Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dresden

 

Wirtschaftskraft und Zuwanderung werden sich immer mehr auf wenige Zentren konzentrieren, sagen die ifo-Forscher. Abb.: Anja Upmeier/LHD

Abb.: Anja Upmeier/LHD

Dresden ist die sächsische Landeshauptstadt und hat rund 530.000 Einwohner. Zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen gehört die Mikroelektronik.

Zwischen Reicker Straße und Bahndamm in Dresden sollen der Wissenschaftspark Ost und ein Technologiezentrum entstehen. Im Hintergrund ist das ODC zu sehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Wissenschaftspark Ost in Dresden: Auch Ingenieure mögen’s grün:

Forscher-Gewerbegebiet in Strehlen soll Bäume und Radlertrassen, aber auch einen großen Parkplatz für Fahrräder und Autos bekommen. Dresden, 15. Oktober 2020. Damit der geplante Wissenschaftspark Ost in Dresden-Strehlen seinem Namen gerecht wird, soll er sich gleichermaßen zum Gewerbegebiet für Forscher wie auch zum grünen Park entwickeln: Laut den jüngsten Plänen aus dem Rathaus wird er zwar vor allem für Technologiefirmen und Instituts-Ausgründungen neue Ansiedlungsflächen bieten, aber eben auch parkähnliche Grünflächen, Sportplätze, eine Bachlandschaft, kleine Hügel und Senken umfassen.

GF-Mitarbeiter passieren Reinraum-Brücke. Foto: Globalfoundries Dresden

Globalfoundries will Chip-Produktion in Dresden verdoppeln

Halbleiter-Auftragsfertiger möchte Ausbau durch Börsengang Ende 2022 mitfinanzieren Dresden, 13. Oktober 2020. Globalfoundries (GF) will die Produktionskapazitäten in seiner Chipfabrik in Dresden in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt. Das hat der deutsche GF-Sprecher Jens Drews angekündigt. Den Ausbau werde das Unternehmen überwiegend durch den für Ende 2022 geplanten Börsengang finanzieren.

Wechselt 2020 ins virtuelle Lager: Die Connect-Messe ist für Dresden abgesagt und findet nun als Internet-Ereignis statt. Bilschirmfoto (hw) von tecversum.com

Tech-Messe „Connect EC“ fällt wegen Corona 2020 in Dresden ganz aus

Veranstalter Weka setzt nun auf eine virtuelle Tagung Dresden/Haar bei München, 6. September 2020. Die Technologie-Messe „Connect EC“ ist wegen Corona nun endgültig für dieses Jahr abgesagt – zumindest als Präsenzveranstaltung in Dresden. Statt dessen werde es im Herbst ein hybrides Ereignis geben, teilte Denise Walther vom Veranstalter, der Weka-Mediengruppe aus Haar bei München, mit.

Steffen Ganders von Samsung Elektronics Deutschland hat in Barkhausen-Bau der TU Dresden eine neue 5G-Zukunftswerkstatt eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

Samsung brütet in Dresden Hightech-Firmen aus

5G-Funk als Problemlöser: Koreaner und TU-Experten richten eine Zukunftswerkstatt ein Dresden, 13. August 2020. Nach Volkswagen hat nun ein weiteres Großunternehmen ein Inkubator-Programm in Dresden gestartet, um vielversprechende Hightech-Firmen auszubrüten: Der koreanische Technologiekonzern „Samsung“ und das „5G-Lab Germany“ der TU Dresden haben am Donnerstag eine neue Zukunftswerkstatt „Solve for Tomorrow. 5G for Society“ eingerichtet. Sie soll junge Ingenieure, Pädagogen, Funktechniker und andere Spezialisten bei innovativen Geschäftsideen rund um den Mobilfunk der 5. Generation (5G) unterstützen. „Dabei soll aber nicht nur der Profit im Mittelpunkt stehen, sondern wir wollen damit Lösungen für gesellschaftliche Probleme fördern“, betonte Steffen Ganders, der Direktor für Unternehmensangelegenheiten von Samsung Electronics Deutschland.

Frank Höhler, Atacama, 2009, aus der Serie „blau“. Foto: Frank Höhler, SLUB / Deutsche Fotothek

Espresso in der Wüste

Aufgehübschte Slub-Cafeteria öffnet mit Fotoausstellung von Frank Höhler. Dresden.  14.  Juli  2020. Mit einer Fotoausstellung von Frank Höhler über Wüstenlandschaften hat das Studentenwerk am Dienstag die neugestaltete Cafeteria-Lounge in der sächsischen Landes- und Unibibliothek (Slub) am Zelleschen Weg in Dresden offiziell wiedereröffnet. Der Umbau hatte 64 000 Euro gekostet.

Am Institut für Virologie in der Medizinischen Fakultät der TU Dresden haben Medizinerinnen und Mediziner das Blut von Schülern und Lehrern auf Corona und Antikörper analysiert. Foto: Stephan Wiegand für die Hochschulmedizin Dresden

Schulen sind keine Corona-Ausbrüter geworden

Dresdner Massenstudie: Nur wenige Infektionen, aber auch nur wenig Antikörper im Blut von Schülern und Lehrern gefunden Dresden, 13. Juli 2020. Schüler sind anscheinend nur sehr selten Corona-Infektionsüberträger. Sie haben auch nach der Wiedereröffnung der Schulen kaum Corona-Viren in ihren Familien weiterverbreitet. Allerdings tragen sie auch kaum Antikörper gegen die Covid19-Krankeit in sich. Darauf deutet eine sächsische Massenstudie hin, zu der das Uniklinikum und die medizinische Fakultät der TU Dresden nun erste Zwischenbefunde veröffentlicht haben.

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW will weltweit Inkubatoren à la Dresden einrichten

„Frischzellen-Kur für Volkswagen“: Mehr als jedes vierte Inkubator-Projekt aus der Manufaktur führte zu greifbaren Erfolgen – 5 Beispiele im Kurzporträt Dresden, 8. juli 2020. Der Firmenausbrüter in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden hat sich für den Autokonzern als Erfolgsmodell erwiesen. „Das Inkubatorprogramm ist wie eine Frischzellen-Kur für Volkswagen“, schätzte Manufaktur-Innovationschef Marco Weiß ein. Mehr als jedes vierte in Dresden betreute Projekt mündete in eine längerfristige Partnerschaft mit VW. Nun will der Konzern wegweisende „Start-ups“ weltweit nach dem Dresdner Vorbild ausbrüten. Das Konzept dabei: Innovative kleine Firmen bekommen Gratis-Büroräume in der Autofabrik. Dort können sie binnen sechs Monaten mit professioneller VW-Unterstützung neue Technologien zur Marktreife führen und Partner für ihre Geschäftskonzepte finden.

Prof. Roland Sauerbrey, wissenschaftlicher Direktor des HZDR. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Sauerbrey wird Direktor im Casus Görlitz

Ex-HZDR-Chefwissenschaftler will nach dem Ruhestand „sein Baby“ aufpäppeln Görlitz/Dresden. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) reaktiviert seinen früheren Wissenschaftsdirektor nach nur wenigen Monaten im Ruhestand: Prof. Roland Sauerbrey ist ab sofort provisorischer Direktor des neuen Zentrums für datenintensive Systemforschung „Casus“ in Görlitz, das sich noch im Aufbau befindet. Das haben das Casus und das HZDR heute überraschend mitgeteilt. Eine Findungskommission der Casus-Geldgeber und -Partner habe die Ernennung Sauerbreys einstimmig befürwortet. Zur Entscheiderriege gehören Vertreter aus dem Bundesforschungsministerium, dem sächsischen Wissenschaftsministerium, der Helmholtz-Gemeinschaft, des Dresdner Max-Planck-Genetikinstituts MPI-CBG, der TU Dresden und der Uni Wroclaw (Breslau).

Der neue Linearbeschleuniger, den sich die medizinische Fakultät der TU Dresden anschafft, ist mit einem Magnetresonanztomographen (MR) gekoppelt, um die Vernichtung des Tumors während der Bestrahlung überwachen zu können. Grafik: Hochschulmedizin Dresden

Dresdner Onkologen bekommen Linear-Beschleuniger mit Echtzeit-Augen

Neun Millionen Euro teures Gerät ist mit Tomographen gekoppelt, damit Ärzte während der Bestrahlung nachjustieren können. Dresden, 3. Juli 2020. Um Krebsgeschwüre effektiver zerstören zu können, schafft sich die medizinische Fakultät der TU Dresden einen neuen Linearbeschleuniger an, der mit einem Magnetresonanztomographen (MR) für die Echtzeit-Überwachung der Strahlentherapie gekoppelt ist. Die Mediziner wollen das neun Millionen Euro teure Gerät unter anderem einsetzen, um Weichgewebstumore zu vernichten, die per Röntgenaufnahme oder Computertomographie (CT) nur schwer zu verorten sind. Die Geldzusage dafür hat der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) heute im „Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie“ (Oncoray) in Dresden übergeben.

Prof. Bernd Büchner leitet als wissenschaftlicher Direktor das IFW Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Leibniz plant neuen Labor-Komplex in Dresden

IFW-Wissenschaftler wollen Forschung an innovativen Quantenmaterialien und Schall-Chips ausbauen Dresden, 25. Juni 2020. Um innovative Quantenmateralien, Schallwellen-Elektronik und ähnlich vielversprechende Themen besser erforschen zu können, plant das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden einen über 30 Millionen Euro teuren Neubau. Der Komplex soll ab dem Jahr 2024 auf rund 10.000 Quadratmetern neue Labore, Büros und weitere Räume für die Forscher bereitstellen. Das hat IFW-Wissenschaftsdirektor Bernd Büchner angekündigt.

Prof. Sven Wießner zeigt im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) neuartige Turbolader-Schlüche, die er mit Hybridgarnen verstärkt hat, damit sie Druckspitzen besser aushalten. Foto: Heiko Weckbrodt

Strümpfe machen Autoschläuche stärker

Dresdner Forscher tüfteln auch an Bauteilen, die sich fürs Recycling auflösen Dresden, 19. Juni 2020. Stabilere Schläuche für Auto-Turbolader entwickelt derzeit das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) gemeinsam mit Forschern der TU Dresden und aus der Wirtschaft. Dafür haben die Ingenieure klassische Gummischläuche mit hybriden Garnen verstärkt. „Sie halten Druckspitzen besser aus als normale Schläuche“, betont Prof. Sven Wießner vom IPF. Zudem sei damit zu rechnen, dass diese Bauteile auch länger halten.

Aus dem industrielle 3D-Drucker, der Metall mit Elektronenstrahlen aufschmelzen kann: ein Kupfer-Kühlkörper. Foto: Fraunhofer-Ifam Dresden

Millionenzuschuss für Fraunhofer Dresden

IFAM-Ingenieure wollen 3D-Druck mit Metallen und Wasserstoff-Technologien voranbringen. Dresden, 17. Juni 2020. Damit Fraunhofer in Dresden neue Werkstoffe und Produktionstechnologien für die Wirtschaft entwickeln kann, bekommen die Forscher vier Millionen Euro Investitionshilfe vom Freistaat. Das hat heute das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt.

Dr. Michaela Gedan-Smolka zeigt im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden ein Bauteil, mit dem die Forscher ihre neue Pulverlackierung für die Autoindustrie demonstriert haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Turbo-Lackierung für Autos

Neue Pulverrezepte aus Dresden und Stuttgart: Autoteile bekommen unter unsichtbarer Sonne ihre Farbe Dresden/Stuttgart, 16. Juni 2020. Autobauteile sollen in Zukunft schneller Farbe bekommen – allerdings nicht wie ein menschlicher Urlauber unter der Sonne des Südens, sondern unter einer unsichtbaren Infrarotsonne. Dafür haben Leibniz- und Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Stuttgart neuartige Pulverlacke entwickelt, die den ganzen Lackierungsprozess weit schneller und billiger machen sollen als heutige Verfahren. Zudem ist es damit möglich, zuerst die Stahlbleche zu lackieren, bevor sie zu komplizierten 3D-Strukturen umgeformt werden – und nicht erst aufwendig hinterher. „Mit unserer Lösung bricht der Lack einfach nicht beim Umformen“, betonte Dr. Michaela Gedan-Smolka vom Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden.