Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dresden

 

Wirtschaftskraft und Zuwanderung werden sich immer mehr auf wenige Zentren konzentrieren, sagen die ifo-Forscher. Abb.: Anja Upmeier/LHD

Abb.: Anja Upmeier/LHD

Dresden ist die sächsische Landeshauptstadt und hat rund 530.000 Einwohner. Zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen gehört die Mikroelektronik.

Karl Pouva (rechts) begutachtet 1951 mit einem Mitarbeiter auf einen Tragkörper gekittete Linsen für den Bildwerfer "Pouva Magica". Foto: Richard Peter jun., Deutsche Fotothek, Wikipedia, CC4-Lizenz, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Karl Pouva – Erfinder und Unternehmer in der DDR

Mit dem Jugendbildwerfer „Pouva Magica“ sorgte der Freitaler Tüftler für unzählige Rollfilmabende in ostdeutschen Kinderzimmern Freital, 14. April 2021. Mit dem Jugendbildwerfer „Pouva Magica“ sind viele Ostdeutsche groß geworden: Er hat ihnen unzählige Rollfilmabende und Geburtstags-Vorführungen mit dem unverkennbaren Hintergrundgeruch von heißem Bakelit beschert und (mehr oder minder hell) leuchtende Ausflüge in ferne Märchenwelten – lange, bevor Beamer und Smartphones unsere Sehgewohnheiten völlig umgekrempelt haben. Der Mann hinter diesem Apparat hieß Karl Pouva. Er agierte in der DDR bis zum Ende der Ära Ulbricht als erfolgreicher Privatunternehmer inmitten einer „sozialistischen“ Wirtschaft.

Herzstück der elektronischen Nasen ist der Geruchssensor „Smell iX16” auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Foto: SmartNanotubes

Turck Duotec will künstliche Nasen aus Sachsen

Auftragsfertiger aus NRW steigt bei “Smartnanotubes” Freital ein und plant Serienproduktion Dresden/Halver/Freital, 12. April 2021. Um Zugriff auf eine neuartige künstliche Nase zu bekommen, beteiligt sich der Elektronik-Auftragsfertiger „Turck Duotec“ aus Halver an „Smartnanotubes Technologies“ aus Freital. Das geht aus einer Duotec-Mitteilung hervor. Die Smartnanotubes-Ingenieure hatten zuvor an der TU Dresden innovative Mehrkanal-Gasensoren entwickelt. Die koppelten sie dann mit einer „Künstlichen Intelligenz“ (KI), die ganz verschiedene Gasgemische erlernen, erschnüffeln und erkennen kann. Duotec organisiert nun die Serienproduktion der künstlichen Nasen, um sie ab dem vierten Quartal 2021 dann auch zu verkaufen beziehungsweise in Geräte von Kunden einzubauen.

Die Evan-Gründer Thomas Müller und Thomas_Herbst. Foto: Evan

Dresdner Blockchain-Experten sollen digitale Musterstadt in Nevada mitgestalten

„Blockchains Inc.“ kauft Evans Dresden Dresden/Sparks, 31. März 2021. Das US-Unternehmen „Blockchains Inc.“ aus Sparks kauft die Dresdner Firma „Evan“, um deren Technologien für „digitale Identitäten“ in eine entstehende Blockchain-Modellstadt in Nevada zu integrieren. Das geht aus einer Mitteilung von Evan Dresden hervor. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart, erklärte Evan-Sprecherin Juliane Demuth.

Bernd Junghans (rechts) bei der Arbeit am Megabit-Projekt. Foto: privat

Der Ingenieur, der für die DDR den Megabit-Schaltkreis realisierte

Bernd Junghans zum 80.: Wissenschaftler, Macher, Visionär Dresden, 10. März 2021. Wenn heute vom Technologie-Dreieck Dresden-Freiberg-Chemnitz als dem „Silicon Saxony“ die Rede ist und Sachsen als einer der führenden Mikroelektronik-Standorte in Europa gilt, sollten nicht die Männer und Frauen vergessen werden, die das Fundament dafür gelegt haben. Zu diesen Wegbereitern der ostdeutschen Mikroelektronik gehört Prof. Bernd Junghans. Heute wird er 80 Jahre alt. Ein Anlass, sein ereignisreiches Leben zu würdigen.

