Alle Artikel mit dem Schlagwort: 5G

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Wirtschaftsforscher: Bei 5G ist Deutschland besser als gedacht

Bundesrepublik vor allem bei Campusnetzen und Land-Funk mit vorn München/Dresden, 7. November 2019. Lange schien es so, als ab sich Deutschland wegen seiner langen Vergabeverfahren für den neuen 5G-Funk hoffnungslos selbst abgehängt hat: Länder wie Südkorea, die Schweiz und China arbeiten spannen längst flächendeckende Mobilfunknetze mit dem LTE-Nachfolge-Standard auf. Aber bei kleinen 5G-Netzen für Industriezwecke („Campus-Netze“) und der 5G-Versorgung auf dem flachen Land steht die Bundesrepublik – auch im internationalen Vergleich – besser da als zunächst gedacht. Darauf haben Wirtschaftsforscher vom Ifo-Institut München nun hingewiesen.

5G-Netze, viele kleine Bodensensoren und ein zentrales Plansystem sollen künftig Bauern in Sachsen dabei beraten, wo sie ihre Äcker stärker oder schwächer düngen und bewässern müssen. Grafik: TUD/ast

Sachsen spannen 5G-Netze gegen überdüngte Äcker

Bundes-Klöckner gibt 7,6 Millionen Euro für Projekt „Landnetz“ Dresden/Nossen, 17. Oktober 2019. Überdüngt ein Bauer seinen Boden, verplempert er nicht nur Geld, sondern mindert meist auch seine Ernte und schädigt das ökologische Gleichgewicht. Forscher der TU Dresden wollen nun gemeinsam mit sächsischen Landwirten durch den neuen 5G-Mobilfunk eine ökologischere Landwirtschaft fördern – und gleichzeitig die Acker-Erträge verbessern. Und dies ist nur ein Mosaikstein im nun gestarteten Projekt „Landnetz“, das Hochtechnologie, Ökologie und Landwirtschaft miteinander verheiraten soll. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat den Sachsen dafür jetzt 7,6 Millionen Euro zugesagt. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

„Hotspot der Digitalisierung“: TU Dresden plant neues Lehmann-Zentrum II

50 Millionen Euro teurer Software- und Hightech-Komplex soll 2024 fertig sein Dresden, 7. Oktober 2019. Nach dem Supercomputer-Komplex bekommt die TU Dresden ein zweites Lehmann-Zentrum für Digitalisierungsprojekte. „Lehmann II“ soll am Südende des Uni-Campus’, in zweiter Baureihe an der Nöthnitzer Straße entstehen. Das geht aus einer Ausschreibung des “Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement” (SIB) sowie einer Auskunft des sächsischen Finanzministeriums hervor. „Wir haben jetzt grünes Licht für die Planungen“, bestätigte auch Forschungs-Prorektor Prof. Gerhard Rödel auf Anfrage.

5G-Antennenmast von Vodafone an der Overbeckstraße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW testet 5G-Fabrikvernetzung in Dresden

Vodafone startet derweil 1. öffentlichen 5G-Sender in Dresden – Telekom zieht wohl erst 2020 nach Dresden, 1. Oktober 2019. Der Mobilfunk der fünften Generation (5G) startet nun auch in Dresden. Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter hat heute an der Overbeckstraße die erste öffentliche 5G-Antenne in der sächsischen Landeshauptstadt in Betrieb genommen. Die Telekom wird Dresden voraussichtlich erst ab 2020 mit 5G versorgen. Damit ist die Kommune zwar im Vergleich zu Seoul, Shanghai, Madrid, Berlin und anderen Großstädten etwas spät dran, gehört aber immer noch zu den Pionieren dieser neuen Vernetzungstechnologie.

Der Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis beim Abschluss-Kolloquium für das Cfaed I am 27. September 2019 an der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

100-Jahres-Plan aus Dresden: Was dürfen die Maschinen?

