Alle Artikel mit dem Schlagwort: Krebs

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Krebsforscher richten Außenstelle in Dresden ein

Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums entsteht auf Uniklinik-Campus Dresden, 25. Juli 2019. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) richtet in Dresden eine Außenstelle ein. Das hat das Universitätsklinikum Dresden (UKD) mitgeteilt. Die Einrichtung werde auf dem „Onkologischen Campus“ der Hochschulmedizin Dresden entstehen. Eine entsprechende Vereinbarung vollen dere sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Michael Baumann am 29. Juli in Dresden vorstellen.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Wenige „bösen“ Zellen reichen, damit der Krebs wuchert

Mathematiker vo HTW und TU Dresden entwickeln Modell für Frühphase von Tumoren Dresden, 13. Januar 2019. Um Krebs wirksam eindämmen und bekämpfen zu können, brauchen die Mediziner vor allem eines: Zeit. Je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso höher sind in aller Regel die Überlebenschancen für den Patienten. Mathematiker der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) haben nun Rechenmodelle entwickelt, um die Frühphase eine Tumors beizeiten erkennen und analysieren zu können.

Die an einem Kopf-Hals-Tumor erkrankte Dresdner Künstlerin Elke Heber wird mit einer individualisierten Strahlentherapie behandelt, die langfristige Nebenwirkungen der Therapie reduzieren soll. V.l.n.r. Elke Heber und Prof. Mechthild Krause, Geschäftsführende Direktorin am NCT/UCC Dresden und Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden. Foto: TU Dresden/Stephan Wiegand

Krebsstudie startet: Weniger Strahlen = weniger Nebenwirkungen?

Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren können mitmachen Dresden/Heidelberg, 12. Dezember 2018. Humane Papillomviren (HPV) haben bei der Dresdner Künstlerin Elke Heber Krebs ausgelöst: einen Mund-Rachen-Tumor, der oft von Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden beziehungsweise gestörte Geruchs- und Geschmackssinne als Nebenwirkungen begleitet ist. Sie ist nun die erste Patientin in einer gemeinsamen Studie der Dresdner und Heidelberger Ärzte im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT).

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Protonenanlage Dresden zahlt sich medizinisch aus

Mediziner, Physiker und Ingenieure in Dresden nutzen seit Ende 2014 ein hochenergetisches Skalpell gegen besonders heimtückische Tumore – nun ziehen sie eine erste Zwischenbilanz Dresden, 29. November 2018. Der fast 100 Millionen Euro teure Protonentherapie-Komplex für den Kampf gegen Krebs zahlt sich für Mediziner, Forscher und vor allem für die Patienten zunehmend aus. Das hat Professor Wolfgang Enghardt eingeschätzt, der im „Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – Oncoray“ in Dresden die Sektion Physik leitet.

Je nachdem, ob sie gesund oder krebsversucht sind, haben Blutkörperchen unterschiedliche mechanische Eigenschaften. Das junge Unternehmen Zellmechanik Dresden hat ein Verfahren entwickelt, um so schnell Blutproben zu analysieren. Beim Investorenkongress in Dresden warb die Firma um Risikokapital. Abb.: Aruschan Schambulatowa, Wikipedia, CC3-Lizenz

Gründerpreis für Zellmechanik Dresden

KfW-Bankgruppe zeichnet Landessieger aus Dresden/Frankfurt am Main, 8. Oktober 2018. Die KfW-Bankengruppe hat die „Zellmechanik Dresden“ mit einem Gründerpreis ausgezeichnet, weil es Blutanalysen mit einem neuen Verfahren beschleunigt hat: Die Dresdner Uni-Ausgründung ist sächsischer Landessieger im Wettbewerb „KfW Award Gründen 2018“ geworden, teilte die Bankengruppe heute in Frankfurt am Main mit.

