Alle Artikel mit dem Schlagwort: China

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Chinesische Kühlschränke bekommen Augen – mit Trikorder-Technik aus Dresden

TU-Ausgründung Senorics und Haier-Konzern schließen Vertrag Dresden/Qingdao, 24. September 2020. Die Chinesen wollen ihren Kühlschränken und Waschmaschinen Augen verleihen – und besorgen sich dafür Tricorder-Technologien aus Sachsen. Der Haushaltsgroßgeräte-Konzern „Haier Cosmoplat“ aus Qingdao hat deshalb nun mit der Die TU-Ausgründung „Senorics“ aus Dresden einen Vertrag geschlossen. Das hat Senorics mitgeteilt.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Forschergruppe will KI-Entscheidungen durchleuchten

Je mehr Künstliche Intelligenzen den Alltag dominieren, umso lauter wird der Ruf nach mehr Transparenz der Elektronenhirne. Chemnitz, 3. September 2020. Bisher kennen viele Deutsche „Künstliche Intelligenzen“ (KI) in der Praxis vor allem unter Namen wie Alexa oder Siri –als mehr oder minder nützliche sprachgesteuerte Assistentinnen. Auch bei Online-Einkäufen oder bei der Google-Suche agieren sie längst im Hintergrund. Doch was passiert, wenn KIs nicht mehr nur Helfer sind, sondern sie – wie etwa in China – über unsere Kreditwürdigkeit, unsere Versicherungsbeiträge oder die Erziehung der Kinder zu befinden beginnen? In Forschung und Wirtschaft ist längst eine Diskussion darüber entbrannt, wie Menschen die KI-Entscheidungen im Nachhinein durchschaubar machen kann. Eine neue KI-Nachwuchsforschergruppe „Schnelle Algorithmen für transparente Empfehlungssysteme“ (SAlE) an der TU Chemnitz wird sich eben diesen Themen nun widmen. Die Mathematikerin Dr. Franziska Nestler hat dafür nun 1,6 Millionen Euro Förderung vom Bundesforschungsministerium bekommen, teilte die Uni mit.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Exportwirtschaft in Sachsen erholt sich

Im Juni nur noch 6 % unter Vor-Corona-Niveau Kamenz, 28. August 2020. Die sächsische Exportwirtschaft erholt sich langsam vom ersten Corona-Schock: Sie führte im Monat Juni Waren für 3,04 Milliarden Euro aus, was deutlich mehr gewesen sei „als in den Monaten April und Mai, und ,nur noch’ fünf Prozent weniger als im Juni 2019“, teilte das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz mit.

Autonome Autos erkennen einander auf der Straße -. ein Funktionsbeispiel für V2X. Grafik: Joynext

Investor aus China steckt 38 Millionen Euro in Autozulieferer „Joynext“

Unternehmen aus Ningbo und Dresden will durch 5G-Mobilfunkblasen Autounfälle vermeiden Dresden/Ningbo/Peking, 29. Juli 2020. Der chinesisch-deutsche Automobilzulieferer „Joynext bekommt eine Kapitalspritze: Die Risikokapitalisten der teilstaatlichen „State Development & Investment Corporation“ (SDIC) aus Peking investieren 300 Millionen Yuan (rund 38 Millionen Euro) in die auf Autovernetzung spezialisierte Tochter von „Joyson Electronics“. Das hat die Dresdner Entwicklungszentrum von Joynext heute mitgeteilt.

Stavros Mitrakis ist ein Geschäftsführer von Joynext in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Einfühlsamer Auto-Assistent von Joynext Dresden erahnt Fahrerwünsche

Ehemalige Spezialisten von Technisat und Preh entwickeln heute in Dresden Autoelektronik, die den Nerv europäischer wie chinesische Nutzer treffen muss. Dresden, 8. Juni 2020. Es klingt so verlockend einfach: „Verkaufen wir unsere Autos doch auch in China!“ Doch ein SUV-Geländewagen, der für die Vorlieben deutscher Fahrer entwickelt wurde, kann im Reich der Mitte ein Flop sein. Was hier als Todsünde eines Autobauers gilt, kann dort das entscheidende Verkaufsargument sein. „Chinesische Autofahrer sind sehr technikaffin“, erzählt Stavros Mitrakis, einer der beiden Geschäftsführer des chinesisch-deutschen Automobilzulieferers „Joynext“. „Sie sind viel offener für Funktionsvielfalt im Auto, für viele Einstellungen. Sie sind Spracheingabe gewohnt, wollen ihre chinesischen Apps auf dem Display haben und erwarten, dass das Auto soviel wie möglich für sie automatisch erledigt.“ Der durchschnittliche deutsche Autofahrer hingegen halte das für Spielerei, sei viel minimalistischer gepolt.

