Alle Artikel in: Hardware

Neue Hardware im Oiger-Test

Das Bildschirmfoto von Cyberus Technology zeigt ein Beispiel, wie die Meltdown-Sicherheitslücke, nutzbar ist. Hier konnten Teile des Betriebssystem-Kernspeichers ausgelesen werden. Das obere fenster zeigt dieses Speicherabschnitt im Kern und das untere fenster die ausgelesen Daten (60, d9 und so weiter). Abb. Cyberus Technology

Was steckt hinter Meltdown und Spectre?

Prozessor spekuliert, was als nächstes passiert „Meltdown“ (deutsch: „Kernschmelze“) und „Spectre“ (deutsch: „Gespenst“) sind Codenamen für zwei Sicherheitslücken, die festverdrahtet (also auf Hardware-Ebene) in den zentralen Steuer- und Recheneinheiten moderner Computer stecken. Beide nutzen den Umstand aus, dass die meisten Prozessoren heutzutage Computer-Programme nicht linear Befehl für Befehl abarbeiten, sondern zu erraten versuchen, welcher Befehl als nächstes kommen mag. Diese Befehle schiebt der Prozessor dann schon mal in eine Warteschlange. Er beginnt mit der Ausführung der Programm-Befehle, sobald alle nötigen Daten vorliegen, teilweise sogar bevor vorhergehende Befehle vollständig abgearbeitet sind.

Auf der Dreamhack in Leipzig können am Wochenende maximal 1000 Spieler bis zu 56 Stunden lang zocken. Hier eine Archivaufnahme von einer schwedischen Dreamhack. Foo: AdelaSznajder, Dreamhack

Sicherheits-Experte: Spieler merken von Kernschmelze-Reparatur kaum etwas

Dresdner Mitentdecker der neuen Sicherheitslücken in Computern sind überzeugt: Die meisten software-reparierten Computer werden nur ein paar Prozent langsamer arbeiten Dresden, 10. Januar 2018. Als ernst, aber nicht unlösbar haben Spezialisten der Dresdner Sicherheits-Softwareschmiede „Cyberus Technology“ die jüngsten festverdrahteten Sicherheitsprobleme „Meltdown“ und „Spectre“ in den Prozessoren von Intel und anderen Chipherstellern eingestuft. Und ihr Wort dürfte Gewicht haben: Sie gehören zu den Entdeckern dieser Lücken. „Meltdown und Spectre sind sicher die schwersten Sicherheitslücken der letzten Jahre“, sagt Cyberus-Technikchef Werner Haas. „Aber sie sind bestimmt nicht das Ende des Computereinsatzes zum Beispiel im Finanzwesen, wie manche prophezeien, oder gar der Weltuntergang.“

In die schwarzen Schlaufen schlüpfen die Füße des Spielers wie in sandalen. Abb.: 3dRudder

3dRudder Blackhawk: Zu Fuß durch die Doom-Hölle

Controller für die Füße soll in VR-Spielen die Hände freimachen Wer schon einmal Doom, Serious Sam oder ein andere Videospiel gezockt hat, bei dem schnellste Reaktion gefragt ist, kennt das Problem: Am liebsten würde man drei Hände haben, um auf auftauchende Monster oder Fallen adäquat reagieren zu können. Um die Hände beim Spielen freizubekommen, bietet die Firma „3DRuder“ eine Art komplexes Doppel-Fußpedal an: Beim „3dRudder Blackhawk“ beispielsweise setzt sich der Spieler in seinen Sessel und schlüpft mit beiden Füßen in sandalenartige Schlaufen auf einer schwenkbaren Plattform. Dann kann er oder sie durch Fußbewegungen (seitlich, vorwärts etc.) steuert, ob seine Spielfigur vorwärts rennt, stehen bleibt oder nach links oder rechts ausweicht.

IoT-Sensor-Baukasten für Mittelstand in Sachsen

Globalfoundries und Fraunhofer-Institute entwickeln Elektronik-Entwurfsplattform für Dummies Dresden, 15. Dezember 2017. Fraunhofer-Forscher und Globalfoundries Dresden wollen bis 2019 einen Hightech-Baukasten für den sächsischen Mittelstand entwickeln. Diese „Universelle Sensor-Plattform“ (USeP) soll es auch kleineren Betrieben ohne eigene Chip-Entwicklungsabteilung ermöglichen, im „Internet der Dinge“ (IoT) mitzumischen.Will ein Mittelständler etwa einen Roboter, ein innovatives mobiles Gerät oder eine Auto-Komponente mit künstlichen Sinnen ausstatten, können sich dessen Ingenieure im USeP wie in einem Lego-Baukasten bedienen.

Der C65-Prototyp mit Disketten-Laufwerk und RAM-Erweiterung. Foto: Enno Coners

Rarität der Heimcomputer-Ära: C65 aufgetaucht

Commodore wollte neues Zugpferd nach dem C64 entwickeln – setzte aber letztlich auf den „Amiga“ Winnenden, 31. Oktober 2017. Eine echte Rarität der Computer-Geschichte versteigert jetzt der Nerdkrimi-Verleger Enno Coners im Online-Auktionshaus „eBay“: einen C65. Den hatte Commodore ursprünglich als Nachfolger seines sehr erfolgreichen Heimcomputers C 64 konzipiert, die Entwicklung dann aber zugunsten des „Amiga“ eingestellt. „Ich wollte den C65 Mitte der 90er unbedingt haben“, erinnert sich Coners. „Damals zum Arbeiten, weil er zwei Soundchips hat. Habe damals gerne Musik auf dem C64 gemacht.“

Intel stellt Quanten-Chip vor

Supraleitender Rechner kann 17 Quantenbits laden Dresden, 11. Oktober 2017. Lange wurde nur über sie als „Super-Codeknacker“ geredet, nun kommen Quantencomputer immer mehr greifbare Nähe: Neben IBM hat nun auch Intel einen Quanten-Testchip vorgestellt. Der suptraleitende Tiefkühl-Chip kann bis zu 17 Quantenbits gleichzeitig laden. Er ging an Intels Kooperationspartner, das niederländische Forschungszentrum QuTech.

