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Sachsen bereitet Industriepark-Erweiterung in „Schwarze Pumpe“ vor

Der Finanzierungsbedarf junger Unternehmen in Deutschland steigt. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Eine Million Euro Fördergeld für Planung zugesagt

Schwarze Pumpe, 9. Oktober 2023. Sachsen will seinen gemeinsam mit Brandenburg organisierten Industriepark „Schwarze Pumpe“ gen Süden um 250 Hektar erweitern. Dafür hat der Freistaat den Betreibern nun eine Million Euro Fördergeld zugesagt, die vor allem in die Ausbau-Planungen fließen sollen. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Regionalministeriums (SMR) hervor.

Südausbau auf sächsischer Flur soll Transformation in Lausitz erleichtern

Dies soll die Ansiedlung neuer Unternehmen und Wirtschaftszweige in der Lausitz für die Zeit nach dem Kohleausstieg erleichtern. „Die Erweiterung des Industrieparks ist für das Gelingen des Strukturwandels im heutigen Lausitzer Braunkohlerevier von größter Bedeutung“, betonte der sächsische Regionalminister Thomas Schmidt (CDU). „Um neue Wertschöpfungsketten in dem Maße am Standort etablieren zu können, dass sich auch neue Profile für den länderübergreifenden Industriestandort entwickeln, benötigen wir vermarktungsfähige Flächen in Größenordnung“, ergänzte Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) von der zuständigen Gemeinde Spreetal. „Dies schafft Raum für Zukunftsindustrien, die die Kapazitäten mitbringen, den Transformationsprozess nachhaltig zu beschleunigen.“

5100 Jobs auf Gaskombinat-Areal entstanden

Der Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) entstand nach der Wende auf einem Grundstück des Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ und liegt je zur Hälfte in Sachsen und Brandenburg. Er umfasst rund 720 Hektar, inklusive aller Erweiterungs- und Entwicklungsflächen sind 1122 Hektar nach derzeitigem Stand bebaubar. Derzeit haben sich im Industriepark etwa 110 Unternehmen mit rund 5100 Beschäftigten angesiedelt. Neben dem Kraftwerk befinden sich im ISP unter anderem eine Großbatterie, eine Papierfabrik, eine Anodengraphit-Pilotanlage von Altech sowie zahlreiche weitere Industriebetriebe und andere Unternehmen. Geplant sind hier außerdem ein Altech-Aluminiumwerk und weitere Investitionen. Die vorhandenen Flächen seien mittlerweile nahezu vollständig ausgelastet, informierte das sächsische Regionalministerium (SMR). „Aus diesem Grund soll das Gelände im Süden und damit auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen langfristig um rund 250 Hektar erweitert werden.“

Autor: hw

Quelle: SMR, Wikipedia, ASG Spremberg

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger