Alle Artikel mit dem Schlagwort: TUD

Das Senorics-Gründerteam: Dr. Ronny Timmreck, Robert Langer, Dr. Robert Brückner und Dr. Matthias Jahnel begutachten im Labor die Nir-Sensoren. Foto: Senorics

Biersensoren erschnüffeln die Maische

Thomas Bohn und andere Risikokapitalisten stecken 2,3 Millionen in Senorics Dresden Dresden, 19. Dezember 2018. Physiker aus Dresden haben hauchdünne organische Sensoren entwickelt, die erschnüffeln können, ob ein Bier richtig gebraut wird. Dafür setzt die Uni-Ausgründung “Senorics” die Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIR) ein. Nun sind Risikokapitalisten auf das junge Unternehmen aufmerksam geworden und investieren 2,3 Millionen Euro.

oinformationstechnologie-Student Arne Rümmler von der TU Dresden justiert einen Sensor. Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

Sublokaler Klimawandel unter der Lupe: Dresden baut Regenmess-Netz auf

TU Dresden und Partner planen 50 Messstationen Dresden, 12. Dezember 2018. Geoinformatiker und Elektroniker wollen ein engmaschiges Netz aus Regenmessgeräten in Dresden installieren. Die im “Smart Rain“-Netz gesammelten Daten sollen beispielsweise helfen, den Flutschutz zu verbessern, das urbane Mikroklima und dessen Veränderung in den einzelnen Stadtvierteln zu analysieren. Die kommunalen Wirtschaftsförderer bezuschussen das gemeinsame Projekt von TU Dresden, dem jungen Unternehmen „Pikobytes GmbH“ und der Elco Industrie Automation GmbH mit 70.000 Euro aus ihrem Innovationsfonds. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Dresden hervor.

Yves Mattern (links) und Philipp Strobel (mit Holzbuch, rechts) sind die Chefs der Holz-Leichtbaufirmen Lignoa (in Gründung) und Jungholz aus Dresden. Sie wollen mit ihren Holztechnologien Kinderagen, Rollstühle und Autos bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightech-Holz für Autos

Aus der TU Dresden ausgegründet: „Lignoa“ entwickelt nun topologie-optimierte Holzbauteile in Nürnberg Dresden/Nürnberg, 20. November 2018. Das junge Hightech-Holz-Unternehmen „Lignoa“ entwickelt jetzt spezielle hölzerne Interieur-Bauteile für einen großen Automobil-Konzern. Das hat Lignoa-Mitgründer Yves Mattern auf Oiger-Anfrage mitgeteilt.

Ein RCCF-Mitarbeiter der TU Dresden stellt Prozessparameter an der Stabilisierungs- und Carbonisierungslinie im neuen Carbonfaser-Technikum Dresden ein. Foto: Andreas Scheunert für die TU Dresden

„Carbonfaser ist Stahl des 21. Jahrhunderts“

TU Dresden startet Karbonfaser-Technikum Dresden, 2. November 2018. Eine Reinraum-Anlage für Kohlenstofffasern haben Forscher der Dresdner Uni-Institute für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) sowie für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) – wie bereits angekündigt – heute in Dresden-Dobritz offiziell in Betrieb genommen. Mit diesem Karbonfaser-Technikum wollen die zum des „Research Center Carbon Fibers“ (RCCF) zusammengeschlossenen Wissenschaftler entlang der langen Kette vom Kohlenstoff über die Karbonfaser und das Karbongarn bis zum fertigen Leichtbauteil in der Autoindustrie, Luft- oder Raumfahrt experimentieren.

Erste Ausführung eines multimodalen eGloves: Maßgeschneidertes Musikinstrument mit integrierter Sensorik zur Gestenerkennung und drahtlos angekoppeltem Tonwiedergabesystem sowie integrierter Leuchtfunktion für visuelles Feed-Back. Foto: ITM/TU Dresden

Datenhandschuh lässt Maschinen singen

Neues Exzellenzentrum CeTI Dresden erforscht neue Interaktionswege zwischen Mensch und Computer Dresden, 14. Oktober 2018. Textilforscher vom neuen Exzellenzzentrum „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop” (CeTI) an der TU Dresden haben einen interaktiven Datenhandschuh („eGlove“) vorgestellt, der gestengesteuerte Musikkompositionen ermöglichen soll. In diesen haben die Textilexperten Sensoren und Funkmodule integriert, die Handbewegungen erkennen und drahtlos an ein Tonsystem übertragen. Die eingebetteten Leuchten sollen all dies zusätzlich visualisieren.

