Alle Artikel mit dem Schlagwort: Krieg

Containerschiff. Foto: Thomas_G, Pixabay https://pixabay.com/de/users/thomas_g-7083/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=56569

24 Containerschiffe vor Deutschland im Stau

IfW Kiel: Handel schrumpft stärker, als es die offiziellen Statistiken zeigen Kiel, 7. August 2022. Der Welthandel ist im Juni 2022 um 1,7 Prozent geschrumpft. In Deutschland und China lagen die Exportrückgänge sogar fast doppelt so hoch, nämlich bei 3,2 Prozent. Der russische Außenhandel schrumpft dagegen nur unterdurchschnittlich: Dem vom Westen sanktionierten Land gelingt es augenscheinlich immer besser, seine Im- und Exporte auf Asien zu verlagern. Das geht aus Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel hervor.

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt

Ifo korrigiert Wachstumsprognose auf 2,5 Prozent herunter

Ukraine-Krieg, Inflation und gestörte Lieferketten bremsen Konjunktur weiter aus München, 15. Juni 2022. Die Ifo-Ökonomen haben den Post-Corona-Aufschwung für Deutschland erneut verschoben und ihre Wirtschaftsprognosen für 2022 noch einmal nach unten korrigiert: Statt um 3,1 Prozent, wie noch im März 2022 prophezeit, wächst demnach das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr nur um 2,5 Prozent. Das geht aus einer Mitteilung des Ifo-Instituts aus München hervor.

Produktion im VW-Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

VW Zwickau kehrt in 3-Schicht-Betrieb zurück

Nachschubprobleme aus Ukraine hatten die Elektroauto-Produktion ausgebremst Zwickau, 13. Juni 2022. Volkswagen hat die Probleme mit fehlenden Kabelbäumen aus der Ukraine und andere Lieferketten-Störungen nun anscheinend wieder besser im Griff als unmittelbar nach dem russischen Angriff. Der Konzern geht daher in seiner Elektroauto-Großfabrik in Zwickau wieder zum Drei-Schicht-Betrieb zurück. Das hat VW heute mitgeteilt.

Blick in ein Spiegelkabinett im binären Matrix-Stil im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt digital Binärcode

Bitkom fordert Cyber-Nato

Verbandspräsident: „Kriege der Zukunft werden hybrid geführt“ Berlin, 19. April 2022. Kriege werden künftig nicht mehr allein durch Panzer, Düsenjäger, Raketen und Infanterie-Divisionen entschieden, sondern in wachsendem Maße parallel auch in der virtuellen Welt ausgefochten. Das geht aus einer Einschätzung des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ hervor.

Hubschrauber-Oberst Kilgore (Robert Duvall) liebt den Geruch von Napalm am Morgen. Szenenfoto aus: Apocalypse now, Studiocanal

Krieg – der „Vater aller Dinge“

In ihrem jüngsten Buch analysiert die kanadisch-britische Historikerin Margaret MacMillan „Wie Konflikte die Menschheit prägten“ „Der Krieg bleibt, was er immer war: eines der größten Mysterien der Menschheit.“ Diesen Satz hatte die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch in ihrem Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ geprägt. 2015 bekam sie den Nobelpreis für Literatur. Die kanadisch-britische Historikerin Margaret MacMillan hat diese Sentenz aufgegriffen und ihrem eigenen Buch „Krieg. Wie Konflikte die Menschheit prägten“ vorangestellt.

Die bisher größte Videoschlacht tobte 14 Stunden lang im virtuellen Kosmos von "Eve Online". Bildschirmfoto: Andreas Jones/Razorien

Weltwelt größte virtuelle Schlacht in Eve Online geschlagen

8825 Spieler zerstören 6746 Raumschiffe und vernichten dabei Ressourcen für 18.712 US-Dollar Reykjavík, 29. Oktober 2020. Die weltweit größte Schlacht in virtuellen Welten hatte 8825 Kombattanten und tobte 14 Stunden lang in der Weltraum-Simulation „Eve Online“. Diesen neuen Guinness-Weltrekord hat heute der Eve-Betreiber „CCP Games“ in der isländischen Hauptstadt Reykjavík bekannt gegeben. In der Schlacht „Aufruhr bei FWST-8“ kämpften demnach zwei große Spieler-Allianzen um die territoriale Vorherrschaft in einem Sektor des Videospiel-Kosmos.

