Alle Artikel mit dem Schlagwort: Automatisierung

Wegen des hohen Automatisierungsgrades wirkt der Globalfoundries-Reinraum nicht so wuselig wie andere Chipfabriken. Hier ein Blick auf die Lithografie, in der die Chipstrukturen auf den Wafern belichtet werden. Foto: Karin Raths, Globalfoundries Dresden

Prognose für Halbleiterindustrie auf 19 % angehoben

IC Insight: Corona beschleunigt digitale Transformation und treibt Chip-Nachfrage an Scottsdale, 13. März 2021. Dank der stark anziehenden Nachfrage für Halbleiter wird die globale Mikroelektronik-Industrie in diesem Jahr stärker zulegen als zunächst gedacht. Davon gehen zumindest die Marktanalysten von „IC Insights“ in Scottsdale in Arizona aus: Sie haben nun ihre Wachstumsprognose von zwölf auf 19 Prozent angehoben.

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Infineon Dresden: Heimarbeit auch für viele Fabrikjobs möglich

Ifo-Forscher sind wegen Corona für eine „Home Office“-Pflicht in Deutschland Dresden/München, 6. März 2021. Heimarbeit ist während des Corona-Ausnahmezustandes vor allem im Dienstleistungssektor üblich. Aber entgegen weitverbreiteten Annahmen können auch viele Industrie-Tätigkeiten aus dem Produktionsprozess von zu Hause erledigt werden. Darauf hat Raik Brettschneider, einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden, auf Oiger-Anfrage hingewiesen.

Die vollautomatisierte Lade- und Entladetechnik in Zwickau und Braunschweig ist laut VW "eine wichtige Voraussetzung für die effiziente Batteriemontage an deutschen Standorten". Foto: Volkswagen AG

VW-Züge und Automaten bringen Batterien zur Elektroauto-Fabrik Zwickau

Automatisierung und Lkw-Verzicht sollen Umwelt entlasten und Kosten sparen Zwickau/Dresden/Braunschweig/Breslau, 30. November 2020. Sachsen ist für Volkswagen nicht nur der Pionierstandort für seine neue Elektroauto-Offensive, sondern auch für neue elektrische und hochautomatisierte Zuliefertechnologien: Statt mit Verbrenner-Lastern treffen die vorgefertigten Haupt-Batterien für die ID3- und ID4-Fahrzeuge ab sofort per Zug in der Elektroauto-Großfabrik in Zwickau ein. Automaten entladen dann selbstständig binnen fünf Stunden jeden Zug. Diese Automatenanlage haben VW-Sachsen-Technikchef Reinhard de Vries und der sächsische Umweltminister Wolfram Günther (Bündnisgrüne) heute als letzten Teil einer „grünen Logistikkette“ von Polen über Braunschweig nach Zwickau in Betrieb genommen. Das haben VW und Umweltministerium mitgeteilt.

Die medizintechnische Assistentin Susanne Schubert belädt den neuen Laborautomaten in der Mikrobiologie im Uniklinikum Dresden mit einem Proben-Träger. Foto: Heiko Weckbrodt

Uniklinik Dresden automatisiert Mikrobiologie

Neue Labormaschine soll für schnellere Keim-Diagnosen sorgen Dresden, 16. Oktober 2020. Die Uniklinik Dresden automatisiert schrittweise ihre mikrobiologische Analytik. Das Team um Instituts-Chef Prof. Alexander Dalpke erhofft sich dadurch schnellere Befunde für bakteriell infizierte Patienten, genauere Diagnosen und eine Arbeitsentlastung für die medizintechnischen Assistentinnen. „Durch die Automatisierung bisher händisch erledigter Routinearbeiten gewinnen mehr Zeit und Personalkapazitäten für anspruchsvollere Aufgaben“, betont Uniklinik-Medizinvorstand Prof. Michael Albrecht.