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

Nachwuchs-Ökoforscher besuchen TU Dresden

Dresden, 12. Oktober 2018. TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen begrüßt am Montag 25 „grüne Talente“ („Green Talents“) aus 19 Ländern an der Dresdner Uni. Gemeint sind damit internationale Nachwuchswissenschaftler mit ökologischen Forschungsprojekten. Die Dresdner wollen den „grünen Talenten“ ihre Arbeit an intelligenten Werkstoffen, umweltbewusstem Wassermanagement., alternativen Energiespeichern, Umweltökonomie und Karbonbeton vorstellen. Zugleich hoffen Müller-Steinhagen und seine Kollegen, dass einige dieser Nachwuchs-Wissenschaftler in Dresden hängenbleiben.

Bringen selbst nur 650 Gramm auf die Waage, tragen aber bis zu 200 Kilogramm: die Karbon-Hocker von Polymerforschern aus Dresden. Foto: IPF

Neues Karbon-Reinraumlabor in Dresden

Am pechverfolgen Standort in Dobritz kooperieren Textil- und Leichtbauforscher der TU Dresden Dresden, 6. Oktober 2018. In einer ehemaligen Spitzenmanufaktur und späteren Mikroelektronik-Fabrik in Dresden-Dobritz bekommen die Leichtbau- und Textiltechnik-Ingenieure der TU Dresden nun einen Reinraum, in dem sie Karbonfasern züchten und verarbeiten können. Sie wollen den Reinraum offiziell Anfang November 2018 in Betrieb nehmen.

Die TU Dresden hat einen Großteil ihrer Forschungen an der Elektronik der Zukunft im Exzellenz-Cluster cfaed konzentriert. Die Forscher dort hoffen, dass es auch in der nöchsten Vergaberunde Exzellenz-Millionen für ihre Arbeit gibt. Foto: Jürgen Lösel, TU Dresden

Dresdner ringen um Zukunft für Zukunftselektronik-Zentrum cfaed

Team um Prof. Fettweis schwärmt nun aus, um neue Geldquellen nach dem gescheiterten Exzellenz-Antrag zu finden Dresden, 1. Oktober 2018. Das „Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden“ (cfaed) soll als Knotenpunkt für die Nanoelektronik-Vorlaufforschung an der TU Dresden erhalten bleiben – obwohl die Einrichtung keine Exzellenzfördergelder mehr bekommt. Darauf hat sich die cfaed-Leitung um Prof. Gerhard Fettweis nun festgelegt – und sucht nun nach neuen Geldquellen für das Forschungszentrum.

Wird immer wieder gerufen, wenn's knifflig auf dem OP-Tisch wird: Unfallchirurg Dr. Christian Kleber vom Uniklinikum Dresden ist auf Polytraumata spezialisiert. Foto: Anja Schneider

Menschen reparieren statt amputieren

Dr. Kleber von der Uniklinik Dresden erzählt, welche Fortschritte die Unfallchirurgie gemacht hat – und was in der Notaufnahme selbst hartgesottenen Profis nahe geht Dresden, 21. September 2018. Die Unfallchirurgie hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht, sagt Dr. Christian Kleber vom Uniklinikum: Wo die Ärzte früher amputieren mussten, können sie heute in vielen Fällen die Arme und Beine der Patienten retten – durch technologische Fortschritte, aber auch durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Medizinern. Der tiefe Fall Seit über 20 Jahren verputzt Peter Kladig* nun schon Fassaden. Da macht ihm kein Jungspund so schnell etwas vor. Aber an diesem Tag ist ihm schon schummrig zumute, als er das Gerüst an der Hausfront hochsteigt. War es das Frühstücks-Ei, das etwas seltsam geschmeckt hatte? Oder der alte Kühlschrank daheim, der ihn mit seiner Brummerei nachts nicht mehr richtig schlafen lässt? Hinterher spielten diese Fragen eh keine Rolle mehr: Kurz nur taumelt Kladig, als er oben auf dem Gerüst angelangt ist, fast die Dachrinne erreicht hat, und er fällt – tief, tief, tief… Das erste, was er …

Eckhard Beyer. Foto: Fraunhofer IWS Dresden / Martin Förster

TU Dresden verabschiedet Laserexperten Beyer mit Ehrenkolloquium

Darmstädter Physiker profilierte Forschungsstandort Dresden 20 Jahre lang mit Dresden, 23. September 2018. Mit einem Ehrenkolloquium verabschieden die TU Dresden und das Fraunhofer-Laserinstitut IWS Dresden den Physiker und Laserexperten Prof. Eckhard Beyer morgen – zumindest offiziell – in den Ruhestand. Der 66-Jährige Forscher und Institutsdirektor wird allerdings in der Praxis nicht schlagartig aus allen Funktionen ausscheiden, sondern der Dresdner Wissenschaftsgemeinde weiterhin noch eine Weile beratend zur Seite stehen.