Entwurf zum Detailabschnitt "Tod des Generals Kraußhaar" für das Dresdner Panorama "Erstürmung von St. Privat am 18. August 1870" von Louis Braun. Repro (hw) aus: Ausstellungskatalog „Krieg. Macht. Nation, Sandstein-Verlag

Das Virtual-Reality-Kino der Kaiserzeit

1883 sorgte in Dresden das Rundbild „Die Erstürmung von St. Privat“ für Furore Dresden, 24. August 2020: Raffinierte 360-Grad-Panoramen mit 3D-Effekten sind keine Erfindung des Digitalzeitalters: Schon zu Kaiser Zeiten erfreuten sich Rundgemälde, auf denen Schlachten gezeigt wurden, großer Beliebtheit. Ein reichliches Jahrzehnt nach der Reichsgründung sorgte beispielsweise in Dresden ein Schlachten-Panorama, das ganz besonders den sächsischen Beitrag zum deutsch-französischen Krieg heraussstreichen sollte, für Furore.

„Ritter der Revolution“, Arad, Rumänien, Dezember 1989, Foto: Mirko Krizanovic, F.A.Z., aus der Ausstellung "1989 Zeitenwende", SLPB

Der Umbruch 1989 im Foto-Fokus

Online-Ausstellung über die Zeitenwende im Ostblock in Aufnahmen des FAZ-Fotografen Mirko Krizanovic Dresden, 28. April 2020. Unter dem Titel „1989 Zeitenwende: Zwischen Friedlicher Revolution und Gewalt“ hat die sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLPB) heute in Dresden eine Fotoausstellung über die Umbrüche vor drei Jahrzehnten eröffnet – wegen der corona-Pandemie allerdings „nur“ als Internet-Schau. Die Exposition fokussiert sich darauf, wie unterschiedlich – mal gewaltlos und mal gewaltsam – der Zusammenbruch des Ostblocks und der kommunistischen Regime in der DDR, in Tschechien, Jugoslawien, Rumänien und anderen Ländern verlaufen ist. Zu sehen sind unter der Adresse slpb.de/zeitenwende insgesamt 43 zeitgenössische Aufnahmen des FAZ-Fotografen Mirko Krizanovic, die die Momente dieser Zeitenwende dokumentieren. Die Texte dazu hat der Dresdner Historiker Tim Buchen verfasst.

Coppola veröffentlicht finalen Schnitt von „Apocalypse now“

Meisterwerk in aufgebesserter Bildqualität und neuer Fassung fürs Heimkino erschienen 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung ist der Antikriegsfilm „Apocalypse now“ nun in einer neuen Fassung in aufgebesserter Qualität fürs Heimkino erschienen. Francis Ford Coppola hat sich dafür noch einmal an den Schnitt-Tisch gesetzt und einen 182 Minuten langen „Final Cut“ produziert, der einst eingegangene Kompromisse rückgängig macht.

Michael Lüders: "Die den Sturm ernten". Cover: Verlag C. H. Beck /Geviert, Christian Otto

„Die den Sturm ernten“: Buch über Großmacht-Ränke im Syrienkrieg

Nahost-Korrespondent beleuchtet die komplexen Hintergründe eines Stellvertreter-Konflikts – und kritisiert vor allem die USA als Chaos-Säer Der Westen, vor allem aber die Briten und die US-Amerikaner haben eine lange Tradition darin, Regierungen im Nahen Osten zu stabilisieren und zu stürzen. Eben dies habe die USA im Falle Syriens auch zu tun versucht – mit verheerenden Folgen für die ganze Region und letztlich auch Europa, schreibt der Journalist und Autor Michael Lüders in seinem Buch „Die den Sturm ernten – Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“. Dadurch seinen letztlich Tausende Menschen umgekommen, Millionen obdachlos geworden und starke Flüchtlingsströme gen EU ausgelöst worden.

EIn Historienspektakel gibt es am Wochenende beim Sturm der Schweden auf die Festung Königstein. Foto: Festung Königstein GmbH

Die Schweden kommen

Oigers Wochenendtipp: Festungsspiele auf dem Königstein Königstein, 27. Mai 2016. Die Schweden kommen! Mit diesem alle Verteidigungskräfte alarmierenden Ruf lockt die Besatzung der Festung Königstein im sächsischen Elbsandstein-Gebirge am Wochenende alle auf ein historisches Spektakel neugierigen Besucher. Über 300 Akteure in Uniformen und Kostümen eilen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen herbei. Sie werden nachstellen, was im Jahre 1639 mit der Festung Königstein in Wahrheit n i c h t geschah: dass nämlich die Schweden angeblich den Königstein nach erbitterter sächsischer Gegenwehr eroberten.

