Alle Artikel mit dem Schlagwort: Polymer

So etwa soll der IPF-Anbau für die Polymerforscher aussehen. Die beiden rötlichen Obergeschosse werden Wohnungen für gastwissenschaftler bieten. Visualisierung: hammeskrause architekten

Mehr Platz für Polymerforscher in Dresden

Neubau kostete 12,7 Millionen Euro Dresden, 25. November 2019. Die Dresdner Polymer-Wissenschaftler bekommen mehr Platz, um n neuartigen Kunststoffen zu forschen: Am 17. Dezember 2019 nehmen sie gemeinsam mit der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) einen 12,7 Millionen Euro teuren Neubau an der Kaitzer Straße offiziell in Betrieb. Darauf hat das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden hingewiesen.

Die Visualisierung zeigt, wie sich kurze organische Moleküle zu einem großen 2D-Polymer während der Grenzflächen-Synthese vernetzen. Visualisierung: Marc Hermann, Tricklabor

2D-Polymerkristalle für hauchdünne Elektronik erzeugt

Chinesische Forscher entwickeln am Zukunftselektronik-Zentrum Dresden erstmals eine Synthese für zweidimensionale Kohlenwasserstoff-Molekülnetze Dresden, 28. September 2019. Neuartige Kunststoffnetze der TU Dresden, die nur wenige Atome dünn sind, öffnen womöglich den Weg zu innovativen Energiespeichern, besonders leistungsfähiger, dünne und biegsame Elektronik und anderen wirtschaftlich interessanten Produkten. Erzeugt hat diese zweidimensional vernetzten Moleküle Dr. Tao Zhang – er gehört zur Forschungsgruppe von Prof. Xinliang Feng am Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden („Cfaed“). Laut Einschätzung der Uni ist dies weltweit das erste Mal, das eine solche gezielte Synthese vom einzelnen Molekül hinauf zum kompletten 2D-Netz („Bottom-Up“-Methode) gelungen ist.

Die Grafik zeigt, wie die Res-Cure-Hydrogele die entzündungsfördernden Chemokine aus der Wunde ziehen sollen. Visualisierung: Zsoltán Tanczik/VOR und Leibniz IPF Dresden

Polymerschwamm saugt Wunden sauber

Neue Hydrogel-Wundauflagen aus Dresden prämiert Dresden, 6. September 2019. Mit neuartigen Hydrogel-Wundauflagen auf Polymerbasis wollen Wissenschaftler aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden dabei helfen, schwer heilende Wunden doch noch zu schließen. Für ihre Fortschritte dabei bekommen sie den “Material-Vital-Preis 2019 der “Pro-Mat-Leben-Initiative” des Bundesforschungsministeriums. Das hat das IPF mitgeteilt.

SIB-Chef Christian Müller (links)begutachtet mit Mike Denk und Eckart Fraustadt von der FF Agrarbau GmbH ein Muster des neuen säurefesten Betons. Foto: Meeco Communication

Sachsen entwickeln säurefesten Beton

„FF Agrarbau“ will damit Bauern gegen den Säurefraß in Siloanlagen helfen Dippoldiswalde/Weimar, 7. Mai 2019. Um den Säurefraß in Silokammern, Biogaserzeugern  und anderen landwirtschaftlichen Anlagen zu stoppen, hat ein die „FF Agrarbau“ aus Dippoldiswalde nahe Dresden einen säurefesten Polymer-Beton entwickeln. Das hat die Dresdner Sparkassen-Tochter „SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft“ (SIB) mitgeteilt. Die SIB hatte den Entwicklungsprozess als Anteilseigner finanziell unterstützt.

Dr. Roman Tkachov begutachtet an einem Dispensdrucker im Fraunhofer IWS Dresden eine Folie, die er mit zwei verschiedenen leitenden Polymeren bedruckt hat. »PEDOT:PSS« ist ein Polymer mit positiven Ladungsträgern (»p-leitend«), während »Poly(Kx[Ni-itto])« negative Ladungsträger transportiert (»n-leitend«). Dies zeigt auch: Die Polymere des IWS lassen sich mit Standard-Techniken wie Druckern oder Rotationsbeschichtung verarbeiten. Foto: Fraunhofer-IWS Dresden

Winzige Energiesammler

Fraunhofer Dresden entwickelt leitfähige Polymertinte für kleine thermoelektrische Generatoren Dresden, 11. Oktober 2018. Das „Internet der Dinge“ gewinnt in der Wirtschaft bereits Gestalt: In der Landwirtschaft überwachen Sensoren den Reifegrad von Weintrauben und Äpfeln, in Fabriken kontrollieren sie jeden einzelnen Fertigungsschritt. Keiner aber hat Zeit, Geld und Personal genug, um Stromleitungen durch die Felder zu legen oder ständig Leute loszuschicken, um Ackersensoren immer wieder mit neuen Batterien zu bestücken. Sprich: Diese künstlichen Augen müssen sich autark mit Strom versorgen: Durch biegsame organische Solarzellen oder durch winzige thermoelektrische Generatoren, die aus Wärme Strom machen. Experten vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben nun neue Materialien entwickelt, mit denen die Ausbeute solcher Kleinstgeneratoren deutlich steigen könnte.

