Alle Artikel mit dem Schlagwort: Digitalisierung

Das Reichsmuseum stellt Rembrandts „Nachtwache“ aus dem Jahr 1642 als digitalisierte, hochaufgelöste Kopie bereit. Repro: rijksmuseum.nl

Rembrandt gratis

Das Reichsmuseum Amsterdam präsentiert Kunstwerke auch digital • Reichsmuseum Amsterdam: Über das Rijksstudio im Netz können Nutzer aus über 125.000 digitalisierten Museums-Exponaten auswählen und sie kostenlos herunterladen. Die Dateien sind so hochauflösend, dass selbst Details zum Beispiel aus Rembrandts „Nachtwache“ noch als Vorlage für eine bedruckte Tasche verwendet werden können.

Die elektronische Gesundheitskarte hat bisher nur einen Teil der Funktionen, die sie nach ursprünglichen Plänen haben sollte, integriert. Kartengrafik: Gematik GmbH

Digitalisierung im Schneckentempo

Internetzeitalter sickert erst langsam im Gesundheitswesen ein Annaberg-Buchholz, 17. April 2016. Während das Internet den Buchhandel, den Musikvertrieb und viele andere Lebenssphären inzwischen extrem verändert hat, schleicht die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran wie eine müde Schnecke. „Wir führen in Deutschland immer nur schwächenorientierte Diskussionen über die Digitalisierung, während in anderen Ländern damit längst Leben gerettet werden“, kritisierte der Telemedizin-Experte Arno Elmer auf dem Sächsischen Apothekertag in Annaberg Buchholz.

Ein Ko-Chirurg sitzt während der OP die ganze Zeit am Patienten und beim Roboter, um dort einzugreifen, wo der Roboter an seine Grenzen stößt. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen setzt auf Telemedizin

Gesundheitsministerin Klepsch winkt mit 28 Millionen Euro für neue Ansätze Dresden, 18. März 2016. Ohne computergestützte Fernmedizin (Telemedizin) könnte es in Sachsen in Zukunft schwer werden, den medizinischen und Pflegebedarf bis in die ländlichen Gebiete hinein voll zu decken. Das hat die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) heute zur Jahrestagung des „Gesundheitsökonomischen Zentrums“ (GÖZ) der Technischen Universität Dresden prognostiziert. „Digitale Gesundheitsdienste und Assistenzsysteme haben großes Potenzial“, betonte sie vor den Medizinern und Wirtschaftswissenschaftlern. „Nicht nur für die Patienten, sondern auch für eine höhere Effizienz im sächsischen Gesundheitswesen.“

Wissenstransfer in den Mittelstand: Prof. Egon Müller (l.) und sein Mitarbeiter Frank Börner (r.) demonstrieren im Rahmen einer Veranstaltung der IHK Chemnitz digitale Werkzeuge zur Produktionsoptimierung. Foto: IHK Chemnitz

Chemnitz bekommt „Industrie 4.0“-Zentrum

Kompetenzzentrum soll Mittelstand beim Digitalisierungskurs betreuen Chemnitz 21. Januar 2016. An der TU Chemnitz entsteht bis Mitte 2016 eines von bundesweit zehn Kompetenzzentren für die Digitalisierung des Mittelstandes. Das teilten das Bundeswirtschaftsministerium und das sächsische Wirtschaftsministerium heute mit. Ein Schwerpunkt soll auf „Industrie 4.0“-Lösungen für mittlere Unternehmen liegen.

15 % der Jobs in Deutschland durch Digitalisierung bedroht

IAB-Studie: Nur ganz wenige Berufe völlig durch Computer ausfüllbar Nürnberg, 14. Dezember 2015. Das Szenario wirkt so futuristisch wie bedrohlich: In wenigen Jahren schon werden sich in den meisten Fabriken in Deutschland nur noch Roboter und hochautomatisierte Bearbeitungszentren drehen, unken manche Technikpropheten. Wo früher vielleicht 3000 oder 5000 Menschen gearbeitet haben, werden in diesen „Industrie 4.0„-Werken nur noch ein paar menschliche Reparateure und Springer gebraucht, die dorthin kriechen, wo Maschinen eben doch noch nicht ganz so gut hinkommen. Doch ist die damit verbundene Sorge vor einem massiven Arbeitsplatz-Verlust in Deutschland berechtigt? Wohl kaum: Die wachsende Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft wird nämlich per Saldo kaum zu einem nennenswerten Job-Abbau in Deutschland führen, sondern wahrscheinlich sogar eher zu mehr Arbeitsplätzen durch neue Tätigkeits-Profile. Das geht zumindest aus der Studie „Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt“ hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in Nürnberg heute veröffentlicht hat.

