Alle Artikel mit dem Schlagwort: Helmholtz

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf verfügt Supercomputer, mit denen sich Algorithmen für noch leistungsstärkere Rechner schon mal testen lassen. Foto: Detlev Müller für das HZDR

Materieforscher spannen „Künstliche Intelligenz“ ein

Rossendorfer Zentrum übernimmt weitere Aufgaben in der Helmholtz-Gemeinschaft Dresden, 26. März 2019. Forscher und IT-Experten am Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) übernehmen neue informationstechnologische Aufgaben in der Helmholtz-Gemeinschaft, um die computergestützte Forschung voranzubringen. Das hat das HZDR heute mitgeteilt. Beim Projekt „HIFIS“ helfen sie den Wissenschaftlern an den Helmholtz-Zentren, Forschungssoftware professionell zu entwickeln. Bei „HAICU Local“ wenden sie Künstliche Intelligenz (KI) im Forschungsgebiet Materie an.

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Helmholtz-Zentrum Rossendorf plant neue Großinvestition

Forscher wollen 150 Millionen Euro teuren Elektronenbeschleuniger bauen Dresden-Rossendorf, 16. Januar 2019. Noch stärker, noch brillanter – die Forscher im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) planen eine neue Großinvestition: Sie wollen ab 2024 für rund 150 Millionen Euro einen Nachfolger für ihre inzwischen betagte Strahlungsquelle „Elbe“ bauen. Das hat HZDR-Wissenschaftsdirektor Prof. Roland Sauerbrey angekündigt.

Kristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen JeibmannKristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen Jeibmann

Außeruniversitäre Institute in Sachsen

Seit 1990 haben sich zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Sachsen angesiedelt. In einigen Fällen gingen frühere Institute der DDR-Akademie der Wissenschaften in neue Trägerschaften von Leibniz, Helmholtz, Fraunhofer & Co. über. In anderen Fällen waren frühere Kombinats-Bereiche oder Querschnitts-Forschungseinrichtungen der DDR-Industrie der Nukleus, teils handelte es sich um echte Neugründungen. Hier nun ein Überblick, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann (Quelle: sächsisches Wissenschaftsministerium):

Zur Einweihung des neuen DeltaX-Labortraktes führen Schülerinnen und Schüler den Gästen ausgewählte Experimente aus Physik, Geo- und Umweltchemie sowie zur Zellbiologie vor. Foto: HZDR/Detlev Müller

Schülerlabor DeltaX bezieht Neubau in Rossendorf

Laser und Brüter für die Forscherelite von morgen Dresden-Rossendorf, 29. Oktober 2018. Laser, Bio-Brüter, Gas-Chromatographen – die jungen Experimentatoren des Schülerlabors „DeltaX“ im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) haben nun viel ausgefeiltere Gerätschaften, in die geheimnisvollen Welten der Naturwissenschaften einzudringen. Möglich macht dies ein Neubau auf dem HZDR-Campus, den der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU), Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und die Helmholtz-Forscher morgen einweihen.

Laborräume im neuen Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung. Foto. Frank Bierstedt, HZDR

Präzisionsinstrumente gegen Metastasen

35 Millionen Euro teures Zentrum für Mini-Strahlenwaffen gegen Krebs startet bald in Rossendorf Dresden-Rossendorf, 10. August 2018. Ein neues „Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung“ (ZRT) geht Anfang September am Stadtrand von Dresden in Betrieb: In dem rund 35 Millionen Euro teuren Zentrum wollen rund 60 Radiochemiker und -pharmazeuten sowie Biologen, Physiker und andere Wissenschaftler unter anderem neue radioaktive Arzneimittel gegen Krebs entwickeln.

Die Visualisierung zeigt ein 3D-Modell der DRESDYN-Anlage. isualisierung: SBS Bühnentechnik GmbH

Künstlicher Erdkern startet erst 2020 in Rossendorf

Konstruktion der neuen Forschungsanlage „Dresdyn“ für die Helmholtz-Physiker ist komplizierter als gedacht Dresden-Rossendorf, 30. Juli 2018. Die Konstruktion des künstlichen Erdkerns „Dresdyn“ in Rossendorf hat sich als schwieriger erwiesen als zunächst angenommen. Das hat Prof. Roland Sauerbrey eingeräumt, der wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). „Wir haben zwei Jahre Verzögerung.“

Dr. Michael Bussmann schaut sich im HZDR-Rechenzentrum um. Foto: Heiko Weckbrodt

Rossendorfer Forscher planen neues Rechenzentrum

Da ihre Labore immer mehr Daten produzieren, wollen die Helmholtz-Wissenschaftler auch stärkere Transferleitungen legen Dresden-Rossendorf, 24. Juli 2018. Weil Experimente an modernen Großforschungsanlagen immer reißendere Datenfluten hervorbringen und Computeranalysen immer wichtiger für die Forschung werden, wollen die Wissenschaftler im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ein neues Rechenzentrum bauen. Das hat der Prof. Roland Sauerbrey, der wissenschaftliche Direktor im HZDR, nun angekündigt. Er kalkuliert mit einem Baustart im Jahr 2019 und rund zehn Millionen Euro Investitionsvolumen. Zu diesen Baukosten kommen dann noch die Ausgaben für neue Computertechnik.

Das erweitertes und modernisierte Schülerlabor "DeltaX" residiert nun im neugebauten Haus 103 im Helmholtzzentrum Dresden-rossendorf (HZDR). Foto: HZDR

Neues Schülerlabor in Dresden-Rossendorf

Laser, Brüter, Farbenspiele: Helmholtz-Forscher laden zum Lehrertag ins neue Schülerlabor Rossendorf ein Dresden, 26. Juni 2018. Damit Kinder beizeiten in die Faszination wissenschaftlicher Suche eintauchen können, betreibt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ein Schülerlabor „DeltaX“. Das hat nun einen Neubau bekommen – und „Technik vom Feinsten“, wie DeltaX-Leiter Dr. Matthias Streller sagt. „Unser Labor ist jetzt zweieinhalb Mal so groß wie das alte und wir können den Kindern ganz neue Experimente aus Physik, Chemie und Biologie anbieten.“ Unter anderem verfügt das DeltaX jetzt über moderne Laser und biologische Brüter, kann Stoffe mit Gas-Chromatographen analysieren, die natürliche Radioaktivität in der Umwelt sichtbar machen und mit Farb-Wahrnehmungen spielen.

Besucher schauen sich im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf eine Nebelkammer an, die kosmische Teilchen sichtbar macht. Foto: Detlev Müller, HZDR

2500 Besucher im Forschungszentrum Rossendorf

Schwebende Pfannen und Laserschach locken zahlreiche Neugierige an Dresden-Rossendorf, 9. Juni 2018. Schachspiel mit Superlasern, schwebende Bratpfannen, Raketenstarts und ein magnetischer sechster Sinn – mit zahlreichen populärwissenschaftlichen Attraktionen lockten die Forscher des „Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf“ (HZDR) heute rund 2500 Neugierige in ihre Labors am Stadtrand von Dresden. Das teilte das HZDR heute mit. Insgesamt hatten die Wissenschaftler rund 150 Programmpunkte von Astrophysik über Clownerie bis Tumorforschung vorbereitet.

Beamline-Scientist Dr. John Michael Klopf stellt Aggregate am Freie-elektronen-Laser im ELBE-Zentrum in Dresden-Rossendorf ein. Er bereitet den FEL für die Experimente der Kollegen vor. Foto: Detlev Müller, HZDR

Undulatoren, Beschleuniger und Rouladen

Der Amerikaner Mike Klopf ist im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf der Experte für den „Freie-Elektronen Laser“ Dresden, 19. Juli 2017. Internationale Experten wie der US-Amerikaner Dr. Michael Klopf sorgen im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) dafür, dass Wissenschaftler aufwendige Forschungsanlagen wie den „Freie-Elektronen Laser“ (FEL) für ihre Experimente nutzen können. Auch ihm ist es verdanken, dass die Forscher die Grenzen dieser Quelle für Infrarot- und andere Strahlen ständig hinausschieben können.

Arbeitet an extrem dünnen Magnetfolien: Dr. Denys Makarov vom Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschungim Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Foto: HZDR/Detlev Müller

Ein sechster Sinn für den Menschen

Der ukrainische Physiker Denys Makarov forscht in Dresden-Rossendorf an hauchdünnen Folien, die Magnefelder für den Menschen “spürbar” machen sollen Dresden-Rossendorf, 22. Mai 2017. Die Gesten, mit denen wir heute so schön unsere Smartphones und Tablets steuern, müssen zukünftig durch neue Lösungen erweitert werden – jedenfalls wenn es nach Dr. Denys Makarov geht. Den nächsten Schritt sieht der Physiker in einem magnetischen sechsten Sinn für die Menschen: Streckt der Mensch der Zukunft die Hand aus, kann er mit bloßen Gesten im Raum Telefone, Maschinen und Augmented-Reality-Umgebungen steuern.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Scharfer Blick in die Welt der ultraschnellen Prozesse

Forscher vom HZDR demonstrieren mit internationalen Partnern eine superschnelle Kamera für die Femtosekunden-Physik Dresden-Rossendorf, 22. März 2017. Aus dem Chemie-Unterricht ist bekannt: Kommen Wasserstoff und Sauerstoff zusammen, dann knallt es – und am Ende entsteht Wasser. Ursache und Resultat sind schon lange bekannt. Aber was passiert eigentlich dazwischen? Wie genau sieht es aus, wenn sich Atome zu Molekülen verketten? Diesem und ähnlich extrem schnell ablaufenden Prozessen widmet sich eine noch junge Richtung innerhalb der Naturwissenschaften: die Ultrakurzzeitphysik, die die Tür zu einem neuen Verständnis physikalischer und chemischer Vorgänge öffnen soll. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun mit Kollegen aus Hamburg, Berlin und Kalifornien demonstriert, wie sich ultraschnelle Prozesse mittels präziser Messungen und einer innovativen Datenanalyse viel genauer als bisher untersuchen lassen.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Forscher den Kupfererz-Aufbereitungsprozess der Zukunft vorstellen: Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen zielgerichtet an den Oberflächen von Erzmineralen binden, metallhaltige Wertpartikel einsammeln und wertlose Bestandteile zurückhalten. Visualisierung: HZDR Sander Münster

Bakterien helfen im Bergbau

Biotechnologen aus Freiberg und Santiago Freiberg/Santiago de Chile, 6. März 2017. Ressourcen-Forscher aus dem sächsischen Freiberg wollen spezielle Bakterien für den Kupfer-Bergbau in Chile einspannen. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt. Die bakteriellen Wirkstoffe sollen – möglichst umweltfreundlich – aus dem chilenischen Roherz nicht nur Kupfer, sondern auch Molybdän gewinnen, das wiederum für die Elektronikindustrie benötigt wird. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnten die Kupferschürf-Bakterien später vielleicht auch in Elektronik-Recycling zum Einsatz kommen.