Alle Artikel mit dem Schlagwort: KI

Dresden will sich als Standort für Künstliche Intelligenz (KI) profilieren. Da darf ein elektronisches Stadtarchiv nicht fehlen. Fotos und Montage: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer Dresden will dem Mittelstand KIs schmackhaft machen

Sachsen möchten im internationalen Megathema „Künstliche Intelligenz“ mitreden Dresden, 15. September 2020. Mangels eigener Internetkonzerne im Land setzt Sachsen bei seiner Aufholjagd in der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI) auf starke Forschungsinstitute und den Mittelstand. Damit diese beiden Pole besser voneinander profitieren, richtet das Fraunhofer-Teilinstitut für die „Entwicklung adaptiver Systeme“ (EAS) in Dresden am 16. und 17. September die „AI Innovation Days 2020“ aus.

Nvidia will mit der ARM-Übernahme seine Führungsposition beim KI-Chip-Entwurf - hier Jetson-Platine in einem Isaal-Roboter - weiter ausbauen. Abb.: Nvidia

Nvidia kauft ARM-Prozessorschmiede

Mit dem Milliarden-Geschäft will der Grafikchip-Konzern seine Spitzenposition in der KI-Elektronik ausbauen Cambridge/Santa Clara, 14. September 2020. Das ist ein Paukenschlag für die globale Mikroelektronik-Branche: Der kalifornische Grafikchip-Konzern Nvidia kauft die englische Smartphone-Prozessor-Firma „ARM“ aus Cambridge. Das haben Nvidia in Santa Clara und ARM in Cambridge nun angekündigt. Der bisherige Eigentümer Softbank bekommt dafür rund 33,5 Milliarden Dollar (28,2 Milliarden Euro), der größere Teil davon in Form von Nvidia-Aktien. Nvidia-Gründer Jensen Huang will damit nach eigenem Bekunden „das führende Unternehmen für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz schaffen“.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Forschergruppe will KI-Entscheidungen durchleuchten

Je mehr Künstliche Intelligenzen den Alltag dominieren, umso lauter wird der Ruf nach mehr Transparenz der Elektronenhirne. Chemnitz, 3. September 2020. Bisher kennen viele Deutsche „Künstliche Intelligenzen“ (KI) in der Praxis vor allem unter Namen wie Alexa oder Siri –als mehr oder minder nützliche sprachgesteuerte Assistentinnen. Auch bei Online-Einkäufen oder bei der Google-Suche agieren sie längst im Hintergrund. Doch was passiert, wenn KIs nicht mehr nur Helfer sind, sondern sie – wie etwa in China – über unsere Kreditwürdigkeit, unsere Versicherungsbeiträge oder die Erziehung der Kinder zu befinden beginnen? In Forschung und Wirtschaft ist längst eine Diskussion darüber entbrannt, wie Menschen die KI-Entscheidungen im Nachhinein durchschaubar machen kann. Eine neue KI-Nachwuchsforschergruppe „Schnelle Algorithmen für transparente Empfehlungssysteme“ (SAlE) an der TU Chemnitz wird sich eben diesen Themen nun widmen. Die Mathematikerin Dr. Franziska Nestler hat dafür nun 1,6 Millionen Euro Förderung vom Bundesforschungsministerium bekommen, teilte die Uni mit.

Software-Ingenieur Christoph Leberecht, Geschäftsführer Dr. Joachim Haupt und Dr. Cheftechnologe Florian Kaiser von PharmAI in Macherpose. Foto: Kaethy Braun für PharmAI

KI aus Dresden entdeckt Nebeneffekte neuer Medikamente

TU-Ausgründung PharmAI setzt Künstliche Intelligenz ein, um Querverbindungen zu finden Dresden, 3. September 2020. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen neuer Krebsmedikamente und anderer Arzneien schneller als bisher eingrenzen. Das hat die TU-Ausgründung „PharmAI“ aus Dresden laut eigenen Angaben gemeinsam mit der Partnerfirma „2bind GmbH“ aus Regensburg nachgewiesen. Statt vieler Monate oder gar Jahre dauere die Suche nach solchen Querverbindungen mit der neuen Technologie nur noch etwa acht Wochen, teilte PharmAI mit.

Das Maskottchen von Xenon ist eine Roboterin. Zwar arbeitet das Dresdner Unternehmen nicht wirklich mit humanoiden Robotern, rechnet aber damit, das solche künstlichen Arbeitskollegen in vielen Fabriken Einzug halten werden. Visualisierung: Xenon

Jeder vierte junge Deutschen könnte sich in „Künstliche Intelligenz“ verlieben

Liaison mit einem Avatar oder Roboter vorstellbar Ingolstadt, 26. Juli 2020. Fast jeder vierte junge Deutsche (23,6 Prozent aller 16- bis 30 Jährigen) kann es sich vorstellen, sich in eine „Künstliche Intelligenz“ (KI) verlieben – etwa in Form eines Avatar oder Roboters, der individuell auf ihn oder sie angepasst wurde. Das hat eine Umfrage von Kaspersky Deutschland ergeben. Auch im Alltag und für den Umweltschutz sehen die jüngeren Deutschland Potenzial für ein „durch Künstliche Intelligenz optimiertes Leben“, hieß es von der Ingolstädter Tochter des russischen Sicherheitssoftware-Unternehmens.

