Alle Artikel mit dem Schlagwort: Corona

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Handwerkskammer Dresden: Aktuelle Corona Politik schädigt Standort

Präsident Dittrich: Agieren im Drei-Wochen-Takt bringt uns nicht weiter Dresden, 8. April 2021. Die Handwerkkammer Dresden hat das Hin und Her in der deutschen Corona-Politik scharf kritisiert: „Ein kurzfristiges Agieren im Drei-Wochen-Takt sowie Verwirrung stiften durch ständig neue Ideen und Wortschöpfungen bringen uns nicht voran“, erklärte Kammer-Präsident Jörg Dittrich. „Vielmehr führt die aktuelle Politik zu einer sukzessiven Schädigung des Standortes.“

Auszug aus der Insolvenzordnung. Grafik: hw

Mehr Zombie-Unternehmen in Sachsen

17 % weniger Pleiten, Insolvenzpflicht war wegen Corona ausgesetzt Kamenz, 8. April 2021. In Sachsen mehrt sich in Corona-Zeiten schneller als im Bundesdurchschnitt das Heer der sogenannten Zombie-Unternehmen. Wirtschaftsforscher bezeichnen damit Betriebe, die eigentlich längst nicht mehr überlebensfähig sind, aber durch staatliche Hilfen und die ausgesetzte Insolvenzpflicht weiter existieren. Laut dem statistischen Landesamt in Kamenz ist 2020 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 16,9 Prozent beziehungsweise 116 Verfahren im Vergleich zum Vorjahr gesunken – bei gleichzeitig stark gestiegenen finanziellen Forderungen der Gläubiger. Zum Vergleich: Bundesweit lag diese Quote im Jahr 2020 bei 15,5 Prozent.

Jeder zweite alte Sachse hat ein Smartphone

Die meisten Senioren haben Internetanschlüsse – und nutzen sie gerade in Corona-Zeiten, um Kontakt zu halten Kamenz, 6. April 2021. Jeder zweite Seniorenhaushalt in Sachsen verfügt über mindestens ein Smartphone. Und drei Viertel der reichlich eine Million Senioren umfassenden Generation 65+ im Freistaat haben Internetanschlüsse. Das hat das statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.

Ein Mädchen spielt "Quarantäne". Foto: TSD

In der Schaltzentrale der Pandemie

Technische Sammlungen Dresden veröffentlichen Corona-Simulationsspiel Dresden, 4. April 2021. Um zu zeigen, wie Isolation und andere Anti-Seuchen-Instrumente gegen Corona und andere Pandemien helfen oder eben auch nicht, haben Dresdner Mathematiker nun die Computersimulation „Quantantäne“ im Internet veröffentlicht. Darin versuchen die Spieler und Spielerinnen, die Ausbreitung eines Virus zu stoppen und möglichst wenige Menschen erkranken zu lassen. Das haben die Macher vom „Erlebnisland Mathematik“ der „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) und die beteiligten Mathematiker der TU Dresden nun mitgeteilt.

Volkswagen-Werksärztin Dr. Nicole Walther impft den VW-Logistiker Udo Strewe im neuen Impfmobil in Zwickau. Foto: Volkswagen Sachsen

Volkswagen Sachsen startet Impf-Modellprojekt gegen Corona

Senioren und Vogtländer können sich in Fabriken gegen das Virus immunisieren lassen Zwickau, 30. März 2021. Betriebsärztinnen und -ärzte von Volkswagen Sachsen impfen ab heute ausgewählte Teile der Belegschaft gegen Corona. Zum Zuge kommen allerdings nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die laut Bundes-Prioritätenliste jetzt ohnehin an der Reihe sind – beispielsweise Ältere und Vorerkrankte – oder aus jenen Teilen des Vogtlandes kommen, in denen die Pandemie besonders stark grassiert. Das geht aus einer VW-Mitteilung hervor.

Die 3D-Visualisierung zeigt, wie sich die Textilforscher den Aufbau ihrer 3D-Masken für verschiedenegesichtsformen aus Grundkörper (kariert) und Wechselfiltermodul (blau) vorstellen. Grafik: STFI

3D-Masken führen Brillenträger aus dem Corona-Nebel

STFI-Textilforscher aus Chemnitz entwickeln Masken, die sich mit KI-Hilfe an unterschiedliche Gesichtsformen anpassen Chemnitz, 25. März 2021. Der Maskenzwang in Corona-Zeiten hat es noch einmal deutlich gemacht: Kein Mensch ist wie der andere und deshalb hat der eine mehr und der andere weniger Probleme mit der Larve. Manche Menschen haben ovale Gesichter, andere eher dreieckige oder herzförmige. Auch fällt nicht Wenigen schwer, unter der Maske gleichmäßig durchzuatmen. Und viele Brillenträger stolpern ohnehin durch die ganze Corona-Zeit wie durch einen dichten Dauernebel. Deshalb arbeiten Zuse-Forscherinnen und -Forscher aus Sachsen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft nun an neuartigen 3D-Masken für unterschiedliche Gesichtsgrößen und -formen.

Begrüßungsbildschirm für Gäste in der App. Abb.: pass4all

Dresden verteilt App „Pass4All“ für Kontaktverfolgung

Stadt finanziert Gratis-Vierteljahrslizenz für Läden und Restaurants Dresden, 17. März 2021. Damit Restaurants, Läden und andere Einrichtungen auch unter Corona-Bedingungen Gäste empfangen und die möglichen Kontakte mit Infizierten automatisch erfassen können, finanziert die Stadtverwaltung kostenlose Lizenzen der Kontaktverfolgungs-App „Pass4All“.

