Alle Artikel mit dem Schlagwort: Betrug

Nicht immer sind die Liebesschwüre von Internet-bekanntschaften echt, warnt das LKA Sachsen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Millionenbetrug mit falschen Liebesschwüren per Internet

LKA Sachsen warnt vor „Romance Scam“-Welle im Netz Dresden, 18. Mai 2018. Indem sie die Einsamkeit und das Liebesbedürfnis von Singles ausnutzen, haben Internetbetrüger in den vergangenen zwei Jahren mindestens 1,6 Millionen Euro von gutgläubigen Menschen in Sachsen ergaunert. Das hat das Landeskriminalamt (LKA) in Dresden eingeschätzt. Die Behörde stützt sich dabei auf Abfragen im polizeilichen Auskunftssystem Sachsen. Dahinter stecke „eine besonders perfide Anbahnungsmasche, mit der Betrüger nicht nur die Gefühle und das Vertrauen ihrer Opfer schamlos ausnutzen“, warnte das LKA. „Auch der finanzielle Schaden, den sie anrichten, ist enorm.“

Cyberkriminelle sollen sich durch Phishing-Anrufe Zahlungscodes ergaunert und Millionenschäden angerichtet haben. Themenfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

LKA Sachsen warnt vor Bankverbindungs-Betrug

Cyber-Kriminelle manipulieren abgefangene Rechnungen Dresden, 30. August 2016. Cyber-Kriminelle haben sich auf eine neue Rechnungs-Betrugsmasche mit vermeintlich „geänderten Bankverbindungen“ verlegt, um auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen richtig zu kassieren. Davor hat heute das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen gewarnt. Betrüger fischen offene Rechnungen aus E-Mail-Strömen Die Masche: Die Betrüger kapern zunächst geschäftlich genutzte E-Mail-Server. Dann fangen sie dort echte Rechnungen im elektronischen Postwechsel zwischen Zuliefer- und Empfänger-Unternehmen ab. Sie identifizieren tatsächlich offene Posten und schicken dafür dann gefälschte Rechnungen weiter, mit denen sie die Zahlungen auf ihr Konto umleiten. Dies erreichen sie durch die Behauptung, beim Gläubiger habe sich „die Bankverbindung geändert.“ „Es gibt auch Fälle, in denen die Betrüger zusätzlich gefälschte Dokumente per Briefpost verschickten, um den manipulierten E-Mail Verkehr glaubwürdig zu machen“, warnte das LKA. „Bei den so umgeleiteten Geldbeträgen handelt es sich pro Betrugsfall fast immer um eine 5-stellige Schadenssumme.“ Tipps der Polizei für Unternehmer: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, machen Sie diese Betrugsmasche in Ihrem Unternehmen bekannt. • Überprüfen Sie E-Mails mit Rechnungen sorgfältig auf den richtigen Absender und die korrekte Schreibweise der …

Cyberkriminelle sollen sich durch Phishing-Anrufe Zahlungscodes ergaunert und Millionenschäden angerichtet haben. Themenfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Polizei nimmt internationale Online-Betrügerbande hoch

Staatsanwaltschaft Dresden: Cyberkriminelle aus Deutschland, Russland und Ukraine richteten Millionenschaden an Dresden, 24. November 2015. Auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Dresden haben Polizisten Mitte November in einer weltweiten konzertierten Aktion fünf mutmaßliche Cyber-Kriminelle festgenommen, die mit ihren Betrügereien Millionen-Schäden verursacht haben sollen. Das hat das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen heute nachträglich mitgeteilt. Demnach durchsuchten die Polizisten in vier deutschen Bundesländern sowie in weltweit 17 weiteren Ländern in Europa, Nord- und Mittelamerika mehrere Gebäude, beschlagnahmten Konten und stellten Vermögenswerte sicher.

Das LKA Sachsen hat seit Juni 2014 ein Cyberabwehr-Zentrum SN4C mit 67 Spezialisten gegründet. Foto: Heiko Weckbrodt

Cyber-Gauner geben sich als Chefs aus

Bereits mehrere Millionen Euro Schaden in Süddeutschland Stuttgart/Dresden, 8. Oktober 2015. Das Cyberabwehrzentrum SN4C im Landeskriminalamt Sachsen warnt vor einer raffinierten Masche, mit der Cyber-Betrüger in Baden-Württemberg bereits mehrere Millionen Euro von Unternehmen abgeschöpft haben. Dabei kundschaften die Kriminellen aus, wann sich die Chefs im Zielunternehmen außer Haus befinden und schreiben dann an die Buchhaltung gefälschte E-Mails, in denen sie sich selbst als die absenten Geschäftsführer ausgeben. Darin fordern sie meist den Transfer größerer Summen, um angeblich eine noch geheime Firmen-Übernahme abzuwickeln. In mehreren Fällen hat diese Methode in Süddeutschland auch schon verfangen.

Mit gefälschten comdirect-E-Mails versuchen Phisher derzeit, Bankunden deren Zugangsdaten abzuluchsen. Ein Erkennungsmerkmal: Deutsche Bankinstitute versenden solche Aufforderungen gar nicht. Abb.: BSF

Gefälschte comdirect-E-Mails im Umlauf

Passwort-Fischer schießen sich anscheinend nun auf Kunden kleinerer Banken ein Internet, 13. Juli 2015. Auch die Kunden kleinerer Banken geraten nun anscheinend ins Visier von Internetbetrüger: Aufgetaucht sind jetzt jedenfalls gefälschte E-Mails der Commerzbank-Tochter „comdirect“, mit denen Unbekannte die Bankzugangsdaten der Empfänger auszuhorchen versuchen.

Wenn ein Facebook-Freund plötzlich eine neue Freundschaftsanfrage stellt und nach der Handy-Nummer fragt, ist Vorsicht geboten. Montage: hw

Falsche Facebook-Freunde zocken mit neuer Masche ab

Betrüger ergaunern Handy-Nummer und Bezahl-Codes per Freundschaftsanfrage Leipzig/Plauen, 22. Mai 2015. Betrügerbanden sind derzeit dabei, Facebook-Nutzer mit einer neuen Masche abzuzocken, mit sie sich die Handy-Nummer und Bezahlcodes von den Opfern ergaunern. Davor hat die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig gewarnt. Die Geprellten bleiben dann auf hohen Mobilfunk-Rechnungen sitzen.

Bei der "Operation Dyre Wolf" haben Cyberkriminelle Millionenbeträge von Unternehmens-Konten abgeräumt. Abb.: IBM

Operation Dyre Wolf: Cybergangster rauben Millionen bei Firmen

IBM: Angreifer setzten mehrstufiges Betrugssystem ein Armonk, 8. April 2015: IBM-Sicherheitsexperten haben laut eigenen Angaben einen großangelegten Raubzug im Internet aufgedeckt, bei dem Cyberkriminelle die attackierten Unternehmen teilweise um Millionenbeträge beraubt haben. Bei dieser mit dem Codenamen versehenen „Operation Dyre Wolf“ setzen die Angreifer ein geschickt zusammengesetzes System aus fingierten Anrufen, Social Engineering und mehrstufigen Infektionen von Firmenrechnern ein.

Das Kürzel "BG" (rote Markierung in der IBAN-Nummer verrät ein blugarisches Konto. Repro: hw

Gewinnspiel-Betrüger verlegen sich zunehmend auf Inkasso-Abzocke

Dresdner Verbraucherschützer: Bei uns kommt nur Spitze des Eisberges an Dresden, 21. Januar 2015: Dubiose „Geschäftsleute“ und Betrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen, um die deutschen Gesetze gegen windige Gewinnspiele und Telefonwerbung zu unterlaufen – und insbesondere Senioren um deren Geld zu prellen. Trotz des Anti-Abzocke-Gesetzes bleibt unerwünschte und unlautere Telefonwerbung ein Ärgernis“, berichtet die Dresdner Beratungszentrum-Leiterin Regina Döhnert von der Verbraucherzentrale Sachsen. Dabei seien die Beschwerden, die im Dresdner Zentrum eingingen, wahrscheinlich „nur die Spitze des Eisberges“. Zudem versuchen anonyme Betrüger in wachsendem Maße, vor allem Senioren durch gefälschte Inkasso-Anschreiben, -Telefonate und E-Mails einzuschüchtern. „Die Verbraucher berichten uns oft von Anrufen vermeintlicher Inkassobüros, die angeblich ausstehende Außenstände eintreiben wollen.“

Klammeraffe. Abb.: hw

„Spear Phishing“: Cyberkriminelle personalisieren Betrugs-E-Mails

Laut Kaspersky richtet sich neue Methode zunehmend auch gegen Privatleute Moskau/Leipzig, 8. Dezember 2014: Die seit einiger Zeit zirkulierenden perfektionierten Abfisch-E-Mails, in denen Cyber-Betrüger mit korrekter namentlicher Ansprache zum Beispiel Telekom- oder PayPal-Kunden Konto-Daten zu entlocken versuchen, sind anscheinend keine Einzelfälle: Laut der russischen Sicherheits-Softwareschmiede „Kaspersky“ setzen Internetkriminelle seit einiger Zeit das sogenannte „Spear Phishing“ (Passwort-Fischen mit dem spitzen Speer) nun auch gegen Privatleute ein.

Betrüger-eMails haschen nach Volksbank-Kunden

Internet, 21. Januar 2014: Neben den gefälschten Telekom-Rechnungen und Sparkassen-Mails sind nun auch Betrüger-E-Mails im Umlauf, die Volksbank-Kunden anscheinend Schadprogramme unterzujubeln versuchen. Sie gaukeln als Absender eine vermeintliche „Group Data Protection“ einer „Heidenheimer Volksbank“ vor und geben sich als Bestätigung für eine hohe Überweisung vom Konto des Empfängers aus.