Alle Artikel mit dem Schlagwort: Förderung

Zu Gast im Schülerlabor: Die HZDR-Vorstände Prof. Sebastian Schmidt (li.) und Dr. Diana Stiller (Mitte) lassen sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (re.) Experimente vorführen. Foto: A. Wirsig für das HZDR

Magnet für Spitzenforscher in spe: Delta X Dresden wird 11

In Dresden haben Institute, Hightech-Unternehmen und Wirtschaftsförderer ein Netz aus 17 Schülerlaboren für die Nachwuchsförderung geknüpft Dresden, 9. Juni 2022. Fähige Köpfe zu akquirieren und zu halten, das ist kein Selbstläufer – das wissen die Hochtechnologie-Unternehmen, Forschungsinstitute, Museen und Wirtschaftsförderer im „Silicon Saxony“ nur zu gut. Sie setzen daher bereits in den Schulen an und versuchen, Jungen und Mädchen beizeiten für eine Karriere als Ingenieurin, Physiker oder Programmiererin zu animieren. Als vorbildhaft für diese frühe Nachwuchsförderung gilt ein Netz aus 17 Schülerlaboren in Dresden. Eines davon ist das „DeltaX“ am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Dieses Labor hat nun sein 11. Jubiläum gefeiert und dabei erstmals auch einen „Lehrkräfte-Preis“ vergeben.

Der Finanzierungsbedarf junger Unternehmen in Deutschland steigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Mit Ionen chemo-rechnen wie das Hirn

Forschungsrat verteilt Millionenstipendien für anspruchsvolle Forschungen an der TU Dresden Dresden, 27. April 2022. Für ihre Forschungen an den Ursachen von Entzündungen, biologisch inspirierten neuen Rechnerkonzepten und neuen Krebstherapien bekommen die Professoren Triantafyllos Chavakis. Stefan Kaskel und Andreas Deutsch von der TU Dresden insgesamt rund 5,3 Millionen Euro vom „Europäischen Forschungsrat“ (ERC) in Form von fortgeschrittenen Stipendien („Advanced Grants“). Das haben das sächsische Wissenschaftsministerium und die Technische Universität Dresden mitgeteilt.

Die sächsischen Siegerinnen und Sieger von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ (unten, v.l.n.r.) Jann Wawerek (18), Arne Rudolph (19), Christian Hertel (17), Kester Schnasse (13), Janine Jorke (19), Yara Oberender (16), Alexander Droste (19) mit Landeswettbwerbsleiterin Saskia Schnasse (oben, 3. v.l.) und den Vertretern der Patenunternehmen Dr. Manfred Horstmann (oben, rechts) und Karin Raths (oben, 1. v.l.) von GlobalFoundries Dresden sowie René Reichard, CEO DAS Environmental Expert GmbH. Foto: André Wirsig für "Jugend forscht Sachsen"

Jugend forscht in Sachsen an Müllrobotern und Eisbären ohne Eis

Sieben Talente aus dem Freistaat für das Bundesfinale qualifiziert Dresden, 10. April 2022. Virtuelle gemeinsame Konzerte, Straßenmüll-Roboter und Eisbären ohne Eis: Mit bunten Forschungsthemen haben sich neugierige Schüler und Schülerinnen aus Sachsen in diesem Jahr am Wettbewerb „Jugend forscht“ eingebracht. Sieben von ihnen haben sich nun für das Bundesfinale vom „Jugend Forscht“ im Mai in Lübeck qualifiziert. Das hat Landeswettbewerbsleiterin Saskia Schnasse an diesem Wochenende mitgeteilt.

Blick in den Reinraum der ehemaligen Plastic-Logic-Fabrik, der nun für das Fraunhofer CNT 2.0 und das Zentrum für neuromorphes Computing umgebaut wird. Foto: Heiko Weckbrodt

Mikroelektronik-Forschungslabore für Hightech-Gründer öffnen

Angehende Halbleiter-Firmen brauchen mehr Miet-Reinräume und Pilotlinien, um ihre Konzepte auszuprobieren Dresden, 6. April 2022. In Deutschland klafft trotz gewisser Fortschritte in den vergangenen Jahren immer noch eine Lücke zwischen einer eigentlich starken naturwissenschaftlich-technischen Forschungslandschaft und einer breiten kommerziellen Vermarktung der dort gewonnen Erkenntnisse, wie man es aus den USA kennt. Das haben Vertreter aus Forschung und Wissenschaft während der virtuellen Tagung „Mikroelektronik-Forschung in Deutschland“ in Dresden mit Blick auf den kapitalintensiven Halbleiter-Sektor eingeschätzt.

