Alle Artikel mit dem Schlagwort: AI

Dr. Falk Zakrzewski von der Uni-Ausgründung Asgen zeigt Beispiele für die Krebsindiz-Analyse durch eine KI. Foto: Heiko Weckbrodt

Pathologische KI sucht nach Brustkrebs

Dresdner Uni-Ausgründung Asgen will Pathologen-Engpässen mit neuronalen Netzen begegnen Dresden, 9. November 2021. Die Uni-Ausgründung „Asgen“ aus Dresden setzt Künstliche Intelligenz (KI) ein, um Anzeichen für Tumore schnell vorab zu erkennen, um die Mikroskopbefunde dann dem zuständigen Pathologen und dem behandelnden Onkologen zur Diagnose vorzulegen. „Wir wollen damit nicht den Menschen wegrationalisieren“, betont Asgen-Produktentwickler Dr. Falk Zakrzewski. „Die automatischen Scannersysteme und neuronalen Netze sind vielmehr als Assistenz für den Arzt zu verstehen.“

Das menschliche Gehirn vollbringt komplexe Lösungsleistungen, von denen jede heutige KI noch Lichtjahre entfernt ist. In einigen Spezialdisziplinen erkennen Künstliche Intelligenzen aber auch Muster, die den einzelnen Menschen überfordern würden. Foto: Heiko Weckbrodt

Frohe Kunde: Keine Super-KI wird uns unterjochen (vorerst)

Sonderschau im Hygienemuseum Dresden reflektiert Chancen, Grenzen und Ängste rund um „Künstlichen Intelligenzen“ Dresden, 5. November 2021. Die Künstliche Intelligenz starrt mit ihrem Kameraauge auf den rosa Lappen, den da ein Schelm vor ihr auf den Tisch gelegt hat. Ihre Welt besteht aus Blumen, Feuer, Wasser, Wolken und Sternen – das hat sie gelernt. Perplex beginnt die KI frei zu improvisieren, malt auf ihren Ausgabe-Bildschirm einer schöne Sternenformation mit kosmischen Feuereffekten. Diese Installation „Learning to See“ des türkischen Künstlers Memo Akten ist derzeit in der neuen Sonderausstellung „Künstliche Intelligenz . Maschinen – Lernen – Menschheitsträume“ zu sehen und scheint das Urteil von Ko-Kurator Dr. Thomas Ramge nur zu bestätigen: „Mit Stand heute sind alle Künstlichen Intelligenzen nur Fachidioten“, sagt er: In bestimmten, genau angelernten Aufgaben könne eine KI dem Menschen übertrumpfen – schaffe es aber immer noch nicht, Unvorhergesehenes zu meistern.

Die Flynex-Gründer betrachten ernst eine fliegende Drohne. Foto: Flynex

Garten-Stihl steigt in Drohnenfirma Flynex in Leipzig ein

Sachsen entwickeln Flugplan-Software für fliegende Augen Leipzig/Waiblingen, 13. Oktober 2021. Der Motor- und Gartengerätehersteller „Stihl“ aus Waiblingen bei Stuttgart beteiligt sich mit weiteren Investoren mit einem Millionenbetrag an der sächsisches Drohnen-Softwareschmiede „Flynex“ aus Leipzig. Das geht aus Mitteilungen von Flynex sowie des „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) aus Bonn hervor, der gemeinsam mit dem „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) sowie die Risikokapitalisten von „GPS Ventures“ und „Snowflake Ventures“ zu den Anteilseignern der Leipziger Drohnenspezialisten gehört.

Moritz Simon Geist ist einer der Jurymitglieder des MAMAA. Fotograf: Florian Voggeneder via TSD

„Mamaa“: Die Maschine als Schöpfer, Belustiger und Moralist

Dresdner Museum und Künstlerkollektive loben weltweit ersten Preis für außergewöhnliche Maschinen aus Dresden, 8. Oktober 2021. Die Eroberung schaffenden und schließlich auch schöpferischen Tuns durch Maschinen ist ein schleichender Prozess: Schon lange stellen Maschinen Maschinen her, wenn man etwa an die Autofabriken voller Roboter denkt. Und weil Chip-Designs immer komplexer und für den einzelnen menschlichen Verstand schier undurchschaubar geworden sind, beginnt in großen Elektronikschmieden gerade eine neue Stufe der Computerunterstützung: Unternehmen wie Nvidia setzen Künstliche Intelligenzen (KI) für den Entwurf von Schaltkreisen ein, die wiederum neue KIs antreiben. Die Reihe der Beispiele, wie sich Maschinen immer mehr Sphären erobern, ließe sich lange fortsetzen. Angesichts dieser Entwicklung wollen die „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD), das „Netzwerk Medien Kunst“ und das Technologiekünstlerkollektiv „Rosy DX“ nun den „Protagonisten dieses neuen Maschinenzeitalters“ mit einem Wettbewerb würdigen: Sie verleihen im Frühjahr in fünf Kategorien den „Magic Machine Award 2021“ (Mamaa) an die innovativsten, künstlerischsten, verrücktesten, lustigsten, moralischsten und am meisten menschenbezogenen Maschinen. Bis Ende Oktober 2021 können sich die Erfinder und ihre Maschinen um die Preise bewerben.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (links) schaut gemeinsam mit jungen Besuchern des "Living Labs" in Leipzig zu, wie sich Nao-Roboter mit KI-Unterstützung als Fußballer verdingen. Foto: SMWK

