Alle Artikel mit dem Schlagwort: China

Neue Technologie-Großmacht China kann Beispiel für Europa sein

Bei Elektrobussen ist das Land schon Spitze – und arbeitet sich in immer mehr Technologiesektoren vor Dresden/Peking, 30. August 2018. China hat die meisten westlichen Industrienationen längst überholt: In der Bevölkerungszahl sowieso, aber auch in der Wirtschaftskraft, der Exportfähigkeit und der militärischen Schlagkraft. Und während viele im Westen immer noch abfällig über die chinesischen „Copy Cats“ spotten, die angeblich nur von Ideenklau leben, hat es das Reich der Mitte längst auch auf einigen wichtigen Technologie-Gebieten bereits an die Weltspitze geschafft. Dazu gehört beispielsweise die Elektro-Mobilität – die chinesischen Elektrobusse werden inzwischen auch von Flixbus und weiteren internationalen Kunden gekauft.

China steckt mehr in Chipfabriken als Europa und Japan zusammen

IDTechEx rechnet mit 11 Mrd. $ Investitionen in Europas Chipfabriken Scottsdale/Peking, 29. Juni 2018. China holt in der Mikroelektronik kräftig auf: Im Jahr 218 werden chinesische Halbleiter-Unternehmen umgerechnet rund elf Milliarden Dollar in Chipfabriken und damit erstmals mehr als Europa und Japan zusammen (10,7 Milliarden Dollar). Das hat eine Analyse des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens IC Insights aus Scottsdale / Arizona ergeben.

Die Proteste - hier in Ho-Chi-Minh-City alias Saigon - richten sich gegen China. Foto: Anh Chi, Twitter

Sonderwirtschaftszonen: Proteste gegen China in Vietnam

Polizei geht teils gewaltsam gegen die Demonstranten vor Hanoi/Saigon, 10. Juni 2018. Wütende antichinesische Proteste erschüttern derzeit Hanoi, Saigon und andere Städte in Vietnam: Tausende Menschen gehen lautstark auf die Straße, um gegen eine Landpacht-Klausel für Sonderwirtschaftszonen zu demonstrieren. Sie befürchten einen Ausverkauf an chinesische Investoren.

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon produziert künftig auch in China – weil dort Schutzzölle drohen

Schmierstoff-Hersteller will dafür Entwicklung in Sachsen stärken und plant Seil-Forschungszentrum in Dresden Dresden, 23. Mai 2018. Der Schmierstoff-Hersteller Elaskon will in Dresden ein Seil-Forschungszentrum aufbauen. Das hat Elaskon-Chef Karl Schwald angekündigt. „Wir haben für den September rund 150 internationale Fachleute aus der Branche zu einer Fachtagung zu unserem 90. Firmenjubiläum nach Dresden eingeladen“, teilte er mit. „Wir wollen sie überzeugen, hier ein Kompetenzzentrum für Seile zu unterstützen.“

Chinesische Weltraum-Rakete des typs "Langer Marsch 2F". Foto: CNSA

China: Können jetzt Menschen zum Mond fliegen

2022 soll neue Raumstation Tiangong 3 fertig sein Peking/Harbin, 29. April 2018. Die Chinesen wollen in Zukunft ein bemanntes Raumschiff zum Mars schicken. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter technologischer Weg. Als Zwischenschritte wollen die Chinesen 2022 ihre neue Raumstation Tiangong 3 fertigstellen und womöglich erst mal Menschen zum Mond schicken. Zumindest für letzteres Abenteuer habe China inzwischen die technologische Basis geschaffen. Das hat Zhou Jianping nun in Harbin mitgeteilt. Er ist der Chefdesigner für bemannte Raumfahrt in der chinesischen Raumfahrtbehörde CNSA.