Prof. Dr. Lorenz Hofbauer ist Experte für Endokrinologie, Diabetes und Osteologie an der Uniklinik Dresden. Außerdem ist er Professor für Innere Medizin an der medizinischen Fakultät (MF) der TU Dresden. Foto: Stephan Wiegand, MF TU Dresden)

Mediziner erkunden Winterschlaf der Metastasen

Uniklinik und Medizinische TU-Fakultät Dresden leiten neues DFG-Programm „µBONE” Dresden, 17. Juli 2018. Patienten mit Brust- oder Prostata-Krebs erleiden oft Jahre nach der vermeintlichen Heilung plötzlich Knochen-Metastasen: Fast scheint es, als ob beide Krebsarten dazu neigen, Wucherzellen in eine Art Winterschlaf zu schicken, aus denen diese knochenzerstörenden Zellen dann irgendwann wieder aufwachen. Warum das so ist und was man dagegen tun kann, wollen Mediziner und Wissenschaftler nun in einem sechsjährigen Sonderforschungsprogramm „µBONE“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) herausbekommen. Prof. Lorenz Hofbauer von der Uniklinik Dresden leitet die Forschungen. Das teilte die Medizinische Fakultät der TU Dresden mit.

Mittels moderner Genanalysen entdeckten NCT-Wissenschaftler aus Dresden und Heidelberg eine Besonderheit im genetischen Code von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Foto: NCT / Philip Benjamin

Heilansatz für seltene Form von Bauchspeicheldrüsen-Krebs

Genetiker und Ärzte aus Dresden und Heidelberg sehen Therapiechancen bei Gen-Fusionen Dresden/Heidelberg, 6. Juni 2018. Tumorforscher aus Dresden und Heidelberg haben Heilungsansätze für bestimmte Arten von Bauchspeicheldrüsen-Krebs (Pankreas) entdeckt. Das hat das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg nun mitgeteilt.

Prof. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik DresdenProf. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik Dresden

Sachsen würdigt Krebsforscher Ehninger

Stammzell-Experte geht – zumindest offiziell – in den Ruhestand Dresden, 28. April 2018. Als bedeutenden Krebsforscher, Arzt und gesellschaftlich engagierten Geist haben das Uniklinikum Dresden und die sächsische Staatsregierung den Mediziner Prof. Gerhard Ehninger bei dessen Abschied in den offiziellen Ruhestand gewürdigt. „Dass Sachsen heute auf dem Gebiet der Tumorforschung und –therapie im nationalen und internationalen Vergleich so gut dasteht, verdanken wir auch ausgewiesenen Fachleuten und Spitzenforschern wie Professor Ehninger“, betonte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Präzise Protonen im Kampf gegen Krebs

Mediziner können nun fast millimetergenau gegen Hirntumore vorgehen Dresden, 13. Juli 2017. Die Dresdner Protonentherapie-Anlage kann Krebspatienten nun mit weltweit einmaliger Präzision nahezu millimetergenau bestrahlen. Dadurch wird die Strahlentherapie für die Kranken schonender und zielgenauer als bisher. Das haben das Oncoray-Zentrum, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Dresden mitgeteilt, die die „Universitäts-Protonen-Therapie Dresden“ (UPTD) gemeinsam betreiben. Möglich machen dies verbesserte mathematische Modelle und neue Bildtechnik aus Heidelberg und Dresden. „Wir sind Pioniere auf diesem Gebiet“, betonte Dr. Christian Richter, der die verantwortliche Forschungsgruppe „Hochpräzisionsstrahlentherapie“ leitet.

Dr. Tanmaya Joshi aus Indien (links) arbeitet als Humboldt-Stipendiat für zwei Jahre am HZDR. Er forscht als Experte für metallkomplex-basierte Arzneimittel mit der Gruppe von Dr. Holger Stephan (Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung) an neuartigen Nanosystemen auf Ruthenium-Basis. Letztlich soll dies später einmal zu Medikamenten führen, die Krebspatienten viele schlimme Nebenwirkungen heute üblicher Chemotherapien ersparen sollen. Foto: HZDR, Detlev Müller

Mit Nanoteilchen gegen den Krebs

Warum der Humboldt-Stipendiat Dr. Tanmaya Joshi aus Indien zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf kam Dresden, 26. Juni 2017. Damit Ärzte künftig Krebs besser behandeln zu können, setzen der Humboldt-Stipendiat Dr. Tanmaya Joshi und der HZDR-Wissenschaftler Dr. Holger Stephan auf Medikamente mit Nanopartikeln. Diese sollen bösartige Krebszellen gezielt aufspüren und effektiv bekämpfen. Im Interview sprechen sie über das Potenzial der Nanomedizin, über ihre Zusammenarbeit am Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung und über das Leben in Dresden.