KI-Forscher eröffnen Erklärlabor in Leipzig

Sachsen wollen Innovationsvorsprung in der „Künstlichen Intelligenz“ erarbeiten Leipzig/Dresden, 7. Oktober 2021. Damit auch Normalsterbliche zumindest ein wenig die Künstlichen Intelligenzen (KI) verstehen lernen, haben KI-Forscher heute in Leipzig ein „Living Lab“ eröffnet. In diesem „lebenden Labor“ im „Löhrs Carré“ wollen sie mit Laien die Forschungsansätze und –ergebnisse des „Centers for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence“ (Scads.AI) vorstellen. Parallel dazu haben die Wissenschaftler eine Graduiertenschule (neudeutsch „Graduate School“ genannt) für KI- und Daten-Nachwuchsakademiker an den beiden Standorten Leipzig und Dresden gestartet. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Wissenschaftsministers Sebastian Gemkow (CDU) hervor.

Is heute selten geworden, aber DAS-Chef Horst Reichardt hat offensichtlich ein Faible für Kunst in der Industrie: Im Zuge des Fabrik-Ausbaus gestaltete der Dresdner Künstler Caparso dieses Graffiti mit "Lizzy ". Das Chamäleon ist das Maskottchen des Umwelttechnik-Unternehmens. Foto: WeichertMehner

Dresden setzt stärker auf KI, Robotik und Umwelttechnik

Wirtschaftsförderer wollen die Kommune als einen führenden Hightech-Standort Europa profilieren Dresden, 5. Oktober 2021. Die Dresdner Wirtschaftsförderer wollen stärker als bisher nicht nur auf die Mikroelektronik, sondern auch auf weitere Zukunftsthemen wie Robotik, Software, Künstliche Intelligenz, Umwelttechnik und Kommunikationstechnologie setzen. Das hat Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke angekündigt. Er will auch ein paar richtig dicke Fische an Land ziehen.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

46 Millionen Euro für neues KI-Rechenzentrum Leipzig

Uni finanziert Projekt mit Kohleausstiegs-Geld Leipzig, 26. September 2021. Das neue wissenschaftliche Rechenzentrum für „Künstliche Intelligenz“ (KI), das Sachsen an der Uni Leipzig einrichten möchte, wird 46 Millionen Euro kosten. Das hat die Universität Leipzig mitgeteilt. Das Bundesforschungsministerium und das sächsische Wissenschaftsministerium wollen die Kosten demnach zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen decken, die für den Braunkohle-Ausstieg gedacht sind.

Eine universelle Sensorplattform mit Globalfoundries-Chips kann durch Sensoren, Funkchips und andere Technik zu einem komplexen elektronischen System erweitert werden. Foto: Fraunhofer-EAS

Kallisto aus Dresden wacht über Marathon-Läufer

Made in Saxony: Sport- und Hightech-Firmen aus Sachsen bauen GPS-Orter mit Chipbaukasten Dresden, 13. September 2021. Beim Marathon, „Iron Man“ und anderen vielbejubelten Läufen wollen Sportler und Zuschauer möglichst genau wissen, wer sich gerade im allgemeinen Gewusel platziert hat. Dabei hilft seit einiger Zeit eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und moderner Halbleiter-Technologie. Gemeinsam mit sächsischen Mikroelektronik-Spezialisten hat das Dresdner Unternehmen „Racemap“ einen GPS-Orter („Tracker“) konstruiert. Dieses von einem sächsischen Technologie-Netzwerk entwickelte und produzierte Gerät meldet die die Position aller damit ausgerüsteten Läufer auf elektronischen Karten und in frei verfügbaren Apps – selbst bei Sportveranstaltungen mit Hunderten oder gar Tausenden Teilnehmern.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Sachsen will bis 2025 zum führenden KI-Standort aufsteigen

Freistaat kündigt 60 Millionen Euro Investitionen in Künstliche Intelligenz an Leipzig/Dresden, 10. September 2021. Sachsen will sich bis 2025 zu „einem der führenden deutschen Forschungs- und Innovationsstandorte für Künstliche Intelligenz“ (KI) entwickeln. Diese Marschrichtung hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heute auf einem „KI-Kongress des Freistaats Sachsen“ mit rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik in Leipzig ausgebeben. Als Wirtschafts- und Innovationstreiber komme der KI-Technologie „eine besondere strategische Rolle zu“. Daher habe Sachsen auch eine eigene KI-Strategie entwickeln.

