Alle Artikel mit dem Schlagwort: TUD

Der weltweit größte Ringbeschleuniger LHC am CERN ist nun wieder online und soll durch verstärkte Magneten und andere Aufrüstungen doppelt soviel Energie liefern. Foto: Daniel Dominguez und Maximilien Brice, Montage: CERN

Dresdner Physiker weisen Quark-Kräfte nach

Internationales Forscherkollektiv spürt im Rauschen der Weltantwortmaschine dem Armdrücken der schwachen Elementarkräfte nach Dresden, 6. Juli 2018. Physiker haben „eine äußerst seltene Wechselwirkung zwischen Quarks entdeckt, die man mit winzigen Lichtschwertern vergleichen kann“. Das teilten Wissenschaftler der TU Dresden mit, die an dem Projekt beteiligt waren. Die Forscher hatten dafür dem Rauschen der „Weltantwortmaschine“ im europäischen Teilchenphysik-Zentrum Cern gelauscht und Experimental-Daten des dortigen Atlas-Detektors ausgewertet. Dieser riesige Sensor zeichnet auf, was passiert, wenn vergleichsweise schwere Teilchen wie etwa Protonen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit zusammenstoßen.

Das Team der Dresdner "Ferroelectric Memory Company“ (FMC) mit Schaltplänen ihrer innovativen Speicherchips. Foto: Katharina Grottker für FMC

Kapitalspritze für schnelle Ferroelektrik-Speicher aus Dresden

eCapital und HTGF investieren 4,6 Millionen Euro in TU-Ausgründung FMC Dresden, 5. Juli 2018. Ein Nanoelektronik-Unternehmen aus Dresden geht auf Wachstumskurs: Der Risikokapitalist eCapital aus Münster investiert gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) rund 4,6 Millionen Euro in die „Ferroelectric Memory Company“ (FMC). Die Dresdner Uni-Ausgründung hat einen neuartigen Computerspeicher entwickelt, der in Zukunft Smartphones, autonome Autos und viele andere Technologieprodukte schneller, leistungsstärker und energie-sparsamer machen kann.

Prof. Gianauerlio Cuniberti von der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Fraunhofer-Zentrum für Produktion und neue Werkstoffe in Sachsen

Ingenieure möchten Exzellenz-Grundlagenforschung der TU Dresden in kommerzielle Produkte überführen Dresden, 20. Juni 2018. In Dresden entsteht ein weiteres Fraunhofer-Leistungszentrum. Im Fokus steht dabei die Verbindung aus neuartigen Werkstoffen und digitalisierter Produktion. Die Ingenieure sollen dort unter anderem austesten, wie sich selbstwandelnde Materialien wirtschaftlich produzieren lassen – zum Beispiel Prothesen, die ein Patienten-Leben lang nachwachsen, oder unfalldämpfende Autokarosserien.

Verfahrenstechjnik-Student Friedrich Weise fährt einen Citroen Dyane 4 aus dem Jahr 1969. Die "große Ente" kommt auf 24 PS und Tempo 130. Foto: Heiko Weckbrodt

Oldtimer an der TU Dresden: „Uns geht es ums Reisen, nicht ums Ankommen“

Zur 7. Oldtimer-Ausfahrt der Uni erwarten die Orgas 78 Oldtimer Dresden, 28. Mai 2018. „Nag-Nag. Nagnagnag. Nagnagnagnagnag…“ Wenn Friedrich Weise den Zündschlüssel dreht und Gas gibt, ist unverkennbar: Der Oldtimer, den der TU-Technikstudent da angeworfen hat, ist mit dem Spitznamen „Ente“ verknüpft – auch wenn der fachkundige Franzmann genauer von einem „Citroen Dyane 4“ sprechen würde, der größeren Schwester der Ente. „Hat keinen Sinn, das Radio anzumachen“, sagt der junge Oldtimer-Fan, als er den schweifenden Blick des Besuchers bemerkt. „Ab einem gewissen Tempo ist Dyane so laut, dass man eh nichts mehr versteht.“ Und dennoch wolle er den fast 50 Jahre alten Franzosen nicht missen: „Wenn man damit durch die Gegend fährt, kann man sich entspannen. Und alle Leute gucken und lächeln.“ Was auch an der spitznamengebenden Aufhängung der Grioß-Ente liegt: „Die Federung ist butterweich“, sagt der Student. „Wenn man da etwas rasch in die Kurve geht, neigt sich das Auto eben wie eine Ente.“

Forscht an der Kombination organsicher Halbleiter und anorganischer Materialien: Dr. Marcos M. Soldera aus Argentinien ist Humboldt-Stipendiat in Dresden. Foto: Veronica Somaglia

Perowskit-Experte Soldera zieht ins Mekka der organischen Elektronik

Argentinischer Humboldt-Stipendiat verknüpft in Dresden organische und anorganische Hybrid-Technologie Dresden, 25. April 2018. Der argentinische Elektronik-Experte Dr. Marcos M. Soldera ist in die sächsische Landeshauptstadt gezogen, um mit seinem Know-how eine Dresdner Spezialität zu verbessern: organische Elektronik. Der 34-Jährige wird zwei Jahre lang bei Professor Andrés Lasagni am Lehrstuhl für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung der TU Dresden als Humboldt-Stipendiat forschen. Das hat heute die TU Dresden mitgeteilt.

