Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Die Packwise-Gründer Felix Weger (links), Gesche Weger und René Bernhardt (rechts) mit einem Flüssigkeits-Container. Foto: Christian Juppe für Packwise

„Packwise“ aus Dresden will Saftströme weltweit vernetzen

Junges Unternehmen entwickelt Ortungstechnik für Flüssigkeits-Container Dresden, 16. Juli 2019. Das junge Dresdner Unternehmen „Packwise“ will mit einem ungewöhnlichen Technikgespann die Obstsaft-Ströme um den Erdball nonstop orten und dafür sorgen, dass weniger Plastecontainer weltweit die Müllberge vergrößern. Dafür koppeln sie moderne Sensoren und den Uralt-Mobilfunk der 2. Generation, der aber eben weltweit fast überall anliegt.

So sieht der prämierte Biersensor "Plan B" von Senorics aus. Foto: Senorics

Bier-Sensor „Plan B“ aus Dresden gewinnt AMA-Innovationspreis

TU-Ausgründung „Senorics“ will Trikorder à la „Enterprise“ später auch in Smartphones einbauen Dresden, 17. Juli 2019. Mit einem mobilen Bier-Sensor namens „Plan B“ hat die Dresdner Uni-Ausgründung „Senorics“ den „Innovationspreis 2019“ des deutschen Branchenverbandes „AMA“ gewonnen. Zusätzlich haben die Dresdner Physiker auch den Sonderpreis in der Kategorie „Junges Unternehmen“ abgestaubt. Das haben das Unternehmen selbst und der „AMA Verband für Sensorik und Messtechnik“ aus Berlin bekannt gegeben.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Deutschland hat Jobverluste seit den 1970ern durch Automatisierung immer wieder ausgeglichen

IAB-Forscher erwarten ähnlichen Umbau durch Digitalisierung Nürnberg, 16. Juli 2019. Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Automatisierung in Deutschland seit den 1970er Jahren unterm Strich zu mehr Arbeitsplätzen geführt. Das hat eine Studie des Arbeitsagentur-nahen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg ergeben.

So etwa soll das X1-Lufttaxi mit entfalteten Flügeln aussehen. Visualisierung: Flügel aeronautics

Jeder Zweite erwartet einen Himmel voller Flugtaxis

Fast ebenso viele halten Konzept aber für nicht machbar Berlin, 8. Juli 2019. Flugtaxis spalten bisher das Land: Die Hälfte der Deutschen rechnet damit, dass solche – teils autonom navigierenden – Minifluggeräte für ein bis sechs Insassen in Zukunft den Himmel bevölkern werden – ähnlich wie in Science-Fiction-Filmen wie „Das 5. Element“ oder „Blade Runner“. Fast ebensoviele allerdings denken, dass Flugtaxis niemals funktionieren werden. Das hat „Bitkom Research“ aus Berlin in einer Umfrage unter 1003 Bundesbürgern ermittelt.

Pils aus der Forschungs-Bierbrauerei der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Uni-Bier wird „Lohrmanns“ heißen

Brauerei-Start-up nach erstem Vorsteher der Bildungsanstalt benannt Dresden, 8. Juli 2019. „Lohrmanns Brew“ werden das Bier und die neue kommerzielle Brauerei der Technischen Universität Dresden (TUD) heißen. Diesen Namen hat nun die Chemikerin und Brauereiwirtin Sophia Witte verraten, die die Brauerei gemeinsam mit anderen Chemikerin aus der Uni ausgegründet hat – ein chemisches Start-up der genüsslichen Art gewissermaßen.

Blick auf den Alberthafen in Dresden, den Stammsitz der Firmengruppe SBO. Foto: SBOBlick auf den Alberthafen in Dresden, den Stammsitz der Firmengruppe SBO. Foto: SBO

Sachsen wollen bessere Transportadern gen Ungarn

Sächsische Binnenhäfen Oberelbe beteiligen sich am europäischen Ausbauprogramm „Corcap“ Dresden, 5. Juli 2019. Damit die Güterströme zwischen Deutschland und Ungarn in Zukunft effektiver und umweltfreundlicher fließen können, beteiligen sich die „Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH“ (SBO) aus Dresden am europäischen Verkehrsprojekt „Capitalising TEN-T corridors for regional development and logistics” (Corcap). Ein Fokus liegt dabei auf einer leistungsstarken Verkehrsverbindung per Schiff und Bahn zwischen Budapest und Rostock.

Die 50-MW-"Big-Battery Lausitz" soll 13 Container umfassen. Frafik (bearbeitet): Leag

Baustart für die „Big Battery Lausitz“

50-Megawatt-Stromspeicher wird ans Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ gekoppelt Spremberg, 5. Juli 2019. Am Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ in der Lausitz soll einer der größten Batteriespeicher Europas entstehen: Die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) will in Spremberg einen Stromspeicher namens „Big Battery Lausitz“ mit 50 Megawatt Leistung beziehungsweise 53 Megawattstunden Kapazität installieren. Am 9. Juli legen nun Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Leag-Chef Helmar Rendez und Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) den Grundstein für den Speicher.

