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Erpresser-Mails: Falsche CIA-Beamte wollen Bitcoins

Internet-Kriminelle geben sich als korrupte CIA-Agenten aus, um Geld zu erpressen. Visualisierung: Kaspersky
Internet-Kriminelle geben sich als korrupte CIA-Agenten aus, um Geld zu erpressen. Visualisierung: Kaspersky

Kaspersky: Neue Betrügermasche operiert mit Kinderschänder-Vorwurf

Ingolstadt, 9. Juni 2019. Internet-Erpresser haben sich eine neue Masche zugelegt: Sie behaupten per E-Mail, CIA-Agenten zu sein und drohen mit Kinderschänder-Enthüllungen. Auf entsprechende Erpresser-Mails macht die deutsche Tochter des Sicherheitssoftware-Unternehmens „Kaspersky“ in Ingolstadt aufmerksam.

Kriminelle fordert 10.000 $

Durch ihre Untersuchungen gegen Online-Pädophile seien sie auf den Namen des Empfängers gestoßen, heißt es demnach in den Betrüger-Mails. Die angeblichen Geheimdienst-Mitarbeiter fordern 10.000 Dollar in der Kryptowährung „Bitcoin“. Andernfalls würden sie den E-Mail-Empfänger als Pädophilen öffentlich bekannt machen.

CIA-Sextortion war „sorgfältig formuliert“

„Bis dato ist unklar, wie viele Personen von diesem Betrug betroffen sind“, erklärten die Kaspersky-Analytiker. Die Mails seien zudem – im Gegensatz zu früheren Onlinesex-Erpressungsversuchen – auch nicht so einfach als Betrug erkennbar. „Die nun entdeckte ,CIA-Sextortion’-E-Mail wurde sorgfältig formuliert und ist mit einem kopierten CIA-Logo versehen“, teilte das Unternehmen mit.

Sicherheitsforscherin: „Nicht zahlen!“

„Nachrichten wie diese können für die Empfänger beängstigend sein“, schätzte Kaspersky-Sicherheitsforscherin Tatyana Scherbakova ein. „Die Betrüger nutzen die Tatsache, dass in der heutigen digitalen Welt Namen von Personen an den falschen Orten auftauchen können. Deshalb sind Unschuldige bereit zu zahlen, um eine Schädigung ihres Rufes oder ihrer Beziehungen zu verhindern.“ Die meisten dieser E-Mails seien aber gefälscht. „Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass die Betrüger wirklich über solche Informationen oder Beweise verfügen.“ Das wichtigste sei, „nicht in Panik geraten, nicht antworten und vor allem nicht zahlen“.

Autor: hw

Quelle: Kaspersky

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger