Alle Artikel mit dem Schlagwort: Automatisierung

Industrie 4.0, Autonomes Fahren, Elektromobilität und andere neuere Technologietrends sorgen für viele Aufträge beim Dresdner Automatisierungs-Unternehmen Xenon. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Xenon Dresden plant neuen Wachstumsschritt

Das Automatisierungs-Unternehmen will im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee neun Millionen Euro in neue Fabrikhallen und Bürokomplex stecken. Dresden, 8. April 2019. Wegen guter Auftragslage vor allem aus der Autoelektronikbranche will Xenon Dresden erneut expandieren: Das Automatisierungs-Unternehmen plant, rund neun Millionen Euro im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee zu investieren. Das geht aus einer städtischen Vorlage hervor, die der Stadtbezirksbeirat Plauen nun durchgewunken hat.

Die ehemalige USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH entwickelt nun als Aumann Limbach-Oberfrohna Automatisierungstechnik für die Produktion von Auto-Komponenten, Brennstoffzellen und anderen Technologiegütern. Foto: Aumann Limbach-Oberfrohna GmbH

Maschinen für die E-Wende in der Autoindustrie

Sächsischer Anlagenbauer USK wird zur Aumann Limbach-Oberfrohna Limbach-Oberfrohna, 2. Januar 2019. Das sächsische Automatisierungstechnik-Unternehmen „USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH“ firmiert ab sofort unter dem Firmennamen „Aumann Limbach-Oberfrohna“. Das teilte die ehemalige USK heute mit. Damit werde fortan auch nach außen verdeutlicht, dass die Aumann-Gruppe aus Beelen die USK bereits im Oktober 2017 übernommen hatte.

HAP-gründer Steffen Pollack (links), Roland Giesen und Heinz Martin Esser (rechts) vor der Fabmatics-Fabrik im Dresdner Norden. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Fabmatics Dresden bekommt neuen Chef

Chemnitzer Mana ger Giesen löst HAP-Gründer Pollack ab Dresden, 14. August 2018. Im Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ in Dresden zeichnet sich ein Chefwechsel ab: Der 49-jährige Chemiker und Manager Roland Giesen vom Chemnitzer Technologieunternehmen 3D-Micromac wird sich ab dem 1. September 2018 in Dresden einarbeiten und löst dann am 1. Januar 2019 den 60-jährigen Geschäftsführer Steffen Pollack ab.

Dipl.-Inf. Manfred Austen (SYSTEMA Systementwicklung; rechts) erklärt Thomas Tettenborn (Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen) anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik. Foto: meeco Communication Services

Systema baut in Dresden aus

Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen beteiligt sich mit Millionenbetrag an Automatisierungsfirma Dresden, 2. Juli 2018. Wegen wachsender Marktnachfrage für seine Automatisierungs-Lösungen expandiert das Dresdner Software-Unternehmen „Systema”. Geplant ist ein über 2,5 Millionen Euro teurer Anbau im Technopark Nord. Der Bürokomplex soll 2019 auf einem Nachbargrundstück am Manfred-von-Ardenne-Ring errichtet werden. Das teilte Systema-Chef Manfred Austen mit.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Rekordjahr für Roboter

Mehr Umsatz für deutschen Automatisierungsbau Frankfurt am Main, 5. Juni 2018. Die deutsche Automatisierungsindustrie und Robotik boomt: Die starke Nachfrage aus China und der weltweite Trend hin zu hochautomatisierten „Industrie 4.0“-Fabriken sorgt in der Branche für Umsatzrekorde. Das hat Vorstand Norbert Stein vom Fachverband „Robotik + Automation“ innerhalb des „Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) im Frankfurt am Main eingeschätzt.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Festo-Ingenieure die Digtalisierung der Fabriken vorstellen. Visualisierung: Festo

Wer Industrie 4.0 macht, soll an Dresden denken

Sächsische Landeshauptstadt präsentiert sich auf Hannovermesse als Standort für das industrielle Internet der Dinge Dresden/Hannover, 20. April 2018. Dresden wird sich vom 23. bis zum 27. April 2018 auf der Hannovermesse als wichtiger Forschungs- und Industriestandort für die vollautomatische und vernetzte Fabrik der Zukunft präsentieren. Das hat Robert Franke, der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung in Dresden, angekündigt. „Wir wollen in den Köpfen der deutschen und internationalen Entscheidungsträger den Gedanken verankern, dass es sich lohnt, nach Dresden zu schauen, wenn jemand etwas im industriellen Internet der Dinge vorhat“, sagte er.

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Manager: Musks Roboter-Probleme hatten wir schon in den 1980ern

Deutsche setzten seitdem auf Evolution statt Revolution Wolfsburg/Dresden, 19. April 2018. Volkswagen hatte in den 1980er Jahren ähnliche Roboter-Probleme wie jetzt Tesla-Chef Elon Musk: Auch der deutsche Autokonzern hatte damals versucht, sehr schnell auf hochautomatisierte Fabriken umzuschwenken, berichtet Thomas Ulbrich, der VW Sachsen leitet und außerdem im Konzern Markenvorstand für E-Mobilität ist. Der Einsatz und das Zusammenspiel von Robotern in der Autoproduktion habe sich aber als komplexer erwiesen als gedacht.

