Alle Artikel mit dem Schlagwort: AI

Der Automobilzuliefer-Konzern "Continental" investiert in das Leipziger KI-Unternehmen "Kopernikus Automotive". Foto: TGFS

Frisches Geld für Leipziger Kopernikus-KI

Continental und Co. setzen auf automatisierte Einpark-Dienste der Künstlichen Intelligenz Leipzig, 3. August 2021. Der Fahrzeugtechnik-Zulieferer Continental und weitere Risikokapitalgeber steigen beim sächsischen Technologie-Unternehmen „Kopernikus Automotive“ ein. Das geht aus Mitteilungen von Continental sowie des „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hervor, letzterer gehört bereits seit längerem zu den Anteilseignern. Den Dosis der Kapitalspritze wollte der TGFS allerdings nicht verraten. Kopernikus will mit dem frischen Geld unter anderem seine Künstliche Intelligenz (KI) weiterentwickeln, die fahrerlose Autos in Parkhäusern und auf Fabrikarealen steuert.

Die Visualisierung zeigt, welchem Vorbild der künftige Spinnaker2-Superrechner folgt: dem menschlichen Gehirn. Grafik: Spinncloud

Globalfoundries stellt Spinnaker2-Neurochips für gehirnähnlichen Superrechner her

Die TU Dresden will daraus einen Computer bauen, der Künstliche Intelligenz auf eine neue Stufe hebt Dresden, 27. Juli 2021. Bei Globalfoundries Dresden geht nun ein neuer Neuro-Chip in die Produktion: Der „Spinnaker 2“ ist als Baustein für neuartige Supercomputer gedacht, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten, aber eben als „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das haben Globalfoundries sowie die Unis Dresden und Manchester heute mitgeteilt. Die junge TU-Ausgründung „Spinncloud Systems GmbH“ soll die neue KI dann auch kommerziell vermarkten, wenn sie zusammengesetzt, angelernt und hochgefahren ist.

Blick in ein Spiegelkabinett im binären Matrix-Stil im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt digital Binärcode

Dresden bekommt Labor für junge Hacker

Künstliche Intelligenz geistert künftig durch den Museumskeller der Technischen Sammlungen Dresden, 12. Juli 2021. Eine neue Attraktion für junge Technikbegeisterte und Nachwuchsprogrammierer entsteht in Dresden: Die „Open Knowledge Foundation Deutschland“ richtet in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) an der Junghansstraße ein „Jugend hackt“-Labor ein. Dort können Zwölf- bis 18-Jährige ab dem 21. Juli 2021 die tieferen Geheimnisse hinter Schlagwörtern wie „Künstliche Intelligenz“ (KI), „maschinelle Lernen“ und „Nachhaltigkeit“ durchdringen und Hackertricks lernen. Wegen des besonderen Schwerpunktes wird das Dresdner Zentrum auch „KI Lab“ heißen. Das haben die Organisatoren von der „Open Knowledge Foundation Deutschland“ und vom Verein „mediale pfade.org“ mitgeteilt. Weitere “Jugend hackt”-Labore entstehen im Juli 2021 außerdem in Freiberg, Görlitz, Mannheim und Isenbüttel.

In der neuen Chipfabrik in Dresden hat Bosch von Anfang an auf AR-Datenbrillen, KI und andere "Industrie 4.0"-Konzepte gesetzt. Foto: Bosch

Bosch-Ingenieure schauen mit Datenbrillen durch Wände

KI, vorausschauende Wartung, erweiterte Realität und andere „Industrie 4.0“-Methoden liegen der neuen Bosch-Chipfabrik in Dresden in den Genen Dresden, 7. Juli 2021. Bosch setzt in seiner neuen Dresdner Chip-Fabrik auf augmentierte Realität, Datenbrillen und Künstliche Intelligenz (KI), um Anlagen schneller zu installieren und effektiver zu warten. „Mit dieser Technik wird es für uns zum Beispiel möglich, durch Wände zu schauen und verdeckte Gasleitungen zu sehen“, erklärt Bosch-AR-Spezialist Robert Lindemann. „Wir können damit aber auch Mitarbeiter trainieren und letztlich auch Reisekosten sparen.“

Live-Demo bei Wandelbots Dresden: Künftig wird es möglich sein, Roboter für neue Arbeiten anzulernen, indem man ihnen den passenden QR-Code zeigt. Foto: LHD