Mögliches Ziel terroristischer Angrffe: GPS-Satellit. Abb.: US Air Force/Wikipedia

Eichpunkte für Digital-Schatzsucher in Sachsen

14. und letzter geodätischer Referenzpunkt in Borna gesetzt Dresden/Borna, 10. Oktober 2017. Die Schatzsucher des Digitalzeitalters können sich nun genauer in Sachsen orientieren: Für Geocacher und andere, die mit ihren Smartphones metergenau navigieren wollen, gibt es nun insgesamt 14 Eichpunkte im Freistaat. „Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt verfügt nun über mindestens einen Vermessungs-Referenzpunkt“, betonte Sprecherin Barbara Wolters vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN).

Die neue OLED-VR-Brille aus Dresden. Foto: Fraunhofer FEP

Organische Datenbrillen durch Augen gesteuert

Dresdner Fraunhofer-Entwickler sehen Potenzial nicht nur für Spiele, sondern auch im Profi-Einsatz Dresden/München, 6. Oktober 2017. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben neue Datenbrillen mit organischen Mini-Bildschirmen entwickelt. Diese OLED-Display können 2D- und 3D-Computerbilder in einer Auflösung von 800 mal 600 Punkten vor jedes Auge des Betrachters projizieren. Dadurch sind sie fähig, sowohl Virtuelle Welten (Virtual Reality = VR) darstellen als auch die reale Umgebung des Brillenträgers anzureichern (Augemented Reality = VR). Besonderer Clou: Zwischen die organischen Leuchtdioden (OLEDs) haben die Fraunhofer-Experten auch Photodioden integriert. Dadurch kann die Brille durch Augenbewegungen gesteuert werden.

Der neue Supercomputer der TU Dresden. Im hochabgesicherten Server-Raum ist noch viel Platz für Erweiterungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Rechenzentren sorgen für Wirtschaftswachstum

Analyse: Wo Computer vernetzt sind, da siedelt sich die Internetwirtschaft an Frankfurt am Main, 4. Oktober 2017. Supercomputer und vernetzte Rechenzentren kurbeln das Wirtschaftswachstum der jeweiligen Region an. Sie erhöhen die regionale Wettbewerbsfähigkeit und bilden einen fruchtbaren Nährboden für neue Unternehmen der Internetwirtschaft. Das geht aus einer Analyse des „Digital Hub FrankfurtRheinMain“ hervor.

Erinnerungsgeschenk der UdSSR in Form eines Roboters für Erich Honecker. Foto: Peter Weckbrodt

15 % der Deutschen beschäftigen Haushalts-Roboter

Bitkom-Verband sieht „zweite große Welle der Automatisierung im Haushalt“ Berlin, 26. September 2017. In etwa jeder siebten deutschen Wohnung werkelt bereits ein Haushaltsroboter. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1007 Bundesbürgern ergeben. Weitere 42 Prozent können sich für die Zukunft vorstellen, einen Roboter zu nutzen.

Über den Zwischenschritt 4.5G zwischen LTE und 5G-Funk unterstützt Vodafone nun bis zu 375 Mbs in seinen Mobilfunk-Netzen. Foto: Vodafone

Smartphones tragen 1,4 Prozent zur deutschen Wirtschaftsleistung bei

Berlin, 30. August 2017. Rechnet man alle Umsätze mit Android-Telefonen, iPhones und anderen Smartphones samt Zubehör, Apps und anderem Drum und Dran zusammen, tragen die Smartphones 1,4 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Das teilte der „Bitkom“ in Berlin mit. Der deutsche Digitalwirtschaftsverband stützte sich dabei auf eine gemeinsame Studie mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte. Demnach wird dieser Anteil noch steigen und im Jahr 2022 etwa 1,7 Prozent erreichen.

Vorläufer der intelligenten Laternen sind als Elektroautoi-Ladesationen bereits in einer Handvoll Städte weltweit im Testbetrieb. Foto: eluminocity

Eierlegende Wollmilchsäue am Straßenrand

Münchner Start-up macht aus Ladestationen für e-Autos intelligente Laternen München/Dresden, 19. Juni 2017. Die sächsische Landeshauptstadt bekommt möglicherweise bald Ladestationen für Elektroautos, die gleichzeitig als intelligente Straßenlaterne, öffentliche WLAN-Sender und Parkplatz-Melder dienen. Das kann sich zumindest Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gut vorstellen.

Blick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBMBlick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBM

IBM kündigt 1. universellen Quantencomputer an

IBM Q soll zunächst 50 Qubits haben Yorktown Heights, 6. März 2017. Damit Wirtschaft und Wissenschaft neue Medikamente und Hightech-Werkstoffe schneller entwickeln, die Aktienmärkte vorhersagbarer und Künstliche Intelligenzien wecken können, plant IBM, einen universell einsetzbaren Quantencomputer zu bauen. Die besonderen Rechen-Fähigkeiten dieses Systems namens „IBM Q“ können Nutzer dann per Internet als „Cloud-Dienst“ mieten. Das hat der US-Konzern nun angekündigt.