Alle Artikel mit dem Schlagwort: Übernahme

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Goodix China übernimmt Dresdner Tech-Firma „Commsolid“

Sensorkonzern ist scharf auf sächsisches Wissen um Stromspar-Netze im „Internet der Dinge“ Dresden/Shenzhen, 18. Dezember 2018. Der chinesische Sensorkonzern „Goodix“ aus Shenzhen hat die Dresdner Funktechnologie-Firma „Commsolid“ übernommen. Das hat der vormalige Eigentümer „Hightech-Gründerfonds“ (HTGF) aus Köln mitgeteilt, der sich im Gegenzug aus dem Unternehmen zurückzieht. Den Kaufpreis gaben die Beteiligten nicht bekannt. Die Chinesen, die als Marktführer für Fingerabdruck-Sensoren gelten, waren laut dem Fonds scharf auf die sächsischen Stromspar-Vernetzungslösungen für das „Internet der Dinge“ (IoT) und wollen nun in Dresden weiter investieren.

Autonom fahrende Autos sollen Unfälle mit Fußgängern mit KI-Hilfe vermeiden. Grafik: Nvidia

Nun offiziell: Renesas kauft IDT

Japanisches Elektronikunternehmen ist damit auch in Sachsen vertreten Tokyo/San Jose, 11. Sepütember 2018. Nun ist der Deal offiziell: Der japanische Halbleiterkonzern Renesas hat angekündigt, das US-amerikanische Halbleiter-Unternehmen „Integrated Device Technology“ (IDT) für 6,7 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) zu übernehmen. Gerüchte gab es darüber bereits seit einiger Zeit (wir berichteten), nun haben beide Unternehmen darüber ein Abkommen geschlossen.

Geld, Münzen. Foto: stevepb, Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

Renesas erwägt IDT zu übernehmen

Japaner haben sich aber noch nicht entdschieden Koto/Dresden, 1. September 2018. Der japanische Halbleiterkonzern Renesas aus Koto erwägt laut einem Reuter-Bericht, das US-amerikanische Chip-Unternehmen IDT zu kaufen. Als mögliche Kaufsumme ist von rund sechs Milliarden Dollar die Rede. Beide Unternehmen beliefern unter anderem die Automobilindustrie. Die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, heißt es in dem Agenturbericht.

Die Chinesen haben WKS gekauft, weil die Dresdner besondere Expertise in der Projektion kompletter Wasser- und Abwasser-Intrastrukturen haben. Abb.: WKS

Chinesen übernehmen Dresdner Umwelttechnik-Firma WKS

Staatskonzern Casic kauft sich sächsisches Know-How in der Abwasserbehandlung ein Dresden/Peking, 5. Juli 2017. Der chinesische Staatskonzern „China Aerospace Science and Industry“ (Casic) aus Peking übernimmt das Dresdner Umwelttechnik-Unternehmen „WKS“. Das hat WKS-Chefin Petra Räuber auf Anfrage bestätigt. Grund: Die Chinesen sind auf das sächsische Kläranlagen-Know-how scharf, weil viele Kommunen und Betriebe im Reich der Mitte spätestens im Jahr 2025 die neuen Umweltgesetze der Regierung erfüllen müssen. Die Dresdner wiederum sehen in dem Deal die Chance auf einen internationalen Liga-Aufstieg. „Die Zeichen stehen bei uns auf Wachstum“, sagte die 55-jährige WKS-Gründerin.

Die Niederlassung Dresden von billiger.de befindet sich an der Königsbrücker Straße. Foto: solute

Billiger.de eröffnet Dependance in Dresden

Büro an der Königsbrücker Straße startet mit drei Software-Entwicklern Dresden/Karlsruhe, 26. April 2017. Das Preisportal Billiger.de hat eine Niederlassung in Dresden eröffnet. Das teilte die Karlsruher Solute GmbH mit, die Portale wie Billiger.de und (seit Ende 2016) auch Shopping.de betreibt. „Der Dresdner Standort stellt, wie schon der Leipziger, eine wichtige zusätzliche Weiche für die künftige Unternehmensentwicklung“, betonte Sprecher Konstantin Korosides. Die neue Betriebsstätte liegt im Einzugsgebiet des Szeneviertels Dresden-Neustadt.“

Siliziumkarbid-Wafer (SiC) von NXP mit 7,5 Zentimetern Durchmesser. Foto: NXP

Kommentar: Ordnungspolitisch korrekter Untergang

Warum kauft Qualcomm NXP und was geht das Europa an? San Diego/Eindhoven/Dresden, 30. Oktober 2016. Die Pläne des US-Konzerns Qualcomm, das niederländische Halbleiterunternehmen NXP zu übernehmen, sind nun offiziell: 47 Milliarden Dollar wollen die US-Amerikaner dafür zahlen. Man könnte meinen, das ist eine der vielen Firmenübernahmen zur Konsolidierung des Halbleitermarktes, die in letzter Zeit einige Aufmerksamkeit erregt haben. Es ist mehr. Es ist eine direkte Bedrohung der europäischen, vor allem deutschen Automobilindustrie und ihrer Zulieferer bezüglich ihrer führenden Stellung in der Welt.