Der Miet-Roboter übernimmt die Nachtschicht

Dresdner Konsortium entwickelt Künstliche Intelligenz, die gelangweilte Fabrikroboter mit „Zwischendurch“-Aufträgen kleiner Betriebe versorgt Dresden, 6. Juli 2021. Ähnlich wie viele Elektronikfirmen ihre Chips nicht mehr in eigenen Fabriken bauen, sondern bei großen Auftragsfertigern („Foundries“) herstellen lassen, können kleine Betriebe künftig ganze Produktionsschichten an Roboter-Foundries weiterdelegieren. Eine typische Konstellation: Ein wichtiger Kunde schickt kurzfristig einen eiligen Auftrag, für den der Betrieb auf die Schnelle gar nicht genug Leute hat. Dann könnten gelangweilte Roboter in einem anderen Unternehmen oder in einer spezialisierten Roboter-Foundry die Order über Nacht abarbeiten. Als Vermittler dient dabei eine „Künstliche Intelligenz“ (KI), die ein Unternehmensverbund im „Smart Systems Hub“ in Dresden entwickelt. Beteiligt sind die Softwareschmiede SAP, die Roboteranlerner von Wandelbots, das Halbleiterunternehmen Infineon in Dresden sowie die Digitalisierer von „Objective Partner“ aus Weinheim.

Ingenieur Harald Heinrich von Infineon führt im Wandelbots-Studio in Dresden die neue Mensch-Erkennung für mobile Roboter vor. Heiko Weckbrodt

Roboter ergründen die Wege der Menschen

Infineon rüstet seine Reinraum-Kobots mit KI und moderner Sensorik auf, um Vollbremsungen überflüssig zu machen Dresden, 5. Juli 2021. Neuartige Sensoren und „Künstliche Intelligenz“ (KI) aus Dresden helfen Roboter und Mensch künftig, in Fabriken enger zusammenzuarbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Eine Beispiellösung dafür haben Infineon, Wandelbots, der Smart Systems Hub Dresden, SAP und „Objective partner“ in einer gemeinsamen „Digital Product Factory“ (DPF) entwickelt. Dadurch können selbstständig durch Chipfabriken rollende Roboter, die zum Beispiel das Reinraumwetter messen oder Siliziumscheiben (Wafer) in entlegene Hallenecken transportieren, nun flexibler Menschen ausweichen.

Bosch und die Konsortialpartner von "progressivKI" wollen künftig "Künstliche Intelligenzen" einsetzen. um immer komplexere Autoelektronik zu entwerfen. Da KI auch für die Steuerung autonomer und vernetzter Fahrzeuge benötigt wird, kann das in letzter Instanz dazu führen, dass die KI immer neue Tochter-KIs entwirft. Grafik: Bosch

KI konstruiert künftig Autoelektronik selbst

Bund gibt 11,2 Millionen für Projekt „progressivKI“ – Bosch und Cloud&Heat Dresden an Bord Hildesheim/Dresden, 24. Juni 2021. Weil die Elektroniksysteme in Autos immer komplexer werden und für den einzelnen Menschen kaum noch im Ganzen überschaubar sind, sollen künftig „Künstliche Intelligenzen“ diese Elektronikentwicklung übernehmen. Unter Federführung der “Robert Bosch Car Multimedia GmbH” aus Hildesheim will ein Konsortium von 18 Partnern – darunter auch „Cloud&Heat“ aus Dresden – bis zum Frühjahr 2024 ein solches KI-gestütztes Entwurfs- und Prüfsystem für Autoelektronik entwickeln. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das „progressivKI“ genannte Projekt mit 11,2 Millionen Euro.

Ceti-Forscher haben unter andere auch diesen Barkeeper-Roboter entwickelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ceti-Forscher planen Roboter-Bar

Menschliche Köche und Barkeeper sollen Stahlkollegen das perfekte Steak und den Super-Cocktail beibringen Dresden, 23. Juni 2021. Um ihre volle Forschungsfähigkeit zu erhalten und die wahren Fähigkeiten „Künstliche Intelligenz“ (KI) praktisch zu erproben, wollen die Exzellenz-Wissenschaftler vom „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (Ceti) in Dresden einen Roboter-Bar aufbauen. Dort sollen KI-Roboter den Forschern sowie ihren Gästen Steaks braten und Drinks mixen. Das hat Ceti-Sprecher Prof. Frank Fitzek angekündigt.