Die Erde fest im Griff: Laborleiter Konrad Henkel von der TUD-Professur für Mikrosystemtechnik führt einen Prototypen für anfassbare virtuelle Welten vor. Rechts auf dem Bildschirm sieht man, was er durch seine Datenbrille sieht - nämlich den grpnen Planeten. Foto: Heiko Weckbrodt

Willkommen auf dem Holodeck der „Enterprise“

Ingenieure der TU Dresden wollen virtuelle Welten materialisieren Dresden, 9. April 2018. Mancher mag sich noch an das „Holodeck“ im TV-Raumschiff „Enterprise“ aus den 1990ern erinnern: Um die Crew auf den Ewig-Reisen durchs All bei Laune zu halten, gab es einen speziellen Saal im Schiff: Ein Raum, in dem die Mannschaft computererzeugte Welten durchwandern, sie betasten und erfühlen, virtuell in die ferne Vergangenheit reisen oder Abenteuer mit dem „leibhaftigen“ Mark Twain erleben konnte. Inzwischen können wir tatsächlich „Virtuelle Realitäten“ (VR) erzeugen – aber vom Holodeck der „Enterprise“ sind sie noch ein ganzes Stück entfernt: Die Bildqualität ist meist noch mäßig, der Besucher muss Datenbrillen tragen und vor allem kann er oder sie die Artefakte und künstlichen Menschen in dieser computergeschaffenen Welt nicht anfassen. Das wollen Dresdner Ingenieure nun ändern: Ein Team um Mikrosystemtechnik-Professor Andreas Richter von der TU Dresden hat eine Lösung gefunden, um VR-Objekte im wörtlichen Sinne „fassbar“ zu machen. „Wir materialisieren virtuelle Welten“, versprach er bei einer Leistungsschau des Forschungsclusters „FAST“ in Dresden.

Grafix (Helix): Ude, Wikipedia, Montage: h, gemeinfrei

14 Millionen Euro für Dresdner Gen-Analysezentrum

TU und Planck-Institute betreiben Genome Center gemeinsam Dresden, 19. März 2018. Damit Uni-Forscher und außeruniversitäre Forscher teure Genanalyse-Technik gemeinsam nutzen und dafür die modernsten Hochgeschwindigkeits-Anlagen anschaffen können, hat die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) nun 14 Millionen Euro für das „Genom Center“ in Dresden bewilligt. Die Förderung ist auf drei Jahre verteilt. Dies teilte die TU Dresden heute mit. Die Uni hatte das Zentrum 2013 gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) gegründet.

Die italienische Physikerin Dr. Francesca Moresco leitet am cfaed der TU Dresden die Forschungsgruppe für Einzelmolekül-Maschinen. Foto: Jürgen Lösel, cfaed

Nano-Rechenmaschine in Molekülgröße

Elektronik-Forschungsgruppe der TU Dresden arbeitet an Zahnrädern und Rechenwerken aus einzelnen Molekülen   Dresden, 13. März 2018. Stellen Sie sich ein mechanisches Uhrwerk aus Glashütte vor oder eine jener wunderbar anzusehenden Rechenmaschinen, wie sie Blaise Pascal oder Gottfried Wilhelm Leibniz einst konstruieren: Dutzende, Hunderte gold- und silberschimmernde Zahnräder greifen ineinander, treiben vordigitale Computer an, um mechanisch zu addieren und zu dividieren. Und jetzt stellen Sie sich solch Wunderwerk millionenfach verkleinert vor, geschrumpft auf weniger als Haaresbreite. Eben solch eine diffizile Nanomaschine zu bauen hat sich ein noch junges Dresdner Forschungsteam um Dr. Francesca Moresco auf die Fahnen geschrieben.

Teams aus aller Welt können sich ab sofort um die Teilnahme am Nanocar Race II bewerben. Abb.: MEMO-Projekt

Raserei in der Nanowelt

Dresdner Physiker richten „Nanocar Race II“ mit Molekularautos aus Dresden/Toulouse, 5. März 2018. Dresdner Physiker richten gemeinsam mit Kollegen aus dem französischen Toulouse ein 24-Stunden-Rennen der besonderen Art aus: Im „Nanocar Race II“ sind die Boliden nur wenige Atome groß und rasen mit der irrsinnigen Geschwindigkeit arthritischer Ameisen über Pisten aus purem Silber und Gold. Temporekorde um die 10 Nanometer pro Stunde (nmh) sind zu erwarten. Aber kein Stress, es bleibt genug Zeit für Vorbereitungen: „Das Rennen wird 2021 stattfinden“, verkündet Dr. Francesca Moresco vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik (cfaed) der TU Dresden, die das Rennen koordiniert. „Die Gruppen haben also genug Zeit, sich ein geeignetes Auto zu bauen oder zu beschaffen.“

