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Cyber-Betrüger fischen nach Commerzbank-Kunden

Ausschnitt aus der betrügerischen E-Mail an Commerzbank-Kunden. Abb.: Bildschirmfoto/hwAusschnitt aus der betrügerischen E-Mail an Commerzbank-Kunden. Abb.: Bildschirmfoto/hw
Ausschnitt aus der betrügerischen E-Mail an Commerzbank-Kunden. Abb.: Bildschirmfoto/hw

Melekeok, 2. Oktober 2016. Internetbetrüger versuchen derzeit mal wieder, mit gefälschten E-Mails Bankkunden ihre Schadprogramme unterzujubeln. Diesmal fischen die Cyber-Gangster nach Kunden der Commerzbank.

Kriminelle drohen Commerzbank-Kunden in gefälschter E-Mail

In ihren E-Mails behaupten die Kriminellen, der Kunde müsse ein Sicherheits-Zertifikat der Bank herunterladen. Und sie drohen: „Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nach kommen, sind Sie im Betrugsfall voll haftbar, des Weiteren werden wir nach Ablauf einer Frist von 14 Tagen vorsorglich Ihr Konto sperren.“ Wer dem Link in der E-Mail folgt, landet auf einer nachgebauten Internetseite. Die ist im pazifischen Inselstaat Palau (Hauptstadt: Melekeok) registriert.

Fälschung leicht erkennbar

Unsere Empfehlung ist klar: Sie sollten die E-Mail löschen und keineswegs auf den Link klicken. Glücklicherweise ist die Fälschung bei näherer Betrachtung gut erkennbar. Die vermeintliche Fußleiste, wo zum Beispiel das Impressum stehen sollte, ist eine bloße Grafik und funktioniert nicht. Und die Adresse, die sich hinter dem Link verbirgt, erweckt nur auf den ersten Blick den Anschein einer Kommerzbank-Seite. Entscheidend ist hier die Endung „019861.pw“ in der Adresse „http://kunden.commerzbank.de.019861.pw/“, die im Adressfensters des Browsers erscheint.

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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