Roboter dominieren die Bosch-Fabrik Dresden. Foto: Bosch

Bosch startet in Dresden die Chipfabrik der Roboter und neuronalen Netze

Statt Tausender beschäftigt das milliardenteures Halbleiterwerk zum Start nur 250 Leute – der Reinraum selbst ist fast menschleer Dresden, 7. Juni 2021. Die neue milliardenteure Chipfabrik von Bosch in Dresden startet heute offiziell mit gerade einmal rund 250 Mitarbeitern – von denen zudem nur einige wenige auch physisch im Reinraum arbeiten. Später will der schwäbische Technologiekonzern seine Belegschaft zwar noch auf 700 Köpfe aufstocken. Doch selbst das ist wenig im Vergleich zu den 1500 bis 3000 Menschen, die noch in den 1990ern ein Halbleiterwerk dieser Größenordnung bevölkert hätten. Der Hauptgrund dafür ist der strikte Hochautomatisierungs-Kurs, den die deutsche Halbleiterbranche seither eingeschlagen hat – um überhaupt konkurrenz- und überlebenfähig im internationalen Wettbewerb zu bleiben.

Die Kombination zum Tresor würde auch keiner anderen zeigen. Doch bem Online-Banking lassen sich viele Deutsche über die Schulter schauen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Velektronik, Morpheus & Co: Wie sehr können wir unserer Elektronik vertrauen?

  Unternehmer und Forscher diskutieren beim „Silicon Saxony Day 2021“ über Spionage-Abwehr, Koboter, KI und die Stadt der Zukunft Dresden, 22. Mai 2021. „Industrie 4.0“ klingt ja eigentlich gut: nach Fortschritt, mehr Produktivität, Hochtechnologie. Aber wie sehr kann der Maschinenbauer in Europa eigentlich dem GPS-Ortungsgerät aus China, der Rechnerwolke aus Übersee oder dem Funketikett-Lesegerät aus Südostasien vertrauen, die er da in seiner frisch vernetzten Werkhalle im Einsatz hat? Vertrauenswürdige Elektronik und Software sind daher zu viel diskutierten Themen geworden – und zwar weltweit. Erst kürzlich stellten die US-Militärforschungsagentur „Darpa“ und die Uni Michigan einen „Morpheus“-Prozessor vor, der seine Rechenoperationen im Millisekunden-Takt immer neu verschleiert und verschlüsselt, um seine Geheimnisse zu wahren. Über 500 Hacker bissen sich am Versuch die Zähne aus, „Morpheus“ zu knacken. Auch in Europa ist die Diskussion um digitale Souveränität und vertrauenswürdige Elektronik in vollem Gange. So wollen auf dem „Silicon Saxony Day“ am 27. Mai 2021 in Dresden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unter anderem zukunftsweisende Konzepte für mehr informationstechnologische Sicherheit vorstellen.

Datenbrillen mit "augmentierter Realität" (AR) können beispielsweise Ärzten künftig Zusatzinformationen über einen behandelten Patienten einblenden. Daran arbeitet unter anderem der "Semeco"-Partner "Else-Kröner-Fresenius-Zentrum Digital Health" (EKFZ) in Dresden gemeinsam mit der Firma Tooz aus Aalen. Foto/Montage: Tooz

Semeco-Zentrum für hochsichere Medizinelektronik in Dresden geplant

Uni bemüht sich um Zukunftscluster-Geld vom Bund Dresden, 11. Mai 2021. Um neue Medizintechnik künftig rascher und dennoch sicher für Patienten nutzbar zu machen, wollen das die TU Dresden und seine Partner ein neues Forschungsnetzwerk namens „Semeco“ knüpfen. Das hat Prof. Gerhard Fettweis vom federführenden Barkhausen-Institut der Dresdner Uni angekündigt. Dort wollen Elektroingenieure, Experten für Künstliche Intelligenz, Ärzte und andere Spezialisten gemeinsam hochsichere Computerchips, Sensoren und Mikrosysteme für innovative Medizintechnik entwickeln. Dafür haben die Partner beim Bundesforschungsministerium Fördergeld aus dem Zukunftscluster-Programm beantragt und sind damit inzwischen in die Endauswahl gekommen, berichtet der Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis.