Die EU-Kommission plant ein europäisches Chip-Gesetz, um in der Mikroelektronik wieder etwas an Boden zu gewinnen. Foto: Christophe Licoppe für die EU-Kommission

Zweiter Anlauf per EU-Chipgesetz: 2030 soll jeder 5. Schaltkreis aus Europa kommen

Sachsen begrüßen Initiative aus Brüssel Brüssel/Berlin/Dresden, 8. Februar 2022. Die USA haben ein „Chip Act“ und nun will die EU auch so etwas haben. Bereits vor Monaten hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein eigenes Chipgesetz für Europa avisiert. Heute hat die CDU-Politikerin präsentiert, was sie sich darunter eigentlich vorstellt: eine weitere Halbleiter-Strategie, einen zweiten Versuch der EU, die Marktanteile der europäischen Mikroelektronik zu verdoppeln.

Der Finanzierungsbedarf junger Unternehmen in Deutschland steigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo Dresden will Teil der Wirtschaftsförderung vom Osten in den Westen umleiten

30 Jahre nach der Wende sind Dresden, Leipzig und Jena längst keine Schlusslichter mehr – aber verlieren dadurch auch Förderspielräume Dresden, 4. Januar 2022. Die Bundesregierung sollte einen Teil der Investitionszuschüsse für Ostdeutschland in unterentwickelte westdeutsche Regionen umleiten. Dafür haben Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ in Dresden und weitere Ökonomen plädiert. Dresden und Leipzig könnten nach der Ifo-Berechnung in diesem Jahr die niedrigere Förderstufe „D“ im Zuge der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) als der Rest Ostdeutschlands bekommen. Jena würde den zuschussträchtigen Status als strukturschwache Region ganz verlieren.

Forscherinnen und Forscher der Uniklinik Dresden suchen mit europäischen Kollegen nach Biomarkern, die bei Kindern auf Überreaktionen des Immunsystems - SIRIS genannt - hindeuten. Durch solche Ansätze der personalisierten Medizin sollen Ärzte künftig SIRS schneller diagnostizieren und die richtige Therapie dagegen herausfinden können. Foto: Hochschulmedizin Dresden

DDR-Babyjahr machte Menschen dauerhaft zufriedener

Ifo-Forscherinnen haben Wirkungen der ostdeutschen Elternzeit-Reformen in der Ära Honecker ausgewertet Dresden, 31. Mai 2021. DDR-Kinder, deren Mütter eine bezahlte Elternzeit genommen haben, waren später als Erwachsene zufriedener und glücklicher. Das haben Katharina Heisig und Larissa Zierow vom Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in Dresden herausgefunden. Darauf hat das Institut mit Blick auf den morgigen Kindertag hingewiesen.

Die TU-Ausgründung Novaled Dresden ist auf Organische Leuchtdioden spezialisiert. Abb.: Novaled

Transfer-Millionen für Sachsens Forscher

Neues Validierungsprogramm soll Wissenschaftler animieren, jede Erfindung auf wirtschaftliche Verwertbarkeit abzuklopfen Dresden, 27. April 2021. Seien es nun prämierte Biersensoren, Lazarettbetten aus Papier oder Elektromotoren aus dem 3D-Drucker – die Liste der Firmen-Ausgründungen, die aus Forschungsprojekten an sächsischen Universitäten und Instituten geboren wurden, ist seit der Wende lang geworden. Doch sie könnte noch länger sein, wenn alle Wissenschaftler ihre Erfindungen beizeiten darauf abklopfen würden, ob darin vielleicht ein Geschäftsmodell verborgen ist. Damit sich künftig wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn rascher in bare Münze, Wertschöpfung und Jobs in Sachsen verwandelt, hat Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ein neues Förderprogramm für die „Validierung von Forschungsergebnissen“ aufgelegt und mit fünf Millionen Euro dotiert.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Millionenzuschüsse für Sachsens KI-Zentrum ScaDS

Bund und Länder bezahlen für insgesamt 5 Zentren jeweils 50:50 bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr Dresden/Leipzig/Berlin, 4. März 2021. Bund und Länder werden die deutschlandweit etablierten Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz (KI) ab 2022 dauerhaft mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr finanzieren. Darunter ist auch das sächsische KI-Zentrum „ScaDS.AI“ in Dresden und Leipzig, das sich auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert hat. Das geht aus einer Mitteilung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hervor.

