durch eingestellte Produkte in Frankreich im Jahr 2020 nur noch 477,6 Millionen US-Dollar (427,25 Millionen Euro) Umsatz gemacht und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das hat X-Fab-Chef Rudi De Winter, im belgischen Tessenderlo mitgeteilt. Im letzten Quartal 2020 hätten die Umsätze aber im Jahresvergleich wieder um ein Fünftel zugelegt – vor allem getrieben durch Aufträge aus dem Medizintechnik- und Automobil-Sektor.

Blick in die Lithografie der X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt

X-Fab verliert ein Viertel vom Umsatz

De Winter dennoch optimistisch: Talsohle ist durchschritten Erfurt, 27. Oktober 2020. „X-Fab“ hat im dritten Quartal 2020 rund ein Viertel weniger erlöst als ein Jahr zuvor. Das hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger aus Erfurt heute mitgeteilt. Demnach sind die Umsätze um 26 Prozent auf 96,1 Millionen US-Dollar (81,2 Millionen Euro) gesunken. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 12,9 Millionen Dollar (10,9 Millionen Euro).

Blick in einen Reinraum von X-Fab. Foto: X-Fab

X-Fab schreibt Verluste

Corona und Cyberattacke machen ostdeutscher Chip-Foundry zu schaffen Erfurt/Dresden, 28. August 2020. Zur Pandemie kam der Cyberangriff: Durch Corona und eine Hackerattacke hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger „X-Fab“ im zweiten Quartal 2020 einen Verlust von 5,9 Millionen Dollar (4,96 Millionen Euro) eingefahren. Die Umsätze sind im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 118,8 Millionen Dollar (99,2 Millionen Euro) eingebrochen. Das hat die in Erfurt beheimatete Foundry nun bekanntgegeben.

NXP setzt für Auto-Chipssysteme der nächsten Generation auf die 5-nm-Technologie von TSMC. Visualisierung: TSMC

NXP setzt für Autochips auf 5-nm-Technik von TSMC

Niederländer brauchen für moderne Autoelektronik besonders hochintegrierte Halbleiter Eindhoven/Hsinchu, 12. Juni 2020. Der niederländische Elektronikkonzern NXP wird die 5-Nanometer-Technologie „N5P“ von TSMC aus Taiwan einsetzen, um seine neuesten „Systeme auf einem Chip“ (SoC) für den Automobilsektor herzustellen. Das haben TSMC in Hsinchu und NXP in Eindhoven heute mitgeteilt.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Erneut Warnstreik bei Globalfoundries Dresden

Chemiegewerkschaft will endlich Tarifvertrag erzwingen Dresden, 28. Mai 2020. Um doch noch einen Tarifvertrag bei Globalfoundries (GF) zu erzwingen, bestreiken die Gewerkschaften morgen (29. Mai 2020) erneut die Dresdner Fabrik des US-Chipherstellers. Das geht aus einer Ankündigung der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IG BCE) hervor. Der Streik soll 14 Uhr vor dem Werktor starten und 24 Stunden dauern. GF-Sprecher Jens Drews kritisierte die Gewerkschaftsaktion derweil in einer ersten Reaktion als „verantwortunsglos“ mitten „in der größten Wirtschaftskrise unseres Landes“.