Alle Artikel mit dem Schlagwort: Physik

Juliane Schmidt. Foto: IFW Dresden

Physikinstitut IFW Dresden hat neue kaufmännische Direktorin

Juliane Schmidt wird Nachfolgerin von Doreen Kirmse Dresden, 30. September 2020. Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden hat eine neue kaufmännische Direktorin: Juliane Schmidt tritt am 1. Oktober 2020 die Nachfolge von Dr. Doreen Kirmse an, die bereits am 1. Juli Kanzlerin an der Hochschule für Technik in Stuttgart geworden war.

Prof. Roland Sauerbrey, wissenschaftlicher Direktor des HZDR. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Mit dem Unerwarteten rechnen

Der scheidende Direktor Prof. Roland Sauerbrey des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf im Oiger-Interview Was war aus ihrer Perspektive besonders wichtig, was hat sich im Rossendorfer Forschungszentrum während ihrer Direktorenzeit geändert? Sauberbrey: Die wichtigste Veränderung war der Wandel vom Leibniz-Institut zum Helmholtz-Zentrum in den Jahren 2007 bis 2011. Seitdem sind wir erheblich gewachsen, das Personal hat sich verdoppelt, unsere internationale Sichtbarkeit ist deutlich gestiegen. Wichtige Forschungsanlagen sind in Betrieb gegangen: Wir haben zum Beispiel das Hochfeld-Magnetlabor und den Elbe-Beschleuniger ausgebaut, Hochleistungs-Laser installiert, das Zentrum für radiopharmazeutische Tumorforschung eingerichtet und in Freiberg das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie gegründet. Verbessert hat sich auch die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum, vor allem in der Krebsforschung.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Europas größter Physikerkongress in Dresden wegen Corona abgesagt

Ursprünglich wollten über 5000 Wissenschaftler kommen Dresden/Bad Honnef, 8. März 2020. Die Corona-Angst hat nun auch Europas größtem Physiker-Kongress den Garaus gemacht: Die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“ hat ihre Frühjahrstagung 2020 in Dresden abgesagt, zu der die DPG ursprünglich über 5000 Forscher erwartet hatte. Auch die kleinere Frühjahrstagung in Hannover falle aus, teilten die Veranstalter mit.

Tausende neue Welten

Europas größter Physikerkongress startet Mitte März in Dresden Dresden/Bad Honef, 5. März 2020. Rund 5000 Forscher treffen sich Mitte März in Dresden zu Europas größtem Physikkongress: Die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“ (DPG) lädt vom 15. bis zum 20. März 2020 zu ihrer Frühjahrstagung nach Sachsen ein. Im Mittelpunkt stehen die Aktivitäten innerhalb der „Sektion kondensierte Materie“.

Rotbrauner Reismehlkäfer "Tribolium castaneum". Abb.: Stefan Münster / MPI-CBG

Forscher aus Dresden wollen Physik des Lebens entschlüsseln

Warum schlägt das Herz links? Woher weiß das Zellkraftwerk, was zu tun ist? Ein neues Exzellens-Cluster an der TU Dresden will sich den Antworten nähern Dresden, 5. April 2019. Je länger ein Physiker über das Leben nachdenkt, umso verblüffter ist er: Wie gelingt es Ketten eigentlich toter Atome, komplexe und veränderbare Strukturen wie einen Muskel, ein Herz oder einen Menschen zu formen? Woher wissen die Kerne und die Kraftwerke biologischer Zellen, wo sie hingehören? Warum schlägt das Herz fast aller Menschen links und nicht hübsch symmetrisch in der Mitte? Diese und weitere Fragen wollen Forscher des neuen Exzellenz-Cluster „Physik des Lebens“ (englisch: Physics of Life“, abgekürzt: PoL) an der Technischen Universität Dresden (TUD) in den nächsten Jahren beantworten – oder sich wenigstens den Antworten zu nähern.

Petawatt-Laser am HZDR. Mit solchen Lasern will Professor Ralf Schützhold Teilchen aus dem scheinbaren "Nichts" hervorzaubern. Foto: HZDR, Oliver Killig

Elektronen-Angeln im kosmischen Nichts

Rossendorfer Physiker Schützhold will mit Superlasern in den kosmischen Dirac-See tauchen Dresden, 12. Oktober 2018. Umso mehr Superlaser, 90-Tesla-Spulen, Ionenkanonen und künstliche Erdkerne die Experimentatoren im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) in die Hände bekommen, umso extremer sind die Zustände, in die sie die Materie in ihren Laboren versetzen: Sie sperren die Proben in starke Magnetfelder ein, die jedes Smartphone sofort grillen würden, versetzen sie ins Innere von Neutronensternen und an den Anfang der Welt, mitten hinein in den Urknall. Um besser zu verstehen, was genau da eigentlich in ihren Vakuumkammern passiert, haben sie sich Schützenhilfe bei Professor Ralf Schützhold geholt. Der 44-Jährige baut nun am Stadtrand von Dresden eine Gruppe für „Theoretische Physik“ auf. Drei Mitstreiter hat schon gefunden, zehn schlaue Köpfe soll die Gruppe in naher Zukunft umfassen.

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Atomdünnen Solarzellen auf der Spur

Forscher aus Dresden und Regensburg untersuchen in 2D-Werkstoffen verheiratete Exziton-Paare, die über Atomabgründe hinweg fest zusammenhalten Dresden, 11. Mai 2018. Physiker aus Dresden und Regensburg experimentieren mit Werkstoffen, die in Zukunft extrem dünne Solarzellen ermöglichen könnten. Solche Kollektoren könnten wie dünne Häute nahezu jede Oberfläche – seien es nun Hauswände, Smartphone-Bildschirme oder Autos – in autarke Energiesammler verwandeln. „Bis man daraus marktreife Solarpaneele konstruieren kann, werden allerdings noch Jahre der Entwicklungsarbeit notwendig sein“, betonte Dr. Jens Kunstmann vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Technischen Universität Dresden (TUD), der die dabei verwenden 2D-Kristalle gemeinsam mit Kollegen aus Regensburg, New York und dem brasilianischen Fortaleza untersucht hatte.

Prof. Bernd Büchner leitet als wissenschaftlicher Direktor das IFW Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Exzellenz-Etikett ist wie eine Trumpfkarte

Neuer Direktor Büchner will neue Labore am Leibniz-Institut IFW etablieren und die Unis Dresden und Chemnitz enger verzahnen Prof. Bernd Büchner ist seit April 2018 der neue wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn ausgefragt: was das Leibniz-Institut von der Exzellenzinitiative der TU hat, welche neuen Labore er plant und warum die Chinesen lieber nach Dresden statt Chemnitz gehen. Wo steht das IFW? Wir sind ein unglaublich starkes Institut. Wissenschaftlich agiert das IFW sehr erfolgreich. Leider ist es uns nicht immer gelungen, diese Leistungskraft auch nach außen sichtbar zu machen. Das möchten wir gerne ändern.

Prof. Dr. Oliver G. Schmidt vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden. Foto: privat

Leibniz-Preis für Dresdner Nanostruktur-Physiker Schmidt

Dresden/Berlin, 28. Dezember 2018. Professor  Oliver G. Schmidt vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden hat – wie bereits im Dezember 2017 angekündigt – nun für seine herausragenden Nanostruktur-Forschungen in Berlin den „Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2018“ erhalten. Die Jury der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG) würdigte die interdisziplinäre Arbeit des 46-jährigen Physikers: Schmidt bereichere Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften, Elektronik und die Mikrosystemtechnik. Als vorbildlich gelten vor allem seine Experimente mit aufrollbaren Nanoröhrchen und mit selbstorganisierenden 3D-Nanostrukturen auf Computerchips.

Die Gewinner des GYPT 2018. Vorn das Siegerteam PhysIQs mit Erik Sünderhauf, Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra, Meißen, Saskia Drechsel, Glückauf-Gymnasium, Dippoldiswalde und Lisa Marleen Allisat, Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium, Leipzig. (v.l.n.r.). Foto: GYPT / Wechsler 2018

Schüler aus Sachsen gewinnen Physikmeisterschaft

Jugendliche qualifizieren sich für Physik-WM in Peking Bad Honnef, 19. Februar 2018. Das Schüler-Team “PhysIQs” aus Sachsen hat die deutsche Physikmeisterschaft in Bad Honnef gewonnen. Das hat die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“ (DPG) heute mitgeteilt. Demnach siegten Saskia Drechsel (15) vom Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde, Lisa Marleen Allisat (15) vom Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig und Erik Sünderhauf (16) vom Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen beim „German Young Physicists’ Tournament“ (GYPT). Sie sind damit nun auch Teil der zehnköpfigen Nationalauswahl, aus der dann wiederum fünf Schüler Deutschland im Sommer zum „International Young Physicists’ Tournament“ (IYPT) in Peking vertreten.