„Dresden ist ein Mekka der Automatisierung geworden“

Der Roboter-Kurs von Infineon Dresden war und ist umstritten – gilt aber längst als Blaupause für Europas Halbleiterindustrie. Dresden. In den Dresdner Chipfabriken von Infineon sind sie allgegenwärtig: Roboter. Manche haben knuddelige Robbenbaby-Augen, andere nur Arme. Einige stehen stoisch da und verrichten stundenlang die selben Stahlhandgriffe. Wieder andere rollen durch die Reinraumgänge und weichen artig menschlichen Kollegen aus, denen sie begegnen. „Es war ganz gut, dass wir bei denen die Köpfe dran gelassen haben“, meint Infineon-Automatisierungsexperte Harald Heinrich. „Dadurch haben die Mitarbeiter die Roboter viel besser akzeptiert.“

Roland Giesen und Andreas Purath leiten ab Herbst 2020 den sächsischen Automatisierungsspezialisten Fabmatics. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Weiterer Chefwechsel bei Fabmatics Dresden

Ardenne-Manager Purath löst Urgestein Esser ab Dresden, 3. Juni 2020. Im Dresdner Automatisieurngs-Unternehmen „Fabmatics“ wechselt die Führungsriege: Der Chemieingenieur Andreas Purath löst Heinz Martin Esser als Geschäftsführer ab. Er wird ab August das Unternehmen gemeinsam mit Roland Giesen leiten, der zuvor an die Stelle Steffen Pollack getreten war. Esser geht in den Ruhestand und wird sich ein halbes Jahr später auch als Vorstandssprecher des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“ zurückziehen. Das hat Fabmatics heute angekündigt.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Deutschland hat Jobverluste seit den 1970ern durch Automatisierung immer wieder ausgeglichen

IAB-Forscher erwarten ähnlichen Umbau durch Digitalisierung Nürnberg, 16. Juli 2019. Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Automatisierung in Deutschland seit den 1970er Jahren unterm Strich zu mehr Arbeitsplätzen geführt. Das hat eine Studie des Arbeitsagentur-nahen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg ergeben.

Das erste Entwicklungsprojekt fpr das neue VW-Software-Entwicklungszentrum Dresden: Sebastian Werner von Wandelbots hat auf der Produktionsschuppe in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden einen Roboter angelernt. Der trägt zunächst eine "Primer" genannte Grundierungspaste dort auf. Bevor dann dort ein Seitenfenster am E-Golf eingeklebt wird, mustert der Roboter sein Werk mit einer Kamera. Die Bilder überträgt er zur Qualitätskontrolle per Funk in eine Rechnerwolke ("Cloud"). Foto: Oliver Killig für Volkswagen

VW entwickelt in Dresden Cloud-gestützte Produktion

Amazon, Volkswagen, Siemens und Wandelbots wollen in neuem Forschungszentrum Qualitätskontrolle mit KI-Hilfe verbessern und vernetzen Dresden, 20. Juni 2019. Volkswagen hat heute in Dresden nun auch offiziell sein neues Software-Entwicklungszentrum für cloud-gestützte Produktion eröffnet. Gemeinsam mit Amazon, Siemens und der Dresdner Uni-Ausgründung „Wandelbots“ entwickeln in der gläsernen VW-Manufaktur zunächst 30 Spezialisten produktivitätssteigernde Digitalisierungs-Lösungen für den gesamten Konzernverbund. Bis Ende 2020 soll das Team auf 80 Entwickler wachsen – oder vielleicht auch mehr“, hat VW-Softwareentwicklungschef Peter Garzarella angekündigt.

Industrie 4.0, Autonomes Fahren, Elektromobilität und andere neuere Technologietrends sorgen für viele Aufträge beim Dresdner Automatisierungs-Unternehmen Xenon. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Xenon Dresden plant neuen Wachstumsschritt

Das Automatisierungs-Unternehmen will im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee neun Millionen Euro in neue Fabrikhallen und Bürokomplex stecken. Dresden, 8. April 2019. Wegen guter Auftragslage vor allem aus der Autoelektronikbranche will Xenon Dresden erneut expandieren: Das Automatisierungs-Unternehmen plant, rund neun Millionen Euro im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee zu investieren. Das geht aus einer städtischen Vorlage hervor, die der Stadtbezirksbeirat Plauen nun durchgewunken hat.