Der KI-Beschleuniger "Ania". Foto: Imec

Dezentrale Intelligenz: Imec und Glofo entwickeln KI-Beschleuniger “Ania”

Schlaumacher-Turbo für Maschinen: Belgier und Sachsen entwerfen sparsamen Edge-AI-Chip Dresden, 8. Juli 2020. Damit autonom fahrende Autos, Roboter und Smartphones in Zukunft ihre Umgebung besser „verstehen“ lernen, hat das belgische Mikroelektronik-Forschungszentrum „Imec“ einen besonders energiesparsamen Chip für „künstliche Intelligenz“ (KI) entworfen. Um diesen „Ania“ genannten KI-Beschleuniger zu bauen, haben die Belgier die „FDX“-Halbleitertechnologien von Globalfoundries Dresden genutzt. Das haben das Imec und Globalfoundries am Mittwochabend bekannt gegeben.

Die Scads-Forscher wollen den Supercomputer-Komplex der TU Dresden nutzen, um neue KI-Technologien zu entwickeln. Foto: Robert Gommlich für die TUD

TU Dresden rüstet Supercomputer für sechs Millionen Euro auf

Mehr Rechenkraft für Datenanalysten und künstliche Intelligenzen Dresden, 18. Mai 2020. Spezialisten der TU Dresden haben den Hochleistungsrechner der Universität in den vergangenen zwei Monaten für vier Millionen Euro ausgebaut. Hinzu kommen bald weitere Komponenten für rund zwei Millionen Euro. Das hat Prof. Wolfgang Nagel mitgeteilt, der das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden leitet. Weitere Ausbauschritte seien für 2021 geplant.

Für die Fabrik der Zukunft werden KIs, cyberphysikalische Systeme und neuartige Mensch-Maschine-Schnittstellen gebraucht, wie sie das Fraunhofer CPS in Dresden entwickeln will. Foto: Fraunhofer IWU

Fraunhofer gründet neues Zentrum CPS in Dresden: KI ab in die Produktion!

Lernende und sparsame Fabriken sollen Weg der Industrie zurück in die Städte ebnen Dresden, 2. Dezember 2019. Fraunhofer hat am Montag ein neues Forschungszentrum für Cognitive Produktionssysteme (CPS) in Dresden gegründet. Die Forscher wollen dort mit Hilfe von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) digitale Technologien für die Fabriken der Zukunft entwickeln. „Als Zielgruppe sehen wir vor allem den Mittelstand“, kündigte Prof. Steffen Ihlenfeldt von der TU Dresden an, der das neue Fraunhofer-Zentrum leitet.

Uwe Gäbler leitet bei Infineon Dresden das neue entwicklungszentrum für KI und Automobilelektronik. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden wächst

Chef Uwe Gäbler hat KI, Autoelektronik und Chipdesign im Fokus Dresden, 29. November 2019. Im neuen Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden Infineon wollen sich die Ingenieure und Wissenschaftler nicht nur auf neue Automobilelektronik und Chipdesign konzentrieren, sondern auch auf dezentrale „Künstliche Intelligenz“ (KI) für Sensorchips und andere digitale Systeme. Das hat deren Chef Uwe Gäbler angekündigt. „Da geht es zum Beispiel um die Objekterkennung per Radar“, erklärte er.

Automatisierte Maschinenbeladung mit schienengebundenen Robotern in einer Infineon-Fabrik. Foto: Fabmatics

Sachsen will Künstliche Intelligenz für die Maschinenwelt liefern

„hub:disrupt“-Konferenz in Dresden: Sächsische Ingenieure wollen mit schlauen Sensoren in die KI-Elite vorstoßen Dresden, 28. November 2019. Der Trendtechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI) jagen weltweit viele Konzerne und Regierungen nach. Auch Sachsen will in dieser Disziplin künftig in der ersten Liga spielen – und das ist durch eine Spezialisierung auf mobile, stromsparende und eher industrienahe Lösungen auch durchaus möglich. Das haben KI-Experten auf der Konferenz „hub:disrupt – Künstliche Intelligenz konkret“ bei Infineon Dresden eingeschätzt.

