Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Geschäftsführer Marcus Stein von der Watttron Freital inszpiziert die Demonstrator-Maschine, die Thermoplaste energiesparend in Verpackungen verwandelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Keramikdamm gegen die Plastemüll-Lawine

Watttron aus Freital will mit innovativen Matrix-Heizungen dafür sorgen, dass die Industrie Millionen Tonnen Verpackungsmüll spart Freital/Dresden, 13. April 2018. Ingenieure aus Freital wollen mit neuartigen digitalen Heizmodulen helfen, die weltweit wachsende Mülllawine einzudämmen. Ihre Technologie verpulvere zum Beispiel bei der Produktion von Joghurtbechern knapp ein Drittel Plaste und Energie weniger als herkömmliche Verfahren, verspricht die Watttron GmbH. „Wir werden es den Leuten nicht ausreden können, aus Joghurtbechern zu essen und Kaffeekapseln zu benutzen“, räumt Geschäftsführer Marcus Stein ein, der Watttron gemeinsam mit Sascha Bach leitet. „Aber wir können wenigstens dafür sorgen, dass dabei weniger Kunststoffe verbraucht werden.“ Watttron aus Freital will mit innovativen Matrix-Heizungen dafür sorgen, dass die Industrie Millionen Tonnen Verpackungsmüll spart Freital/Dresden, 13. April 2018. Ingenieure aus Freital wollen mit neuartigen digitalen Heizmodulen helfen, die…

Raik Brettschneider. Foto: Infineon

Kurzvita von Raik Brettschneider, Infineon Dresden

1978 geboren in Sebnitz 1979-2002: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden 2003: Einstieg bei Infineon, zunächst als Controller und Planer, später als Leiter für den Finanzbereich Seit Oktober 2017: gemeinsam mit Mathias Kamolz Geschäftsführer von Infineon Dresden 1978 geboren in Sebnitz 1979-2002: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden 2003: Einstieg bei Infineon, zunächst als Controller und Planer, später als Leiter für den Finanzbereich Seit Oktober 2017:…

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutschland ist gleicher geworden

Ifo: Wirtschaftskraft der Städte und Kreise nähert sich an – vor allem durch staatliche Eingriffe München, 12. April 2018. Die Einkommen und die Wirtschaftskraft der Städte und Kreise in Deutschland hat sich seit der Jahrtausendwende angenähert. Das hat eine Analyse des Wirtschaftsforschungs-Institutes Ifo aus München ergeben. Ifo: Wirtschaftskraft der Städte und Kreise nähert sich an – vor allem durch staatliche Eingriffe München, 12. April 2018. Die Einkommen und die Wirtschaftskraft der Städte und Kreise in Deutschland…

Eine Mitarbeiterin veredelt an dieser 35PE-Anlage im Technologiezentrum Dresden GaAs-Wafer im Hochvakuum zu GaAs-Leistungshalbleitern. Foto: 35PE/Kristin SchmidtEine Mitarbeiterin veredelt an dieser 35PE-Anlage im Technologiezentrum Dresden GaAs-Wafer im Hochvakuum zu GaAs-Leistungshalbleitern. Foto: 35PE/Kristin Schmidt

Fabrik für hochspannende Chips startet in Dresden

Firma „3-5 Power Electronics“ produziert Gallium-Arsenid-Halbleiter für Elektroautos und Solarkraftwerke Dresden, 11. April 2018. Das Unternehmen „3-5 Power Electronics“ (35PE) hat heute eine Mini-Fabrik für Hochspannungs-Spezialchips im Technologiezentrum Dresden offiziell eingeweiht. Dabei handelt es sich um sogenannte Leistungs-Halbleiter, die aus Gallium-Arsen-Verbindungen (GaA) statt aus dem sonst in Computerchips üblichen Silizium bestehen. Diese elektronischen Bauteile vertragen sehr hohe Spannungen und Stromstärken, wie sie zum Beispiel in Elektroautos, Batterie-Schnellladestationen, Motorsteuerungen, Solar- und Windkraftwerken oder auch in Notstrom-Batterien (USVs) für Rechenzentren auftreten. Laut 35PE-Geschäftsführer Gerhard Bolenz steckt dahinter eine weltweit einzigartige Fertigungstechnologie im Hochvakuum, die die Gründer in den vergangenen fünf Jahren selbst entwickelt haben. Firma „3-5 Power Electronics“ produziert Gallium-Arsenid-Halbleiter für Elektroautos und Solarkraftwerke Dresden, 11. April 2018. Das Unternehmen „3-5 Power Electronics“ (35PE) hat heute eine Mini-Fabrik für Hochspannungs-Spezialchips im Technologiezentrum Dresden offiziell…

