Alle Artikel mit dem Schlagwort: Krebs

Dr. Natalia Mayordomo Herranz leitet am Helmholtz-Institut für Ressourcenökologie (HIF) in Freiberg die neue Tecrad-Forschungsgruppe. Foto: HZDR

Wie strahlendes Technetium in die Umwelt sickert

Helmholtz-Chemikerin gründet neue Forschungsgruppe Dresden, 18. September 2022. Nicht nur durch Atomreaktoren, sondern auch ganz gezielt für medizinische Zwecke erzeugt der Mensch fortwährend radioaktives Technetium-99. Denn mit bestimmten Versionen dieses Isotops lassen sich sehr gut Tumore im menschlichen Körper aufspüren. Weil Ärzte dieses eher schwach strahlende Mittel ihren Patienten geben, gelangt es dann eben auch auf natürlichen Wege in kleinen Mengen in die Umwelt. Welche Wege das Technetium dabei nimmt und wie es sich auffangen lässt, will nun eine neue Nachwuchsgruppe um Dr. Natalia Mayordomo Herranz im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) erforschen. Das Bundesforschungsministerium fördert den Aufbau und die wissenschaftliche Arbeit dieser neuen „Tecrad“-Gruppe bis 2027 bis 1,87 Millionen Euro, hat das HZDR mitgeteilt.

So sieht der Neubau für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) nach der Aufstockung um ein drittes Obergeschoss aus. Foto: Frank Blümler für das NCT/UCC, einmalige Nutzung

Mehr Raum für Krebsforschung in Dresden

  Tumorzentrum NCT ausgebaut, neue Assistenzsysteme und Bildgebung für Krebs-OPs im Fokus Dresden, 14. September 2022. Das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden“ (NCT) hat seine Forschungskapazitäten auf dem Uniklinik-Campus in Dresden ausgebaut: In einem neuen, dritten Obergeschoss können Informatiker, Mediziner, Ingenieure und andere Experten nun auf 980 Quadratmetern intelligente Assistenzsysteme für die Krebschirurgie sowie neue Bildgebungsverfahren entwickeln. Das geht aus einer NCT-Mitteilung hervor.

CUP-Chef Dirk Freitag-Stechl hat seine Labore in Radeberg ausgebaut. Foto: Heiko Weckbrodt

CUP hat Radiopharmaka-Labore in Radeberg ausgebaut

Nachfrage für strahlende Hilfe im Kampf gegen Krebs steigt Radeberg, 6. September 2022. Weil die Nachfrage für strahlende Medizin gegen Krebs und andere Radiopharmaka stark steigt, hat Dirk Freitag-Stechl seine CUP-Laboratorien in Radeberg erneut ausgebaut: Für 4,4 Millionen Euro sind am Stadtrand Labore, Büros und Reinräume entstanden. In dem neuen Komplex untersucht das Unternehmen derartige Präparate unter kontrollierten Bedingungen im Kundenauftrag auf deren richtige Zusammensetzung und Sterilität.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Protonenkanone gegen Krebs bekommt „Echtzeit-Auge“

Oncoray Dresden will mit Partnern aus Belgien und Schweden im „Protonart“-Verbund die Teilchentherapie präziser machen Dresden, 27. Juni 2022. Um besonders heimtückische, tiefsitzende Tumore im Gehirn oder im Bauch zu bekämpfen, setzen Mediziner gerne Protonenstrahlen ein – wenn sie einen der noch recht teuren Protonenbeschleuniger zur Hand haben: Anders als Röntgen- oder Gammastrahlen setzen nämlich diese auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigten Kernteilchen ihre Energie ziemlich genau im Krebsgeschwür frei, ohne das gesunde Gewerbe dahinter mit zu zerstören. Mediziner und Physiker aus Sachsen, Schweden und Belgien haben nun mit „Protonart“ ein Konsortium gegründet, das die Protonentherapie echtzeitfähig und auf eine Stufe heben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Dresdner Strahlenforschungszentrums „Oncoray“ und der TU Dresden hervor.