Stefanie Sonntag ist im Jahr 2017 die beste Physiklaborantin in Deutschland. Foto: HZDR / S. Floss

Stefanie Sonntag ist beste Physiklaborantin in Deutschland

24-Jährige absolvierte ihre Ausbildung im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf Dresden/Berlin, 27. November 2017. Stefanie Sonntag vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ist in diesem Abschlussjahr die beste Physiklaborantin in Deutschland. Das teilte das HZDR heute mit. Sonntag habe mit 98 von möglichen 100 Punkten ihre Prüfung zur Facharbeiterin abgelegt. Dafür habe der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die 24-Jährige nun ausgezeichnet.

Der weltweit größte Ringbeschleuniger LHC am CERN ist nun wieder online und soll durch verstärkte Magneten und andere Aufrüstungen doppelt soviel Energie liefern. Foto: Daniel Dominguez und Maximilien Brice, Montage: CERN

Schüler suchen schwere Jungs und dunkle Materie im CERN

Junge Nachwuchstalente aus dem „Netzwerk Teilchenwelt“ dürfen an der Weltantwortmaschine experimentieren Dresden/CERN, 9. Oktober 2017. Drei Schüler und zwei Schülerinnen aus Radebeul, Bonn, Erlangen, Hersbruck und München bekommen durch die Vermittlung des Dresdner „Netzwerkes Teilchenwelt“ eine ganz besondere nachwuchswissenschaftliche Chance: Sie dürfen zwei Wochen an der Weltantwortmaschine unter der schweizerisch-französischen Grenze im „CERN“ forschen. Das teilten die Physiker der TU Dresden mit, die  das Netzwerk koordinieren.

Ein Spekrometer auf kleinstem Raum: Dieser flexible organische Sensor des Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden kann mit Nah-Infrarotstrahlen Proben berühungslos analysieren. Diese Technologie wollen die Physiker nun für elektronische Wundpflaster nutzen. Foto: Siegmund / IAPP

Organik-Pflaster aus Dresden sollen Heilfortschritte anzeigen

TU-Physiker gründen Firma Senorics, die „Multisensorik-Pflaster“ bis 2023 zur Marktreife führen soll Dresden, 10. Juli 2017. Pflaster werden in naher Zukunft wahrscheinlich selbst anzeigen können, wie gut die Wunde darunter verheilt – und den Arzt alarmieren, wenn sich eine Infektion ausbreitet. An einer Vorstufe solch eines sensorischen Wundpflaster aus organischer Elektronik arbeiten derzeit Dresdner Physiker. Das Team um Dr. Ronny Timmreck hat dafür kürzlich die Firma „Senorics“ aus dem Photophysik-Institut IAPP der TU gegründet, um diese Technologie in Dresden zur Marktreife zu führen. „Wir sehen großes Umsatzpotenzial“, sagte Timmreck beim Symposium „Medizin 4.0“ der „Hector Fellow Academy“ im Hygienemuseum.

Prof. Metin Tolan wird auf der DPG-Frühjahrstagung in Dresden über die Physik der Enterprise aus den Startrek-Filmen referieren. Foto: Paramount

Größter Physikerkongress Europas im März in Dresden

5000 Teilnehmer erwartet: Physiker fordern eine Kultur des Zuhörens ein Dresden, 17. Februar 2017. Tausende Wissenschaftler aus aller Welt werden im März nach Dresden pilgern, um hier über die neuesten Erkenntnisse der Festkörperphysik auszutauschen – und „ein Signal für Weltoffenheit und Toleranz setzen, die Grundpfeiler für eine unvoreingenommene Forschung sind“. Dies geht aus einer Ankündigung der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ hervor, die mit ihrer DPG-Frühjahrstagung den größten Physikerkongress Europas vom 19. bis zum 24. März 2017 in den Hörsälen der TU Dresden ausrichten wird.

Wenn Protonen und andere schwere geladene Teilchen in der Erdatmosphäre mit Energien von ca. einer Billion Elektronenvolt aufeinandertreffen, entsteht alle acht Sekunden ein Higgs-Superteilchen. Foto (bearbeitet): NASA

Physik-Preis Dresden für Prof. Arovas

Preis erstmals vergeben: Jury würdigt Netzwerk-Künste des Kaliforniers Dresden/San Diego, 5. Februar 2017. Der kalifornische Festkörper-Physiker Prof. Daniel P. Arovas von der University of California in San Diego erhält morgen in Sachsen den erstmals vergebenen „Physik-Preis Dresden“. Das kündigten das Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS) und das Instituts-Netzwerk “Dresden-Concept” an.