Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Leman-Express der Schweizer Bundesbahnen. Foto: SBB CFF FFS

Schweizer Millionenauftrag für Dresdner Software-Industrie

„T-Systems Multimedia Solutions“ soll Apps und Clouds für Schweizer Bundesbahnen entwickeln und betreiben Dresden/Bern, 13. Mai 2020. Ein Großauftrag der Schweizer Bundesbahnen (SBB) sorgt in der Dresdner Software-Industrie für Wachstumsimpulse: Die Telekom-Tochter „T-Systems“ soll ab dem Sommer 2020 für die Eidgenossen neue Computerprogramme entwickeln und betreuen. Der Großauftrag umfasst insgesamt rund 170 Millionen Euro.

Elaskon-Lagerleiter Lars Hinzer sortiert an einer Abfüllmaschine die K60-Dosen für die Auto-Unterbodenpflege. Inzwischen hat der Betrieb aus Dresden eine ganze Serie weiterer Pflegeprodukte für Endkunden entwickelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon segelt mit Multischaum durch die Corona-Krise

Industrie lässt sich derzeit nur schwer schmieren: Familienbetrieb aus Dresden vertickt nun neue Pflegesprays für Haus und Garten Dresden, 13. Mai 2020. Jahrzehntelang schmierte Elaskon vor allem Autos, Seilbahnen und Windkraftwerke auf hoher See. Nun hat sich das Familienunternehmen aus Dresden-Reick auf ein neues Geschäftsfeld gestürzt: Unter der Marke „Kraft + Schutz“ verkauft Elaskon nun in Baumärkten sowie per Internet neuentwickelte Multischäume. Mit denen können Privatleute ihre Gartenbänke, Teppiche, Autopolster wie auch Grillroste säubern, versiegeln und gegen Graffiti-Schmierer schützen. „Wir haben die Corona-Krise bisher gut gemeistert. Und dabei haben uns – neben der Digitalisierung – unter anderem auch diese neuen Pflegeprodukte geholfen“, berichtete Elaskon-Chef Tobias Schwald.

Nur wenige Online-Händler liefern Lebensmittel des täglichen Bedarfs auch in Dörfer, hat ein Praxistest der Verbraucherzentrale Sachsen ergeben. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Doppelt soviele Deutsche kaufen Lebensmittel im Netz ein

Anteil auf 30 Prozent gestiegen Berlin, 13. Mai 2020. Seit der Corona-Krise kaufen deutlich mehr Deutsche ihre Lebensmittel im Internet ein. Das geht aus einer „Bitkom Research“-Umfrage unter 1003 Menschen in Deutschland hervor. Demnach hat sich der Anteil der Lebensmittel-Onlinekäufer im Vergleich zur Zeit vor Corona von 16 auf 30 Prozent verdoppelt.

An den Prüfständen im Keller unterziehen die Dresdner Preh-Ingenieure die neuentwickelten Auto-Radios und -Navis Langzeit-Betriebstests. Foto: Heiko Weckbrodt

Aus Preh wird Joynext: Chinesen sind offener für Neues

Dresdner Entwicklungsschmiede für Autoelektronik verliert ihren Hauptsitz-Status Dresden, 8. Mai 2020. Eine traditionsreiche Autoelektronik-Entwicklungsschmiede in Dresden-Merbitz bekommt erneut einen neuen Namen: Aus „Preh Car Connect“ (PPC) wird nun „Joynext“. Das teilte der Besitzer, die chinesische Autozuliefer-Gruppe „Joyson Electronics“, mit.

Bosch entwickelt "Industrie 4.0"-Lösungen - und will deren Konzepte auch in der eigenen Chipfabrik in Dresden einsetzen. Foto: Bosch

Umweltökonom: Industrie 4.0 entkoppelt Mensch von realer Welt

Kontakte zu Mensch und Natur virtualisieren sich immer mehr, warnt der Buddhist Brisbane, 5. Mai 2020. Die Digitalisierung der Gesellschaft und die vierte industrielle Revolution versprechen zwar einen höheren Lebensstandard, mehr Wohlstand und eine vernetzte Welt. Zugleich riskieren die Menschen sich dabei von ihrer natürlichen Umwelt und ihren Mitmenschen weiter zu entkoppeln, warnt der buddhistische Umweltökonom Dr. Peter Daniels von der australischen Griffith-Universität aus Brisbane.

Allesamt maskiert: Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) zeigt in einem Präsentkorb in der Markthalle Dresden, was er noch viel öfter in den Supermarkt-Regalen sehen will: Lebensmittel aus der Region. Im Hintergrund stehen Konsumvorstand Roger Ulke und Markthallen-Chef Sören Goldemann. Foto: Heiko Weckbrodt

Konsum Dresden will nach Corona mehr aus der Region einkaufen

Während der Seuche macht die Genossenschaft mit Umlandprodukten mehr Umsatz: Die Dresdner stehen mehr denn je auf Geschmack à la Sax. Dresden, 6. Mai 2020. Der Konsum Dresden hat während der Corona-Krise etwa ein Zehntel mehr Umsätze als sonst gemacht. Teilweise kam dies durch den generell gewachsenen Bedarf während der Corona-Ausgangssperre zustande, teils aber auch durch eine steigende Nachfrage für frische Lebensmittel aus der Region. Das haben Roger Ulke und Sören Goldemann vom Konsum-Vorstand am Mittwoch mitgeteilt.