Conimon-Chef Dr. Jakob Krause demonstriert an einer Beispiel-Anlage in Dresden, wie die KI aus Dresden die Vibrationen rotierender Teile analysiert und dann warnt, welches Teil wann kaputt gehen kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner KI erkennt in der Glaskugel den Maschinentod

TU-Ausgründung „Conimon“ entwickelt Diagnose-System, das Zugausfälle und Maschinenschäden prognostizieren kann Dresden, 13. September 2018. Eine Uni-Ausgründung aus Dresden will die Züge der Deutschen Bahn pünktlicher machen und Millionen Euro Wartungskosten zu sparen. Die Firma „Conimon“ hat dafür eine spezielle Maschinen-Diagnosetechnologie entwickelt, wie sie auch in den hochautomatisierten und vernetzten Fabriken der „Industrie 4.0“ benötigt wird. Deren „Künstliche Intelligenz“ (KI) erkennt mittels Vibrationssensoren und anhand mathematischer Modelle, wenn welches Wälzlager oder anderes rotierendes Bauteil zu versagen droht, warnt vor einem nahenden Maschinentod und schlägt Reparaturen vor.

Foto: Heiko Weckbrodt

Die „Coding Natives“ erobern die Hörsäle

Der Ingenieur und Forscher von morgen ist gleichzeitig Datenspezialist Dresden, 12. September 2018. Wer heute in den Ingenieurwissenschaften oder experimentellen Naturwissenschaften vorne mitspielen will, kommt um mindestens eine Zusatzqualifikation kaum herum: Er oder sie muss auch Datenspezialist sein. „Moderne Mikroskope und andere Forschungsgeräte erzeugen in wenigen Minuten mehrere Terabyte Daten“, erklärte Prof. Giovanni Cuniberti vom Lehrstuhl für Materialwissenschaften und Nanotechnik am Rande der internationalen akademischen Sommerschule „Materials 4.0“, zu der 23 Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus zwölf Ländern an die TU Dresden gekommen sind. Experimente mit neuen Materialien seien so komplex, dass kein menschliches Gehirn die miteinander verwobenen Messdaten noch überschauen könne. Dann seien selbst lernende Computer gefragt – und vor allem junge Wissenschaftler, die nicht nur forschen, sondern auch Daten analysieren und Computeralgorithmen schreiben können.

Designer-Werkstoffe, auch Material 4.0 genannt, entstehen wie im Lego-Kasten: Atom für Atom werden die Moleküle am Computer entworfen. Abb.: Heiko Weckbrodt

Wie die KI neue Werkstoffe in Datenfluten findet

TU Dresden lädt zur Sommerschule Materials 4.0 – Deep Materials: Perspectives on data-driven materials research” ein Dresden, 9. September 2018. Alchemisten mögen früher vor allem durch Zufall, eine Brise Erfahrung und manchmal mit lautem Knall neue Werkstoffe entdeckt haben – Johann Friedrich Böttger und sein Meißner Porzellan werden immer wieder gern als Beispiel für diese Art früher Materialforschung genannt. Im Zeitalter der vierten industriellen Revolution („Industrie 4.0“) spannen Forscher und Industrieingenieure dafür lieber „Künstliche Intelligenzien“ (KI) ein: Computerprogramme, die aus Datenfluten unzähliger Experimente genau die Hightech-Werkstoffe herausfischen beziehungsweise designen, die gerade gebraucht werden.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Konferenz über Interaktion von Mensch und Maschine in Dresden

Mensch passte sich bisher meist seiner Maschine an Dresden, 27. August 2018. Da der Mensch mental und motorisch weit flexibler als die Maschine ist, haben wir uns in den vergangenen Jahrhunderten an die Maschinen angepasst statt umgekehrt: Der mechanische Webstuhl gab den Morlocks des Frühkapitalismus den Arbeitsrhythmus vor. Weil die frühen Computer mit Fingerzeigen nichts anzufangen wussten, erlernte der homo sapiens die Bedienung per Maus. Weil die CNC-Maschine keine gesprochenes Worte verstand, vertiefte sich der Metallfacharbeiter in die Kunst der Programmierung. Wie das – zumindest im Falle der schlesischen Weber – ausging, wissen wir aus dem Geschichtsunterricht: Die Schlesier zerschlugen die mechanischen Webstühle.

Die Wissenschaftsausstellung von Dresden-Concept war zunächst auf dem Neumarkt in Dresden zu sehen. Foto: Oliver Killig

Dresden-Concept bekommt Zukunftslabor

Stifterverband und Nixdorf-Stiftung geben 20 000 Euro Dresden, 21. August 2018. Die Wissenschaftsallianz „Dresden-Concept“ bekommt 20 000 Euro für ein „Future Lab“ (Zukunftslabor). Das hat die TU mitgeteilt. Mit dem Geld wollen der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ und die „Heinz-Nixdorf-Stiftung“ den Dresdner dabei helfen, die Kooperation zwischen der Uni und anderen Forschungseinrichtungen zu vertiefen.