Die Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/StellaDie Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/Stella

Stella Dresden will die Excel-Wurstelei beenden

Chef: Digitalisierung ist mehr als nur schneller, höher, weiter Dresden, 11. April 2018. Die Dresdner Software-Schmiede „Stella Systemhaus“ schickt sich an, der Digitalisierung in den deutschen Behörden, Instituten und Unternehmen neuen Schwung zu geben. Dabei wollen die Dresdner die Tabellenkalkulation „Excel“ als Standardprogramm an vielen Arbeitsplätzen durch eine leistungsfähigere Alternative ersetzen – durch ein Stella-Programm, versteht sich. Chef: Digitalisierung ist mehr als nur schneller, höher, weiter Dresden, 11. April 2018. Die Dresdner Software-Schmiede „Stella Systemhaus“ schickt sich an, der Digitalisierung in den deutschen Behörden, Instituten und Unternehmen…

Studie: Digitalisierung frisst 1,5 Millionen Jobs – und schafft fast genauso viele neue

Nürnberg, 10. April 2018. Die Digitalisierung der Wirtschaft wird bis zum Jahr 2035 rund 1,46 Millionen Arbeitsplätze vernichten – dafür aber etwa 1,4 Millionen neue Jobs schaffen. Das hat eine Studie des arbeitsagentur-nahen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Die Forscher gehen in ihrer Prognose von einer vollständig durchdigitalisierten Wirtschaft im Jahr 2035 aus. Nürnberg, 10. April 2018. Die Digitalisierung der Wirtschaft wird bis zum Jahr 2035 rund 1,46 Millionen Arbeitsplätze vernichten – dafür aber etwa 1,4 Millionen neue Jobs schaffen. Das hat eine…

Viele Reinraum-Mitarbeiter in der Globalfoundries-Fabrik tragen Ohrschützer mit lustigen Motiven. Bald haben sie mehr zu tun: Prozessoren und Sensorsysteme für Automobile gehen in Serie. Foto: Globalfoundries Dresden

Globalfoundries Dresden steigt in Autochip-Produktion ein

Nach Zertifizierung hoffen die Mikroelektroniker auf neue Aufträge und eine stabile Grundauslastung der Fabrik Dresden, 9. April 2018. Aufträge aus dem Automobilbau sollen ab diesem Jahr neue und vor allem auch langfristige Aufträge für Globalfoundries (GF) in Dresden sichern. Angesichts der besonderen Qualitätsforderungen in dieser Branche hat sich die sächsische Dresdner Halbleiterfabrik extra für dieses Einsatzfeld zertifizieren lassen. Das teilte der Chip-Auftragsfertiger heute mit. „Unser Standort hat mit der Zertifizierung einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu einem großen europäischen Automobilzulieferer erreicht”, betonte Oliver Aubel, der bei GF Dresden für das Automobilbau-Programm zuständig ist. Nach Zertifizierung hoffen die Mikroelektroniker auf neue Aufträge und eine stabile Grundauslastung der Fabrik Dresden, 9. April 2018. Aufträge aus dem Automobilbau sollen ab diesem Jahr neue und vor allem…

Blick in den Reinraum des Chipmasken-Entwicklungszentrums. Abb.: AMTC

Chipmasken-Zentrum AMTC in Dresden wächst

Anteilseigner Globalfoundries und Toppan haben weitere 100 Millionen Euro investiert Dresden, 9. April 2018. Das Dresdner Chipmasken-Zentrum AMTC ist für dessen Anteilseigner, den US-Halbleiterhersteller Globalfoundries und das japanisch-stämmige Unternehmen Toppan Photomasks, eine „Erfolgsgeschichte“. Beide Seiten haben deshalb nun beschlossen, das gemeinsame Unternehmen (Joint Venture) in den nächsten Jahren fortzuführen. Erst im Jahr 2017 hatten die Gesellschafter noch mal 100 Millionen in das Dresdner Zentrum investiert, das nun weiter wachsen soll. Anteilseigner Globalfoundries und Toppan haben weitere 100 Millionen Euro investiert Dresden, 9. April 2018. Das Dresdner Chipmasken-Zentrum AMTC ist für dessen Anteilseigner, den US-Halbleiterhersteller Globalfoundries und das japanisch-stämmige Unternehmen Toppan…

