Alle Artikel mit dem Schlagwort: Klimawandel

Erzpriester Alexei Tomajak (links), Prof. Christoph Herm von der HfBK, Projektleiter Michael Kaliske von der TU Dresden und Prof. Björn Weiß vom Institut für Holztechnologie Dresden besprechen das Vorgehen an einer Abendmahls-Szene aus der Russ.-orthodoxen Gedächtniskirche aus Leipzig. Foto: Heiko Weckbrodt

Virtueller Crashtest für das Abendmahl

Forscher und Maler aus Dresden und Moskau wollen Ikonen mit Computerhilfe gegen den Klimawandel immunisieren Dresden/Moskau, 19. Juni 2019. Um Ikonen vor dem Klimatod zu bewahren, haben Dresdner Forscher und Moskauer Maler ein Bündnis geschlossen: Im Verbundprojekt „VirtEx“ wollen Hochtechnologie-Experten und Kunsthandwerker gemeinsam Computermodelle der religiösen Artefakte schaffen, um in die Kunstwerke virtuell hineinschauen zu können. So wollen sie Schwachpunkte in den teils Hunderte Jahre alten Gemälden finden. Durch virtuelle Austrockungsversuche, simulierte Nässeschäden und mechanische Stresstests an den „digitalen Zwillingen“ der Ikonen möchten sie dann Wege zur Rettung der Originale finden. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat den Dresdner Projektpartnern nun eine knappe halbe Million Euro Fördergeld für diesen innovativen Ansatz zugesagt.

Die Sonne hat kurz vor Weihnachten eine Fackel ausgesandt. Foto: NASA/SDO

Physiker: Müssen selbstgemachten Klimawandel eindämmen

DPG fordert, Verbrennung fossiler Energieträger drastisch einzuschränken Bad Honnef, 11. Juni 2019. Die größte europäische Physiker-Vereinigung warnt erneut vor einem menschengemachten Klimawandel. „Die Bedingungen, unter denen das Klima sich entwickelt, sind vom Menschen nachweislich gravierend verändert“, schätzte Dieter Meschede ein, der Präsident der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ (DPG). Daher gelte es, „alles zu tun, um den von Menschen induzierten Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu reduzieren“.

Mit dem Messrucksack hat das Uni-Team von Dr. Astrid Ziemann die Hitzebelastung, Sonneneinstrahlung, Wärmestrahlung der Umgebung und des Untergrundes, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit für einen Fußgänger in Gorbitz ausgemessen. Foto: Astrid Ziemann

Städte brauchen mehr Bäume gegen Hitzespitzen

„Heat Resilient City“: Meteorologen aus Dresden und Erfurt wollen Antworten auf urbanen Klimawandel finden Dresden, 16. Juli 2018. Um den homo urbanus vor Hitzespitzen in Stadtschluchten zu entlasten, sollten die Kommunen mehr Stadtbäume anpflanzen – Wiesen allein reichen nicht. Darauf weisen erste Studienergebnisse von Dr. Astrid Ziemann vom Institut für Hydrologie und Meteorologie der TU Dresden hin. Sie untersucht gemeinsam mit Thüringer Forschern für das Projekt „Heat Resilient City“ bis 2020 die Hitzebelastung in Städten am Beispiel von Dresden-Gorbitz und Erfurt. Dies geht aus einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor.

Damit auch der letzte Idiot kapiert, wer die Bösen sind, markiert Carbon Warfare Investoren als Teufel. Abb.: GameSourceStudio

„Carbon Warfare“: Umwelt-Apokalypse als Tabletspiel

Wenn schon Klimawandel, dann richtig Da werden sich die Umweltaktivisten aber freuen: Mit „Carbon Warfare“ hat das chinesische Studio Virtuos nun ein Simulationsspiel für Tablets und Smartphones veröffentlicht, in dem wir den Klimawandel nicht etwa aufhalten, sondern bis zur globalen Apokalypse steigern sollen. Gemeint ist das natürlich als didaktische Aufklärung für all jene, die bezweifeln, dass es eine menschengemachte Erderwärmung gibt. Erhältlich ist dieses pädagogisch wohlmeinende Spiel für Apple- und Android-Geräte.