Dr. Frank Ortmann leitet am Elektronikzentrum "cfaed" der TU Dresden die Forschungsgruppe für "Computational Nanoelectronics". Foto: Jürgen Lösel, cfaed

Doping für biegsame Elektronik

Dresdner Forscher entwickeln leistungssteigerndes Spick-Rezept für organische Computerchips Dresden, 27. Februar 2018. Organische Elektronik hat viele Vorteile: Sie kann biegsam und durchsichtig hergestellt werden, auch hauchdünn. Prominente Beispiele für ihren Einsatz sind die superdünnen und farbstarken organischen Bildschirme neuerer Samsung-Smartphones und LG-Fernseher. Auch gibt es Versuche, solche flexible Elektronik in Jacken, T-Shirts und andere Textilien einzunähen, um „intelligente Klamotten“ zu kreieren. Aber der ganz große Marktdurchbruch blieb organischen Schaltkreisen bisher versagt. Denn noch immer schalten und rechnen sie deutlich langsamer als klassische Computer-Chips aus starrem Silizium. Physiker aus Dresden haben nun aber womöglich einen Weg gefunden, um diesen Nachteil auszugleichen.

Xenon-Geschäftsführer Dr. Hartmut Freitag hat sein technologisches Rüstzeug an der TU Dresden erworben - und profitiert bis heute von dieser Ausbildung. Foto: Heiko Weckbrodt

„Wir fühlten uns wie das A-Team“

Hartmut Freitag war Offizier, Tänzer, Konstrukteur – heute ist er einer der Chefs im Dresdner Vorzeige-Unternehmen Xenon Dresden, 18. Januar 2018. „Xenon Automatisierungstechnik“ gilt in Dresden als Vorzeige-Beispiel für eine sehr erfolgreiche Unternehmensgründung der Nachwende-Zeit – und weit über Sachsen hinaus als ein Vorreiter der „Industrie 4.0“. 1990 von den Ingenieuren Dr. Eberhard Reißmann und Dr. Hartmut Freitag gegründet, gehört das Sondermaschinenbau-Unternehmen heute zu den Top-Adressen für Fabrik-Automatisierung. Was als kleine Kellerfirma begann, ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit 55 Millionen Euro Jahresumsatz und rund 300 Mitarbeitern in Deutschland, China und Mexiko. Eng verwoben sind die Geschichte und Geschicke des Unternehmens mit der Dresdner Uni und dem DDR-Computerkombinat Robotron – auch durch viele persönliche Bande.

Eines der Projektgebiete von "MaGICLandscapes": die Landschaft der Collina Torinese und des piemontinischen Po in der Region des Parco del Po Torinese. Foto: Elmar Csaplovics

Soziale Dividende von Natur messbar machen

Internationales Forschungsprojekt „MaGICLandscapes“ von Geowissenschaftlern der TU Dresden geleitet Dresden, 3. August 2017. Wenn Straßenbäume steinerne Hausschluchten grün kolorieren, freuen sich die meisten Stadtbewohner unwillkürlich. Holt man im Stadtpark tief Luft, kann das Labsal für die smoggeplagte Lunge sein. Und wenn der Dresdner Besuch von auswärts bekommt, weist er seine Gäste eher oder später auf die Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz hin. Was indes der eine als wohltuend, als Bereicherung der eigenen Wohnqualität empfindet, mag dem nächsten selbstverständlich oder dem von vielen Fernreisen verwöhnten Touristen als völlig unzureichend erscheinen.

Kinderlabor-Leiter Dr. Uwe Schwarzenbolz, zeichnet die 10-jährige Grundschülerin Josefine Bohn als 2.000 Teilnehmerin des Kinderlabors aus. Foto: K.-A. Magister, TU Dresden

Kinderlabor der TU Dresden empfängt 2000. Kind

Wissenschaftler wollen so mehr Mädchen und Jungen für Chemiestudium begeistern Dresden, 26. Juli 2017. Studenten-Akquise der etwas anderen Art: Das Kinderlabor der TU Dresden hat die 10-jährige Josefine Bohn als 2000. junge Teilnehmerin geehrt. Das teilte die Uni heute mit. Kinderlabor-Leiter Dr. Uwe Schwarzenbolz zeichnete die Grundschülerin mit einem Chemiebaukasten und einer Urkunde aus.

Durch kurze Reaktionszeiten von 1 ms soll der 5G-Handyfunk auch für Echtzeit-Wanderungen durch virtuelle Welten per Datenbrille geeignet sind. Die Dresdner 5G-Entwickler denken da zum Beispiel an simulierte Zeitreisen von Schulklassen ins alte Rom. Foto: 5G Lab Germany, TU Dresden

Racyics macht beim 5G-Labor der TU Dresden mit

Neuer Industriepartner kümmert sich um Entwurf für neue Funkchips Dresden, 13. Juli 2017. Das „5G Lab Germany“ der TU Dresden hat einen weiteren Industriepartner gewonnen: Die Dresdner Chipdesign-Schmiede „Racyics“ wird künftig zusammen mit den Experten der Uni gemischte analog-digitale Schaltkreise für den Mobilfunk der 5. Generation (5G) entwerfen. Das haben beide Partner nun angekündigt.