René Schädlich (links), Helmut Geilert und Gerrit Raddatz (rechts) von der CBApply. Foto: TGFS

Chemnitzer KI sucht nach optimaler Öko-Lieferkette

Logistiksoftware-Firma „CBApply“ bekommt Geld vom Technologiegründerfonds Sachsen Chemnitz/Leipzig, 27. April 2021. Selbst viele kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland haben sich inzwischen die Vorteile einer global vernetzten Wirtschaft zunutze gemacht: Sie haben Lieferketten rund um den Erdball aufgebaut – um preisgünstig Autoteile zu fertigen, weit entfernte Märkte durch eine Vor-Ort-Produktion zu erschließen oder um den kapitalzehrenden Bau von Großfabriken herumzukommen. Komplexe globale Lieferketten mit Excel-Tabellenwirtschaft kaum noch zu beherrschen Aber: Dabei alle Zulieferer im Auge zu behalten, Störungen durch Seuchen, havarierte Suez-Frachter oder texanische Kälteeinbrüche auszubügeln, dabei auch noch ökologisch zu wirtschaften und neue Lieferkettengesetze zu beachten, ist mit reiner Excel-Tabellenwirtschaft so gut wie unmöglich geworden. Ein junges Unternehmen aus Chemnitz schickt dafür nun „Künstliche Intelligenzen“ in die Spur: Diese KI suchen und überwachen für die Kunden von „CBApply“ die optimale Lieferketten, die für das rechte Gleichgewicht aus Profit, Qualität und Nachhaltigkeit sorgen. Der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hält dieses Konzept für zukunftsweisend – und investiert nun in die „CBApply GmbH“. Den Umfang der Geldspritze bezifferte der teilstaatliche Risikokapitalist allerdings nicht.

Die Bosch-Manager hoffen auf Milliarden-Umsätze durch vernetzte Geräte, die durch künstliche Intelligenzen gesteuert werden. Hier eine Heimanwendung, bei der die Raumluft und Beleuchtung per App justiert werden. Foto: Bosch

Bosch stürzt sich auf vernetzte künstliche Intelligenz, E-Autos und Wasserstoff

Umsatzeinbußen im Corona-Jahr, Konzernchef will mehr in Zukunftstechnologien investieren Stuttgart, 22. April 2021. Der deutsche Technologiekonzern „Bosch“ will sich künftig stärker auf vernetzte künstliche Intelligenz (AIoT), elektrische Autoantriebe und Brennstoffzellen konzentrieren und erwartet aus diesen noch jungen Geschäftsfeldern neue Milliardenumsätze. Das geht aus der Jahresbilanz 2020 und dem Ausblick bis 2025 hervor, die Bosch-Chef Volkmar Denner heute vorgelegt hat.

Bienen und andere für uns nützliche Insekten werden vom geplanten lernfähigen Terminator-Chip als VIPs behandelt... Foto: Heiko Weckbrodt

Künstliche Neuronen gehen auf Mottenjagd

Projekt „Memtrap“: TU Dresden arbeiten an lernfähigen organischen Insektenfallen Dresden, 21. April 2021. Können in naher Zukunft lernfähige „Terminator“-Sensoren all jene Insektenplagen stoppen, die sonst ganze Ernten vernichten? Optoelektroniker und KI-Experten der TU Dresden sind da zumindest auf einer heißen Spur: Sie wollen im Projekt „Memtrap“ (Speicherfalle) gemeinsam lernfähige organische Terminator-Chips bauen, die „gute“ von „bösen“ Insekten unterscheiden können und nur die Plagegeister fangen. Das hat Prof. Stefan Mannsfeld vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden (Cfaed) mitgeteilt. Er treibt das Projekt gemeinsam mit Prof. Frank Ellinger und Dr. Bahman K. Boroujeni vom Lehrstuhl für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie voran.

Fraunhofer-KI “Isaac” hört raus, ob die Schweißnaht passt

Auch Laien sollen die künstliche Horch-Intelligenz umschulen können Ilmenau, 6. April 2021. So wie ein erfahrener Automechaniker schon an den Motorgeräuschen erkennt, ob bald eine Reparatur fällig ist, können inzwischen auch „Künstliche Intelligenzen“ (KI) am Klang eines Industrieprozesses heraushören, ob zum da Qualität oder Ausschuss entsteht. Am Beispiel von Schweißnähten demonstriert das nun ein Thüringer Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher: Das Team um Judith Liebetrau vom „Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie“ (IDMT) aus Ilmenau hat eine KI darauf trainiert, an Geräuschen Schweißfehler zu erkennen.