Infineon plant milliardenschweren Ausbau in Dresden

Auch eine neue 300-Millimeter-Fabrik für Hochspannungs-Chips steht zur Debatte Dresden, 5. März 2021. Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon will in den kommenden Jahren etwa 1,1 bis 2,4 Milliarden Euro in seinen Standort in Dresden investieren. Das haben die beiden Standort-Geschäftsführer Thomas Morgenstern und Raik Brettschneider im Oiger-Interview angekündigt. Zur Debatte steht unter anderem ein neues Fabrikmodul. Auch neue Jobs sind geplant: In Summe soll die Belegschaft bis zum Jahresende 2021 von jetzt zirka 2800 auf dann 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Millionenzuschüsse für Sachsens KI-Zentrum ScaDS

Bund und Länder bezahlen für insgesamt 5 Zentren jeweils 50:50 bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr Dresden/Leipzig/Berlin, 4. März 2021. Bund und Länder werden die deutschlandweit etablierten Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz (KI) ab 2022 dauerhaft mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr finanzieren. Darunter ist auch das sächsische KI-Zentrum „ScaDS.AI“ in Dresden und Leipzig, das sich auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert hat. Das geht aus einer Mitteilung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hervor.

Solche Roboter rollen - ferngesteuert durch Menschen über eine Netzplattform - anstelle von biologischen Besuchern durch die Ausstellung "Der Wille und der Berg. Mind over Matter" in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Museen der Stadt Dresden

Wegen Corona: Roboter lustwandeln durch Museen in Dresden

Technische Sammlungen experimentieren mit neuen Echtzeit-Ausstellungsformaten Dresden, 3. Februar 2021. Weil die Museen in Dresden wegen Corona auf absehbare Zeit geschlossen bleiben, bieten die „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) nun ihren menschlichen Besuchern an, aktuelle Ausstellungen mit Roboter-Avataren zu besichtigen. Sprich: Wer die Netzseiten der TSD oder des Partners „Dresden Contemporary Art“ aufsucht, kann von dort aus über eine spezielle Software einen Roboterdiener in Echtzeit durch die neue Exposition „Der Wille und der Berg. Mind over Matter“ fernlenken, die Exponate besichtigen und mit anderen robotischen Avataren interagieren. Das hat TSD-Sprecher Ilja Almendinger heute angekündigt.

Der Freiformer 300-3X von Arburg. Foto: Arburg

Nanotech-Kunststoffe für den 3D-Drucker

Polymerforscher aus Sachsen und Südafrika suchen im Projekt „MultiMat³“ neue Werkstoffe für die additive Unikat-Produktion Dresden/Pretoria, 20. November 2020. Damit Artefakte aus industriellen 3D-Drucker länger halten, stabiler und widerstandsfähiger werden, wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen und Südafrika verschiedene Polymer-Werkstoffe mit Nanotechnologie aufpeppen. Dafür haben sich das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden, die Uni Pretoria sowie Unternehmen aus beiden Ländern zum Projekt „MultiMat³“ zusammengetan. Die EU fördert das Vorhaben mit 950.000 Euro – davon fließen rund 650.000 Euro nach Dresden, wie IPF-Sprecherin Kerstin Wustrack mitteilte.

Darmkrebszellen mit PD-L1 Protein (grün) auf der Oberfläche, sichtbar gemacht mittels Immunfärbung, sowie Erbgut-Molekülen (blau). Das Tarnmolekül PD-L1 bremst wichtige Immunzellen aus und wird von vielen Krebszellen vermehrt gebildet. Mikroskopbild: Mirko Theis für das NCT/UCC Dresden

Gen-Schalter hetzt Immunsystem gegen Tumore auf

Forscher aus Dresden halten neue Krebstherapie für möglich Dresden, 20. November 2020. Krebs segelt im menschlichen Körper oft unter falscher Flagge: Entartete Zellen maskieren sich mit bestimmte Tarnmolekülen, um das natürliche Immunsystem vom Kampf gegen einen wachsenden Tumor abzuhalten. Forscherinnen und Forscher aus Dresden haben nun im menschlichen Erbgut eine Art Schalter gefunden, der dem Krebs diese Maske herunterreißt und das Immunsystem wieder in Stellung bringt. Daraus lässt sich womöglich eine neue und universelle Immuntherapie gegen verschiedene Krebsarten entwickeln – auch wenn bis dahin noch ein weiter Weg zurückzulegen ist, schätzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und Uni-Crebscentrum“ (NCT/UCC) in Dresden ein.