Die beiden Hauptdarsteller in "Railroad Tigers": Jackie Chan als Partisan Ma Yuan und im Hintergrund eine der effektvoll inszenierten historischen Dampfloks. Szenenfoto: Koch-Film

DVD „Railroad Tigers“: Action-Eisenbahner machen Invasoren in China die Hölle heiß

Action-Komödie mit Jackie Chan über den Partisanenkampf gegen die japanische Armee Wie gab es uns schon Tolkien zu verstehen? Manchmal sind es die „kleinen“ Leute, die das Schicksal eines Landes wenden. Solch eine Geschichte erzählt der chinesische Regisseur Ding Sheng auch in seiner prominent besetzten Actionkomödie „Railroad Tigers“, die inzwischen in Deutschland fürs Heimkino erschienen ist.

Blick in einer der 300-mm-Chipwerke von Foundry-Primus TSMC in Taiwan. Foto: TSMC

Chip-Foundries investieren in China

Umsatz der Auftragsfertiger steigt im Reich der Mitte um 16 % Peking/Taipeh, 9. Oktober 2017. TSMC, Globalfoundries und andere führende Chip-Auftragsfertiger bauen ihr Engagement in China aus: Sie gründen gemeinsame Unternehmen mit chinesischen Firmen und bauen eigene Produktionskapazitäten im Reich der Mitte aus. In diesem Jahr wird der Umsatz der weltweit größten Halbleiter-Foundries in China voraussichtlich um 16 % auf knapp sieben Milliarden US-Dollar zulegen. Das haben die Analysten von „IC Insights“ prognostiziert. Damit wachse der Chinaumsatz für diese Unternehmen doppelt so schnell wie ihr Gesamtumsatz.

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

China geht auch bei Robotern vornweg

Peking, 30. August 2017. Es war einigermaßen überraschend für das deutsche Publikum, als China im vergangenen Jahr das größte und sehr erfolgreiche deutsche Roboterunternehmen Kuka gekauft hat. Wer sich allerdings etwas genauer für die chinesische Wirtschaftspolitik interessiert, wird weniger überrascht sein. China hat ein ehrgeiziges Programm zur Entwicklung der Hochtechnologien, genannt „Made in China 2025“. Damit will China im Jahre 2025 an die Weltspitze bei der Mikroelektronik, Elektromobilität und eben auch Robotertechnik.

Sehr beliebt: Hunde als Tempel- udn Palastschmuck. Foto: Peter Weckbrodt

In der Lichtenwalder Schatzkammer

Oigers Wochenendtipp: Mythos Ostasien im Schloss Lichtenwalde Lichtenwalde, 21. Juli 2017. Den Barockgarten Lichtenwalde hatten wir bereits kennen- und schätzen gelernt. Dabei wurde unsere Neugierde auf das Barockschloss selbst geweckt. Nun wollen wir die „Schatzkammer Schloss Lichtenwalde“ mit deren faszinierenden Ausstellungen in Augenschein nehmen. Die zweite Fahrt nach Lichtenwalde lohnt unbedingt.

Direkter Draht zwischen Sachsen und China

Chinesische Metallstadt eröffnet Verbindungsbüro in Dresden Dresden/Jieyang. Um gegenseitige Investitionen und den Handel zwischen Südchina und Sachsen anzukurbeln, hat die deutsch-chinesische Gesellschaft „Zhengdo Metal Group“ heute in Dresden ein Verbindungsbüro eröffnet. Die Dependance soll sächsischen Mittelständlern helfen, im Reich der Mitte Fuß zu fassen und sich im Gewerbepark „Metal Eco City“ (MEC) in der südchinesischen Wirtschaftsprovinz Guangdong anzusiedeln. Und umgekehrt hoffen die Sachsen darauf, dass die Chinesen hier investieren und sächsische Autos, Maschinen und Umwelttechnologien einkaufen. „Wir sehen Riesenchancen in dieser Zusammenarbeit“, betonte der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) zur Eröffnung im „Bioinnovationszentrum“ (BioZ) am Tatzberg in der Dresdner Johannstadt.

Solche Beschichtungsanlagen für Dünnschicht-CIGS-Solarzellen wird FHR Ottendorf-Oktilla für die chinesische Photoavoltaik-Industrie liefernn. Foto: Rico Hofmann/ FHR Anlagenbau GmbH.

