Alle Artikel mit dem Schlagwort: Corona

In Dresden hat die Corona-Krise die Unternehmen vergleichsweise stark getroffen. Grafik: Commerzbank/Ipsos

Corona-Krise existenzbedrohend für jedes 4. Dresdner Unternehmen

Comerzbank-Studie: Ein Drittel hat Staatsstütze bekommen Dresden, 23. Oktober 2020. Viele Unternehmen in Sachsen werden Corona und die staatlichen Gegenmaßnahmen nicht überleben – darin sind sich viele Branchenbeobachter einig. Dies gilt umso mehr, da nun eine zweite Ausgangssperre und ein verschärfter Ausnahmezustand drohen. Etwa ein Viertel der Dresdner Unternehmen haben die Corona-Krise bereits vor der „zweiten Welle“ als existenzbedrohend eingeschätzt. Dies geht aus einer Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank hervor. Für diese Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut „Ipsos“ bundesweit 3.500 Selbstständige, Freiberufler und Unternehmern mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro befragt, darunter 50 in Dresden.

Ein historischer Kinoprojektor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Filmförderanstalt warnt vor Kino-Sterben

Gastro-Verbot oder gar zweite Corona-Schließung würden viele Filmtheater existenziell bedrohen Berlin, 23. Oktober 2020. Viele Filmtheater-Betreiber sind überzeugt: Eine weitere Ausgangssperre mit Schließungen werden viele Kinos in Deutschland – die ohnehin unter dem Konkurrenzdruck durch expandierende Streaming-Videodienste stehen – nicht überleben. Nun hat auch die Filmförderanstalt (FFA) in Berlin vor eine Pleitewelle gewarnt.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

7,5 Millionen für Corona-Pandemiemanagement in Dresden

Hochschulmediziner arbeiten an Patienten-Verteilsystem für den Seuchenfall Dresden, 4. Oktober 2020. Die Dresdner Hochschulmediziner bekommen 7,5 Millionen Euro Fördergeld vom Bundesforschungsministerium, um ihr Pandemie-Management auszubauen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie im Falle einer weltweit grassierenden Seuche wie Covid19 die Kranken möglichst effektiv auf verfügbare Krankenhausbetten und Intensivstationen verteilt werden können. Das geht aus einer Mitteilung de Uniklinikums Dresden hervor.

Prof. Dr. Svante Pääbovom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig entschlüsselt das Genom des Neandertalers. Foto: rank Vinken für das MPI-Eva

Neandertaler in der Familie macht Corona gefährlicher

Planck-Institut Eva: Jahrtausendealte Gen-Sequenz verdreifacht Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf Leipzig, 1. Oktober 2020. Wer Neandertaler in seinem ferneren Familienstammbaum hat und von ihnen eine bestimmte Gen-Abfolge geerbt hat, hat bei einer Corona-Infektion ein höheres Risiko, schwer daran zu erkranken. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (Eva) in Leipzig herausgefunden.

Hat 2011 ihren Bachelor für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig gemacht und weiß Bescheid, wie es in der DDR war: Christina Schwarz. Foto: Greta Hartmann für die uni Leipzig

Nachwuchs-Forscherin: DDR und Corona zu vergleichen ist “neurechts”

Kulturwissenschaftlerin: Nur kleiner Teil der Ostdeutschen fühlt sich bevormundet, Selbstbild als Umstürzler ist letztlich demokratiefeindlich Leipzig, 28. September 2020. Wer sich durch den Corona-Ausnahmezustand, durch Reiseverbote und Demonstrationsverbote, durch Schlangen und leere Regale in den Geschäften und andere Phänomene während der Pandemie an die DDR erinnert fühlt und beides „gleichsetzt“, der liegt nach Meinung der Kulturwissenschaftlerin Christina Schwarz von der Uni Leipzig falsch. Denn: „Solche Gleichsetzungen sind gängige Argumentationsmuster neurechter Akteure bis hin zu Neonazis“, kritisiert sie.

Forscher um Professor Gianaurelio Cuniberti von der TU Dresden arbeiten an künstlichen Nase von der Größe eines Computerchips. Foto. Steffen Füssel für die TUD

Dresdner wollen mit künstlichen Nasen Corona erschnüffeln

TU Dresden arbeitet an „psychologischen“ Riech-Chips Dresden, 18. September 2020. Corona-Infizierte zu erriechen, erscheint unmöglich. Doch genau daran arbeiten Forscher der Technischen Universität Dresden (TUD) gemeinsam mit Kollegen: Sie wollen mit „olfaktorischer Perzeptronik“ – konkret mittels lernfähiger Chemie-Sensorik– künstliche Spürnasen entwickeln, die es mit dem empfindlichen Geruchssinn eines Hannibal Lecter oder eines Spürhundes aufnehmen können. Das geht aus einer Mitteilung von Projektkoordinator Professor Gianaurelio Cuniberti vom TUD-Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnologie hervor.

