Alle Artikel mit dem Schlagwort: Braunkohle

Visualisierung vom Kraftwerl Mitte in Dresden. Visualisierung: Renderwerke

„Alcatraz“ Dresden brütet künftig Tech-Firmen aus

Schaltanlage des früheren Kraftwerks Mitte wird zum Technologiezentrum umgebaut Dresden, 26. Februar 2021. Die Sachsenenergie AG lässt das alte Schaltanlagen-Gebäude im Kraftwerk Mitte in Dresden zum Technologiezentrum umbauen. Das hat das Energieversorgungsunternehmen, in dem kürzlich unter anderem die Dresdner Stadtwerke (Drewag) aufgegangen, angekündigt.

Ein 3D-Laserscanner im Tagebau. Bergbauunternehmen setzen ohnehin immer mehr Sensortechnik im Betrieb ein. Wenn man diese vernetzt und die Daten systematisch analysiert, ist ein effizienterer und auch ein umweltgerechterer Bergbau möglich, sind Forscher vom CLMineOpt-Projekt der TU Freiberg überzeugt. Foto: Andreas Geier / TU Bergakademie Freiberg

Wirtschaftsministerium hört neues „Berggeschrey“ in Sachsen

Dulig: Seit 2006 geht es mit dem traditionsreichen sächsischen Bergbau wieder aufwärts Dresden, 30. Dezember 2020. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht im Freistaat eine Renaissance des Bergbaus: „Seit 2006 geht es mit dem Bergbau im Freistaat wieder steil aufwärts“, heißt es in einer Mitteilung seines Ministeriums in Dresden. „Ein regelrechtes Berggeschrey setzte erneut ein, da sich die Preise für Metalle auf dem Weltmarkt nach oben bewegten. Seitdem gibt es fortlaufend zwischen 10 bis 20 aktive Erkundungsprojekte pro Jahr – aktuell sind es 16 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Rohstofflagerstätten.“

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Zwei neue Großforschungszentren für Sachsens Kohlereviere

Bund und Land sagen 340 Millionen Euro pro Jahr für die Zeit nach der Kohle zu Dresden, 24. November 2020. Weil Tausende Kohlekumpel und Kraftwerker durch den Braunkohle-Ausstieg ihre Jobs verlieren, sollen bis 2023 zwei neue Großforschungszentren in der Lausitz und nahe Leipzig entstehen. Die sollen 3000 neue Arbeitsplätze schaffen und für die Kohlereviere neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen. Insgesamt wollen Bund und der Freistaat Sachsen bis zu 340 Millionen Euro pro Jahr in diese Zentren investieren. Das geht aus Mitteilungen der sächsischen Staatsregierung und des Bundesforschungsministeriums hervor.

Christian Knosalla und Lennart Schmies vom Institut für Energietechnik werten an der TU Dresden die Praxisdaten ihrer Versuchsanlage für heiße Flüssigsalze aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Geschmolzenes Salz soll Solarenergiespitzen abfangen

Forscher der TU Dresden wollen Solarthermie-Kraftwerke heißmachen und bessere Carnot-Batterien für die Energiewende bauen. Dresden, 6. Mai 2020. Energietechniker der Technischen Universität Dresden (TUD) haben womöglich einen Weg gefunden, Ökoenergie besser als bisher zwischenzuspeichern und zu verwerten: Mit ihren heißen Salzschmelzen auf Chloridbasis können in Zukunft zum Beispiel Solarthermie-Kraftwerke effektiver arbeiten. Das flüssige Salz aus Dresden soll aber auch neuartige Großspeicher speisen, die den unstetigen Wind- und Solarstrom puffern. Und es könnte gar neue Perspektiven für die Braunkohle in der Lausitz eröffnen.

Die 50-MW-"Big-Battery Lausitz" soll 13 Container umfassen. Frafik (bearbeitet): Leag

Großbatterie für die Lausitz

Leag baut mit der 50-MW-„Big-Battery Lausitz“ einen der größten Batteriespeicher Europas Schwarze Pumpe, 17. Dezember 2018. In der Lausitz entsteht mit der „Big-Battery Lausitz“ einer der größten Batteriespeicher Europas. Das hat die Leag in Cottbus angekündigt. Demnach wird das Energieunternehmen am Kraftwerksstandort „Schwarze Pumpe“ einen 50 Megawatt-Stromspeicher bauen, der direkt an die Kraftwerksinfrastruktur angekoppelt werden soll.