Wegen des hohen Automatisierungsgrades wirkt der Globalfoundries-Reinraum nicht so wuselig wie andere Chipfabriken. Hier ein Blick auf die Lithografie, in der die Chipstrukturen auf den Wafern belichtet werden. Foto: Karin Raths, Globalfoundries Dresden

Prognose für Halbleiterindustrie auf 19 % angehoben

IC Insight: Corona beschleunigt digitale Transformation und treibt Chip-Nachfrage an Scottsdale, 13. März 2021. Dank der stark anziehenden Nachfrage für Halbleiter wird die globale Mikroelektronik-Industrie in diesem Jahr stärker zulegen als zunächst gedacht. Davon gehen zumindest die Marktanalysten von „IC Insights“ in Scottsdale in Arizona aus: Sie haben nun ihre Wachstumsprognose von zwölf auf 19 Prozent angehoben.

Forscher Stephan Riesenberg (links) und Lukas Bokelmann (rechts) im Labor am Klinikum St. Georg in Leipzig. Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie

Gurgeln gegen Corona

Neuer Seuchentest aus Leipzig für die ganze Familie oder Schicht Leipzig, 5. März 2021. Um Familien oder sogar die ganze Sicht-Belegschaft eines kleineren Altenheims auf einen Schlag auf Corona testen zu können, haben das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Eva) und das Krankenhaus „St. Georg“ in Leipzig einen neuen Gurgel-Massentest entwickelt. Damit können bis zu 25 Menschen auf einen Schlag getestet werden. Das geht aus einer Eva-Mitteilung hervor.

Mit 4,4 Mio. Übernachtungen hat sich Dresden als beliebtestes Städtereiseziel 2014 außerhalb Berlins behauptet. Foto: Sylvio Dittrich, DMG

Digitale Werbesignale sollen nach Corona Gäste nach Dresden zurücklocken

Seuche und Ausnahmezustand haben Tourismusbranche 44 % der Übernachtungen gekostet und Umsatz halbiert Dresden, 26. Februar 2021. Mit internetgestützten Werbe-Kampagnen, Online-Wetterkameras, Sonder-Freiluftfestivals, einem „Schaufenster der Kunst und Kultur“ in der Dresdner Innenstadt, hybriden digital-analogen Kongressangeboten und anderen Instrumenten wollen die Tourismusvermarkter wieder mehr private und Geschäftsreisende ins Dresdner Elbland locken, wenn der Corona-Ausnahmezustand gelockert oder beendet ist. Eine entsprechende „Restart“-Kampagne haben die Dresdner Tourismus-Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) und die Chefin der „Dresden Marketing Gesellschaft“ (DMG), Corinne Miseer, angekündigt. Allerdings sei damit zu rechnen, dass frühestens 2023 das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht werde.

Umsatzentwicklung im sächsischen Maschinenbau von 2000 bis 2020. Grafik: VDMA Ost

Sächsischer Maschinenbau schrumpft um ein Fünftel

VDMA Ost: „Zuletzt haben wir solch einen Absturz im Krisenjahr 2009 beobachtet“ Leipzig, 24. Februar 2021. Sachsens Maschinenbau hat im Corona-Jahr 2020 etwa 19 Prozent Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verloren, als fast ein Fünftel. Das hat der „Verband der Maschinen und Anlagenbauer Ost“ (VDMA Ost) in Leipzig mitgeteilt. Zudem büßte die Branche ihre Rolle als langjähriger Jobmotor ein: Die größeren Betriebe ab 50 Mitarbeitern beschäftigten zuletzt insgesamt nur noch 35.400 Menschen. Dies entspricht einem Rückgang um 3,3 Prozent.

Nicht nur in Autos, sondern auch in Landmaschinen - hier eine Aufnahme aus einer Agrarfahrzeug-Entwicklung der TU Dresden - enthalten neben Motoren viele bewegliche Teile, die einen Teil der eingesetzten Energie als unerwünschte Reibung und Abwärme vergeuden. Foto: Heiko Weckbrodt

Brandbrief aus Erzgebirge gegen Corona-Grenzschließung

Wirtschaftsförderer: Können nur noch Scherben zusammenkehren und von vorn anfangen Annaberg-Buchholz, 18. Februar 2021. In einem „offenen Brief“ hat die „Wirtschaftsförderung Erzgebirge“ (WFE) aus Annaberg-Buchholz die sächsischen Corona-Grenzschließungen nach Tschechien scharf kritisiert. „Die Schäden werden erheblich sein und nicht reparabel“, warnten WFE-Chef Matthias Lißke und Wirtschaftsservice-Leiter Jan Kammerl in ihren Schreiben, das nicht adressiert ist, sich aber offensichtlich an die Politiker in Dresden und Berlin richtet. Sie fordern, die Grenze zu Tschechien schnellstmöglich weder zu öffnen, insbesondere für Industriebeschäftigte und -transporte.

Ein historischer Kinoprojektor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Kinoumsatz schrumpft im Coronajahr auf kaum ein Drittel

Filmförderanstalt: Das war zu erwarten Berlin/Dresden, 16. Februar 2021. Die deutschen Kinos haben im Corona-Jahr kaum ein Drittel der Tickets verkauft, wie sie sonst üblich waren. Auch die Umsätze rauschten um mehr als zwei Drittel auf nur noch 318 Millionen Euro in den Keller. Das hat die Filmförderanstalt (FFA) in Berlin heute mitgeteilt.