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Sachsen entwickeln säurefesten Beton

SIB-Chef Christian Müller  (links)begutachtet mit Mike Denk und Eckart Fraustadt von der FF Agrarbau GmbH ein Muster des neuen säurefesten Betons. Foto: Meeco Communication

SIB-Chef Christian Müller (links)begutachtet mit Mike Denk und Eckart Fraustadt von der FF Agrarbau GmbH ein Muster des neuen säurefesten Betons. Foto: Meeco Communication

„FF Agrarbau“ will damit Bauern gegen den Säurefraß in Siloanlagen helfen

Dippoldiswalde/Weimar, 7. Mai 2019. Um den Säurefraß in Silokammern, Biogaserzeugern  und anderen landwirtschaftlichen Anlagen zu stoppen, hat ein die „FF Agrarbau“ aus Dippoldiswalde nahe Dresden einen säurefesten Polymer-Beton entwickeln. Das hat die Dresdner Sparkassen-Tochter „SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft“ (SIB) mitgeteilt. Die SIB hatte den Entwicklungsprozess als Anteilseigner finanziell unterstützt.

Produktionsstart für Spätsommer avisiert

Die Produktion des neuen Säureschutzbetons „FF PUR“-soll im Spätsommer in Dippoldiswalde beginnen. Das Unternehmen will für die Produktion und Montage 25 bis 50 neue Baufacharbeiter einstellen. Bisher beschäftigt die Firma rund 100 Mitarbeiter.

Über die „FF Agrarbau“

Hintergrund: Die „FF Agrarbau“ wurde 1993 gegründet. Sie stellt beispielsweise befahrbare und asphaltierte Silo-Graskammern, Güllebehälter, Biogasbehälter, Lagerhallen und Tierställe her. Bisher musste sie diese Anlagen jedoch jährlich mit neuen Schutzhüllen beschichten, weil Milchsäure und Essig, die in Silos entstehen, den Beton zerfressen.

Kooperation mit Forschern aus Weimar

„Wir hatten schon immer die Vision, einen säurefesten Behälter anzubieten“, erklärte Mike Denk, der die „FF Agrarbau“ gemeinsam mit  Eckart Fraustadt leitet. In Kooperation mit dem mit dem Institut für Angewandte Bauforschung in Weimar habe man nun einen Weg gefunden: Die Partner entwickelten eine säurebeständige Polymerbetonschicht aus Quarzsand und Kunstharz.

Amortisierung nach sechs Jahren verprochen

Dieser „FF PUR-Betons“ ist zwar 12 bis 15 Mal teurer als normaler Beton. Diese Zusatzinvestitionen lohnen sich nach Einschätzung der Ingenieure aus Dippoldiswalde und Weimar jedoch bald: „Bei den Fahrsilos amortisieren sich die Kosten nach etwa sechs Jahren, bei Biogasanlagen sogar noch eher“, verspricht FF-Agrarbau-Chef Eckart Fraustadt. „An unseren neuen Polymerbeton-Bauwerken werden die Kunden wohl nie wieder etwas tun müssen.“

Autor: Heiko Weckbrodt, Quelle: SIB / Meeco