Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elektromobilität

Graphen besteht im Idealfall jeweils aus nur einer Lage von zweidimensional vernetzten Kohlenstoff-Atomen. Solche 2D-Materialien haben - je nach konkretem Design - ganz besondere Eigenschaften. Sie können beispielsweise Strom sehr gut leiten, Wasserstoff speichern, besonders feste Werkstoffe abgeben - oder eben Terahertz-Strahlen umwandeln. Visualisierung: Dall-E

Graphen-Hitzeschild für Elektroauto-Akkus

Sixonia Dresden und Haze Toronto wollen mit intelligenten Kohlenstoff-Gehäusen für mehr Reichweite und Lebensdauer sorgen Dresden/Toronto, 21. Januar 2024. Um die Reichweite von Elektroautos auszuweiten und die Akkus darinnen langlebiger und temperatur-unabhängiger zu machen, haben sich die kanadische Carbon-Firma „Haze Automotive“ und der Dresdner Graphen-Hersteller „Sixonia Tech“ zusammengetan. Zusammen haben sie „intelligente“ und besonders leichte Akku-Gehäuse für Stromer entwickelt.

Produktion im VW-Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Ifo: Ende der Umweltprämie trifft Sachsen recht stark

Ampelbeschlüsse zu Energiepreisen werden aber Westdeutschland stärker treffen Dresden, 23. Dezember 2023. Die jüngsten Ampel-Sparbeschlüsse werden Sachsen unterschiedlich stark treffen, prognostiziert Wirtschaftsforscher Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden: Während die weitere Verteuerung von Energie und Kraftstoff die Wirtschaft im Freistaat eher unterdurchschnittlich beeinträchtigen werde, falle das Ende der Umweltprämie schon schwerer ins Gewicht.

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW und Tesla wollen Umweltprämie auch ohne Staatszuschuss fortsetzen

Elektroauto-Preisstütze läuft aber nach und nach aus Wolfsburg/Grünheide/Zwickau, 19. Dezember 2023. Nach dem abrupten Wegfall der „Umweltprämie“ für Elektroauto-Käufer wollen wichtige Hersteller in die Bresche springen: Volkswagen wie auch Tesla haben angekündigt, die Prämie für ihre Kunden zumindest teilweise zu übernehmen – de facto also die Preise für ihre E-Autos zu senken. Das geht aus Mitteilungen von VW und Tesla hervor.

Dr. Minghao Yu. Foto: privat via cfaed

Elektronikzentrum Dresden arbeitet an besseren Akkus aus Magnesium

EU-Forschungsrat gibt 1,5 Millionen Euro für Dr. Minghao Yu Dresden, 5. September 2023. Für seine Forschungen an neuen Magnesium-Akkus mit besonders hoher Energiedichte bekommt der Chemiker Dr. Minghao Yu vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden (Cfaed) ein mit 1,5 Millionen Euro dotiertes Stipendium vom Europäischen Forschungsrat „ERC“. Das hat die TU Dresden mitgeteilt.

Themenfoto: Heiko Weckbrodt

Autozulieferer GKN will sein Werk in Zwickau schließen

IG Metall protestiert gegen geplantes Aus, 800 Jobs fallen weg Zwickau, 18. Januar 2023. Der britische Autozulieferer „GKN Driveline“ plant, sein Werk im sächsischen Zwickau-Mosel mit über 800 Beschäftigten zu schließen. Die Entscheidung sei „aufgrund von Strukturwandel in der Automobilindustrie notwendig“, teilte das Unternehmen heute mit. Ab dem Sommer 2023 will das Unternehmen seine Produktion in Mosel schrittweise über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg an andere Standorte verlagern. Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hat gegen diese Entscheidung heute gleich postwendend protestiert.

Die Kohlenstoffverbindung Graphit ist allgegenwärtig: in "Bleistiften", die längst kein Blei mehr enthalten, auf Akku-Elektroden, in Kernreaktoren und anderswo. Europa kann seinen Bedarf an diesem scheinbaren Bagatell-Rohstoff nicht selbst decken - ein Grund mehr neben den ökologischen Erwägungen, das Akku-Recycling zu verbessern. Grafik (KI-generiert): Dall-E

