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Helmholtz-Programm „Where2Test“ soll bei Corona-Tests helfen

Der Prototyp von "Where2Test" zeigt aktuelle Corona-Daten und Kurzzeit-Prognosen für Sachsen und Tschechien an. Grafik: HZDR / Casus

Der Prototyp von “Where2Test” zeigt aktuelle Corona-Daten und Kurzzeit-Prognosen für Sachsen und Tschechien an. Grafik: HZDR / Casus

Casus Görlitz hat Prognose-Prototypen online gestellt

Görlitz/Casus, 1. Februar 2021. Damit Gesundheitsämter künftig „vorausahnen“ können, wo Corona-Tests besonders dringend sind, entwickeln Helmholtz-Forscher aus Görlitz eine Prognose-Software. Die Internetplattform „Where2Test“ aus dem „Center for Advanced Systems Understanding“ (Casus) soll vor allem bei hohen Infektionszahlen helfen, die begrenzten Test-Kapazitäten sinnvoll einzusetzen.

Covid19-Daten aus Sachsen und Tschechien verarbeitet

Ein Prototyp ist nun online gegangen, teilte das Casus-Mutterinstitut, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), mit. Fürs Erste visualisiert das System auf digitalen Karten für Sachsen und Tschechien, wo kurzfristig ein Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu erwarten ist.

Sachsen, Polen und Tschechen forschen gemeinsam

Das Projekt unter der Leitung von Prof. Justin Calabrese und Dr. Weronika Schlechte-Wełnicz ist auch ein Beispiel für den grenzübergreifenden und interdisziplinären Ansatz, den das Casus verfolgt, um komplexe Systeme wie eben Pandemien, Klimaveränderungen oder kosmische Phänomene zu untersuchen: An „Where2Test“ beteiligen sich neben dem HZDR auch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ), das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden (MPI-CBG), die Technische Universität Dresden (TUD) und die Universität Breslau. Darüber hinaus fließen Corona-Daten aus Tschechien ein. Um tagesaktuelle Lageeinschätzungen zu erstellen, setzen die Forscherinnen und Forscher auch den HZDR-Hochleistungsrechner „Hemera“ ein. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit einer Million Euro.

Autor: hw

Quelle: HZDR / Casus