Die titelgebende Schlacht im Jahr 1177 v. u. Z., in der Pharao Ramses III. die Seevölker-Invasion stoppte. Die Darstellung ist eine Abzeichnung vom Totentempels Ramses’ III. in Medinet Habu, Ägypten. Autor unbekannt, Repro: Wikipedia, gemeinfrei

Apokalypse vor 3200 Jahren

In „1177 v. Chr.: Der Erste Untergang der Zivilisation“ analysiert Eric Cline, wie die Bronze-Hochkulturen in die erste dunkle Zeit hineinschlitterten Die Hochkulturen der späten Bronzezeit im östlichen Mittelmeeraum sind nicht durch eine großangelegte Invasion, sondern durch einen kollektiven Systemkollaps zusammengebrochen. Das geht aus einer Analyse des US-Archäologen Eric H. Cline in seinem neuen Buch „1177 v. Chr.: Der erste Untergang der Zivilisation“ hervor. Dabei wirkte seiner Meinung nach das, was wir heute „Murphys Law“ nennen: Wenn etwas schief geht, dann geht gleich alles schief.

Savannen wie hier in Tansania nehmen insgesamt nur recht wenig von dem Kohlendioxid auf, das der Mensch vor allem durch die Verfeuerung fossiler Brennstoffe freisetzt. Sie verursachen aber - je nach Niederschlags-Menge - die Schwankungen in der globalen Kohlenstoffbilanz. Foto: Fritz/Heinrich

Kriegt die Savanne genug Regen, verbessert sich globale CO2-Bilanz

Wälder wirken als Riesenpuffer gegen Klimawandel Jena, 24. Mai 2015. Riesige natürliche Puffer sorgen dafür, dass der Klima-Wandel nicht so schnell voranschreitet, wie es Forscher früher mit Blick auf die Luftverpestung durch den Menschen berechnet hatten: Seit über 50 Jahren nehmen die Wälder und anderes Grünzeug rund um den Erdball mehr Kohlendioxid (CO2) auf, als sie wieder an die Luft abgibt. Den Großteil davon wird in tropischen Regenwälder und in Wäldern unserer Breiten per Photosynthese in Kohlenhydrate (Zuckerbasis) umgewandelt. Wieviel vom atmosphärischen CO2 pro Jahr aber tatsächlich „verzuckert“ werden kann, hängt entscheidend davon ab, ob es im jeweiligen Jahr in den Savannen und in den Buschländern auf der Erde geregnet hat. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie aus Jena nun herausgefunden.

Laut den Simulationen und Beobachtungen der Helmholtz-Forscher ist besonders viel warmes Wasser in den vergangenen 20 Jahren im Indischen Ozeans geflossen. Quelle: NOAA/ GEOMAR

Meeresforscher: Indischer Ozean hat Erderwärmung verschluckt

Kiel/Miami, 19. Mai 2015. So ziemlich jedem ist aufgefallen, dass die vielbeschworene globale Klima-Erwärmung nicht so ganz eingetreten ist, wie von der UNO und diversen Klimaforschern eigentlich vorausgesagt. Forscher aus den USA und vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung „GEOMAR“ in Kiel glauben nun, des Rätsels Lösung gefunden zu haben: Der Indische Ozean hat als gigantischer Wärmespeicher bis zu 70 % der globalen Klimaerwärmung weggebunkert.

Die Tiermodelle wirken durch ihre Größe. Foto: Heiko Weckbrodt

4,5 Milliarden Jahre Klimawandel auf einer Kugel

Erdgeschichts-Schau „Planet 3.0“ mit Riesenmücken & Tornados in Dresden eröffnet Dresden, 1. März 2014: Vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren klumpte sich ein glühender Ball in der Plasmascheibe der Sonne zusammen: Die hektische Erde entstand, ein Tag dauerte für den jungen Planeten damals gerade mal sechs Stunden. Kurz darauf (sprich: rund eine halbe Milliarde Jahre später) brachte mutmaßlich eine außerirdische Invasion einschlagender Asteroiden und Kometen die Grundbausteine des Lebens hierher – und letzteres sorgte in trauter Allianz mit Vulkanen, magnetischen und kosmischen Phänomenen für eine stete Klimawandelei. Wie das kam und zusammenhängt, zeigt nun die multimediale Senckenberg-Ausstellung „Planet 3.0 – Eine Zeitreise durch den Klimawandel“ im Japanischen Palais in Dresden.

„Anno 2070“: klimagewandelte Weltwirtschaft zwischen Öko und Hightech

Die Wirtschaftsspielreihe „Anno“ hat sich aus dem Mittelalter in die Zukunft katapultiert: Statt europäischer Expansion und Gewürzhandel stehen im nun erschienenen „Anno 2070“ die Besiedelung des Meeresgrundes und der Austausch nuklearer Technologien auf der Agenda. Die Spielprinzipien sind ähnlich geblieben, aber komplexer geworden.