Der Werksverkauf in der "Dr. Quendt"-Fabrik in Dresden-Gittersee ist auch bei Schnäppchenjägern beliebt. Foto: Dr. Quendt

Süß: 30 % Umsatzplus für Dr. Quendt

Seit dem Lambertz-Deal flutscht in Dresden das Geschäft mit Dominosteinen, Dinkelchen & Co. wieder. Dresden, 4. Juli 2019. Fünf Jahre nach dem Beinnahe-Aus und der Übernahme durch „Lambertz“ hat sich „Dr. Quendt“ stabilisiert: Die Backfabrik im Dresdner Süden schreibt Gewinne und verkauft immer mehr Süßigkeiten – Stollen, Russisch Brot, Dominosteinen, Dinkelchen und Bemmchen vor allem. „Der Umsatz ist in den letzten vier Jahren um insgesamt über 30 Prozent gestiegen und liegt derzeit bei 27 Millionen Euro“, erklärte Lambertz-Sprecher Martin Heinen auf Oiger-Anfrage.

Innenansicht der Destillerie. Foto: Linardi-Familienarchiv Triest / Katalog

Salbei-Duft von der Adria für des Kaisers Soldaten

Wie eine Dresdner Firma vor etwa 100 Jahren erste wirtschaftliche Erfolge auf Cres und Lošinj auslöste. Martinšćica/Dresden, 3. Juli 2019. Wer in dieser Sommersaison seinen Urlaub auf den adriatischen Inseln Cres oder Lošinj verbringen will, könnte neben seinen gewohnten Freizeitaktivitäten mit Vergnügen einer wirtschafts- und kulturhistorischen Besonderheit nachgehen: einer speziellen Verbindung zwischen Dresden und dem kleinen Dörfchen Martinšćica auf der Insel Cres.

Das Werk Leipzig ist die erste Fabrik, in der BMW den neuen 1er fertigen lässt- Foto: BMW

Produktionsstart für neuen 1er BMW in Leipzig

3. Generation des kleinen BMWs soll das Werk auf Jahre auslasten Leipzig, 2. Juli 2019. Das BMW-Werk Leipzig hat mit der Produktion des neuen 1er Modells begonnen. Das haben heute die Bayrischen Motorenwerke mitgeteilt. „Der 1er wird die kommenden Jahre zu einer konstant hohen Auslastung unseres Werkes entscheidend beitragen“, schätzte Werkleiter Hans-Peter Kemser ein.

Techniker Ben Nenisch testet die Elektronik für einen Heizmatrix-Prototypen in der Watttron Freital. Foto: Heiko Weckbrodt

Keramikheizer und lernende Maschinen aus Sachsen ausgezeichnet

Minister zeichnet Ausgründungen des Dresdner Fraunhofer-Instituts IVV mit FutureSAX-Innovationspreisen aus. Dresden/Freital, 2. Juli 2019. Die große Dichte an Forschungsinstituten in und um Dresden zahlt sich immer mehr auch in neuen Technologiefirmen und Jobs aus. Zu den jüngeren Beispielen zählen zwei junge Betriebe, die aus Forschungsprojekten des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) hervorgegangen sind: die Keramikheizungs-Firma „Watttron“ in Freital und die Peerox GmbH, die sich auf die digitale Kooperation von Mensch und Maschine spezialisiert hat. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat nun beide Unternehmen mit dem „FutureSAX-Innovationspreis“ ausgezeichnet.

Die ifo-Konjunkturprognose-für Ostdeutschland und Sachsen für 2019 und 2020 8Stand: Sommer 2019). Grafik: Ifo Dresden

Konjunkturdämpfer: Sachsens Industrie schrumpft

Ifo Dresden korrigiert Wachstumsprognose herunter Dresden, 27. Juni 2019. Die lange Wachstumsphase ist vorerst vorbei: Die strauchelnde Weltkonjunktur wirkt sich auch in Sachsen aus. Daher haben die Dresdner Ökonomen des Ifo-Instituts heute ihre Wachstumsprognosen deutlich heruntergeschraubt. Statt um 1,2 Prozent, wie noch vor einem halben Jahr erwartet, wird die Wirtschaft im Freistaat demnach im Jahr 2019 wahrscheinlich nur um 0,7 Prozent wachsen. Für die Industrie als Rückgrat der sächsischen Wirtschaft erwarten die Volkswirte sogar einen Rückgang um 1,2 Prozent. Erst 2020 sei wieder mit einer Erholung zu rechnen.

Die Assistentinnen Julia Fries (l.) und Maria Steusloff schreiten die sanierten Gänge im neuen Dresdner Sitz voon Intelligence ab. Foto: Heiko Weckbrodt

Rechnerwolke statt Schoko: Itelligence zieht ins Schokopack-Hochhaus Dresden

Software-Firma „Itelligence“ bezieht nach 20 Millionen Euro teurem Umbau ein saniertes Zeugnis der DDR-Industriearchitektur Dresden, 26. Juni 2019. Wo einst DDR-Ingenieure Verpackungsmaschinen für Süßigkeiten entwarfen, digitalisieren heute Systemarchitekten die Müsliproduktion und designen Rechnerwolken („Clouds“) für Stahlwerke: Binnen zwei Jahren hat das Software-Unternehmen „Itelligence“ das ruinöse Schokopack-Hochhaus an der Breitscheidstraße saniert und zu seiner neuen Dresdner Niederlassung umgebaut.