Bedrückt und separiert: Andreas Brzezinski und Präsident Jörg Dittrich von der Handwerkskammer Dresden ziehen ein Zwischenresümee der Corona-Krise. Foto: Heiko Weckbrodt

Handwerker fordern mehr Corona-Hilfen

Kammer: Selbst nach Flut und Finanzkrise war die Lage nicht so ernst. Dresden, 5. Mai 2020. Die Corona-Krise setzt die Handwerker weiter unter Druck: Knapp zwei Drittel der ostsächsischen Meister haben dadurch Umsatzeinbußen erlitten. Das haben Blitzumfragen der Handwerkskammer Dresden ergeben. Sie fordert nun weitere Corona-Hilfen.

Das AMTC Dresden ist auf Chipmasken spezialisiert. Foto: AMTC

Masken aus Dresden für Chips statt gegen Corona

AMTC hat sich seit 2002 zum führenden Entwickler von Belichtungsvorlagen für Mikroelektronik entwickelt. Dresden, 4. Mai 2020. Das Dresdner Chipmaskenzentrum AMTC ist 18 Jahre nach seiner Gründung eines der erfolgreichsten Gemeinschaftsunternehmen in der Halbleiterindustrie. Das meint Manager Adrian Phillips vom Technologiekonzern Toppans, der gemeinsam mit den Chiphersteller „Globalfoundries“ das Advanced Mask Technology Center (AMTC) betreibt.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Corona: 77 % der ostdeutschen Betriebe mit Umsatzeinbußen

Regionaler Fokus macht es in der Krise etwas einfacher Dresden, 1. Mai 2020. Die ostdeutschen Unternehmen haben die Corona-Krise bisher etwas besser weggesteckt als die Betriebe in den alten Bundesländern. Denn die meisten von ihnen sind weniger exportorientiert als die Kollegen im Westen. Auch sind sie mehr auf regionale Zulieferer ausgerichtet und müssen beispielsweise weniger um Zulieferungen aus Italien oder China fürchten. Das geht aus einer Analyse des Ifo-Instituts in Dresden hervor.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Glofo Dresden darf Sicherheits-Chips herstellen

BSI-Präsident verleiht „Common Criteria“-Zertifikat an sächsische Halbleiterfabrik Dresden, 27. April 2020. Globalfoundries (Glofo) Dresden kann und darf nun Chips mit einer anerkannt hohen Sicherheitsstufe herstellen. Ein entsprechendes Zertifikat hat nun Präsident Arne Schönbohm vom „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) dem Dresdner Glofo-Chef Thomas Morgenstern übergeben. Demnach erfüllt die Halbleiterfabrik den internationalen Standard „Common Criteria 3.1“.

Photovoltaik-Modul-Produktion bei Solarwatt Dresden. Foto: Solarwatt

Solarwatt macht trotz Corona gute Geschäfte

Solarmodule aus Dresden gefragt – 60 Prozent mehr Umsatz Dresden, 27. April 2020. Trotz der Corona-Krise und der ohnehin schwächelnden Weltwirtschaft hat Solarwatt Dresden im ersten Quartal 2020 etwa 60 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als vor einem Jahr. Die Auftragseingänge legten sogar um 140 Prozent zu. Das hat das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen heute mitgeteilt.

Die Produktion ist nach der Corona-Pause in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden wieder gestartet. Foto: Oliver Killig für Volkswagen

VW-Manufaktur Dresden fährt E-Golf-Produktion wieder hoch

Vermummter Neustart – hohe Nachfrage Dresden, 27. April 2020. „Bitte hier warten!“ Emsige Immen haben binnen drei Tagen fast überall in der gläsernen VW-Manufaktur diese blauen Abstands-Warnungen verklebt. Sie haben Desinfektionsmittel-Spender angeschraubt, isolationistische Bewegungsabläufe für das Mittagessen abgezirkelt und die ganze Fabrik in ein Einbahnstraßensystem mit mehreren Zonen verwandeln, damit sich bloß niemand zu nahe kommt. Und sie haben allerorten die heiligen fünf Regeln der Corona aufgehängt: Abstand halten, Maske, Hände waschen statt schütteln, in den Ärmel husten und nur kommen, wenn man sich gesund fühlt!

Freuen sich über die Kapitalspritze: Die Watttron-Chefs Ronald Claus von Nordheim, Michaela Wachtel, Marcus Stein und Sascha Bach (v.l.n.r. ). Foto: Watttron

BMW-Erbin Klatten investiert in Freitaler Watttron

TU-Ausgründung ist auf sparsame Keramikheizungen für Fabriken spezialisiert Freital/Dresden, 25. April 2020. BMW-Erbin Susanne Klatten und weitere Investoren stecken 3,4 Millionen Euro in das Heiztechnologie-Unternehmen „Watttron“. Die sächsischen Ingenieure wollen die Kapitalspritze nutzen, um mit ihren Keramikheizern auch in der Biotechnologie, Chemie und 3D-Elektronik sowie auf asiatischen Märkten Fuß zu fassen und eine Serienproduktion anzukurbeln. Das geht aus einer Mitteilung der – inzwischen in Freital angesiedelten – Ausgründung der TU Dresden hervor.

Zwei VW-Mitarbeiter tragen Masken und montieren nach der Corona-Pause gemeinsam im Werk Zwickau einen ID3. Foto: Volkswagen Sachsen

VW fährt Elektroauto-Produktion in Sachsen wieder hoch

Nach Corona-Pause startet Werk in Zwickau neu – auch Dresden liefert wieder aus Zwickau/Chemnitz/Dresden, 23. April 2020. Volkswagen startet seine Werke in Sachsen neu: In den Elektroauto-Fabriken in Zwickau und Dresden sowie im Verbrennungs-Motorenwerk Chemnitz fährt ab sofort die Produktion wieder hoch – allerdings noch nicht mit voller Kapazität. Das geht aus VW-Mitteilungen hervor.