Transformatoren von Siemens - hier eine Aufnahme aus dem Werk Nürnberg - sollen die künstlichen Inseln vor Arabiens Küste mit Strom versorgen. Foto: Siemens

Extra-Stromquelle für Bosch und Philip Morris in Dresden

Stadtwerke investieren elf Millionen Euro, um Chipfabrik und Tabakwerk zuverlässig versorgen zu können Dresden, 4. April 2018. Wegen der Milliarden-Investitionen von Bosch und Philip Morris in Dresden bauen die Drewag-Stadtwerke ein neues Umspannwerk im Norden der Stadt. Die Drewag will rund elf Millionen Euro in das neue Umspannwerk in Dresden-Rähnitz investieren. Darüber informierten die Stadtwerke heute, nachdem sie kurz zuvor die Baugenehmigung erhalten hatten. Stadtwerke investieren elf Millionen Euro, um Chipfabrik und Tabakwerk zuverlässig versorgen zu können Dresden, 4. April 2018. Wegen der Milliarden-Investitionen von Bosch und Philip Morris in Dresden bauen die Drewag-Stadtwerke…

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Insolvenzverwalter will neue Solarworld vorerst fortführen

Zukunft der Fabriken in Freiberg und Arnstadt ist aber ungewiss Bonn/Freiberg/Arnstadt, 30. März 2018. Nach der erneuten Pleite von Solarworld will der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Niering das operative Geschäft vorerst aufrechterhalten und „eine Fortführungslösung für beide Produktionsstandorte“ in Freiberg und Arnstadt finden. Das hat der Anwalt in Mitarbeiterversammlungen in Sachsen und Thüringen angekündigt. Die Mitarbeiter bekommen nun zunächst für drei Monate Insolvenzgeld ausgezahlt. „Von der Insolvenz sind 570 Mitarbeiter an den Standorten Bonn, Freiberg und Arnstadt betroffen“, informierte Christoph Niering. Zukunft der Fabriken in Freiberg und Arnstadt ist aber ungewiss Bonn/Freiberg/Arnstadt, 30. März 2018. Nach der erneuten Pleite von Solarworld will der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Niering das operative Geschäft vorerst…

„Cloud & Heat“-Sprecherin Franziska Leitermann zeigt, wie die "Erweiterte Realität" dem Wartungstechniker im Rechenzentrum helfen kann, defekte Prozessor-Stacks zu finden (hier im Beispiel von der KI grün eingerahmt), sich Kühltemperatur, Auslastung oder auch Handbücher digital anzeigen zu lassen. Beim Demonstrator zum FAST-Clustertreffen war es noch ein Tablet, in Zukunft soll die AR per Datenbrille angezeigt werden. Foto. Heiko Weckbrodt

Futur-Techniker repariert in der Erweiterten Realität

„Cloud & Heat“ Dresden entwickelt Echtzeit-AR-Assi, um Rechenzentren zu warten Dresden, 28. März 2018. Das Dresdner Computerunternehmen „Cloud & Heat“ hat in der TU Dresden einen Demonstrator vorgestellt, der zeigt, wie Reparateure im Digitalzeitalter arbeiten können: Statt pfundweise Handbücher durch die Gegend zu wuchten, setzt der Techniker in diesem Szenario bei seinen Einsätzen nur eine Datenbrille auf. Die zeigt ihm einerseits seine reale Umgebung – zum Beispiel einen Schrank mit defekten Platinen in einem Rechenzentrum. Andererseits führt ihm die Datenbrille eine „erweiterte Realität“ vor Augen. In dieser „Augmented Reality“ (AR) spiegelt ihm eine Künstliche Intelligenz (KI) aus dem nächsten Rechenzentrum („Edge Cloud“) Fehlermeldungen, Statusanzeigen und Reparaturanleitungen für den „Patienten“ ein. Und das System kann durch Bilderkennungssysteme selbst „sehen“, was der Techniker gerade vor Ort sieht – und rahmt ihm auf dem Brillenbildschirm die Bauteile ein, die Probleme machen. „So etwa könnte der Wartungsarbeiter der Zukunft aussehen“, sagte „Cloud & Heat“-Sprecherin Franziska Leitermann. „Cloud & Heat“ Dresden entwickelt Echtzeit-AR-Assi, um Rechenzentren zu warten Dresden, 28. März 2018. Das Dresdner Computerunternehmen „Cloud & Heat“ hat in der …

