Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lausitz

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

Deloitte verspricht 300 neue Jobs in Görlitz

Wirtschaftsprüfer siedeln sich auf dem Siemens- Innovationscampus an Görlitz, 10. Juni 2022. Die Wirtschaftsprüfer von Deloitte richten einen dritten sächsischen Standort ein und versprechen in diesem Zuge rund 300 neue Jobs in Görlitz. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Vom dortigen „Siemens-Innovationscampus“ aus werde das neue Team „Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Umsetzung von Digitalisierungs-Strategien und Projekten sowie bei der effizienteren Gestaltung von Prozessen“ unterstützen.

Für Tiefen-Geothermie ist aufwendige Bohrtechnik notwendig. Hier im Bild ist die "Innova Rig" zu sehen. Dieses Bohrgerät reicht in Tiefen bis 7000 Meter und wiegt 410 Tonnen. Die Firma Herrenknecht Vertical und das Deutsche Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) haben diese Rig gemeinsam entwickelt. Foto: Bundesverband Geothermie

Zwischen Phasenwärmespeichern und Geothermie

Lausitzer tüfteln an neuer Energietechnik für die Zeit nach der Kohle Großröhrsdorf/Spremberg/Dresden, 17. April 2022. Immer mehr Unternehmen und Institute schießen sich in der Lausitz auf neue Energiegewinnungs-Konzepte ein. Die LEAG-Tochter „MCR Engineering Lausitz“ aus Spremberg entwickelt beispielsweise gemeinsam mit Partnern Energie-Container für geothermische Quellen. Die PCM Energy aus Großröhrsdorf entwickelt und produziert derweil sogenannte Latent-Wärmespeicher, beispielsweise mit überschüssiger Wärme aus Fabriken die Freibäder in der Lausitz heizen. Und das private Forschungsinstitut für Luft- und Kältetechnik (ILK) aus Dresden experimentiert mit neuen Technologien, um die Fernwärmenetze in der Lausitz künftig mit Flüssigeis aus Tagebau-Seen zu versorgen. Sie alle eint die Suche nach neuen Perspektiven für die Zeit nach dem Braunkohle-Ausstieg.

Detailaufnahme des Laserkopfes am 3D-Metalldrucker. Foto: Leag

3D-Drucker statt Lausitzer Kohle

Leag-Tochter spezialisiert sich auf additive Hightech-Reparatur großer Metallbauteile Schwarze Pumpe, 1. April 2022. Weil mit der Kohle bald keine Kohle mehr zu machen ist, bereitet sich das Lausitzer Energieunternehmen Leag schon mal auf die Zeit danach vor und erschließt sich neue Geschäftsfelder. Dazu gehört der Aufbau von Wind- und Solaranlagen auf alten Tagebauflächen, die Wasserstoff-Produktion, die Übernahme eines Holz-Pelletierwerkes in Schwedt – und nun auch der Einstieg in den industriellen 3D-Druck. Dafür hat sich die Leag-Tochter „MCR Engineering Lausitz“ im Industriepark „Schwarze Pumpe“ an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg nun eine Anlage für additive Fertigung angeschafft.

Der rollende Roboter der Informatiker der TU Dresden ist mit Leichtbau-Roboterarmen ausgestattet. Er lässt sich per VR-Brille und Sensorhandschuh fernsteuern. Die Forscher wollen ihn zum universell einsetzbaren KJatastrophen-Hilfsroboter weiterentwickeln. Foto: Heiko Weckbrodt

Roboter sollen die Lausitz rekultivieren

Informatiker der TU Dresden entwickeln Katastrophen- und Recycling-Roboter Dresden/Görlitz, 24. September 2021. Wenn es nach den Dresdner TU-Professoren Ronald Tetzlaff und Uwe Aßmann geht, verwandeln sich bald Teile der Lausitz in ein großes Praxislabor für neuartige Roboter: Der universitäre Technologietransfer-Chef und der Informatik-Dekan wollen dort die Forschung, Weiterentwicklung und Erprobung der robotischen Schnüffler, Retter und Rekultivatoren von Morgen konzentrieren. Dies soll dem Revier eine hochtechnologische Zukunft nach dem Braunkohle-Ausstieg eröffnen, der Technischen Universität Dresden neue Studenten sichern und der sächsischen Wirtschaft die Roboter-Koryphäen von morgen.

So luftig könnte das geplante Großforschungszentrum „Lausitz Art of Building“ (Lab) dank moderner Karbonbeton-Technologien aus Dresden wirken. Visualisierung: Henn Architekten

Nur noch 6 Großforschungszentren-Konzepte für Sachsen im Rennen

Chemie, Klima, Medizin, Astrophysik, Marsstationen und neue Bautechnologien in der engeren Wahl Dresden/Berlin, 23. Juli 2021. Unter den rund 150 Ideenskizzen für zwei neue Großforschungszentren in der Lausitz und im Leipziger Raum hat eine Perspektivkommission nun die meisten ausgesiebt und sechs Vorschläge in die engere Wahl genommen. Das haben das Bundesforschungsministerium und die sächsische Staatskanzlei heute mitgeteilt.