Zwischen Reicker Straße und Bahndamm in Dresden sollen der Wissenschaftspark Ost und ein Technologiezentrum entstehen. Im Hintergrund ist das ODC zu sehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Wissenschaftspark Ost in Dresden: Auch Ingenieure mögen’s grün:

Forscher-Gewerbegebiet in Strehlen soll Bäume und Radlertrassen, aber auch einen großen Parkplatz für Fahrräder und Autos bekommen. Dresden, 15. Oktober 2020. Damit der geplante Wissenschaftspark Ost in Dresden-Strehlen seinem Namen gerecht wird, soll er sich gleichermaßen zum Gewerbegebiet für Forscher wie auch zum grünen Park entwickeln: Laut den jüngsten Plänen aus dem Rathaus wird er zwar vor allem für Technologiefirmen und Instituts-Ausgründungen neue Ansiedlungsflächen bieten, aber eben auch parkähnliche Grünflächen, Sportplätze, eine Bachlandschaft, kleine Hügel und Senken umfassen.

GF-Mitarbeiter passieren Reinraum-Brücke. Foto: Globalfoundries Dresden

Globalfoundries will Chip-Produktion in Dresden verdoppeln

Halbleiter-Auftragsfertiger möchte Ausbau durch Börsengang Ende 2022 mitfinanzieren Dresden, 13. Oktober 2020. Globalfoundries (GF) will die Produktionskapazitäten in seiner Chipfabrik in Dresden in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt. Das hat der deutsche GF-Sprecher Jens Drews angekündigt. Den Ausbau werde das Unternehmen überwiegend durch den für Ende 2022 geplanten Börsengang finanzieren.

Wechselt 2020 ins virtuelle Lager: Die Connect-Messe ist für Dresden abgesagt und findet nun als Internet-Ereignis statt. Bilschirmfoto (hw) von tecversum.com

Tech-Messe „Connect EC“ fällt wegen Corona 2020 in Dresden ganz aus

Veranstalter Weka setzt nun auf eine virtuelle Tagung Dresden/Haar bei München, 6. September 2020. Die Technologie-Messe „Connect EC“ ist wegen Corona nun endgültig für dieses Jahr abgesagt – zumindest als Präsenzveranstaltung in Dresden. Statt dessen werde es im Herbst ein hybrides Ereignis geben, teilte Denise Walther vom Veranstalter, der Weka-Mediengruppe aus Haar bei München, mit.

Steffen Ganders von Samsung Elektronics Deutschland hat in Barkhausen-Bau der TU Dresden eine neue 5G-Zukunftswerkstatt eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

Samsung brütet in Dresden Hightech-Firmen aus

5G-Funk als Problemlöser: Koreaner und TU-Experten richten eine Zukunftswerkstatt ein Dresden, 13. August 2020. Nach Volkswagen hat nun ein weiteres Großunternehmen ein Inkubator-Programm in Dresden gestartet, um vielversprechende Hightech-Firmen auszubrüten: Der koreanische Technologiekonzern „Samsung“ und das „5G-Lab Germany“ der TU Dresden haben am Donnerstag eine neue Zukunftswerkstatt „Solve for Tomorrow. 5G for Society“ eingerichtet. Sie soll junge Ingenieure, Pädagogen, Funktechniker und andere Spezialisten bei innovativen Geschäftsideen rund um den Mobilfunk der 5. Generation (5G) unterstützen. „Dabei soll aber nicht nur der Profit im Mittelpunkt stehen, sondern wir wollen damit Lösungen für gesellschaftliche Probleme fördern“, betonte Steffen Ganders, der Direktor für Unternehmensangelegenheiten von Samsung Electronics Deutschland.

Frank Höhler, Atacama, 2009, aus der Serie „blau“. Foto: Frank Höhler, SLUB / Deutsche Fotothek

Espresso in der Wüste

Aufgehübschte Slub-Cafeteria öffnet mit Fotoausstellung von Frank Höhler. Dresden.  14.  Juli  2020. Mit einer Fotoausstellung von Frank Höhler über Wüstenlandschaften hat das Studentenwerk am Dienstag die neugestaltete Cafeteria-Lounge in der sächsischen Landes- und Unibibliothek (Slub) am Zelleschen Weg in Dresden offiziell wiedereröffnet. Der Umbau hatte 64 000 Euro gekostet.