Raik Brettschneider ist einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon investiert in Dresdner Chipfabriken

Neuer Geschäftsführer Brettschneider verspricht im DNN-Interview 300 neue Jobs Dresden, 16. April 2018. Infineon plant, in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort Dresden zu investieren und will 300 neue Jobs schaffen. Ein Teil der Gelder fließt in Roboter und neue Automatisierungs-Ausrüstungen, ein anderer Teil in die ehemalige Qimonda-Fabrik: Anfang der 2020er Jahre wird dieses Chipwerk mit der Produktion von Leistungs-Mikroelektronik voll ausgelastet sein, verspricht Raik Brettschneider. Der gebürtige Sachse ist seit Oktober 2017 kaufmännischer Geschäftsführer von Infineon Dresden und Vizepräsident des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“ – und hat in beiden Funktionen Helmut Warnecke beerbt. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn über seine Pläne ausgefragt: ob die Roboter die Menschen verdrängen, wie der neue Chef die 300-mm-Fabrik auszulasten gedenkt und wie er über die Bosch-Ansiedlung denkt. Wo sehen Sie den Infineon-Standort innerhalb des Konzerns und im internationalen Vergleich? Raik Brettschneider: Wir haben hier eine sehr effiziente Fertigung, die sehr wettbewerbsfähig ist und gut ausgelastet. Ich sehe Infineon Dresden als einen starken und zukunftssicheren Standort.

Xenon-Geschäftsführer Dr. Hartmut Freitag hat sein technologisches Rüstzeug an der TU Dresden erworben - und profitiert bis heute von dieser Ausbildung. Foto: Heiko Weckbrodt

„Wir fühlten uns wie das A-Team“

Hartmut Freitag war Offizier, Tänzer, Konstrukteur – heute ist er einer der Chefs im Dresdner Vorzeige-Unternehmen Xenon Dresden, 18. Januar 2018. „Xenon Automatisierungstechnik“ gilt in Dresden als Vorzeige-Beispiel für eine sehr erfolgreiche Unternehmensgründung der Nachwende-Zeit – und weit über Sachsen hinaus als ein Vorreiter der „Industrie 4.0“. 1990 von den Ingenieuren Dr. Eberhard Reißmann und Dr. Hartmut Freitag gegründet, gehört das Sondermaschinenbau-Unternehmen heute zu den Top-Adressen für Fabrik-Automatisierung. Was als kleine Kellerfirma begann, ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit 55 Millionen Euro Jahresumsatz und rund 300 Mitarbeitern in Deutschland, China und Mexiko. Eng verwoben sind die Geschichte und Geschicke des Unternehmens mit der Dresdner Uni und dem DDR-Computerkombinat Robotron – auch durch viele persönliche Bande.

Generative Fertigung eines Luftfahrt-Demonstrators mittels Laser-Pulver-Auftragschweißen. Foto: Fraunhofer USA CLA

Roboter füllen Arbeitskräfte-Lücken

7,5 % mehr Umsatz mit Automatisierungstechnik Frankfurt am Main, 14. Juni 2017. Der Umsatz mit Robotik und anderer Automatisierungs-Technik wird im Jahr 2017 um sieben Prozent steigen. Das prognostiziert der „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) in Frankfurt am Main. „Damit setzt sich ein Höhenflug fort, der nach der Wirtschaftskrise das siebte Jahr in Folge anhält. Der Branchenumsatz hat sich seither mehr als verdoppelt.“

Ifo-Chef: Maschinensteuer für Industrie 4.0 wäre absurd

Jeder fünfte Industrie-Arbeitsplatz könnte wegfallen – doch Massenarbeitslosigkeit hält Clemens Fuest für unwahrscheinlich Dresden, 8. Juni 2017. Die nahende vierte Industrielle Revolution („Industrie 4.0“) wird nicht nur Arbeitsplätze vernichten, sondern auch neue schaffen. „Ich halte die gelegentlich geäußerten Befürchtungen, dass dadurch massenhaft Jobs verloren gehen, für übertrieben“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest auf Oiger-Anfrage in Dresden.

Automatisierte Maschinenbeladung mit schienengebundenen Robotern in einer Infineon-Fabrik. Foto: Fabmatics

Fabmatics Dresden hofft auf Großaufträge in 200-mm-Chipwerken

HAP und Ortner firmieren ab September unter neuem namen und planen neues Hauptquartier in Klotzsche Dresden, 31. August 2016. Das frisch formierte Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ wird zum Jahresende 2016 ein neues Hauptquartier mit Reinräumen in der „Micropolis in Dresden-Klotzsche beziehen und rechnet mit erheblichen Wachstumsschüben – vor allem durch Aufträge aus den USA. Das geht aus einer Mitteilung der fusionierten Firmen HAP GmbH und Roth & Rau – Ortner GmbH hervor, die ab heute als „Fabmatics GmbH“ auf den Weltmärkten auftreten werden.

Das Maskottchen von Xenon ist eine Roboterin. Zwar arbeitet das Dresdner Unternehmen nicht wirklich mit humanoiden Robotern, rechnet aber damit, das solche künstlichen Arbeitskollegen in vielen Fabriken Einzug halten werden. Visualisierung: Xenon

Xenon startet neue Fabrik in Dresden

3,5 Millionen Euro in neue Montagehalle für Automatisierungs-Anlagen investiert Dresden, 7. August 2015. Weil Automatisierungstechnik aus Dresden international immer gefragter ist, hat der Sondermaschinenbauer „Xenon“ seine Fabriken im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee ausgebaut: Für rund 3,5 Millionen Euro ist in den vergangenen Monaten eine neue Montagehalle mit 1500 Quadratmetern Produktionsfläche entstanden.