Symbolische Darstellung, wie man Sprache in einer binären Sequenz darstellt und so Rückschlüsse auf den Inhalt des Textes ziehen kann. Abb.: Gianluca Costantini , MPG

Digitalisierung krempelt Berufsausbildung um

¼ der Unternehmen rechnen mit ganz neuen Berufen Berlin, 3. November 2015. Der Digitalisierungstrend in der Wirtschaft wird auch die Berufsausbildung in Deutschland grundlegend verändern. Davon ist ein Großteil der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen in der freien Wirtschaft überzeugt. Laut einer „Bitkom Research“-Umfrage rechnen 76 Prozent der Unternehmen damit, dass „der zunehmende Einsatz digitaler Technologien“ die Lehrinhalte umkrempeln wird. 29 Prozent erwarten sogar, dass durch die Digitalisierung völlig neue Ausbildungsberufe entstehen werden.

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen gründet digitalen Beirat

Dresden, 9. Juli 2015. Die sächsische Landesregierung hat heute einen Beirat „Digitale Wertschöpfung“ mit 19 Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Politik gegründet. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das Gremium soll Empfehlungen erarbeiten, wie sich der Freistaat auf die Herausforderungen der digitalen Transformation der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft einstellen kann.

"Rechnen Sie mit unerwarteten Angriffen auf Ihr Geschäftsmodell!" - Silicon-Saxony-Vorstand Frank Schönefeld warnte davor, die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterschätzen. Foto: Silicon Saxony

Digitale Transformation noch ganz am Anfang

Hightech-Trendkongress „Silicon Saxony Day“ in Dresden / Experte: Noch einschneidende Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft durch digitale Technologien zu erwarten Dresden, 7. Juli 2015. Wenn gelegentlich vom „digitalen Wandel“ die Rede ist, dann ist dies noch eine Untertreibung, meint Frank Schönefeld vom sächsischen Hightech-Verband „Silicon Saxony“: Eher müsse man von einer tiefgreifenden „digitalen Transformation“ reden, die immer breitere Kreise der Wirtschaft erfasse und auch noch erhebliche soziale beziehungsweise gesellschaftliche Auswirkungen haben werde, sagte der T-Systems-Manager bei einem Plenarvortrag beim Trendkongress „Silicon Saxony Day 2015“ in Dresden.

Das Stadtarchiv Dresden geht ab 2016 zur elektronischen Archivierung über. Fotos (2) und Montage: Heiko Weckbrodt

Dresden startet 2016 elektronisches Archiv

Verwaltung übermittelt Akten gleich digital Dresden, 15. April 2015: Das Stadtarchiv und die Stadtverwaltung Dresden werden ab 2016 zu einer durchgängig digitalen Archivierung von Behördenakten übergehen. Das hat Stadtarchiv-Direktor Thomas Kübler auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. „Ausnahmen wird es nur dort geben, wo die Papierform rechtlich notwendig ist“, sagte Kübler.

Mit Tablettrechner können Ärzte den Patienten am Krankenbett deren gesundheitliche Lage und Therapieideen besser erläutern, wirbt die Telekom für ihre Telemedizin-Lösungen. Foto: Deutsche Telekom

Telekom: Krankenhäuser hinken Digitalisierung um 10 Jahre hinterher

Bonn, 7. April 2015: Das deutsche Gesundheitssystem hinkt der Digitalisierung in der Autoindustrie um mindestens zehn Jahre hinterher. Das hat Telekom-Manager Axel Wehmeier eingeschätzt. Dies liege einerseits an gesetzlichen Restriktionen in einigen Bundesländern, die zum Beispiel die Ablage von Patientendaten in entfernten Cloud-Rechenzentren einschränken, zum anderen auch an den eher kleinen und mittelständisch geprägten betriebswirtschaftlichen Strukturen vieler Krankenhäuser.