Dünnschichttechnik aus Sachsen für China

Unternehmen FHR aus Ottendorf-Okrilla liefert Beschichtungsanlagen für CIGS-Solarzellen-Fabriken in China Ottendorf-Okrilla, 14. Juli 2017. Der Anlagenbauer FHR aus Ottendorf-Okrilla hat einen lukrativen Großauftrag erhalten: Das Unternehmen wird für einen zweistelligen Millionenbetrag mehrere Beschichtungsanlagen für die chinesische Solarindustrie liefern. Vertragspartner ist die Manz AG aus Reutlingen. Über das genaue Auftragsvolumen habe man Stillschweigen vereinbart, teilte FHR mit.

Die Chinesen haben WKS gekauft, weil die Dresdner besondere Expertise in der Projektion kompletter Wasser- und Abwasser-Intrastrukturen haben. Abb.: WKS

Chinesen übernehmen Dresdner Umwelttechnik-Firma WKS

Staatskonzern Casic kauft sich sächsisches Know-How in der Abwasserbehandlung ein Dresden/Peking, 5. Juli 2017. Der chinesische Staatskonzern „China Aerospace Science and Industry“ (Casic) aus Peking übernimmt das Dresdner Umwelttechnik-Unternehmen „WKS“. Das hat WKS-Chefin Petra Räuber auf Anfrage bestätigt. Grund: Die Chinesen sind auf das sächsische Kläranlagen-Know-how scharf, weil viele Kommunen und Betriebe im Reich der Mitte spätestens im Jahr 2025 die neuen Umweltgesetze der Regierung erfüllen müssen. Die Dresdner wiederum sehen in dem Deal die Chance auf einen internationalen Liga-Aufstieg. „Die Zeichen stehen bei uns auf Wachstum“, sagte die 55-jährige WKS-Gründerin.

Volkswagen-Markenchef Herbert Diess vor vor einem Studien-Modell des I.D. CROZZ. Foto: Volkswagen

VW baut Elektroautos in China

Gemeinschaftsunternehmen mit JAC gegründet Wolfsburg/Berlin, 2. Juni 2017. Volkswagen und der chinesische Autohersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) wollen künftig gemeinsam in China Elektroautos für den chinesischen Massenmarkt bauen. Das hat VW heute angekündigt. Dafür haben beide Seiten nun in Berlin ein Joint Venture gegründet, an dem VW und JAC jeweils 50 Prozent halten.

Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Erde als Turnierplatz: Wie Europa die Welt eroberte

US-Wirtschaftshistoriker Hoffman erklärt Expansion der Europäer mit einem Wettbewerbsmodell Wie konnte ein Hasardeur wie Pizarro mit nur 167 Soldaten das mächtige Inka-Reich zu Fall bringen? Wie schafften es vergleichsweise kleine europäische Staaten wie die Niederlande und Portugal, sich ein Weltreich in Asien, Amerika und Afrika zusammenzuraffen? Wie vermochten es eher bescheidene Armeen der Spanier, Engländer, Franzosen und Portugiesen, ganz Amerika zu unterjochen? In seinem faszinierenden interdisziplinären Sachbuch „Wie Europa die Welt eroberte“ geht der US-Wirtschaftshistoriker Philip T. Hoffman eben diesen Fragen nach – und kommt zu teils überraschenden Schlüssen.

Der neue Elektro-Mittelklassewagen "Model 3" von Tesla soll ab 35.000 Dollar zu haben sein. Foto: tesla Motors

Chinesen wollen Elektroautos in der Lausitz bauen

Beijing WKW Automotive investiert 1,13 Milliarden Euro Peking/Dresden/Rothenburg, 3. Mai 2017. Das chinesische Unternehmen Beijing WKW Automotive will 1,13 Milliarden Euro in der Oberlausitz investieren. Das deutsch-chinesische Joint Venture plant in Rothenburg eine Fabrik für hochwertige Elektroautos für den europäischen Markt. Das geht aus einer Mitteilung der sächsischen Staatsregierung hervor. Die Chinesen haben angekündigt, rund 1000 neue Jobs durch die Investition zu schaffen.