Fuchteln nicht mit Samurai-Schwertern rum wie die alten Yakuza, sondern drücken ab: Die chinesischen Gangster und Gangsterinnen denken effizient, global und zielorientiert. Szenenfoto aus Takashi Miikes "First Love" / Eurovideo

„First Love“: Draufhacken, bis keiner mehr steht

Verwickelter Yakuza-Thriller im „Pulp Fiction“-Stil von Takashi Miike im Videostrom Im Thriller „First Love“ stimmt Japans Meisterregisseur Takashi Miike den Abgesang auf eine untergehende Spezies und sein altes Lieblingsthema an: die Yakuza. Die ehemals so gefürchteten japanischen Gangsterbanden mit ihrem ganz eigenen Moralkodex haben sich in der globalisierten Welt von heute überlebt, zerfleischen sich nur noch gegenseitig und weichen vor den neuen chinesischen Triaden vom Festland Schritt für Schritt zurück.

Alibaba-Campus in Hangzhou. Foto: Alibaba

Amazon immer noch viermal so groß wie Alibaba

Beim Gewinn nehmen sich der US-Online-Riese und das Pendant aus China aber nicht mehr viel London/Seattle/Hangzhou, 26. Mai 2020. Der US-Onlinehandelsriese Amazon aus Seattle und sein chinesisches Pendant Alibaba mit Hauptsitz in Hangzhou verfolgen inzwischen recht ähnliche Geschäftsmodelle und wachsen damit auch stark. Beim Gewinn liegen sie auch nicht weit auseinander. Doch gemessen am Umsatz liegt Alibaba noch weit hinter Amazon. Das geht aus einer Analyse des Finanznachrichten-Portals „Learbonds.com“ aus London hervor.

Die Schlangendämoninnen Xiao-Bai (links) und ihre Schwester sind oft sehr unterschiedlicher Meinung über den wert oder Unwert der Menschen. Ausschnitt aus "White Snake" (Eurovideo

„Whitesnake“: Chinesische Liebeslegende im Heimkino

Romanze zwischen Mensch und Dämon als Animationsfilm mit viel Sinn für Farbästhethik Mit „White Snake“ veröffentlicht Eurovideo nun für deutsche Heimkinofreunde einen faszinierenden Animationsfilm, der auf alten Legenden über Liebe und Dämonen basiert. Dabei zeigen die Chinesen wieder einmal, dass ihre Erzählmuster und ästhetischen Vorstellungen sich manchmal recht spürbar von europäischen Konventionen oder selbst japanischen Anime unterscheiden.

Die Auswahl lässt es schon erahnen: Deutschland ist für seine Produktionsketten weit stärker als viele andere Industrie- und Schwellenländer auf offene Grenzen angewiesen. Der Anteil von Wertschöpfungsketten, die ausschließlich innerhalb der eigenen Grenzen verlaufen (blaue Balken) ist in anderen Ländern weit höher. Grafik: Ifo München

Deutsche Produktion besonders stark international verflochten

Ifo und Uni München: Deutschland hängt zwar kaum von Einzelquellen ab, braucht aber offene Grenzen München, 14. Mai 2020. Deutschland ist bei den allermeisten Produkten weit weniger von Einzellieferanten abhängig als oft angenommen. Dennoch treffen Lieferausfälle wie während der Corona-Krise die deutsche Wirtschaft weit mehr als andere Länder, weil ihre Produktionsketten in besonders hohem Maße international verflochten sind. Das geht aus einer Analyse „Status quo und Zukunft globaler Lieferketten“ hervor, die Lisandra Flach von der Ludwig-Maximilians-Uni sowie Rahel Aichele und Martin Braml vom Ifo-Institut München nun vorgestellt haben.

Elaskon-Lagerleiter Lars Hinzer sortiert an einer Abfüllmaschine die K60-Dosen für die Auto-Unterbodenpflege. Inzwischen hat der Betrieb aus Dresden eine ganze Serie weiterer Pflegeprodukte für Endkunden entwickelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon segelt mit Multischaum durch die Corona-Krise

Industrie lässt sich derzeit nur schwer schmieren: Familienbetrieb aus Dresden vertickt nun neue Pflegesprays für Haus und Garten Dresden, 13. Mai 2020. Jahrzehntelang schmierte Elaskon vor allem Autos, Seilbahnen und Windkraftwerke auf hoher See. Nun hat sich das Familienunternehmen aus Dresden-Reick auf ein neues Geschäftsfeld gestürzt: Unter der Marke „Kraft + Schutz“ verkauft Elaskon nun in Baumärkten sowie per Internet neuentwickelte Multischäume. Mit denen können Privatleute ihre Gartenbänke, Teppiche, Autopolster wie auch Grillroste säubern, versiegeln und gegen Graffiti-Schmierer schützen. „Wir haben die Corona-Krise bisher gut gemeistert. Und dabei haben uns – neben der Digitalisierung – unter anderem auch diese neuen Pflegeprodukte geholfen“, berichtete Elaskon-Chef Tobias Schwald.