Im Dresdner Themenstadtplan kann man Grundstücksgrenzen und -nummern in der Rubrik "Allgemeines" -> "Flurstücke" einsehen. Abb. (bearbeitet): BSF

Dresden startet digitale Grundstücks-Datenbank ALKIS

Digitalisierte Karten und Eignerverzeichnisse vor allem für Investoren nützlich Dresden, 30. März 2015: Um zum Beispiel Investitionen zu beschleunigen und zu vereinfachen, hat das Dresdner Vermessungsamt all seine Grundstücksunterlagen digitalisiert und nun in einer elektronischen Datenbank zusammengefasst. Diese Datenbank mit dem zungenfreundlichen Namen „Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem“ (ALKIS) löst die bisher verstreuten Grundstücksbücher und Liegenschaftskarten zusammen. Dort sind nun 107.000 Flurstücke auf insgesamt 328 Quadratkilometern mit zirka 162.000 Gebäuden darauf digital verzeichnet. Der einzelne Bürger hat aber davon erst mal nicht allzuviel, ALKIS ist vor allem eine Erleichterung für die Wirtschaft und Verwaltungen. „Für uns ist das ein großer Sprung“, betonte Dresdens Baubürgermeister Jörn Marx (CDU).

Lange wurden solche Verschmelzungen nur behauptet, nun wachsen Tablets, Smartphones und Fernseher-Welt tatsächlich zusammen. Foto: Bitkom

Ostdeutsche Kleinunternehmer agieren noch zu analog

Laut einer Vodafone-Umfrage setzt jeder achte Kleinbetrieb in Sachsen auf Digitaltechnologien Düsseldorf/Dresden, 10. März 2015: Viel zu wenige ostdeutsche Kleinunternehmer nutzen die neuen Absatzchancen, die sich durch Online-Läden und andere Digitaltechnologien eröffnen. Das schätzte der Telefonkonzern „Vodafone“ heute in Düsseldorf ein und verwies dabei auf eine „TNS Infratest“-Umfrage in 1500 Betrieben mit ein bis 49 Mitarbeitern. Ganz an der Spitze stehen hier die Saarländer Kleinunternehmer, die Sachsen platzieren sich als einzige Ostdeutsche immerhin im Mittelfeld.

Die Bibliotheken wollen verwaiste und vergriffene Bücher endlich digitalieren dürfen. Abb.: Tom , Wikipedia; Montage: hw

Bibliotheken dürfen Bücher digitalisieren

Deutscher Bibliotheksverband begrüßt EuGH-Urteil Luxemburg/Berlin, 12. September 2014: Bibliotheken dürfen Bücher aus ihrem Bestand auch ohne Zustimmung der Verlage digitalisieren – wenn sie diese elektronischen Duplikate dann nur an digitalen Leseplätzen innerhalb der Leihbücherei verfügbar machen. Das hat gestern der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschieden. Die Richter erteilten zwar keine Blanko-Vollmacht an die Bibliotheken, erlaubten es den EU-Mitgliedsländern aber ausdrücklich, solche Reglungen per Gesetz einzuführen. Der „Deutsche Bibliotheksverband“ (DBV) in Berlin hat dieses Urteil heute ausdrücklich begrüßt. hw

Prof. Stefan Gumhold von der TU Dresden inspeziert einen Porzellan-Hahn vor der 3D-Digitalisierung. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner TU-Informatiker bauen mit hochdetaillierten 3D-Scans Kunstgalerien im Netz auf

Das Porzellan steht im Internet, der Roboter räumt auf Dresden, 10. September 2014: Dank schneller Internetverbindungen und moderner 3D-Scan-Technologien können sich Touristen und Forscher in naher Zukunft bereits vor ihrer Reise in virtuellen Kunst-Galerien ein erstes Bild von prunkvolles Ausstellungen in Dresdner Museen machen, Musiker schon vor ihrem Gastspiel in der Semperoper wie in einem Videospiel ihre Aufführungen planen. An solchen Szenarien arbeiten jedenfalls bereits mehrere Teams in der Informatikfakultät der TU Dresden.