In dieser sogenannten Target-Kammer im Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen des HZDR trifft der Lichtstrahl des Hochleistungslasers auf den Elektronenstrahl des ELBE-Beschleunigers. Ziel ist die Erzeugung brillanter Röntgenstrahlung. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Rossendorfer und Israelis bauen Laserlabor

Kooperation zielt letztlich auf neue Krebstherapien und ultraschnelle Kameras Dresden, 26. April 2017. Um bessere Krebstherapien entwickeln und extrem schnelle biologische Vorgänge für das menschliche Auge sichtbar machen zu können, gründen Forscher aus Sachsen und dem Nahen Osten nun gemeinsam ein Laser-Labor im israelischen Rehovot. Das haben die Projektpartner, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das „Weizmann Institute of Science“ mitgeteilt. Der Fokus soll auf neuen Beschleunigungs-Technologien für Protonen, Elektronen und andere Elementarteilchen liegen.

Prof. Michael Baumann. Foto: Oncoray

Krebs-Experte Baumann wechselt von Dresden nach Heidelberg

Gründungsdirektor des Dresdner Universitäts-Krebs-Centrums geht zum Deutschen Krebsforschungszentrum Dresden/Heidelberg, 27. Februar 2017. Der Dresdner Krebstherapie-Experte Professor Michael Baumann verlässt das Uniklinikum Dresden und wird Vorstandsvorsitzender des „Deutschen Krebsforschungszentrums“ (DKFZ) in Heidelberg. Den Direktorenposten in der Strahlentherapie übernimmt daher Professor Mechthild Krause. Dies kündigte das Unklinikum Dresden am Rande eines Abschieds- Symposiums „Die Zukunft der Strahlentherapie“ für Baumann an.

Neuere biophysikalische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich gesunde Zellen verflüssigen, wenn Krebs zu wuchern beginnt, und dadurch Kanäle für Metastasen im Gewebe öffnen. Abb.: PoC

Künstliche Proteine könnten Krebs ausbremsen

Krebsphysik-Tagung an der Uni Leipzig Leipzig, 30. September 2016. Künstliche Proteine könnten die Ausbreitung von Krebszellen in Patienten bremsen. Diese Meinung vertritt der Biophysiker Prof. Josef Alfons Käs von der Universität Leipzig. „Die bionischen Moleküle erfüllen die Funktion des echten Proteins, werden aber von der Krebszelle im Gegensatz zu den natürlichen Proteinen nicht erkannt und dadurch auch von ihr nicht bekämpft“, erklärte der Wissenschaftler. Dadurch ergebe sich eine völlig neue Methode, die Ausbreitung von Krebszellen merklich zu bremsen.

Das Kunstwerk des Dresdner Künstlers Karl-Heinz Adler trägt den Namen „Strahlen“. Es ist seit kurzem an der Fassade des neuen Zentrums für Radiopharmazeutische Tumorforschung am HZDR angebracht. Werk: Karl-Heinz Adler, Repro: HZDR

Strahlende Kunst im Forschungszentrum Rossendorf

Dresden-Rossendorf, 28. Mai 2016. „Strahlen“ sollen Krebspatienten künftig schonender und besser helfen. Und genauso heißt auch ein Kunstwerk von Karl-Heinz Adler, das die sächsische Forschungsministerin Eva-Maria Stange (SPD) heute am „Tag des offenen Labors“ im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eingeweiht hat. Dort ziert das 125 Quadratmeter große Werk die Fassade des neuen „Zentrums für Radiopharmazeutische Tumorforschung“.

Biene auf einem Blütenzweig eines Manuka-Baums in Neuseeland. Foto: Avenue, Wikipedia, GNU- und CC3-Lizenz

Manuka-Honig soll Magengeschwür-Bakterie töten

Dresdner TU-Professor Henle: Allgemeine Wundheilung ist inzwischen recht gut belegt – Wirkung im Magen ist denkbar, aber umstritten Dresden, 19. April 2016. Der neuseeländische Manuka-Honig kann äußerliche Wunden heilen und Bakterien abtöten. Dagegen konnten Biologen und Chemiker viele andere Wirkungen, die Manuka-Fans dem neuseeländischen Honig oft und gern zuschreiben, bisher nicht bestätigen. So fanden sich kaum echte Nachweise, dass Manuka-Honig im Darm, in Ohren und Nase oder im Magen antibakteriell wirke oder das menschliche Immunsystem generell stärke. Das hat Prof. Thomas Henle von der Lebensmittelchemie der TU Dresden heute in einem Exzellenz-Vortrag der Volkshochschule Dresden eingeschätzt.