Die Nanokugeln aus Eisenoxiden (links unten) werden zunächst mit silizium-organischen Haft-Molekülen beschichtet (links oben), die dann mit den Krebsmedikamenten beladen werden (rechts oben). Wenn sie in eine leicht säuerliche Umgebung mit dem pH-Wert 5,5 gelangen, wie sie für Krebszellen (rechts unten) typisch sind, setzen sie das Medikament frei. Grafik: Heiko Weckbrodt

Magnet-Nanokugeln sollen beim Kampf gegen Lungenkrebs helfen

Forscher aus Sachsen und Indien schleusen mit selbstorganisierenden Nanokugeln Krebsmedikamente zielgenauer zum Tumor Chemnitz/Kolhapur, 25. April 2024. Magnetische Nanoteilchen, die sich selbst organisieren, können die Wirkung von Krebsmedikamenten verbessern. Das haben Halbleiterphysiker und Nanotechnologen der TU Chemnitz und der indischen Shivaji University aus Kolhapur nachgewiesen. Diese Entdeckung ist auf große Resonanz gestoßen, teilte die Chemnitzer Uni mit: Der entsprechende Fachartikel gehöre zu den international meistgelesenen Beiträgen in seiner Sparte.

Dr. Annekatrin Seidlitz. Foto: Hochschulmedizin Dresden

Neue Therapieansätze gegen Hirnkrebs

Dresdner Mediziner schärfen mit MRT, PET und radioaktiver Aminosäure ihr Strahlenskalpell gegen Glioblastome Dresden, 22. Februar 2022. Eine Kombination aus Magnetresonanztomografie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomografie (PET) für die bildgebende Analyse mit und einer erhöhten Dosis bei der Strahlentherapie kann die Behandlungschancen von Hirnkrebs-Patienten womöglich verbessern. Das geht aus einer Untersuchung der Dresdner Studienärztin Dr. Annekatrin Seidlitz von der Uniklinik Dresden hervor, die nun dafür den mit 1000 Euro dotierten „Carl-Gustav-Carus-Förderpreis“ von der „Stiftung Hochschulmedizin Dresden“ bekommen hat.

Knochenmetastasen in einer eingefärbten Röntgen-Aufnahme. Abb.: Annett Ludewig für das Bonelab Dresden,

8 Millionen für Forschung an Knochenkrebs

Konsortium unter Leitung der Uniklinik Dresden untersucht Entstehung und Behandlung von Knochen-Metastasen Dresden, 22. Dezember 2021. Damit sie weiter die Entstehung und Behandlung von Knochen-Metastasen erforschen können, bekommen die Männer und Frauen vom Verbund „µBone“ noch einmal acht Millionen Euro von der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG). Das hat das federführende Uniklinikum Dresden mitgeteilt.

Im Labor untersuchen Wissenschaftler die Wirksamkeit verschiedener Substanzen an 3D-Zellkulturen. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Mit Molekularkleber gegen Darmkrebs

Dresdner Forscher wollen mit neuem Wirkstoff den Tumor für die körpereigene Müllfabrik reif machen Dresden, 22. Juli 2021. Mit molekularen Klebstoff wollen Wissenschaftler aus Dresden und Heidelberg künftig Darmkrebs bekämpfen. Der neue Wirkstoff sorgt anscheinend dafür, dass krebsfördernde Proteine in der körpereigenen Eiweiß-Müllentsorgung landen. Konkret wollen die Forscher damit den Proteinkomplex „Cyclin K/CDK12“ ausschalten, der für einige besonders aggressive Darmkrebsformen mitverantwortlich ist. Das geht aus einer Mitteilung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden und Uniklinik-Krebszentrums (NCT/UCC) hervor.

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

TU Dresden will Top-Chirurgen als digitale Zwillinge klonen

Künstliche Intelligenz soll helfen, tödliche Komplikationen bei und nach Operationen zu mindern Dresden, 18. Juni 2021. Digitale Zwillinge von Spitzenchirurgen sollen künftig weniger erfahrenen Operateuren bei komplizierten Eingriffen beistehen. Ein Team um Prof. Stefanie Speidel von der TU Dresden bereitet auf diese Aufgabe nun „Künstliche Intelligenzen“ (KI) vor und lernt sie dafür an.

Depression, Trauer, Wolken, Gewitter. Grafik: Heiko Weckbrodt

Unheilbar Krebskranke brauchen beizeiten palliative Hilfe

Laut einer Studie der Uni Leipzig ist der seelische Leidensdruck schon kurz nach der Diagnose bei vielen Patienten groß Leipzig, 27. März 2021. Unheilbar an Krebs Erkrankte benötigen schon kurz nach der Diagnose auch professionelle seelische Hilfe, sprich: palliative Unterstützung. Das hat eine Studie ergeben, die das „Universitäre Krebszentrum Leipzig“ (UCCL) und weitere Institute nun in der Fachzeitschrift „The Oncologist“ publiziert haben. „Die Beobachtungen an 20 Behandlungszentren in ganz Deutschland zeigen, dass die Betroffenen von Beginn an körperlich sowie seelisch stark belastet sind“, heißt es in einer Mitteilung der Uni Leipzig.

Prof. Julia Hauer leitet die "Trio"-Studie und erforscht dabei genetische Veränderungen, die eine wichtige Rolle bei Krebserkrankungen im Kindesalter spielen. Foto: Stephan Wiegand für die TU Dresden

Erbgut-Analyse soll bei Therapie krebskranker Kindern helfen

Dresdner Onkologin will mit „Trio-Studie“ Behandlung und Vorsorge verbessern Dresden, 4. Februar 2021. Um krebskranke Kinder individueller behandeln zu können und die Spätfolgen der Tumore und der Therapien zu verringern, suchen Dresdner Onkologinnen und Onkologen in einer „Trio“-Studie nun nach versteckten Krebs-Indizien im Erbgut der Kinder. Das geht aus einer Mitteilung des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT) hervor.

In der interdisziplinären Tagesklinik am NCT/UCC Dresden profitieren Patienten von hellen Räumlichkeiten und der direkten Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Mehr Therapieplätze für Krebspatienten im Tumorzentrum Dresden

Erweiterte Tagesklinik im NCT-Neubau eröffnet Dresden, 19. Januar 2021. Für Krebspatienten in Dresden gibt es nun mehr Therapie-Plätze: Interdisziplinäre Forscherteams können sich in der neuen Tagesklinik im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden “ (NCT) nun um bis zu 56 Kranke kümmern statt für nur 32 wie in der alten Klinik. Das hat das NCT heute mitgeteilt.

Darmkrebszellen mit PD-L1 Protein (grün) auf der Oberfläche, sichtbar gemacht mittels Immunfärbung, sowie Erbgut-Molekülen (blau). Das Tarnmolekül PD-L1 bremst wichtige Immunzellen aus und wird von vielen Krebszellen vermehrt gebildet. Mikroskopbild: Mirko Theis für das NCT/UCC Dresden

Gen-Schalter hetzt Immunsystem gegen Tumore auf

Forscher aus Dresden halten neue Krebstherapie für möglich Dresden, 20. November 2020. Krebs segelt im menschlichen Körper oft unter falscher Flagge: Entartete Zellen maskieren sich mit bestimmte Tarnmolekülen, um das natürliche Immunsystem vom Kampf gegen einen wachsenden Tumor abzuhalten. Forscherinnen und Forscher aus Dresden haben nun im menschlichen Erbgut eine Art Schalter gefunden, der dem Krebs diese Maske herunterreißt und das Immunsystem wieder in Stellung bringt. Daraus lässt sich womöglich eine neue und universelle Immuntherapie gegen verschiedene Krebsarten entwickeln – auch wenn bis dahin noch ein weiter Weg zurückzulegen ist, schätzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und Uni-Crebscentrum“ (NCT/UCC) in Dresden ein.