Das "Advanced Train-Lab" ist ein Das advanced TrainLab ist ein Versuchsträger der Deutschen Bahn für neue Zugtechnologien. Eingebaut sind auch drei Mobilfunkantennen für das 5G-Netz, das im Erzgebirge gestetet wird. Foto: Kai Michael Neuhold für die Deutsche Bahn AG

Globalfoundries plädiert für 30-Minuten-Schnellbahn Dresden-Görlitz

Elektronikriese begrüßt Großforschungspläne für Lausitz, verweist aber auf Verkehrsprobleme Dresden/Görlitz, 14. Mai 2021. Das Mikroelektronik-Unternehmen „Globalfoundries“ begrüßt die Vorschläge wissenschaftlicher Institute aus Dresden und Chemnitz, neue technologieorientierte Großforschungszentren in der sächsischen Lausitz anzusiedeln. Dazu gehört beispielsweise das Konzept des Dresdner Organikelektronik-Papstes Prof. Karl Leo von der TU Dresden, in der Lausitz ein „Saxonian Institute of Technology“ zu etablieren, wie auch der Plan von Prof. Harald Kuhn vom Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (Enas), bei Görlitz ein großes Nanoelektronik-Forschungszentrum einzurichten.

Diese künstlerische Darstellung zeigt den Helikopter "Ingenuity" bei einem Flug über den Mars. Im Hintergrund ist der Rover "Perseverance" zu sehen. Illustration: NASA/JPL-Caltech

Kosmos statt Kohle in der Lausitz

Bergakademie schlägt Großforschungszentrum „Eris“ für Mars- und Mond-Ressourcen vor Freiberg/Chemnitz/Dresden, 8. Mai 2021. Kosmische Perspektiven will die Bergakademie Freiberg den sächsischen Tagebaurevieren nach dem Braunkohle-Ausstieg eröffnen: Die montane Uni schlägt vor, in der Lausitz ein europäisches Großforschungszentrum für Weltraumressourcen einzurichten, das die Besiedelung von Mond und Mars durch die Menschheit vorbereitet. Das hat Bergakademie bekannt gegeben. Das Zentrum soll die englische Bezeichnung „European Research Institute for Space Resources“ tragen und sich „Eris“ abkürzen – so wie die griechische Göttin der Zwietracht.

Prof. Dr. Thomas von Unwerth (r.) und Laborleiter Vladimir Buday inspizieren im Im Brennstoffzellenlabor an der TU Chemnitz eine additiv produzierte Membran. Foto: Ronald Bartel für die TUC

Zukunftsenergie-Großforschungszentrum für Lausitz vorgeschlagen

Unis Chemnitz, Dresden und Freiberg wollen Fokus auf Wasserstoff, Synthie-Treibstoffe, Solar- und Windenergie lenken Chemnitz/Dresden/Freiberg, 2. Mai 2021. Die Unis Chemnitz, Dresden und Freiberg haben vorgeschlagen, in der Lausitz ein Großforschungszentrum für Zukunftsenergien (GFZ ZE) einzurichten. Dieses Zentrum soll die Transformation der Braunkohlereviere zu einer Region unterstützen, die beispielhafte Innovationen für erneuerbare Energien, umweltfreundlich erzeugte Energieträger wie Wasserstoff und Synthese-Öl sowie deren Transport und Einsatz in der Industrie hervorbringt. Eine entsprechende Ideenskizze haben Prof. Thomas von Unwerth aus Chemnitz, Prof. Antonio Hurtado aus Dresden und Prof. Hartmut Krause aus Freiberg nun beim Bundesforschungsministerium eingereicht.

300-Millimeter-Scheibe mit aufprozessierten Test-Chips. Foto. Globalfoundries / Fraunhofer IPMS

Nanoelektronik-Großforschungszentrum in der Lausitz vorgeschlagen

Millionenzuschüsse von Bund und Freistaat möglich Görlitz, 28. April 2021. Fraunhofer und die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ (FMD) setzen sich beim Bundesforschungsministerium (BMBF) dafür ein, dass in der sächsischen Lausitz ein Elektronik-Großforschungszentrum errichtet wird. Das hat FMD-Geschäftsstellenleiter Stephan Guttowski im Oiger-Gespräch mitgeteilt. Wenn die entsprechende Ideenskizze den Zuschlag erhält, könnte dieses Zentrum mit rund 170 Millionen Euro Zuschüssen vom Bund und vom Freistaat Sachsen rechnen.