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Sachsen bezuschusst Pilotlinie für Trikorder-Sensoren

Zwei Millionen Euro für neuartige organische Mini-Spektrometer Dresden, 4. Januar 2020. Damit Senorics Dresden eine Pilotlinie für neuartige organische Mini-Spektrometer bauen kann, hat der Freistaat Sachsen der Uni-Ausgründung nun zwei Millionen Euro Zuschuss zugesagt. Das hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) heute mitgeteilt.

Zum Auftakt des Juniordoktor-Programms 20020 haben Kinder im Verkehrsmuseum Roboter programmiert. Foto: Frank Grätz für die LHD

Dresden bildet neue Juniordoktoren aus

Zum Auftakt haben Kinder Roboter programmiert Dresden, 28. Oktober 2020: Das Dresdner Talente-Förderprogramm „Juniordoktor“ startet mit Robotik in eine neue Runde. Zum Auftakt programmierten acht Kinder im Verkehrsmuseum Mini-Roboter darauf, selbstständig bunte Stationen abzufahren. Organisiert hatte dieses Tüftelangebot der „Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke“, der seit Jahren auch regionale Lego-Roboter-Wettbewerbe in Dresden und Sachsen organisiert. „Das passt prima zum Dresdner Profil als ,Robot Valley“, freute sich Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke über die Programmiererfolge der angehenden Juniordoktoren. Er rechnet mit insgesamt rund 250 Mädchen und Jungen, die den Juniorkursus in diesem Jahr absolvieren.

Industrienahe Forschung für den Mittelstand wird hier hoch gewichtet: Blick ins Technikum des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen behauptet sich als Platzhirsch in Gemeinschaftsforschung

AiF-Forschungspolitikchefin: Freistaat akquiriert die meisten Fördergelder im Osten Dresden,  9. Juni 2020. Sachsen baut seine Position als ein führender Forschungsstandort in Ostdeutschland aus. Im Zuge der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF), mit der das Bundeswirtschaftsministerium Innovationen im Mittelstand fördert, sind im Jahr 2019 die meisten für Ostdeutschland bestimmten Mittel in den Freistaat geflossen: rund 26,3 Millionen von insgesamt 42,6 Millionen Euro. „Damit ist Sachsen in der industrienahen Forschung der Platzhirsch im Osten“, sagte Forschungspolitik-Chefin Andrea Weißig von der „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF), die die IGF-Mittel koordiniert, bei einem Besuch im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) in Dresden.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Sachsen setzt bei Transformation der Autobranche auf Beratung

Wirtschaftsminister: „Wandel unterstützen wir am besten, indem wir die Wachstums- und Transformationskräfte der Beschäftigten und Unternehmen stärken“ Oberwiesenthal, 26. Januar 2020. Mit aufwendigen Entwicklungsprojekten, Subventionen oder anderen teuren Hilfen vom Freistaat können die sächsischen Automobil-Zulieferer anscheinend nicht rechnen: Die Landesregierung will die Branche zwar im Transformationsprozess hin zu Elektroautos unterstützen. Aber im Fokus stehen dabei Qualifikations-, Vernetzungs- und Beratungsangebote.

Ein Wandelbots-Mitarbeiter testet die neuen Tracepens, mit denen auch Laien Roboter anlernen können. Foto: Wandelbots

Dresden bezuschusst Innovatoren

Wirtschaftsförderer wollen junge Hightech-Firmen in der Stadt unterstützen Dresden, 3. Januar 2020. Wer Innovationen in Dresden entwickelt, kann dafür jetzt wieder Zuschüsse von den städtischen Wirtschaftsförderern bekommen. „Ziel ist es, innovative Lösungen auch für Themen und Probleme mit städtischer Relevanz zu realisieren“, betonte Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Steuerbonus Forschung ab 2020

Bund will vor allem Auftragsforschung kleiner Unternehmen fördern Berlin, 9. November 2019. In Zukunft wird es auch in Deutschland einen Steuerbonus geben, wenn ein Unternehmen forscht und insbesondere auch Forschung in Auftrag gibt. Das hat der Bundestag nun beschlossen. Wenn auch der Bundesrat zustimmt, könnte das Forschungszulagengesetz am 1. Januar 2020 in Kraft treten, teilte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit.