Alle Artikel mit dem Schlagwort: TUD

Der Chemiker Xinliang Feng will am Dresdner Elektronikzentrum cfaed auch kohlenstoffbasierte Schaltkreis.Technologien erforschen. Foto: cfaed

Laborkomplex in Schnellbauweise für 2D-Chemiker und Quantenphysiker in Dresden

8 Millionen Euro teurer Komplex entstand – ähnlich wie Container-Kitas – nach dem Baukastenprinzip Dresden, 9. August 2021. Damit die Quantenphysiker, 2D-Chemiker und Exzellenzelektroniker der TU Dresden besser forschen können, ziehen sie nun zusammen in einen neuen Labor- und Bürokomplex auf dem Uni-Campus. Das hat Prof. Xinliang Feng mitgeteilt, der an der Uni einerseits den Sonderforschungsbereich (SFB) 1415 zur „Chemie der synthetischen zweidimensionalen Materialien“ leitet, anderseits am Dresdner Zukunftselektronikzentrum „Cfaed“ die Professur für „molekulare Funktionsmaterialien“ inne hat. „Wir brauchen einfach mehr Platz“, erklärte der aus China stammende 2D-Material-Experte.

Ceti-Forscherin Tina Bobbe zeigt am Prototypen, wie das Fähigkeits-Upgrade der Zukunft etwa funktionieren könnte. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Per Cloud-Kopie zum Surf-Ass werden

Ceti Dresden will legendäre Surfmeister für die Ewigkeit abspeichern, damit sich nachfolgende Generationen deren Tricks herunterladen können Dresden, 14. Juni 2021. Es soll Menschen geben, die stellen sich das erste Mal auf ein Brett im Meer und surfen los wie die Halbgötter. Für die surftechnisch weniger begabte Mehrheit der Menschheit, die vor dem ersten richtigen Wellenritt erst zehnmal ins Wasser plumpst, naht nun immerhin Hoffnung aus Dresden: Dank virtueller Zwillinge soll es bald schon zum Kinderspiel werden, „Aerials“, „Shove-Its“ und andere coole Raffinessen von den großen Surf-Assen zu lernen – ohne dass die auch nur in der Nähe sind.

Eine Scheibe (Wafer) mit winzigen organischen Infrarot-Spektrometern. Foto:- Senorics Dresden

Acht Millionen Euro für Organikelektronik-Firma Senorics Dresden

TU-Ausgründung baut nun Pilotanlage für ihre organische Mini-Spektrometer Dresden, 19. Mai 2021. Waschmaschinen verhindert künftig selbstständig, dass die guten Kaschmir-Pullover versehentlich bei 60 Grad zu Tode gewaschen werden. Und Kühlschränke warnen wohl auch schon bald automatisch davor, wenn die Milch sauer zu werden droht. Und bis hin zu Smartphones, die im Supermarkt die frischen von den innerlich schon verfaulten Äpfeln durch bloßes „Anschauen“ erkennen, ist es auch kein weiter Weg mehr. Möglich machen sollen dies kleine organische Sensoren, die ein Team von Physikern und Ingenieuren um Dr. Ronny Timmreck an der TU Dresden entwickelt hat. Daraus ist inzwischen die Firma „Senorics“ entstanden, die im Sommer 2021 ihre erste Pilotproduktionslinie in Dresden starten will. Das Konzept dahinter hat Klaus Ragotzky vom „Fudura Fonds“, Gerrit Schulte von „Zeiss Ventures“ und andere Risikokapitalisten derart überzeugt, dass sie sich nun mit weiteren acht Millionen Euro an dem jungen Unternehmen beteiligen, damit „Senorics“ diese organische Sensoren weiterentwickeln und erste Serien produzieren kann.

Will ausbauen: Geschäftsführer Rocco Deutschmann. Foto: Heiko Weckbrodt

Tracetronic baut für 22 Millionen Euro in Dresden aus

Autosoftware-Unternehmen erweitert sich wegen großer Nachfrage Dresden, 30. April 2021. Tracetronic baut seinen Firmensitz in Dresden-Gittersee für 22 Millionen Euro aus. Der neue Komplex werde rund 6600 Quadratmeter Platz für bis zu 350 Mitarbeiter bieten, wenn er 2022 fertiggestellt sei, teile das Autosoftware-Unternehmen zur Grundsteinlegung mit.

Sudha Murty. Foto: Infosys Foundation

Indisch-sächsische Kooperation bei Nanotech in Medizin

Stiftungschefin Murty aus Indien viel Potenzial in der Kooperation zwischen Bangalore und Dresden Dresden, 17. April 2021. Ingenieurinnen und Forscher aus Dresden und Bangalore wollen ihre Zusammenarbeit in der Bio- und Nanotechnologie, in der Informatiker-Ausbildung, in der Robotik und in den Informationstechnologien (IT) vertiefen. Schon heute gebe es eine „tiefe wissenschaftliche Kollaboration zwischen dem „Indian Institute of Science“ (IISc) in Bangalore und der TU Dresden sowie weiteren Partnerinstitutionen“, betonte die indische Milliardärin und Philantropin Sudha Murty von der „Infosys Foundation“ bei einer Online-Vorlesung an der TU Dresden.

DPG-Präsident Lutz Schröter (Bildmitte) gratuliert den Siegern des Wettbewerbs Dopplers (Oben v.l.n.r.: Erik Sünderhauf, Max Schneider, Jonathan Gräfe, Lucas Kersten / Mitte v.l.n.r.: Maximilian Kotz, Johannes Kerstan, Lutz Schröter (DPG-Präsident), Markus Zetto / Unten v.l.n.r.: Arne Wolf, Sven Jandura, Alexander Osterkorn (Juryleitung), Friedrich Hübner Foto: Georg Glebe für die DPG

Prima Tarnumhänge: Dresdner Studenten gewinnen Physikwettbewerb

Siegerteam weiß die Antwort auf die große Frage und vertritt nun Deutschland im „Plancks“-Wettstreit Dresden/Bad Honnef, 13. April 2021. Vier Studenten der TU Dresden gehören zu den Gewinnern des bundesweiten Wettbewerb „Dopplers“ der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“. Sie entwarfen besonders überzeugende physikalische Konzepte für den Bau eines Tarnumhangs und überzeugten die Jury mit ihren Ansätzen für die Quanteninformationstheorie und das Kuramoto-Modell, das das Verhalten einer großen Anzahl gekoppelter Oszillatoren beschreibt. Die vier jungen Dresdner sind damit Teil der Delegation, die Deutschland beim internationalen Online Wettbewerb „Plancks“ vertreten werden. Das geht aus einer Mitteilung der DPG in Bad Honnef hervor.

Die Visualisierung soll verdeutlichen: Das mit Palladium-Atomen stabilisierte 2D-Netz aus Bor-Atomen verbreitert sich grundsätzlich - egal, ob man daran zieht und drückt. Grafik: Thomas Heine u.a.

2D-Atomgitter wird immer breiter – egal, ob man drückt oder zieht

Palladium-gespicktes Bor-Netz der TU Dresden könnte neue Sensoren ermöglichen Dresden, 5. März 2021. Ein chinesisches Team um Chemieprofessor Thomas Heine von der TU Dresden hat ein sogenanntes „halb-auxetisches“ Material (von (altgriechisch „auxetos“ = dehnbar) entdeckt, das sich völlig anders als ein Gummiband verhält: Statt dünner zu werden, wenn man daran zieht, verbreitert sich dieses atomdünne 2D-Netz aus Bor und Palladium stets – egal, ob man daran zieht oder es zusammenzupressen versucht. Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt.

Künstlerische Darstellung der Oberstufe der Rakete Falcon-9 während des Auswurfs der Satelliten Grafik: Exolaunch GmbH, SpaceX

TU Dresden schickt Nanotech-Satelliten mit SpaceX-Privatrakete ins All

Kosmische Härtetests an neuartiger Abschirmfolie und thermoelektrischen Energiesammlern Dresden, 22. Januar 2022. Maschinenbau-Studenten und Werkstoffforscher der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen neuartige elektromagnetische Abschirmfolien durch den Kälte-Hitze-Fleischwolf drehen, um zu testen, ob ihre Nanomaterialien auch extreme Temperaturschwankungen aushalten. Deshalb haben sie mit „SOMP2b“ einen eigenen Experimental-Satelliten gebaut, den sie nun mit einer „Falcon-9-Rakete“ des privaten Raumfahrunternehmens „Space X“ von Elon Musk ins All schicken wollen. Die Rakete soll heute Nachmittag vom Raumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten, teilte die Uni mit.

Windpark in der Ostsee vor der dänischen Küste. Foto: Christian Hinsch frü den BWE

1,6 Millionen Euro für Energieplattform aus Dresden

TU und RWTH Aachen wollen 5G-Netzwerke für die dezentrale Energieversorgung knüpfen Dresden/Aachen, 21. Dezember 2020. Weil die deutsche Energieversorgung künftig vermutlich dezentraler als bisher organisiert sein wird, hat das Bundeswirtschaftsministerium dem „National 5G Energy Hub“ (N5GEH) in Dresden 1,6 Millionen Euro bewilligt, um dafür ein informationstechnologischen Fundament zu setzen. Das hat die TU Dresden mitgeteilt, die diesem Entwicklungsnetzwerk gemeinsam mit der RWTH Aachen als Forschungsachse dient.

Ingenieurin Philippa Ruth Christine Böhnke zeigt Proben aus ihrem neuartigen Knochenersatz-Material im Technikum für Bio- und Medizintextilien des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Foto: ITM

Bruchfeste Kunstknochen aus dem 3D-Drucker

Ingenieurin der TU Dresden bekommt Kreativitätspreis des Deutschen Textilmaschinenbaus Dresden, 3. Dezember 2020. Damit 3D-Drucker künftig für jeden Patienten individuelle und sehr stabile Ersatz-Knochen erzeugen können, hat die Dresdner Ingenieurin Philippa Ruth Christine Böhnke ein neuartiges Verbundmaterial entwickelt. Damit lassen sich mit additiven Maschinen maßgeschneiderte Implantate produzieren, die ähnlich biegsam und bruchfest wie echte Knochen sind. Dafür bekam die Nachwuchwissenschaftlerin nun den mit 3000 Euro dotierten „VDMA-Kreativitätspreis des Deutschen Textilmaschinenbaus 2020“. Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden mitgeteilt, an dem die Ingenieurin ihre Forschungen vorangetrieben hat.

Die "Ferroelectric Memory Company" (FMC) hat ihren Sitz in Dresden. Foto: FMC

20 Millionen Dollar für Dresdner Chipfirma „FMC“

Technologiekonzerne wie Bosch und Hynix beteiligen sich an Ausgründung der TU Dresden Dresden, 17. November 2020. Das junge Dresdner Halbleiterunternehmen „Ferroelectric Memory GmbH“ (FMC) erhält von einem internationalen Risikokapital-Konsortium, an dem sich auch Bosch und Hynix beteiligen, 20 Millionen Dollar (16,8 Millionen Euro). Mit diesem Geld will die TU-Ausgründung nun ihre innovative Speicherchiptechnologie auf Hafniumoxid-Basis weiterentwickeln, international vermarkten und ihre Belegschaft in Sachsen verdreifachen. Das geht aus Mitteilungen von FMC und Bosch hervor.

Aleksandr Bashkatov vom Institut für Fluiddynamik des HZDR forscht an der Frage, warum in heutigen Elektrolyseuren die Wasserstoffbläschen so lange an den Elektroden kleben bleiben. Foto: HZDR/ Stephan Floss

Wasserstoffernte in der Schwerelosigkeit

Sächsische Forscher arbeiten an neuen Designs für Wasser-Spalter Dresden, 9. November 2020. Mit Wasser-Spaltversuchen in der Schwerelosigkeit wollen Forscherinnen und Forscher aus Sachsen neue Designs für Elektrolyseure finden, die Wasserstoff billiger und effektiver erzeugen als bisher übliche Anlagen. Für ihre Experimente haben sie nun den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020“ in der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ gewonnen. Das haben die TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, die diese Versuche koordiniert hatte.