Automatischer Lieferzug bei BMW. Foto: BMW

BMW rüstet manuelle Fabrik-Transporter zu Roboterzügen um

Dingolfing, 28. März 2018. Der Autokonzern BMW automatisiert sein Werk im bayrischen Dingolfing nach: Techniker rüsten manuell gesteuerte Teile-Transporter für die Montage-Belieferung zu vollautomatischen fahrerlosen Transport-Zügen um. Das hat BMW heute mitgeteilt. Dingolfing, 28. März 2018. Der Autokonzern BMW automatisiert sein Werk im bayrischen Dingolfing nach: Techniker rüsten manuell gesteuerte Teile-Transporter für die Montage-Belieferung zu vollautomatischen fahrerlosen Transport-Zügen um. Das hat BMW…

Abb.: BA

IAB-Analytiker: 2018 wird Rekordjahr am Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktbarometer nähert sich Höchststand Nürnberg, 27. März 2018. Die Konjunktur in Deutschland wird in den nächsten Monaten weiter für gutes Klima am Arbeitsmarkt sorgen. Das geht aus dem „IAB-Arbeitsmarktbarometer“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur in Nürnberg hervor. Der Beschäftigungsindex stieg demnach auf einen Rekordwert und nähert sich seinem maximal erreichbaren Höchstwert von 110 Punkten. „2018 wird aller Voraussicht nach ein Rekordjahr am Arbeitsmarkt“, schätzt Enzo Weber ein, der im IAB den Forschungsbereich „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ leitet. Arbeitsmarktbarometer nähert sich Höchststand Nürnberg, 27. März 2018. Die Konjunktur in Deutschland wird in den nächsten Monaten weiter für gutes Klima am Arbeitsmarkt sorgen. Das geht aus dem „IAB-Arbeitsmarktbarometer“ des…

Nicolaus Blank. Foto: Swen Lämmel

Nicolaus Blank aus Zwickau ist Deutschlands schlauester Wirtschaftsschüler

Berlin/Zwickau, 26. März 2018. Nicolaus Blank aus Zwickau ragt unter Deutschlands Schülern als Wirtschafts-Ass hervor: Der 15-Jährige hat sich im Finale des Schülerquiz’ „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ am Wochenende in Zwickau als Bundessieger durchgesetzt. Das teilten die „Wirtschaftsjunioren Deutschland“ (WJD) heute mit, die den Wettbewerb organisiert hatten. Berlin/Zwickau, 26. März 2018. Nicolaus Blank aus Zwickau ragt unter Deutschlands Schülern als Wirtschafts-Ass hervor: Der 15-Jährige hat sich im Finale des Schülerquiz’ „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ am Wochenende in Zwickau…

Das Wirtschaftswachstum (gemessen am BIP) von 2008 bis 2018 im Euroraum. Quellen: Europ. Statistisbehörde & Ifo

Wirtschaft der Eurozone wächst 2018 um 2,3 %

Institute ifo, KOF und Istat rechnen weiter mit robuster Konjunktur in Europa München/Zürich/Rom, 26. März 2018. Um 2,3 Prozent wird die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr wachsen: Um 0,6 Prozent im ersten und zweiten Quartal 2018, im dritten Quartal dann um 0,5 Prozent. Das haben die Wirtschaftsforschungs-Institute Ifo München, KOF Zürich und Istat Rom in einer gemeinsamen Prognose vorhergesagt. Zum Vergleich: Für Deutschland erwarten die Forscher 2,6 % Wirtschaftswachstum im Jahr 2018. „Der Haupttreiber sind die Investitionen, die von niedrigen Zinsen und einer steigenden Kapazitätsauslastung profitieren“, heißt es in einer Mitteilung der drei Institute. „Dank einer dynamischen Weltwirtschaft und der damit einhergehenden hohen Exportnachfrage ist der Euroraum weiter auf Expansionskurs.“ Institute ifo, KOF und Istat rechnen weiter mit robuster Konjunktur in Europa München/Zürich/Rom, 26. März 2018. Um 2,3 Prozent wird die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr wachsen: Um 0,6…