Züricher RUAG-Mitarbeiter montieren Komponenten für die Raumfahrt. Hier bereiten sie einen "Sentinel-4"-Scanmechanismus auf einen Vibrationstest vor. Foto: RUAG

RUAG-Konzern übernimmt sächsische Raumfahrt-Firma HTS

Schweizer wollen gesamte Belegschaft in Coswig übernehmen Bern/Coswig, 31. Mai 2016. Die Raumfahrtsparte “RUAG Space” des Schweizer Technologiekonzerns RUAG übernimmt das sächsische Unternehmen „Hoch Technologie Systeme GmbH“ (HTS) aus Coswig bei Dresden. Das teilten die Schweizer heute mit. „Mit HTS erhalten wir einen besseren Zugang zum deutschen Raumfahrtmarkt und sind näher bei einigen unserer wichtigsten Kunden“, begründete RUAG-Chef Urs Breitmeier die Akquise. Das Schweizer Unternehmen war bisher nur Teilhaber an der Coswiger Firma gewesen.

Foto: Atmel

Microchip schließt Atmel-Entwicklungszentrum Dresden

Neuer US-Eigentümer setzt sächsische Funkchip-Spezialisten vor die Tür Dresden, 21. April 2016. „Microchip Technology“ schließt das Atmel-Entwicklungszentrum für Zigbee-Funkchips in Dresden. Der US-Konzern hat allen 38 Ingenieuren gekündigt und will das Zentrum an der Königsbrücker Straße bereits Anfang Mai dicht machen. Das geht aus dem Oiger vorliegenden Informationen hervor, die Atmel inzwischen bestätigt hat.

IBMs Chipforschungen gelten als weltweit führend. Foto: IBM

Globalfoundries erwirbt IBMs Chip-Sparte

GF übernimmt zwei Fabriken und Patente – und wird mit 1,5 Milliarden Dollar belohnt Santa Clara/Armonk/Dresden, 20. Oktober 2014: Der Chip-Auftragsfertiger „Globalfoundries“ (GF) baut seine Marktposition durch eine milliardenschwere Übernahme aus: Das US-Unternehmen, das seine Produktion bisher vor allem auf Dresden, New York und Singapur konzentriert hatte, übernimmt die gesamte kommerzielle Halbleiter-Sparte des US-Elektronikkonzerns IBM. Der Deal umfasst das einschlägige Patent-Portefeuille von IBM sowie dessen zwei Chip-Fabriken in den US-Bundesstaaten New York (East Fishkill) und Vermont (Essex Junction) mit insgesamt rund 5000 Mitarbeitern. Außerdem wird GF Exklusiv-Produzent für IBMs Server-Prozessoren.

Infineon-Finanzvorstand Dominik Asam. Foto: Infineon

Infineon bekommt Milliarden-Kredite für Rectifier-Übernahme

13 Banken geben 1,55 Mrd. € München/Dresden, 13. Oktober 2014: Der deutsche Chipkonzern „Infineon“ hat nun Kreditzusagen über insgesamt 1,55 Milliarden Euro beisammen, um das US-amerikanische Leistungshalbleiter-Unternehmen „Rectifier International“ (IR) kaufen zu können. Das teilte Infineon- Finanzvorstand Dominik Asam heute mit.

Abb.: International Rectifier

Infineon kauft US-Chipfirma „International Rectifier“

Milliarden-Deal soll Leistungs-Halbleiter-Sparte stärken Neubiberg/El Segundo, 20. August 2014: Kaum konsolidiert, geht Infineon auch schon auf eine milliardenteure Einkaufstour: Der deutsche Chip-Konzern kauft die auf Leistungshalbleiter spezialisierte US-Firma „International Rectifier“. Wie Infineon-Boss Reinhard Ploss heute in Neubiberg mitteilte, kostet die – teilweise kreditfinanzierte – Übernahme die Deutschen rund drei Milliarden Dollar (2,26 Milliarden Euro) kosten.

Nichts wie raus aus der Klapse: Edna und Hase Harvey brechen aus. Abb.: Daedalic

Verlag Bastei-Lübbe übernimmt Spieleschmiede „Daedalic“

Verlagshaus übernimmt 51 % an den “Edna”-Machern Hamburg, 16. Mai 2014: Die Bastei-Lübbe AG wird Mehrheits-Eigner der Hamburger Spieleschmiede „Daedalic“. Entsprechende Verträge, die 51 Prozent der Anteile an die Verlagsgruppe übereignen, seien heute unterzeichnet worden, teilte Daedalic heute mit. Die Software-Firma erhofft sich dadurch Kapital für künftige Spiele-Entwicklungen. Bastei-Lübbe wiederum sieht die Übernahme als Teil einer Strategie, ein „multimediales Verlagshaus“ zu werden.

Logo: WhatsApp

Facebook kauft WhatsApp für 19 Mrd. $

Zuckerberg: Beide Apps bleiben getrennt erhalten Menlo Park, 20. Februar 2014: Facebook wird den Nachrichten-App-Dienst „WhatsApp“ für 19 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) kaufen. Das hat die Facebook Inc. gestern im kalifornischen Menlo Park angekündigt. „Whatsapp“ hatte dem Kontaktnetzwerk zuletzt vor allem immer mehr junge Nutzer abspenstig gemacht. Die Miniprogramme (Apps) beider Unternehmen sollen aber auch nach der Firmenübernahme getrennt voneinander fortbestehen bleiben, versicherte Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Abb.: Skobbler

Telenav kauft Berliner Navi-App-Firma Skobbler

Amerikaner zahlen 17,6 Millionen Euro für Übernahme Berlin, 31. Januar 2014: Das Telenav hat die auf Navigations-Apps („GPS Navigation 2“ alias „Skobbler“) spezialisierte Berliner Firma Skobbler gekauft. Das teilten Skobbler und Telenav heute mit. Das US-Unternehmen aus Sunnyvale in Kalifornien zahlte demnach insgesamt 23,8 Millionen Dollar (17,6 Millionen Euro) für Skobbler, teilweise in Aktien. Telenav will Skobblers 70 Mitarbeiter in Berlin und Rumänien übernehmen.