Das BMW-Werk in Leipzig baut ab Juli 2016 diese "Protonic Red Edition" des Hybrid-Sportwagens i8. Foto: BMW

Dresdner Syrer spinnt in Finnland Leichtbau-Fasern aus Holz

Forscher Al Aiti will aus Lignin-Abfallbergen Karbon-Bauteile für Autos und Windräder machen, statt dafür Erdöl zu zerfasern Dresden/Tampere, 1. August 2018. Der aus Syrien eingewanderte Nachwuchs-Werkstoffwissenschaftler Muhannad Al Aiti hat in Dresden einen Weg gefunden, letztlich leichte Autos aus Holzresten zu spinnen. Genauer gesagt: Seine Doktorarbeit beschreibt,  wie sich Kohlefasern für Karbon-Bauteile statt aus Erdöl künftig aus Lignin-Abfällen der Papierindustrie herstellen lassen. Die TU Dresden und das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden stufen dieses Forschungsergebnis ihres gemeinsamen Mitarbeiters als Durchbruch für den Karbon-Leichtbau in der Auto- und Windkraftmaschinen-Industrie ein. Die Eckpunkte seiner Promotion haben Al Aiti, sein Doktorvater Prof. Gert Heinrich und weitere Kollegen nun in der Fachzeitschrift “Progress in Materials Science” publiziert.

Künstliche und sensor-gespickte Muskeln könnten Industrierobotern mehr Gefühl beibringen. Abb.: TM/TUD

Künstliche Muskeln für Roboter und Menschen

TU Dresden und Institut für Polymerforschung kooperieren in DFG-Kolleg Dresden, 8. Mai 2018. Künstliche Muskeln für Roboter und Menschen haben sich Dresdner Textil- und Polymer-Experten auf die Forschungsagenda gesetzt. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) fördert dieses Vorhaben der TU Dresden und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden  als Graduiertenkolleg „Interaktive Faser-Elastomer-Verbunde“ (I-FEV). Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden mitgeteilt.

Der IPF-Neubau in der Dresdner Südvorstadt ist noch eine Baustelle. Foto: Doreen Schuhmann / IPF Dresden

Mehr Platz für Polymerforscher in Dresden

Erweiterungsbau für Leibniz-Institut IPF ist rohbaufertig Dresden, 26. April 2018. Weil die Forschungen des Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden gefragt und auch immer aufwendiger sind, bekommt das IPF derzeit einen zehn Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. In die Kosten teilen sich Bund und der Freistaat Sachsen. Das Haus ist nun rohbaufertig, am 4. Mai 2018 wollen die Polymerforscher Richtfest feiern.

Europa, Deutschland, Sachsen, Dresden. Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. 09.05.2017 © 2017 Sven Döring / Agentur Focus

Leibniz-Polymerinstitut richtet 3D-Druck-Labor ein

Additive Fertigung soll schneller industriereif werden Dresden, 4. Januar 2018. Um 3D-Druck schneller industriefähig zu machen, hat das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) ein neues Applikationslabor für „additive Fertigungsverfahren“ eingerichtet. Die Idee dabei: Unternehmen und andere Praxispartner sollen in dem Labor Erkenntnisse der Grundlagenforschung in konkrete Produkte überführen, die 3D-Drucktechnologie erproben, ihre Mitarbeiter dort ausbilden und sich von Experten beraten lassen. Auch bei der Fördermittel-Akquise für 3D-Druck-Innovationen werde man die Partner-Betriebe unterstützen, versprechen die Leibniz-Wissenschaftler.

Prof. Brigitte Voit leitet das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Pakt der Forscher

Dresden, 5. Juli 2017. Professorin Brigitte Voit leitet in Dresden das Leibniz-Institut für Polymerforschung. Die 54-jährige Chemikerin gehörte zu den Gründerinnen des Verbundes „DRESDEN-Concept“, der wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Exzellenz-Initiative der TU Dresden ein Erfolg wurde. In ihm sind zwei Dutzend universitäre und außeruniversitäre Institute organisiert. Inzwischen hat der Freistaat die besonderen Verdienste von Brigitte Voit um den Standort Dresden mit dem Sächsischen Verdienstorden gewürdigt. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat die Wissenschaftlerin gefragt, wie es zum Pakt der Forscher kam und wie es damit weiter geht. Ist die Kooperation der Forscher in Dresden wirklich so besonders? Brigitte Voit: Ja, die Zusammenarbeit hier in Dresden hat eine besondere Qualität. Und an anderen Standorten schaut man mit Neid auf DRESDEN-Concept. Inzwischen versuchen viele andere Städte, Ähnliches zu schaffen.