Flottenchef und Mitgründer Richard Vetter von "Carl und Carla" lädt an der VW-Manufaktur Dresden den ersten elektrischen Transporter des Fahrzeug-Verleihers. Foto: Heiko Weckbrodt

Carl und Carla: Mit dem mobilen Himmelbett gen Ostsee

Dresdner Transporter-Verleiher investiert 3 Millionen Euro in Flottenausbau – und rüstet wegen Corona Busse zu Campern um Dresden, 8. September 2020. „Carl und Carla“ expandieren: Der Dresdner Transporter-Verleiher hat für drei Millionen Euro noch mal 100 VW-Kleintransporter gekauft und will seine Dienste nun auch in Dortmund, Bonn, Erlangen und Fürth anbieten. „Damit sind wir jetzt in 21 Städten präsent“, berichtete „Carl und Carla“-Mitgründer Richard Vetters, als er am Dienstag als letztes einen elektrischen Kleintransporter vor der gläsernen VW-Manufaktur Dresden übernahm.

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

Halbleiter-Messe „Semicon Europa“ wegen Corona abgesagt

Zuvor hatte München die Partnermesse „electronica“ abgeblasen – nun gibt es ein digitales Forum. München, 7. September 2020. Der Halbleiterverband „Semi“ hat Europas größtes Mikroelektronikmesse „Semicon Europa“ in München wegen Corona abgesagt. Das geht aus einer Mitteilung der Veranstalter hervor. „Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um eine differenziertes digitales Forum mit innovativen wertvollen Inhalten mit weltweiter Beteiligung zu schaffen“, versprach Semi. Wichtiger Wirtschaftsfaktor Die „Semicon Europa“ zieht normalerweise Tausende internationale Fachbesucher an und ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gastgeberstadt. Zeitweise hatte die Tagungsmesse in Dresden stattgefunden, zuletzt aber in München gemeinsam mit der Elektronikmesse „electronica“. Die war nun auch der Auslöser für die jüngste Entscheidung: Die Münchner Messegesellschaft hatte die „electronica 2020“ abgesagt und statt dessen eine digitale Version angekündigt. Daraufhin sagte auch der Semi-Aufsichtsrat seine Halbleitermesse ab. Auch die jüngsten Reiserestriktionen innerhalb und nach Europa trugen dazu bei. Autor: hw Quellen: Semi, Oiger-Archiv

Wechselt 2020 ins virtuelle Lager: Die Connect-Messe ist für Dresden abgesagt und findet nun als Internet-Ereignis statt. Bilschirmfoto (hw) von tecversum.com

Tech-Messe „Connect EC“ fällt wegen Corona 2020 in Dresden ganz aus

Veranstalter Weka setzt nun auf eine virtuelle Tagung Dresden/Haar bei München, 6. September 2020. Die Technologie-Messe „Connect EC“ ist wegen Corona nun endgültig für dieses Jahr abgesagt – zumindest als Präsenzveranstaltung in Dresden. Statt dessen werde es im Herbst ein hybrides Ereignis geben, teilte Denise Walther vom Veranstalter, der Weka-Mediengruppe aus Haar bei München, mit.

Dr. Torben Schiffner will in Leipzig ein Labor für Impfstoffentwicklung aufbauen Foto: JCPenney Portraits

Universal-Antikörper gegen Cornona-Virenfamilie?

Dr. Torben Schiffner wechselt aus den USA an die Uni Leipzig, um in Sachsen ein neues Impfstoff-Entwicklungslabor aufzubauen Leipzig, 31. August 2020. Der Virologe Dr. Torben Schiffner aus den USA wechselt an die Uni Leipzig und will dort ein neues Labor für Impfstoffentwicklung aufbauen. Der Forscher setze dabei auf “computergestützte Protein-Designs, um auch für kommende, neue Corona-Viren gewappnet zu sein”, hieß es von der Universität.

Blick in einen Reinraum von X-Fab. Foto: X-Fab

X-Fab schreibt Verluste

Corona und Cyberattacke machen ostdeutscher Chip-Foundry zu schaffen Erfurt/Dresden, 28. August 2020. Zur Pandemie kam der Cyberangriff: Durch Corona und eine Hackerattacke hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger „X-Fab“ im zweiten Quartal 2020 einen Verlust von 5,9 Millionen Dollar (4,96 Millionen Euro) eingefahren. Die Umsätze sind im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 118,8 Millionen Dollar (99,2 Millionen Euro) eingebrochen. Das hat die in Erfurt beheimatete Foundry nun bekanntgegeben.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Exportwirtschaft in Sachsen erholt sich

Im Juni nur noch 6 % unter Vor-Corona-Niveau Kamenz, 28. August 2020. Die sächsische Exportwirtschaft erholt sich langsam vom ersten Corona-Schock: Sie führte im Monat Juni Waren für 3,04 Milliarden Euro aus, was deutlich mehr gewesen sei „als in den Monaten April und Mai, und ,nur noch’ fünf Prozent weniger als im Juni 2019“, teilte das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz mit.