Akkurecycling-Expertin aus Freiberg mit EIT-Preis ausgezeichnet

Anna Vanderbruggen mahlt und verschäumt alte Energiespeicher, um ihnen das Graphit zu entlocken Freiberg, 16. Oktober 2022. Europa wird als Nebeneffekt seiner geplanten Energie- und Verkehrswende immer mehr von Graphit-Importen abhängig. Bis 2040 wird sich der Bedarf allein an natürlichem Graphit laut „Syrah Resources“ auf über zehn Millionen Tonnen verzehnfachen – und den größten Teil davon beziehen die Europäer von auswärts. Ein Treiber dafür ist der Umstieg von Verbrennern auf Stromer, denn die Kohlenstoff-Kristalle machen – neben Lithium, Kobalt und weiteren Stoffen – etwa 15 bis 25 Prozent vom Gesamtgewicht heutiger Lithium-Ionen-Akkumulatoren für Elektroautos aus. Um diese steigende Importabhängigkeit zu mindern, das Wachstum der Müllberge zu begrenzen und die Umwelt zu entlasten, hat die Geologin Anna Vanderbruggen vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Graphit aus Alt-Akkus herausschäumen und zurückgewinnen lässt. Für ihre Doktorarbeit, in der sie diese Methode vorstellt, hat das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) die Forscherin nun mit einem „Change Award“ ausgezeichnet. Das hat das HIF-Mutterinstitut, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR, mitgeteilt.

So sehen elektrische Kompressoren für Autos aus - hier ein Verdichter der TDDK-Mutter Toyota Industries Corporation. Foto: Toyota Industries Corporation

Autozulieferer TDDK baut Kompressorfabrik in Lausitz aus

Werk Straßgräbchen soll nach Millioneninvestition auch Elektro-Kompressoren herstellen Straßgräbchen, 19. September 2022. Der japanische Automobilzulieferer TDDK will seine Kompressorfabrik in Straßgräbchen in der Lausitz für mehrere Millionen Euro ausbauen. Das hat die sächsische Staatskanzlei (SSK) heute in Dresden nach einem Treffen zwischen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und TDDK-Managern mitgeteilt. Demnach wird der Betrieb vergrößert und soll ab 2025 neben den mechanischen aus elektrische Kompressoren für die Klimaanlagen von Elektroautos in Großserie fertigen.

Ionenfallen-Chip von Infineon. Foto: Infineon

Infineon wächst trotz schwieriger Wirtschaftslage weiter

Deutscher Chipkonzern profitiert von Trends zu Elektroautos, erneuerbaren Energiequellen und Digitalisierung Neubiberg, 3. August 2022. Der deutsche Halbleiter-Hersteller „Infineon“ ist trotz der angespannten Wirtschaftslage weiter auf Wachstumskurs. Das hat das Unternehmen heute an seinem Hauptsitz in Neubiberg bei München mitgeteilt. Angesichts des anhaltenden Trends zu Elektroautos, erneuerbaren Energiequellen und Rechnerwolken rechnet Konzernchef Jochen Hanebeck auch für das restliche Jahr 2022 mit wachsenden Umsätzen. Die weitere Geschäftsentwicklung werde aber stark von den Energiepreisen, dem Euro-Dollar-Kurs, dem Ukraine-Krieg und der gesamten Weltwirtschaftslage abhängen.

VW-Managerin Karen Kutzner übergibt an Horch-Museums-Chef Thomas Stebichden ersten ID3. Foto: Volkswagen AG

Erste ID3-Stromer von VW Sachsen kommt ins Museumsbesucher

Neues Exponat im Horch-Museum Zwickau symbolisiert Umstieg auf Elektromobilität Zwickau, 20. Juli 2022. Volkswagen hat sein allererstes – damals noch handgefertigtes – Elektroauto vom Typ ID3 dem August-Horch-Museum in Zwickau als Dauerleihgabe übergeben. Die Museumsbesucher können das Fahrzeug nun als Zeugnis einer neuen Stufe des Elektroautobaus in Sachsen besichtigen. Das geht aus einer VW-Mitteilung hervor.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Sparkassen-Vorstand Joachim Hoof, Henning Schulzki von der VW-Manufaktur Dresden und Teilauto-Chef Patrick Schöne (von links nach rechts) probieren Carsharing-Autos vor dem Sparkassen-Gebäude am Güntzplatz in Dresden aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Teilauto verdreifacht Stromerquote in Dresden

Carsharing-Anbieter berichtet über steigende Nachfrage – auch aus dem Dienstwagensektor Dresden, 16. März 2022. Der Carsharing-Anbieter „Teilauto“ will den Anteil elektrischer Autos in seiner Dresdner Flotte bis 2024 verdreifachen. Die Nachfrage nach den Stromern steige, erklärte Teilauto-Chef Patrick Schöne. Binnen zwei Jahren will er daher so viele Elektroautos von VW und anderen Anbietern zukaufen, bis 30 Prozent der geteilten Leihautos batterieelektrisch angetrieben werden. Bisher hat er 45 Stromer im Dresdner Bestand, das entspricht einer elektrischen Quote von 13 Prozent.

Mit dem Streetscooter wollte sich der gelben Konzern einen grünen Anstrich geben. Foto: Deutsche Post / DHL

Odin nimmt DHL die Streetscooter-Produktion ab

Finanzinvestoren wollen Elektrotransporter weiterentwickeln Bonn/Luxemburg, 4. Januar 2022. Der Paketdienst DHL verkauft seine „Streetscooter“-Elektrotransporterproduktion an die Finanzinvestorengesellschaft „Odin Automotive“ aus Luxemburg. Das haben DHL und Odin heute mitgeteilt, nannten aber keinen Kaufpreis. Um Odin die Übernahme der schwächelnden E-Transporter-Sparte zu versüßen, hat DHL zugesagt, den Luxemburgern mindestens 3500 Streetscooter aus der künftigen Produktion abzunehmen.

Stefan Beer (Mitte) ist mit seinem Schwiegervater aus Bayern angereist, um in der Volkswagen-Manufaktur Dresden seinen neuen ID4 abzuholen. Rechts daneben steht VW-Mitarbeiter Robert Pardavi. Foto: VW Sachsen

VW-Manufaktur in Sachsen liefert ein Drittel mehr Stromer aus

Dresden profiliert sich neben Wolfsburg als 2. nationales Auto-Auslieferzentrum Dresden, 3. Januar 2022. Die gläserne Manufaktur in Dresden hat sich neben Wolfsburg als zweites nationales Auto-Auslieferzentrum von Volkswagen etabliert. Das hat VW Sachsen heute eingeschätzt. „Wir haben die gläserne Manufaktur vor zwei Jahren strategisch neu ausgerichtet“, erklärte Standortleiter Danny Auerswald. „Neben der Fahrzeugproduktion sind die Auslieferungen an Kunden nun ein zentrales Standbein in Dresden.“

So etwa sollen die elektrischen Alice-Frachtflugzeuge von DHL aussehen. Visualisierung: DHL

DHL kauft 12 Elektroflugzeuge

Israelische „Eviation Alice“ soll ab 2024 bis zu 1,2 Tonnen Fracht in die Luft bringen Bonn, 3. August 2021. Um seine Umweltbilanz zu verbessern, kauft DHL zwölf Elektroflugzeuge vom Typ „Alice“ vom israelischen Unternehmen „Eviation“. Das hat das Logistikunternehmen heute in Bonn angekündigt. Dadurch soll das „erste elektrische und somit emissionsfreie Luftfracht-Netzwerk“ entstehen, hieß es von DHL.

Die vollautomatisierte Lade- und Entladetechnik in Zwickau und Braunschweig ist laut VW "eine wichtige Voraussetzung für die effiziente Batteriemontage an deutschen Standorten". Foto: Volkswagen AG

VW-Züge und Automaten bringen Batterien zur Elektroauto-Fabrik Zwickau

Automatisierung und Lkw-Verzicht sollen Umwelt entlasten und Kosten sparen Zwickau/Dresden/Braunschweig/Breslau, 30. November 2020. Sachsen ist für Volkswagen nicht nur der Pionierstandort für seine neue Elektroauto-Offensive, sondern auch für neue elektrische und hochautomatisierte Zuliefertechnologien: Statt mit Verbrenner-Lastern treffen die vorgefertigten Haupt-Batterien für die ID3- und ID4-Fahrzeuge ab sofort per Zug in der Elektroauto-Großfabrik in Zwickau ein. Automaten entladen dann selbstständig binnen fünf Stunden jeden Zug. Diese Automatenanlage haben VW-Sachsen-Technikchef Reinhard de Vries und der sächsische Umweltminister Wolfram Günther (Bündnisgrüne) heute als letzten Teil einer „grünen Logistikkette“ von Polen über Braunschweig nach Zwickau in Betrieb genommen. Das haben VW und Umweltministerium mitgeteilt.