Treffen in der Uniklinik Dresden: Der Internist Prof. Lorenz Hofbauer, die Chemikerin Passant Atallah und Materialwissenschaftler Prof. Carsten Werner mit dem Modell der synthetischen Polymere und Zuckermoleküle, die als bioaktives Material die Wundheilung beschleunigen sollen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Forscher arbeiten an heilenden Zucker-Polymeren

Neue Biomaterialien sollen Haut und Knochen schneller gesunden lassen Dresden, 30. Juni 2017. Mediziner und Materialwissenschaftler aus Dresden und Leipzig wollen gemeinsam dafür sorgen, dass ewig schwärende Wunden von Diabetikern und Krebspatienten doch noch heilen. Sie entwickeln derzeit neuartige Biomaterialien aus speziellen Zucker-Polymeren, die in Zukunft zu ganz verblüffenden medizinischen Fortschritten führen könnten: Knochenbrüche oder Hautwunden sollen damit bis zu doppelt so schnell verheilen wie bisher. Erste Praxisversuche mit Tiermodellen haben bereits hoffnungsvolle Ergebnisse geliefert.

So etwa soll der IPF-Anbau für die Polymerforscher aussehen. Die beiden rötlichen Obergeschosse werden Wohnungen für gastwissenschaftler bieten. Visualisierung: hammeskrause architekten

Polymerforscher bauen in Dresden für zehn Millionen Euro an

Institut bekommt auch neue Wohnungen für Gastwissenschaftler Dresden, 6. April 2017. Die Dresdner Materialwissenschaftler bekommen bessere Forschungsbedingungen: Das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden erhält für zehn Millionen Euro einen Erweiterungs-Bau an der Kaitzer Straße 4. In die Kosten teilen sich Bund und Land. “Die Erweiterung trägt der erfolgreichen Entwicklung des Instituts Rechnung”, heiß es vom IPF.

Die neue 5-Euro-Münze mit blauem Polymer-Ring. Sie zeigt auf der Vorderseite das Motiv "Blauer Planet" von Stefan Klein. Foto: Hans-Jürgen Fuchs, Stuttgart

Der Polymer-Euro kommt in Serie

Deutschland prägt in neuer Münztechnologie „Klimazonen“-Euros mit farbigen Kunststoff-Ringen Berlin/Dresden, 20. September 2016. Deutschland wird weitere Kunststoff-Euromünzen prägen. Das hat das Bundesfinanzministerium auf Oiger-Anfrage angekündigt. Die im April 2016 erschienene 5-Euro-Sammlermünze „Planet Erde“ mit blauem Polymerring bleibt demnach kein Einzelstück. Das Ministerium plant ab dem Frühjahr 2017 eine fünfteilige Serie „Klimazonen der Erde“ mit verschiedenfarbigen Polymerringen.

Siltectra-Technik-Chef positioniert einen Test-Wafer unter dem eigenentwickleten Multi-Photonen-Laser. Foto: Heiko Weckbrodt

Siltectra Dresden will 4 Wafer-Spaltfabriken bauen

Neue Technologie könnte weltweit Millionen Tonnen Halbleiter-Material sparen Dresden, 24. August 2016. Siltectra Dresden will bis zum Sommer 2018 vier Fabriken bauen, die mit einer innovativen Laser-Polymer-Methode Chipscheiben (Wafer) fast abfallfrei spalten können. Das Halbleiter-Unternehmen rechnet mit Kosten von rund 20 Millionen Euro, die es bei Risikokapitalgebern einsammeln will. Durch diese hochautomatischen Fabriken sollen zunächst etwa 80 bis 100 neue Jobs entstehen. Die Standorte stehen noch nicht fest.

Münzhändler Jürgen Hemmerling hat allen Grund zum Lachen. Er kann die Wünsche seiner Kunden nach der begehrten Sondermünze "Planet Erde" erfüllen. Foto: Peter Weckbrodt

Blaue Kunststoff-Münze „Planet Erde“ stark gefragt

5-Euro-Sammlerstück ist selbst in den USA begehrt Dresden, 11. Mai 2016. Schon jetzt steht fest: Die 5-Euro-Kunststoffmünze „Planet Erde“, die die Deutschen Bundesbank seit dem 14. April ausgibt, übertrifft alle Erwartungen. Mit dieser Münze ist dem Bundesfinanzministerium ein ganz großer Wurf gelungen. Selbst in den USA ist das Interesse groß. Denn Deutschland hat für diese Münze extra eine neue Technologie entwickelt und weltweit erstmals für eine Münzprägung eingesetzt: “Planet Erde” enthält neben den üblichen Metall-Legierungen auch einen blauen Polymer-Ring, der nicht nur Farbe in die Münze bringt, sondern sie auch fälschungssicherer machen soll.