Industrieller alkalischer atmosphärischer Testelektrolyseur von Fraunhofer Dresden. Foto: Fraunhofer-IFAM

Sachsen gibt 30 Millionen Euro für Hydrogen Lab Görlitz

Freistaat erhofft sich für Lausitz eine florierende Wasserstoff-Zukunft jenseits der Kohle Görlitz, 29. März 2021. Für das neue Fraunhofer-Wasserstofflabor „Hydrogen Lab Görlitz“ (HLG) hat der Freistaat einen Startzuschuss von 30,5 Millionen Euro zugesagt. Das hat das sächsische Regionalministerium (SMR) mitgeteilt. Entsprechende Förderbescheide bekommen das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz, die für den Aufbau des neuen Labors verantwortlich sind.

Prof. Roland Sauerbrey, wissenschaftlicher Direktor des HZDR. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Sauerbrey wird Direktor im Casus Görlitz

Ex-HZDR-Chefwissenschaftler will nach dem Ruhestand „sein Baby“ aufpäppeln Görlitz/Dresden. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) reaktiviert seinen früheren Wissenschaftsdirektor nach nur wenigen Monaten im Ruhestand: Prof. Roland Sauerbrey ist ab sofort provisorischer Direktor des neuen Zentrums für datenintensive Systemforschung „Casus“ in Görlitz, das sich noch im Aufbau befindet. Das haben das Casus und das HZDR heute überraschend mitgeteilt. Eine Findungskommission der Casus-Geldgeber und -Partner habe die Ernennung Sauerbreys einstimmig befürwortet. Zur Entscheiderriege gehören Vertreter aus dem Bundesforschungsministerium, dem sächsischen Wissenschaftsministerium, der Helmholtz-Gemeinschaft, des Dresdner Max-Planck-Genetikinstituts MPI-CBG, der TU Dresden und der Uni Wroclaw (Breslau).

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Sachsen und Brandenburg werben gemeinsam für Lausitz

Dresden/Potsdam, 10. Januar 2020. Die sächsischen und die Brandenburger Wirtschaftsförderer wollen ab sofort mit einem gemeinsamen Investorenportal www.lausitz-invest.de um Firmenansiedlungen in der Lausitz werben. Das haben die Wirtschaftsförderungs-Behörden in Dresden und Potsdam mitgeteilt. Bald werde auch ein Portal www.lusatia-invest.com auf Englisch und Polnisch folgen.

Aleksandr Bashkatov und seine Kollegen vom HZDR-Institut für Fluiddynamik, nutzen neben der Rasterkraft-Mikroskopie und Simulationen auch Laser, um Gasprozesse in Flüssigkeiten zu verstehen. Foto: Stephan Floss für das HZDR

Wasserzerleger für die Lausitz

Dresdner Forscher konstruieren alkalische Elektrolyseure für die Zeit nach dem Kohleausstieg Dresden, 9. Dezember 2019. Damit die Lausitz nach dem Kohleausstieg ein Pilotstandort für moderne Wasserstoff- und Energiespeichertechnologien wird, wollen Dresdner Forscher dort gemeinsam mit regionalen Partnern eine neue Generation von Elektrolyse-Anlagen entwickeln. Geplant ist eine Pilotanlage, die Wasser weit effektiver als heutige Elektrolyseure in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

5G-Pilotprojekte sollen Landleben in Sachsen schöner machen

7 Millionen Euro für 5G-Labor Dresden, Testfelder starten im Freistaat Dresden/Köllitsch, 21. August 2019. Um die Landflucht der Jugend zu stoppen, das Leben auf dem Dorfe wieder attraktiver zu machen, aber auch neue Technologien und Gründer aufs Land zu locken, rückt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bis 2022 deutschlandweit rund 60 Millionen Euro für die Digitalisierung und Modernisierung in der Landwirtschaft heraus, davon rund zehn Millionen für Sachsen. Denn die ersten beiden der bundesweit 14 „digitalen Test- und Experimentierfelder“ starten am 1. September im Freistaat: Beim „Landnetz“ (7,6 Millionen Euro) hat die TU Dresden die Koordination übernommen. Für das Projekt „Express“ (2,8 Millionen Euro) ist die Uni Leipzig zuständig. Parallel dazu haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer CDU) dem 5G Lab Germany der TU Dresden sieben Millionen Euro für ein „5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz“ zugesagt. Die Bundes-Experimentalfelder und das Lausitz-Projekt werden verzahnt sein.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Mint Dresden will Algen-Fabrik neben der Schwarzen Pumpe bauen

Drei Millionen Euro teure Anlage soll Massenproduktion von Speise-Algen in Sachsen anstoßen. Dresden/Schwarze Pumpe, 16. August 2019. Um die Massenproduktion umweltverträglicher Speisen in Sachsen anzukurbeln, will Gunnar Mühlstädt in der Lausitz für drei Millionen Euro eine Algen-Fabrik bauen. Auserkoren hat der Chef des jungen Dresdner Ingenieur-Unternehmens „Mint“ dafür den Industriepark „Schwarze Pumpe“ gleich neben dem gleichnamigen Kraftwerk. Entstehen soll dort als Herzstück ein 2500 Quadratmeter großes Gewächshaus, kündigte der Mint-Geschäftsführer heute auf Oiger-Anfrage an.