Mobilfunk-Experte Fettweis will Cfaed-Chefsessel abgeben, um an 6G und Maschinengesetzen zu arbeiten Dresden, 27. September 2019. Der Dresdner Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis gibt die Leitung des Zukunftselektronik-Zentrums Cfaed ab und will sich auf neue Herausforderungen stürzen: den Mobilfunk der 6. Generation (6G) und eherne Gesetze für vernetzte Maschinen. „Wir wollen da einen 100-Jahres-Plan ausarbeiten“, kündigte er mit einem Augenzwinkern an.

Auch in der Robotik sehen die Ingenieure vom 5G Lab Germany in Dresden große Perspektiven für den 5G-Mobilfunk. Foto: S.Mudriievskyi für das 5G Lab Germany

5G-Gipfel in Dresden: Automatisierung per Mobilfunk

Organisatoren sehen vor allem in Industrie und Logistik große Chancen für den neuen Funkstandard Dresden, 26. September 2019. Der neue Mobilfunk der 5. Generation (5G), der jetzt schrittweise in Deutschland startet, wird vor allem für die Fabrikautomatisierung, für die Logistik, aber auch für Szenarien in der „Erweiterten Realität“ (AR) eine besondere Rolle spielen. Das hat Prof. Gerhard Fettweis von der TU Dresden im Vorfeld des internationalen 5G-Gipfels eingeschätzt , der am Montag in der sächsischen Landeshauptstadt startet.

Der Versuchs-Zug von Thales im Erzgebrige sieht zwar etwas altmodisch aus, wird aber mit moderner Technik aufgerüstet. Foto: Arndt Hecker für SRCC / Thales

Erzgebirge startet ersten 5G-ferngesteuerten Zug

Weltweit erste Testfahrt beginnt Mitte September Schlettau, 9. September 2019. Der Mobilfunk-Konzern „Vodafone“ und das französische Technologie-Unternehmen „Thales“ wollen im Erzgebirge den – laut eigenen Angaben – weltweit ersten Zug mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) fernsteuern. Das hat Vodafone Deutschland heute angekündigt. Die „erste teleoperierte Zugfahrt via 5G“ ist für Mitte September in Schlettau geplant.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

5G-Pilotprojekte sollen Landleben in Sachsen schöner machen

7 Millionen Euro für 5G-Labor Dresden, Testfelder starten im Freistaat Dresden/Köllitsch, 21. August 2019. Um die Landflucht der Jugend zu stoppen, das Leben auf dem Dorfe wieder attraktiver zu machen, aber auch neue Technologien und Gründer aufs Land zu locken, rückt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bis 2022 deutschlandweit rund 60 Millionen Euro für die Digitalisierung und Modernisierung in der Landwirtschaft heraus, davon rund zehn Millionen für Sachsen. Denn die ersten beiden der bundesweit 14 „digitalen Test- und Experimentierfelder“ starten am 1. September im Freistaat: Beim „Landnetz“ (7,6 Millionen Euro) hat die TU Dresden die Koordination übernommen. Für das Projekt „Express“ (2,8 Millionen Euro) ist die Uni Leipzig zuständig. Parallel dazu haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer CDU) dem 5G Lab Germany der TU Dresden sieben Millionen Euro für ein „5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz“ zugesagt. Die Bundes-Experimentalfelder und das Lausitz-Projekt werden verzahnt sein.

Auf der 5G-vernetzten, digitalen Baustelle arbeiten Mensch und Maschine effizienter und machen weniger Fehler, hoffen die Forscher der TU Dresden, Foto: Oliver Koch für die TUD

TU Dresden richtet erste 5G-Baustelle in Deutschland ein

9 Millionen Euro teures Verbundprojekt soll Automatisierung und Vernetzung auf dem Bau vorantreiben Dresden, 1. August 2019. Ingenieure der TU Dresden wollen eine digital gesteuerte und durch den neuen 5G-Mobilfunk vernetzte Forschungs-Baustelle einrichten – die erste dieser Art in Deutschland. Das hat Professor Jürgen Weber vom Institut für Mechatronischen Maschinenbau heute angekündigt.