Netzseiten wie die von David Dees illustrieren krude verschwörungsideologien in knalligen Farben: Merkel als Marionette der Zionisten und Flüchtlinge, die blonde Mädchen vergewaltigen - und alles gehört zu einem großen Genozid-Plan gegen die Europäer. Abb.: Screenshots von ddees.com

Von Aliens, Flüchtlingen und falschen Flaggen

In Umbruchzeiten blühen Verschwörungstheorien besonders wild Kassel, 26. April 2016. Das Netz ist voll von Verschwörungs-Erzählungen und sie finden derzeit besonders viel Nahrung. Beispiele, die vor allem in rechtspopulistischen Facebook-Gruppen jetzt (wieder) die Runde machen und besonders dem Konzept der Aktionen „unter falscher Flagge“ frönen: – Die CIA und nicht Al Kaida hat am 11. September 2001 jene Flugzeuge gesteuert, die das World Trade Center in New York zerstörten. Natürlich um der Bush-Administration einen Vorwand für den Afghanistan- und den Irak-Krieg zu liefern.

Im Polit-Thriller "Februar" von Francis Mohr eskalieren politische Grabenkämpfe in Dresden zu Terror und Gewalt. Fotos & Montage: hw, Coverfoto: Dresdner Buchverlag

Politkrimi „Februar“: Dresden versinkt in Gewaltexzessen

Francis Mohrs Roman über Wege in die Eskalation Was passiert, wenn in einer Stadtgesellschaft der Grundkonsens zerbröselt, selbst tiefe Konflikte gewaltfrei zu lösen? Wenn harter Streit erst zu Steinen, dann zu Brandsätzen und purer Terrorlust gerinnt? Eine Frage, die angesichts der jüngsten Ausschreitungen gegen Asylbewerber in Dresden und Heidenau aktueller denn je ist. Der in Leipzig geborene und in Dresden lebende Autor Francis Mohr hat sie seinem neuen Krimi „Februar“ durchgespielt. Und wie es der Titel schon andeutet, zieht er seine spannende und politisch ambitionierte Geschichte am Grundtrauma seiner selbstverliebten-geliebten Wahlheimat Dresden auf: Kurz vor einem der Gedenktage an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar eskalieren bei ihm politische Lagerkämpfe zu einer beispiellosen Spirale der Gewalt. Schließlich greift sogar das Militär ein, weil die Polizei vor Ort angesichts des mörderischen Terrors von Ultralinken und -Rechten hoffnungslos überfordert ist.

Zu Manga- und Videoprojektionen auf der Fassade des Japanischen Palais' am Elbufer in Dresden interpretierten die Dresdner Sinfoniker die atomare Zerstörung von Hiroshima vor 70 Jahren musikalisch. Foto: Heiko Weckbrodt

Kakofonie des Atomkrieges am Elbufer

Barfuß durch Hiroshima: Dresdner Sinfoniker inszenierten expressives Projektionskonzert in Dresden Dresden, 6. August 2015. Mit einem expressiven multimedialen Konzert am Elbufer in Dresden haben heute Abend die Dresdner Sinfoniker des Atombomben-Abwurfs auf Hiroshima am 6. August 1945, also vor genau 70 Jahren, gedacht. Während ihrer 70-minütigen Performance projizierten sie Videoadaptionen und Auszüge aus dem Manga „Barfuß durch Hiroshima“ auf die Fassade des Japanischen Palais und interpretierten die Katastrophe musikalisch.

Marga Si. Foto: Kundschafter Filmproduktion GmbH

Verliebt. Verlobt. Verloren: Liebe in Zeiten des Kalten Krieges

Anrührender Dokfilm über ostdeutsch-nordkoreanische Paare, die ein politischer Schnitt für immer getrennt hat Für die einen im Osten, in der DDR-Schule, waren sie die Kinder, die „komisch aussehen“, die man dauernd als „Schlitzaugen“ hänselte. Für die anderen, im Westen, war sie „die Bösen“, die Abgesandten des fundamental-kommunistischen Nordkoreas Kim Il Sungs. Auf beiden Seiten von Grenze und Stacheldraht war es für sie alles andere als einfach, in der prä-globalisierten deutsch-deutschen Gesellschaft der 1950er und 1960er Jahre Anerkennung zu finden. Die Rede ist von Kindern aus nordkoreanisch-ostdeutschen Verbindungen, die in einem kurzlebigen Sonderprogramm der DDR wurzelten. In dem berührenden Dok-Film „Verliebt. Verlobt. Verloren“, der ab heute in den Kinos zu sehen ist, ist die südkoreanische Regisseurin Sung-Hyung Cho diesem fast vergessenen Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte nachgegangen.