Die Scads-Forscher wollen den Supercomputer-Komplex der TU Dresden nutzen, um neue KI-Technologien zu entwickeln. Foto: Robert Gommlich für die TUD

Sachsen baut Datenanalyse-Zentrum aus

Neue KI-Technologien für Kampf gegen Krebs und Hacker im Fokus Dresden/Leipzig, 26. November 2019. Um Krebsgeschwüre rascher zu erkennen, Hacker-Angriffe geschmeidiger abzuwehren und aus Experimentaldatenfluten verborgenes Wissen zu schöpfen, wollen die Sachsen in Zukunft stärker „künstliche Intelligenzen“ (KI, englisch auch als AI abgekürzt) einspannen. Daher baut der Freistaat nun mit Bundeshilfe sein Datenanalyse-Zentrum in Dresden und Leipzig zu einem „Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence“ (ScaDS.AI) aus. Darauf hat die TU Dresden hingewiesen. Offizieller startet das Zentrum morgen.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Semron Dresden: Wir haben effizientesten KI-Chip der Welt

Sachsen stellen zur Semicon neue Konzepte für sparsame “Künstliche Intelligenz” und für neuronal “aufgeschlaute” Maschinen vor Dresden/München, 12. November 2019. Um Autos, Smartphones und Robotern mehr „künstliche Intelligenz“ (KI) beizubringen, ohne dass deren Stromhunger unbeherrschbar wird, setzen mehr und mehr Ingenieure und Forscher aus dem „Silicon Saxony“ auf das Vorbild „menschliches Gehirn“: Dieses natürliche Netzwerk aus rund 100 Milliarden Neuronen, die sich Informationen merken und genauso gut hochkomplexe Aufgaben kalkulieren können, verbraucht meist nur 20 bis 30 Watt. Zum Vergleich: Supercomputer verbrauchen heute etwa eine Million Mal so viel Energie – und versagen dennoch bei vielen Aufgaben, die selbst ein dreijähriges Kind spielend erledigt. Daher avancieren künstliche neuronale Netze und neuromorphe Chips derzeit auch zu einem wichtigen Trendthema in Sachsen. Einige Innovationen für solche neuronalen Technologien haben die Forscher aus dem Herzen des „Silicon Saxony“ heute zur Halbleitermesse „Semicon“ in München vorgestellt, darunter den – laut Entwickler-Angaben – „effizientesten KI-Chip der Welt“.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI schafft den Menschen nicht ab

Im Dresdner Simmel-Hochhaus feilen bei „AI4BD“ zwei Dutzend Spezialisten an digitalen Assistenten für den Mittelstand Dresden, 25. Oktober 2019 Als Standort für „Künstliche Intelligenz“ (KI) gewinnt Dresden weiter an Gewicht: Mit „AI4BD“ hat sich ein weiteres KI-Unternehmen mit einer Entwicklungs-Niederlassung in der sächsischen Landeshauptstadt angesiedelt. „Dresden ist ein wirtschaftlich interessanter Standort und mit der TU haben wir hier einen guten Partner für unsere Entwicklungsprojekte“, erklärte KI-Berater Fabian Kretschmann die Entscheidung der Schweizer Muttergesellschaft, ihre Forschungen im Herzen Sachsens zu konzentrieren. In jüngster Zeit hatten sich bereits die Fraunhofer-Gesellschaft, die Firma Coraixx und weitere Akteure entschieden, KI-Aktivitäten in Dresden zu konzentrieren (Wir berichteten).

Was wissen wir eigentlich alles über Europas Vergangenheit? Die KI "Time Machine" soll all die verstreuten Informationen aus verschiedenen Quellen sammeln, digital aufbereiten und diese Datenfluten analysieren. Grafik

Zeitmaschinen-Konferenz in Sachsen

In der „Time Machine“ soll auch das Dresden vor der Zerstörung virtuell wiederauferstehen Dresden, 8. Oktober 2019. Was wir über die Vergangenheit durch eine Vielzahl weitverstreuter Dokumente und Relikte wissen, ist das Eine. Etwas völlig anderes ist es aber, diese Vergangenheit auch zu sehen, zu erkunden, vielleicht gar im wörtlichen Sinne zu erfassen. Möglich machen soll dies das Großprojekt „Time Machine“ (Zeitmaschine), an dem sich über 500 Institute, Museen, Bibliotheken und Unternehmen aus ganz Europa beteiligen. Ihr Ziel: Durch die Analyse großer Datenmassen („Big Data“) und „Künstliche Intelligenz“ sollen längst verflossene Epochen der europäische Geschichte virtuell wiederauferstehen.

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

„Hotspot der Digitalisierung“: TU Dresden plant neues Lehmann-Zentrum II

50 Millionen Euro teurer Software- und Hightech-Komplex soll 2024 fertig sein Dresden, 7. Oktober 2019. Nach dem Supercomputer-Komplex bekommt die TU Dresden ein zweites Lehmann-Zentrum für Digitalisierungsprojekte. „Lehmann II“ soll am Südende des Uni-Campus’, in zweiter Baureihe an der Nöthnitzer Straße entstehen. Das geht aus einer Ausschreibung des “Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement” (SIB) sowie einer Auskunft des sächsischen Finanzministeriums hervor. „Wir haben jetzt grünes Licht für die Planungen“, bestätigte auch Forschungs-Prorektor Prof. Gerhard Rödel auf Anfrage.