Blick auf die Kühltürme des Leag-Kraftwerks Jänschwalde, Foto: Uwe Dobrig für die Leag

Sonderwirtschaftszone Lausitz gefordert

Handwerker: Autobahn-Bau und Batteriebude allein können den Kohleausstieg nicht ausgleichen Dresden, 25. Oktober 2018. Damit die Lausitz nach einem Braunkohle-Ausstieg nicht zum wirtschaftlichen Ödland wird, hat der Dresdner Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich die Forderung erneuert, dort eine Sonderwirtschaftszone einzurichten. Auch die Ansiedelung einer großen Nato-Instandhaltungsbasis und von Bundesbehörden könnten helfen, sagte er am Donnerstag in Dresden.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Ifo-Forscher halten nichts vor Sonderwirtschaftszone in der Lausitz

Ökonomen: Besser eigenen Stärken stärken als Briefkasten-Firmen anzulocken Dresden, 21. Juni 2018. Eine Sonderwirtschaftszone, wie sie jüngst in der Debatte um den Braunkohleausstieg für die Lausitz vorgeschlagen wurde, würde der Region wahrscheinlich kaum helfen. Das haben Ifo-Präsident Prof. Clemens Fuest und Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institutsteil Dresden eingeschätzt. „Auf die Lausitz kommt ein Schock zu“, sagte Fuest bei einem Besuch in Dresden. „Aber eine Sonderwirtschaftszone mit niedrigen Steuersätzen würde wahrscheinlich vor allem dazu führen, dass sich viele Briefkastenfirmen in der Lausitz ansiedeln würden.“

Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski (links) und Dresdner Präsident Jörg Dittrich von der Handwerkskammer Dresden präsentieren ihre Konjunkturanalyse fürs Frühjahr 2018 und ihre bildungspolitischen Forderungen an die sächsische Landesregierung. Foto: Heiko Weckbrodt

Ostsächsisches Handwerk im Aufschwung

Laut Konjunkturumfrage ist besonders Nachfrage im Baugewerbe hoch Dresden, 3. Mai 2018. Die Zeichen im ostsächsischen Handwerk stehen auf „Aufschwung“. Das geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) Dresden hervor. Demnach rechnen die meisten Handwerksbetriebe, vor allem im Baugewerbe, weiter mit vollen Auftragsbüchern und steigenden Umsätzen. Der Konjunktur-Klimaindex – der auf den subjektiven Einschätzungen der befragten Unternehmen beruht – erreichte ein neues Rekordniveau. Erstmals im Frühjahr schätzten fast zwei Drittel der befragten Betriebe ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut ein. Nur sieben Prozent meldeten schlechte Geschäftslagen.

Diese Gefäße wurden offensichtlich sozial höher Gestellten ins Grab beigegeben. Inzwischen sind diese Fundstücke restauriert. Foto: LEAG

3400 Jahre altes Bronzezeit-Dorf am Tagebau Nochten ausgegraben

Landesarchäologen wollen alles dokumentieren, bevor die Kohlebagger kommen Nochten, 18. März 2018. Die sächsischen Landesarchäologen graben derzeit im Vorfeld der Braunkohlebagger von Nochten eine 3400 Jahre alte, komplexe Bronzezeit-Siedlung aus. Heute haben sie die bisherigen Befunde erstmals gemeinsam mit dem Lausitzer Energieunternehmen LEAG vorgestellt. Sie stuften die Entdeckung in der Lausitz als sensationell ein: „Erstmals wurde auf engstem Raum eine vollständige bronzezeitliche Siedlungslandschaft entdeckt“, betonten sie.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Aus Vattenfall-Braunkohle wird tschechische LEAG

Neue tschechische Eigner sehen gute Chance für umstrittenen Energieträger Cottbus/Dresden, 11. Oktober 2016. Die ehemalige Vattenfall-Braunkohlesparte in Ostdeutschland firmiert ab sofort als LEAG (Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG). Das teilten die neuen tschechischen Eigentümer mit. Mit dem neuen Namen wolle man die Verbundenheit mit der Lausitz herausstreichen, in der die rund 8000 LEAG-Mitarbeiter verwurzelt seien, hieß es.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

EU erlaubt Verkauf der ostdeutschen Braunkohle

Brüssel/Dresden, 22. September 2016. Die EU-Kommission hat heute den Verkauf der deutschen Braunkohlesparte von Vattenfall an den tschechischen Energiekonzern EPH und dessen Finanzpartner PPF Investments genehmigt. Das teilten der schwedische Energiekonzern Vattenfall und das sächsische Wirtschaftsministerium heute übereinstimmend mitgeteilt.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Ifo Dresden: Sachsen sollte sich auf Aus für Braunkohle einstellen

Prof. Ragnitz hält jüngsten Kohle-Kompromiss nur für Aufschub – jetzt schon Alternativen aufbauen Dresden, 5. Juli 2015. Obwohl Bundes-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Sondersteuer für Braunkohle-Kraftwerke vorerst größtenteils aufgegeben hat, sollten sich Sachsen und die anderen Förderländer langfristig auf ein Aus für diesen Energieträger einstellen. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom ifo-Institut in Dresden gemahnt.