Monate: Oktober 2019

Autonom fahrende Autos sollen Unfälle mit Fußgängern mit KI-Hilfe vermeiden. Grafik: Nvidia

Rettet der Schwenk zum autonomen Auto Leben?

Verkehrsforscher und Unternehmer diskutieren über technologische Vermeidung von Unfällen Dresden, 31. Oktober 2019. Werden autonom fahrende Autos in Zukunft weit seltener Fußgänger verletzen als es heutige Autos tun? Können Künstliche Intelligenzen überhaupt die Intuition und Erfahrungen eines langjährigen Fahrers wettmachen – oder agieren sie per se schneller und klüger als der Mensch? Sorgen künftig Robotertaxis und -busse womöglich generell für mehr Sicherheit im Stadtverkehr? Über diese und andere Fragen rund um den technologischen Schutz vor Unfällen beschäftigen sich Verkehrsexperten am 7. November 2019 auf einer Tagung „Sicher ist sicher! Neue Technologien im Verkehr“ in Dresden. Das hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) mitgeteilt.

Der Zusammenbruch der DDR verhinderte letztlich eine Massenproduktion in Ostdeutschland: Die "Wieger 940" wurde im Erzgebirge für den Westexport entwickelt - frei von sowjetischen Lizenzrechten, damit die DDR damit Devisen verdienen konnte, so der Plan. Foto: Tom Raulien, Wikipedia, Public Domain

Ausstellung über DDR-Waffenproduktion 2020 in Suhl

Elektronikprofessor aus Zwickau zeigt auch 3D-Scan vom ostdeutschen Wieger-Sturmgewehr Suhl/Zwickau/Dresden, 30. Oktober 2019. Der Zwickauer Elektronikprofessor Rigo Herold will ab Mai 2020 als Kurator in einer Ausstellung im Waffenmuseum Suhl ein besonderes umstrittenes Kapitel der DDR-Geschichte beleuchten, das vor 1989 kaum bekannt war und nach der Wende hohe Wellen schlug: Die Rede ist von der geheimen ostdeutschen Waffenproduktion. „Wir wollen in dieser Ausstellung aber nicht nur Waffen zeigen, sondern auch die politischen und ethischen Aspekte zum Beispiel der DDR-Waffenexporte in Krisenregionen beleuchten“, betonte Rigo Herold.

dm behauptet sich als Marktführer im Drogeriemarkt-Segment. Allerdings wird es schweiriger, alls Jobs und Lehrstellen zu besetzen. Foto: dm

dm-Sachsenchef: Wir finden kaum noch Mini-Jobber

Dm wächst– doch genug Lehrlinge und Aushilfen zu finden, wird für die Drogisten immer schwieriger Dresden, 29. Oktober 2019. Auch „dm“ bekommt die Kehrseite des langen Wirtschafts-Aufschwungs und des demografischen Wandels zu spüren: Die Drogeriemarkt-Kette hat in Sachsen und ganz Deutschland wachsende Probleme, vor allem alle Lehrstellen und Aushilfs-Tätigkeiten zu besetzen. „Wir finden kaum noch Mini-Jobber“, berichtete Gert Moßler, der dm-Gebietsverantwortliche für den Freistaat.

Forscher aus Dresden und der Schweiz haben einen elektronischen Sensor entwickelt, der Signale sowohl taktil als auch berührungslos verarbeitet. Diese „elektronische Haut“ könnte eine bessere Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bilden. Grafik: HZDR / D. Makarov

Helmholtz-Forscher rüsten Haut mit Magnetsinn auf

Hauchdünne Sensoren für Finger sollen komplexe Aktionen in virtuellen Welten vereinfachen Dresden/Linz, 29. Oktober 2019. Um das Zusammenspiel von Mensch und Maschine zu vereinfachen, haben Forscher aus Dresden und aus Linz hauchdünne Sensoren entwickelt, die die menschlichen Haut mit einem Magnetsinn aufrüsten. Das haben das Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Johannes-Kepler-Uni Linz heute mitgeteilt.

Olivia Rönning (Julia Ragnarsson) kooperiert mit dem Journalisten Alex Popovic (Nemanja Stojanovic), um ein Puzzle aus Morden, Zollintrigen, öffentlichen Ausschreibungen und ominösen Todesfällen in Altenheimen zusammenzusetzen. Photo: Niklas Maupoix, Filmlance International AB

„Springflut 2“: Olivia ermittelt im Porno- und Drogensumpf

Zweite Staffel der schwedischen Krimiserie fürs Heimkino Nachdem Polizeischülerin Olivia Rönning (Julia Ragnarsson, „Die Brücke“) in der ersten Staffel von „Springflut“ die Morde an ihren Eltern aufgedeckt hat und nach Schweden zurückgekehrt ist, klemmt sie sich hinter einen neuen Fall. Und der führt sie in die Untiefen von Drogenhehlerei, internationalen Pornoringen und Medikamentenbetrug. Ab 8. November 2019 wälzt sich die neue Springflut durchs Heimkino.

Industrieroboter schweißen Auto-Chassis in der Automobilindustrie. Foto: ABB/ IFR

Indien setzt mehr Roboter ein

Subkontinent gehört zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Frankfurt am Main/ Neu Delhi, 27. Oktober 2019. Wenn es um Industrieroboter geht, denken die meisten in der Branche an Südkorea, China oder die USA. Doch derweil investiert auch die indische Wirtschaft immer mehr in automatisierte Fabriken: Im Jahr 2018 installierten sie 4771 Industrieroboter, teilte die Internationale Förderation für Robotik (IFR) in Frankfurt am Main mit. Dies entspreche einem Plus von 39 Prozent zum Vorjahr.

Die 300-mm-Scheiben, die Infineon für seine neuen Leistungs-Halbleiter verwendet, sind so dünn, dass sie biegsam werden. Foto: Infineon

Infineon plant neues Fabrikmodul in Dresden

Die Entscheidung über die Multimillionen-Investition ist noch nicht gefallen. Die Zeit drängt aber, denn die Nachfrage für Hochspannungs-Chips steigt. Dresden, 25. Oktober 2019. Weil für die Energiewende und für den Umstieg auf Elektroautos mehr und mehr Leistungselektronik gefragt ist, erwägt Infineon Dresden nun, ein viertes Fabrikmodul in Klotzsche zu bauen. In dem Neubau sollen voraussichtlich auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer) spezielle Chips hergestellt werden, die hohe Spannungen und starke Ströme verkraften. Das hat Standortsprecher Christoph Schumacher auf Anfrage bestätigt. Allerdings habe die Infineon-Konzernspitze noch nicht über dieses Dresdner Projekt entschieden.

Die Hauptachsen heutiger Windkraftanlagen drehen sich heuet oft schon in Höhen deutlich über 100 Metern - wo oft andere Strömungen herrschen als in Bodennähe. Weil Turbinen auf höheren Masten einen deutlich höheren Energieertrag bringen, ersetzen viele Betreiber derzeit durch Repowering-Programme alte Anlagen durch größere. Foto: Bundesverband Windenergie

Verband: Ökoenergie stagniert in Sachsen

Vertreter von Wind- und Solarindustrie wollen neue Vermittlungsstelle und eine Klimaschutz-Kampagne im Freistaat Dresden, 25. Oktober 2019. Wenn Sachsen die Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen und aus dem Bundesklimaschutz-Paket einhalten will, müsse „der faktische Ausbaustillstand der Erneuerbaren Energien mit entsprechenden Maßnahmen beendet“ werden. Das hat die „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen in Dresden gefordert.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI schafft den Menschen nicht ab

Im Dresdner Simmel-Hochhaus feilen bei „AI4BD“ zwei Dutzend Spezialisten an digitalen Assistenten für den Mittelstand Dresden, 25. Oktober 2019 Als Standort für „Künstliche Intelligenz“ (KI) gewinnt Dresden weiter an Gewicht: Mit „AI4BD“ hat sich ein weiteres KI-Unternehmen mit einer Entwicklungs-Niederlassung in der sächsischen Landeshauptstadt angesiedelt. „Dresden ist ein wirtschaftlich interessanter Standort und mit der TU haben wir hier einen guten Partner für unsere Entwicklungsprojekte“, erklärte KI-Berater Fabian Kretschmann die Entscheidung der Schweizer Muttergesellschaft, ihre Forschungen im Herzen Sachsens zu konzentrieren. In jüngster Zeit hatten sich bereits die Fraunhofer-Gesellschaft, die Firma Coraixx und weitere Akteure entschieden, KI-Aktivitäten in Dresden zu konzentrieren (Wir berichteten).

Britt-Marie nimmt einen Trainer-Job in der verschlafenen schwedischen Kleinstadt Borg an, wo selbst viele Eltern nicht an ihre Kinder glauben. Szenenfoto: Prokino

„Britt-Marie war hier“: Ergraute Ordnungsfanatikerin wird Fußball-Trainerin

Auf DVD und Stream: Komödiendrama über eine schwedische Seniorin, deren Leben aus den Fugen gerät Was passiert, wenn Du 40 Jahre tagtäglich den selben Trott hattest – und plötzlich wirft Dich Untreue völlig aus der Bahn? Genau darüber erzählt „Britt-Marie war hier“ – eine schwedische Komödie mit dramatischem Einschlag, die nun fürs Heimkino verfügbar ist.

Prof. Gianaurelio Cuniberti mit der Urkunde über die Mitgliedschaft in der European Academy of Sciences. Foto: EurASc)

Europäische Wissenschaftsakademie nimmt Cuniberti von der TU Dresden auf

EurASc würdigt damit Beiträge des Dresdner Materialwissenschaftlers über nanostrukturierte und biomolekulare Materialien und Systeme Dresden/Madrid, 23. Oktober 2019. Der Materialforscher Prof. Gianaurelio Cuniberti von der TU Dresden gehört nun zur „European Academy of Sciences“ (EurASc). Darauf hat Florian Pump von Cunibertis Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnik mit. Die Akademie habe dem Dresdner Professor die Mitgliedsurkunde auf ihrer Hauptversammlung am 22. Oktober 2019 in Madrid verliehen.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Südkorea sucht Schulterschluss mit Sachsen

In Dresden lotet eine Delegation aus Seoul nach Investitionschancen und Kooperationen aus Dresden, 23. Oktober 2019. Koreanische Unternehmer und Wirtschaftspolitiker haben heute in Dresden um Kooperationen mit hiesigen Technologie-Firmen geworben. Auch mögliche Investitionen und Joint-Ventures standen auf der Fachtagung „Korea-Germany Core Technology Business Cooperation Meeting“ im Hotel de Saxe zur Debatte.