Anders als in Deutschland gibt es in China schon in Größenordnungen 5G-Handys und 5G-Netze. BMW hat inzwischen all seine chinesischen Produktionsstandorte per 5G vernetzt - und erreicht Datenraten um die 1,3 Gigabit je Sekunde. Foto: BMW

BMW vernetzt seine Fabriken in China mit 5G-Funk

Bereits Gigabit-Tempo erreicht Shenyang, 22. Juli 2019. Um seine chinesischen Fabriken produktiver zu machen, hat der Münchner Autokonzern all seine Werke im Reich der Mitte mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) vernetzt. Das hat die chinesische BMW-Tochter “BMW Brilliance Automotive” (BBA) heute in Shenyang mitgeteilt. Die Netze können inzwischen 1 Gigabit je Sekunde (Gbs) übertragen. Perspektivisch dürften noch höhere Datenraten möglich sein.

Prof. Gerhard Fettweis. Foto: Amac Garbe für die TU Dresden

Dresdner Senator Fettweis: „Ruf der DFG hat gelitten“

Mobilfunkexperte aus Dresden plädiert für Rückkehr zu wissenschaftlichen statt politischen Förderkriterien Dresden, 7. Juli 2019. Wissenschaftliche statt politische Kriterien sollen in Zukunft wieder stärker die Arbeit und Förderstrategie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) leiten. Dafür hat der Dresdner Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis von der TU Dresden plädiert, der vor wenigen Tagen in den DFG-Senat gewählt worden war.

So etwa stellen sich die Sachsen den Feldschwarm vor: Ein bemanntes Fahrzeug umgeben von autonomen Feldmaschinen. Abb.: WTK

Sachsen startet Feldtest für Agrar-5G

Feldschwärme, digitale Vieh-Überwachung und Wiederbevölkerung der Dörfer im Blick Dresden/Köllitsch, 17. Juni 2019. Sachsens Bauern, Ingenieure und Politiker wollen ausprobieren, wie sich der Mobilfunk der 5. Generation (5G) für das Dorfleben einspannen lässt: um autonome Feldschwärme aus vernetzten Ernterobotern aufs Feld zu schicken, um die Vieh-gesundheit automatisch zu überwachen, aber auch, um entvölkerte Dörfer wieder attraktiv für Zuzügler zu machen. Dafür hat der sächsische Landwirtschafts-Minister Thomas Schmidt (CDU) heute ein 5G-Experimentierfeld für Umwelt und Landwirtschaft im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch gestartet.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Bitkom kritisiert 5G-Auktion

Berlin, 13. Juni 2019. Der deutsche Digitalwirtschafts-Verband “Bitkom” aus Berlin hat den ganzen Ansatz der nun beendeten Frequenz-Auktion für den Mobilfunk der 5. Generation (5G) kritisiert: „Die Netzbetreiber wurden in ein Auktionsverfahren gezwungen, in dem sie allein für das Recht der Frequenznutzung mehr als 6,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen mussten. Diese Mittel fehlen ihnen jetzt bei den ohnehin hohen Investitionen in die Netze der Zukunft”, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

5G-Funk: Dänemark im Europa führend

Deutschland bleibt ein Bummelant London/Kopenhagen/Berlin, 11. Juni 2019. Beim Mobilfunk der 5. Generation (5G) hinkt Europa ohnehin schon hinter Asien hinterher. Und innerhalb Europas ist nicht etwa das industrie- und forschungsstarke Deutschland vorn, sondern kleine Staaten wie Dänemark, Portugal, die Schweiz, Finnland und die Niederlande. Das geht aus einer Analyse des britischen Marktforschungs-Unternehmens „Global Data“ aus London hervor.