Solche Polymer-basierten künstlichen neuronalen Netze können Herzkranken implantiert werden, um Rhythmusstörungen automatisch zu erkennen. Mikroskopaufnahme: TUD

Eingepflanzte KI hört auf das Herz

Dresdner Elektroniker entwickeln implantierbare Polymernetze, die Herzrhythmus-Störungen aufspüren Dresden, 20. August 2021. Winzige „Künstliche Intelligenzen“ (KI) könnten künftig Herzkranken eingepflanzt werden. Sie sollen dann unermüdlich auf Herzrhythmus-Störungen oder auf Komplikationen nach einer Herz-OP achten, während die Patienten bereits wieder daheim ihrem Alltag nachgehen. Dieser Vision sind Elektroniker der TU Dresden nun Stück näher gekommen: Sie haben dafür eine Polymer-KI entwickelt, die sich in den Körper implantieren lässt.

Dr. Ciarán Fowley, Dr. Alina Deac und ihre Kollegen haben magnetische Nanoscheiben (lila) mit einer ringförmigen Schutzschicht (grü+ne) überzogen und dann mit Chrom-Ionen (orange) beschossen. Dadurch konnten sie unterschiedlich stark magnetisierte Ebenen in ihren Nanoscheiben erzeugen, in denen magnetische Wirbel kommunizieren können. Grafik: Juniks für das HZDR

Nano-Magnetstürme sollen Künstliche Intelligenz aufschlauen

Helmholtz Dresden entwickelt spintronische Nanoscheiben Dresden, 16. August 2021. Die Dresdner Helmholtz-Forscherin Dr. Alina Deac hat gemeinsam mit Kollegen besondere Nanoscheiben entworfen, deren schwingende Magnetwirbel sich ähnlich wie menschliche Neuronen-Netze organisieren und als Bausteine einer „Künstlichen Intelligenz“ (KI) dienen können. Womöglich lassen sich damit neuartige spintronische Computerchips bauen, die lernen, Muster erkennen und andere Aufgaben so effizient wie ein Gehirn, aber schneller lösen können. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor.

Der Automobilzuliefer-Konzern "Continental" investiert in das Leipziger KI-Unternehmen "Kopernikus Automotive". Foto: TGFS

Frisches Geld für Leipziger Kopernikus-KI

Continental und Co. setzen auf automatisierte Einpark-Dienste der Künstlichen Intelligenz Leipzig, 3. August 2021. Der Fahrzeugtechnik-Zulieferer Continental und weitere Risikokapitalgeber steigen beim sächsischen Technologie-Unternehmen „Kopernikus Automotive“ ein. Das geht aus Mitteilungen von Continental sowie des „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hervor, letzterer gehört bereits seit längerem zu den Anteilseignern. Den Dosis der Kapitalspritze wollte der TGFS allerdings nicht verraten. Kopernikus will mit dem frischen Geld unter anderem seine Künstliche Intelligenz (KI) weiterentwickeln, die fahrerlose Autos in Parkhäusern und auf Fabrikarealen steuert.

Die Visualisierung zeigt, welchem Vorbild der künftige Spinnaker2-Superrechner folgt: dem menschlichen Gehirn. Grafik: Spinncloud

Globalfoundries stellt Spinnaker2-Neurochips für gehirnähnlichen Superrechner her

Die TU Dresden will daraus einen Computer bauen, der Künstliche Intelligenz auf eine neue Stufe hebt Dresden, 27. Juli 2021. Bei Globalfoundries Dresden geht nun ein neuer Neuro-Chip in die Produktion: Der „Spinnaker 2“ ist als Baustein für neuartige Supercomputer gedacht, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten, aber eben als „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das haben Globalfoundries sowie die Unis Dresden und Manchester heute mitgeteilt. Die junge TU-Ausgründung „Spinncloud Systems GmbH“ soll die neue KI dann auch kommerziell vermarkten, wenn sie zusammengesetzt, angelernt und hochgefahren ist.