Die ehemalige USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH entwickelt nun als Aumann Limbach-Oberfrohna Automatisierungstechnik für die Produktion von Auto-Komponenten, Brennstoffzellen und anderen Technologiegütern. Foto: Aumann Limbach-Oberfrohna GmbH

Maschinen für die E-Wende in der Autoindustrie

Sächsischer Anlagenbauer USK wird zur Aumann Limbach-Oberfrohna Limbach-Oberfrohna, 2. Januar 2019. Das sächsische Automatisierungstechnik-Unternehmen „USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH“ firmiert ab sofort unter dem Firmennamen „Aumann Limbach-Oberfrohna“. Das teilte die ehemalige USK heute mit. Damit werde fortan auch nach außen verdeutlicht, dass die Aumann-Gruppe aus Beelen die USK bereits im Oktober 2017 übernommen hatte.

HAP-gründer Steffen Pollack (links), Roland Giesen und Heinz Martin Esser (rechts) vor der Fabmatics-Fabrik im Dresdner Norden. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Fabmatics Dresden bekommt neuen Chef

Chemnitzer Manager Giesen löst HAP-Gründer Pollack ab Dresden, 14. August 2018. Im Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ in Dresden zeichnet sich ein Chefwechsel ab: Der 49-jährige Chemiker und Manager Roland Giesen vom Chemnitzer Technologieunternehmen 3D-Micromac wird sich ab dem 1. September 2018 in Dresden einarbeiten und löst dann am 1. Januar 2019 den 60-jährigen Geschäftsführer Steffen Pollack ab.

Dipl.-Inf. Manfred Austen (SYSTEMA Systementwicklung; rechts) erklärt Thomas Tettenborn (Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen) anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik. Foto: meeco Communication Services

Systema baut in Dresden aus

Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen beteiligt sich mit Millionenbetrag an Automatisierungsfirma Dresden, 2. Juli 2018. Wegen wachsender Marktnachfrage für seine Automatisierungs-Lösungen expandiert das Dresdner Software-Unternehmen „Systema”. Geplant ist ein über 2,5 Millionen Euro teurer Anbau im Technopark Nord. Der Bürokomplex soll 2019 auf einem Nachbargrundstück am Manfred-von-Ardenne-Ring errichtet werden. Das teilte Systema-Chef Manfred Austen mit.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Rekordjahr für Roboter

Mehr Umsatz für deutschen Automatisierungsbau Frankfurt am Main, 5. Juni 2018. Die deutsche Automatisierungsindustrie und Robotik boomt: Die starke Nachfrage aus China und der weltweite Trend hin zu hochautomatisierten „Industrie 4.0“-Fabriken sorgt in der Branche für Umsatzrekorde. Das hat Vorstand Norbert Stein vom Fachverband „Robotik + Automation“ innerhalb des „Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) im Frankfurt am Main eingeschätzt.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Festo-Ingenieure die Digtalisierung der Fabriken vorstellen. Visualisierung: Festo

Wer Industrie 4.0 macht, soll an Dresden denken

Sächsische Landeshauptstadt präsentiert sich auf Hannovermesse als Standort für das industrielle Internet der Dinge Dresden/Hannover, 20. April 2018. Dresden wird sich vom 23. bis zum 27. April 2018 auf der Hannovermesse als wichtiger Forschungs- und Industriestandort für die vollautomatische und vernetzte Fabrik der Zukunft präsentieren. Das hat Robert Franke, der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung in Dresden, angekündigt. „Wir wollen in den Köpfen der deutschen und internationalen Entscheidungsträger den Gedanken verankern, dass es sich lohnt, nach Dresden zu schauen, wenn jemand etwas im industriellen Internet der Dinge vorhat“, sagte er.

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Manager: Musks Roboter-Probleme hatten wir schon in den 1980ern

Deutsche setzten seitdem auf Evolution statt Revolution Wolfsburg/Dresden, 19. April 2018. Volkswagen hatte in den 1980er Jahren ähnliche Roboter-Probleme wie jetzt Tesla-Chef Elon Musk: Auch der deutsche Autokonzern hatte damals versucht, sehr schnell auf hochautomatisierte Fabriken umzuschwenken, berichtet Thomas Ulbrich, der VW Sachsen leitet und außerdem im Konzern Markenvorstand für E-Mobilität ist. Der Einsatz und das Zusammenspiel von Robotern in der Autoproduktion habe sich aber als komplexer erwiesen als gedacht.