Alle Artikel mit dem Schlagwort: Helmholtz

Der Prototyp von "Where2Test" zeigt aktuelle Corona-Daten und Kurzzeit-Prognosen für Sachsen und Tschechien an. Grafik: HZDR / Casus

Helmholtz-Programm „Where2Test“ soll bei Corona-Tests helfen

Casus Görlitz hat Prognose-Prototypen online gestellt Görlitz/Casus, 1. Februar 2021. Damit Gesundheitsämter künftig „vorausahnen“ können, wo Corona-Tests besonders dringend sind, entwickeln Helmholtz-Forscher aus Görlitz eine Prognose-Software. Die Internetplattform „Where2Test“ aus dem „Center for Advanced Systems Understanding“ (Casus) soll vor allem bei hohen Infektionszahlen helfen, die begrenzten Test-Kapazitäten sinnvoll einzusetzen.

Kieselalge unter dem Helium-Ionenmikroskop in Dresden-Rossendorf. Foto: HZDR

Mit Ionenstrahlen den Viren und 2D-Chips auf der Spur

Helmholtz Dresden leitet europäischen Nanotech-Verbund „FIT4NANO“ Dresden, 26. Januar 2021. In einem neuen Verbund „Fokussierte Ionentechnologie für Nanomaterialien – FIT4NANO“ wollen Forscher und Forscherinnen aus ganz Europa fokussierte Ionenstrahlen (englisch: „Focused Ion Beam“ = „Fib“) einsetzen, um beispielsweise Viren und Algen zu analysieren oder um sehr feine Nanostrukturen und Elektronik zu erzeugen. Das hat der Netzwerk-Initiator, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), mitgeteilt.

Dr. Marcel Neubert, Georg Ochlich, Udo Reichmann, Dr. Charaf Cherkouk mit einer Blitzlampenanlage. Foto: Norcsi

Geblitztes Silizium für stärkere Autoakkus

Helmholtz Dresden gründet Elektrodenfirma „Norcsi“ Dresden/Halle/Wilsdruff, 1. Dezember 2020. Forscher aus Sachsen wollen mit einer verbesserten Siliziumelektroden-Technologie die Energiedichte von Lithium-Akkumulatoren erhöhen und die Reichweite von Elektroautos deutlich ausdehnen. Das geht aus einer Mitteilung Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor. Gemeinsam mit der Blitzlampenfirma Rovak aus Wilsdruff bei Dresden haben sie nun das Unternehmen „Norcsi“ (Eigenschreibeise: “NorcSi”) gegründet, das die neue Technologie wirtschaftlich verwerten soll.

Dr. Diana Stiller. Foto: HZDR/A. Wirsig

Helmholz Dresden hat neue Wirtschaftsdirektorin

Finanzerin Direktorin Diana Stiller setzt auf Digitalisierung und Unternehmenskooperationen Dresden, 24. November 2020 Durch eine stärkere Digitalisierung, Technologietransfer, mehr Kooperationen mit der Privatwirtschaft will die neue kaufmännische Direktorin Diana Stiller das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) stärken und mehr Fachkräfte gewinnen. Das geht aus einer HZDR-Mitteilung hervor.

Blick in eine Experimentalkammer im ELBE-Komplex des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf, an die bereits der Draco-Laser angeschlossen ist. Foto: Heiko Weckbrodt, "Creative Commons"-Lizenz 3.0 (freie Nutzung unter Namensangabe)

Neues Material für hochspannende Chips

Helmholtz Dresden spickt Galliumoxid mit Wasserstoff Dresden, 12. November 2020. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat gemeinsam mit Instituten aus Ohio, Berkeley und Los Alamos ein neues Material entwickelt, das sich für besonders billige und sparsame Leistungselektronik für Elektroautos, Hochgeschwindigkeitszüge und Solarkraftwerke eignet. Dafür haben die Forscher und Forscherinnen eine spezielle Galliumoxid-Art mit Wasserstoff-Atomen beschossen, teilte das HZDR heute mit. Durch diese „Dotierung“ kann dieses Halbleitermaterial nun mit schwachen Steuersignale auch sehr starke Ströme und hohe Spannungen umschalten.

Aleksandr Bashkatov vom Institut für Fluiddynamik des HZDR forscht an der Frage, warum in heutigen Elektrolyseuren die Wasserstoffbläschen so lange an den Elektroden kleben bleiben. Foto: HZDR/ Stephan Floss

Wasserstoffernte in der Schwerelosigkeit

Sächsische Forscher arbeiten an neuen Designs für Wasser-Spalter Dresden, 9. November 2020. Mit Wasser-Spaltversuchen in der Schwerelosigkeit wollen Forscherinnen und Forscher aus Sachsen neue Designs für Elektrolyseure finden, die Wasserstoff billiger und effektiver erzeugen als bisher übliche Anlagen. Für ihre Experimente haben sie nun den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020“ in der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ gewonnen. Das haben die TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, die diese Versuche koordiniert hatte.

Einem internationalen Team ist es erstmals gelungen, in magnetischen Materialien die Nutation – die Schwingungsbewegungen der Drehachse während der Präzession – von Elektronenspins zu beobachten. Foto: Dunia Maccagni für das HZDR

Dresdner Helmholtz-Forscher ertappen Magneten beim Schwing-Taumeln

Terahertz-Quelle in Rossendorf filmt ultraschnellen Tanz der Elektronen Dresden, 7. Oktober 2020. Dresdner Physiker und Physikerinnen haben Elektronen bei einem schwingtaumelnden Tanz erwischt, der den Weg zu schnelleren Datenspeichern in den Rechenzentren der Zukunft weisen könnte. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf hervor.

Speziell designte Antikörper sollen dem Immunsystem im Kampf gegen Krebs und Corona auf die Sprünge helfen. Die Vision: Die künstlich hergestellten Proteine docken an die Oberfläche von Immunzellen an. Das andere Ende des Antikörpers bindet an die Krebs- oder Coronazellen und lenkt so die bis dahin untätigen Abwehrkräfte zum Tumor. Visualisierung: HZDR / Sahneweiß / Kjpargeter, Freepik

Helmholtz Dresden will Corona mit Krebs-Suchzellen zerstören

Sachsen gibt zwei Millionen Euro für Forschungsprojekt, das in der ersten Stufe bessere und sichere Corona-Testgeräte ermöglichen soll. Dresden-Rossendorf, 31. Juli 2020. Ursprünglich hatten die Forscher um Prof. Michael Bachmann vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) winzig kleinen Suchsysteme entwickelt, um Tumorzellen aufzuspüren und wie mit einer Nanobombe zu zerstören. Nun wollen sie diese Technologie auch gegen das neue Corona-Virus aus China einsetzen. Dieses Forschungsprojekt „Immuntheranostik zur Therapie, Bildgebung und Schnelldiagnostik von Viruserkrankungen: Covid-19“ soll sofort starten. Der Freistaat Sachsen schießt zwei Millionen Euro zu.

Prof. Sebastian Schmidt ist seit April 2020 der wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. Foto: Heiko Weckbrodt

Helmholtz Dresden sucht nun Spitzen-Nachwuchsforscher in Afrika und Osteuropa

Der neue Wissenschaftsdirektor Sebastian M. Schmidt will im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf eine riesige Elektronenkanone bauen und den Blick über den Tellerrand schärfen. Dresden, 29. April 2020. Die Wissenschaftler in Rossendorf bekommen in den nächsten Jahren neue Groß-Forschungsgeräte, sollen aber auch öfter über ihre Fachgrenzen hinausschauen und Kooperationen mit Osteuropa und Afrika aufbauen. Das hat der neue wissenschaftliche Direktor Prof. Sebastian M. Schmidt des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) angekündigt. Der 1967 in Greifswald geborene Quantenphysiker und bekennende Star-Trek-Fan muss demnächst auch viel Geld auftreiben: Er will unter anderem einen rund 200 Millionen Euro teuren und weltweit einmaligen Elektronenbeschleuniger namens „Dali“ bauen, der wie ein riesiger Nacktscanner für Biomoleküle arbeitet und die Anziehungskraft des HZDR noch einmal deutlich steigern dürfte. DNN-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn über seine Pläne ausgefragt. “Entdecker in der Nanowelt”: Ich sehe da Raumschiff-Bilder und einen Kommunikator aus der Fernsehserie „Enterprise“ auf dem Bord hinter ihnen. Sind Sie Star-Trek-Fan? Schmidt (lächelt verschmitzt): Ich denke immer wieder an den Vorspann: Die Enterprise reist dorthin, wo kein Mensch zuvor gewesen ist. Das könnte auch für unser Zentrum der …

Schaumforscher Dr. Sascha Heitkam baut eine neue Gruppe im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) auf, die Messtechniken für fließende Schäume entwickeln soll. Foto: A. Wirsig für das HZDR

Ingenieur will Schäume röntgen

Neue Forschungsgruppe entsteht in Rossendorf Dresden, 28. April 2020. Schäume mögen die allermeisten Menschen nur mit Badewanne, ungeliebten Abwasch-Aufgaben und vielleicht noch Träumen assoziieren. Für Sascha Heitkam hingegen sind sie seit Kindheitstagen an ein absolutes Faszinosum, das nur darauf wartet, von ihm endlich genau vermessen und durchschaut zu werden. Inzwischen hat Heitkam und neuerdings sogar die Chance, eine eigene Schaum-Forschungsgruppe im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) aufzubauen.

Prof. Roland Sauerbrey, wissenschaftlicher Direktor des HZDR. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Mit dem Unerwarteten rechnen

Der scheidende Direktor Prof. Roland Sauerbrey des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf im Oiger-Interview Was war aus ihrer Perspektive besonders wichtig, was hat sich im Rossendorfer Forschungszentrum während ihrer Direktorenzeit geändert? Sauberbrey: Die wichtigste Veränderung war der Wandel vom Leibniz-Institut zum Helmholtz-Zentrum in den Jahren 2007 bis 2011. Seitdem sind wir erheblich gewachsen, das Personal hat sich verdoppelt, unsere internationale Sichtbarkeit ist deutlich gestiegen. Wichtige Forschungsanlagen sind in Betrieb gegangen: Wir haben zum Beispiel das Hochfeld-Magnetlabor und den Elbe-Beschleuniger ausgebaut, Hochleistungs-Laser installiert, das Zentrum für radiopharmazeutische Tumorforschung eingerichtet und in Freiberg das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie gegründet. Verbessert hat sich auch die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum, vor allem in der Krebsforschung.

Der scheidende und der neue wissenschaftliche Direktor in Dresden-Rossendorf: Prof. Roland Sauerbrey (links) und dessen Nachfolger Prof. Sebastian M. Schmidt. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Neuer Chefwissenschaftler in Dresden-Rossendorf

Sebastian M. Schmidt tritt Nachfolge von Roland Sauerbrey an Dresden, 1. April 2020. Prof. Sebastian M. Schmidt ist seit heute wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Er tritt die Nachfolge des inzwischen 68 Jahre alten Physikers Prof. Roland Sauerbrey an, der das Zentrum 14 Jahre lang geleitet und auf eine neue Entwicklungsstufe gehoben hatte. Das hat das HZDR heute mitgeteilt.

Mit Super-Lasern wie dem Draco und Penelope wollen die Rossendorfer Forscher sehr kompakte Protonenbeschleuniger konstruieren, die zum Beispiel Hirnkrebs-Therapien auch in kleineren Krankenhäusern möglich machen sollen. Foto: HZDR/Jürgen Lösel

Rossendorfer Forscher: Zwei Laserlanzen sind besser als eine

Helmholtz-Wissenschaftler wollen mit neuem Konstruktionsprinzip die Limits von Laser-Plasma-Beschleunigern umgehen. Dresden, 22. Dezember 2019. Sächsische Forscher haben womöglich einen Weg gefunden, um besonders kleine und dennoch sehr leistungsfähigen Elektronen-Beschleuniger zu konstruieren. Und dabei nutzen sie eine alte „Starwars“-Weisheit: Zwei Laserlanzen sind besser als eine. Das Team um Dr. Alexander Debus vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) will nämlich mit zwei Superlasern schräg in eine Plasma-Kammer hineinschießen, um die winzig kleinen Teilchen daran auf ein höheres Tempo zu bringen.

Das erste Plasma in Wendelstein 7-X. Es bestand aus Helium, dauerte eine Zehntel Sekunde und erreichte eine Temperatur von rund einer Million Grad Celsius (Eingefärbtes Schwarz-Weiß-Foto). Abb.: IPP

Tanzende Protonen tunneln zum Rendezvous

Rossendorfer Forscher wollen mit Superlasern Fusionskraftwerke anlassen Dresden/Hamburg, 5. Dezember 2019. Deutschland hat die Kernspaltung abgeschrieben: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sie als zu unberechenbar und „schmutzig“ eingestuft. Daher hoffen nun viele Ingenieure und Physiker, endlich die Kernfusion nach dem Vorbild der Sonne in den Griff zu bekommen: Diese fast unerschöpfliche Energiequelle würde stabiler als Windräder und Solaranlagen Strom liefern und kaum strahlenden Abfall hinterlassen. An der Konstruktion praxistauglicher Fusionsreaktoren beißen sich Wissenschaftler allerdings weltweit schon seit Jahrzehnten die Zähne aus. Rossendorfer Forscher wollen nun aber mit Superlasern die Kernfusion auf Trab bringen.

Auf dem geplanten Supercomputer Frontier der Exascale-Klasse in den USA können bisher ungelöste Fragen der Plasmaphysik beantwortet werden. Als Erstes möchten die Forscher vom HZDR neuartige lasergetriebene Elektronen- und Ionenbeschleuniger modellieren. Foto: ORNL/U.S. Dept. of Energy

Aufbruch in die Exaflops-Welt

Experten aus Dresden-Rossendorf helfen, den weltweit schnellsten Supercomputer „Frontier“ in den USA hochzufahren Dresden/Oak Ridge, 8. Oktober 2019. Der weltweit schnellste Supercomputer entsteht derzeit im US-Bundesstaat Tennessee: Die Unternehmen Cray und AMD installieren ihn bis zum Jahr 2021 im Auftrag des US-Energieministeriums am Oak Ridge National Laboratory (ORNL). Dank einer innovativen Grafikprozessor-Architektur soll „Frontier“ (dt.: „Grenze“) über 1,5 Trillionen Fließkomma-Rechenaufgaben pro Sekunde lösen können. Er stößt damit als wohl erster Rechner in die sogenannte Exaflops-Klasse vor. Plasma-Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) werden zu den ersten Nutzern gehören. Sie bilden eines von acht auserwählten internationalen Teams. In Zusammenarbeit mit Prof. Sunita Chandrasekaran von der Universität Delaware, welche das Projekt in den USA leitet, wollen die Dresdner wissenschaftliche Pilotaufgaben für den „Frontier“ entwickeln und den neuartigen Supercomputer nutzerfreundlicher für Forscher aus aller Welt machen.