Die Huawei-Tochter HiSilicon verfügt über keine eigenen Fabriken, sondern ist auf Chipdesign spezialisiert. Foto: HiSilicon

China stößt in Halbleiter-Top-10 vor

Huawei-Tochter „HiSilicon“ verdrängt Infineon Scottsdale, 10. Mai 2020. Mit der Huawei-Tochter „HiSilicon“ ist erstmals ein chinesisches Unternehmen die Liste der zehn umsatzstärksten Mikroelektronik-Konzerne aufgestiegen. Das geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale hervor. Aus der Top 10 verschwunden ist hingegen der deutsche Halbleiterkonzern „Infineon“.

An den Prüfständen im Keller unterziehen die Dresdner Preh-Ingenieure die neuentwickelten Auto-Radios und -Navis Langzeit-Betriebstests. Foto: Heiko Weckbrodt

Aus Preh wird Joynext: Chinesen sind offener für Neues

Dresdner Entwicklungsschmiede für Autoelektronik verliert ihren Hauptsitz-Status Dresden, 8. Mai 2020. Eine traditionsreiche Autoelektronik-Entwicklungsschmiede in Dresden-Merbitz bekommt erneut einen neuen Namen: Aus „Preh Car Connect“ (PPC) wird nun „Joynext“. Das teilte der Besitzer, die chinesische Autozuliefer-Gruppe „Joyson Electronics“, mit.

Batteriezell-Markt weiter fest in chinesischer Hand

IDTechEx warnt: Überangebot besteht teils aus Batterien, die für Elektroautos ungeeignet sind Cambridge, 13. April 2020: Auch wenn sich große Konzerne wie LG, CATL und Samsung seit Monaten mit immer neuen Ankündigungen neuer Batterie-Fabriken in Europa überbieten: Der Markt für Batteriezellen, die jeder Auto-Akku braucht, ist und bleibt auf absehbare Zeit fest in asiatischer Hand. Das geht aus der Analyse „Li-ion Batteries 2020-2030“ des englischen Marktforschungs-Unternehmens IDTechEx aus Cambridge hervor. „Trotz der Eile, Lithium-Ionen-Kapazitäten in Europa aufzubauen, befinden sich über 50 Prozent der Zellproduktion in China und wird von chinesischen Unternehmen kontrolliert, was die wichtige Rolle des Landes unterstreicht“, haben die Analysten ausgerechnet.

Auch ein paar gierige Amateure sind auf den Geldkoffer aufmerksam geworden und versuchen, auch am großen Rad zu drehen. Repro: Absolut Medien

DVD „Have A Nice Day“: Wilde Hatz im Stile Tarantinos

Chinesischer Thriller-Comic fürs deutsche Heimkino veröffentlicht Einen wilden Thriller-Animationsfilm im Stil von Quentin Tarantino und Guy Ritchie kredenzt der chinesische Regisseur Liu Jian nun auch dem deutschen Heimkino-Publikum. In „Have A Nice Day“ jagen Profi- und Möchtegern-Gangster um – welch Überraschung – einen Koffer voller Geld.

Mitteldeutsche Industriebetriebe beschäftigen 1 Million Menschen im ländlichen Raum. Doch die Infrastruktur dort ist immer noch unterentwickelt, kritisiert der VDMA Ost. Foto: VDMA Ost

Konsequenzen aus Corona: Vielleicht doch nicht alles nach China auslagern?

IHK Dresden: Die Pandemie wird die vernetzte Weltwirtschaft nicht entglobalisieren – aber womöglich auch in Sachsens Industrie für ein Umdenken sorgen Dresden, 24. März 2020. Die Corona-Pandemie und die vorausgegangenen Handelskriege werden die Globalisierung nicht rückgängig machen. Aber ein „Weiter so wie früher“ wird es danach wohl auch nicht geben. Für die sächsische Wirtschaft stehe derzeit zwar die Krisenbewältigung im Vordergrund, meint Lars Fiehler, der Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden. Doch langfristige Konsequenzen seien danach auch hier sinnvoll und nötig.