Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dresden

 

Wirtschaftskraft und Zuwanderung werden sich immer mehr auf wenige Zentren konzentrieren, sagen die ifo-Forscher. Abb.: Anja Upmeier/LHD

Abb.: Anja Upmeier/LHD

Dresden ist die sächsische Landeshauptstadt und hat rund 530.000 Einwohner. Zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen gehört die Mikroelektronik.

Ingenieurin Marie Jurisch zeigt eine Gas-Turbine für die Stromerzeugung, hergestellt mit industriellen 3D-Druckern, Im Fraunhofer-Institutszentrum an der Winterbergstraße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Kraftwerks-Herz aus dem 3D-Drucker

Fraunhofer Dresden druckt Turbine mit Laser und Elektronenstrahlen in der Metallschmelze Dresden, 17. September 2019. Fraunhofer-Ingenieure haben gemeinsam mit Partnern aus Moritzburg das Herz klassischer Kraftwerke, eine Dampfturbine, mit industriellen 3D-Druckern hergestellt – und auch zum Laufen gebracht. Nur die Welle und ein paar Kleinteile entstanden in klassischen Fertigungsverfahren. Zwar wird dieser 1:4-Nachbau einer Siemens-Turbine so zwar nicht in Serie gehen. Die mit Laser- und Elektronenstrahl-Anlagen gedruckte Maschine soll aber demonstrieren, was mittels der sogenannten „additiven Fertigung“ künftig alles möglich ist.

Prof. Gerald Gerlach zeigt eine Auswahl besonders gelungener Spickzettel. Foto: Karsten Eckold für die TU Dresden

TU Dresden stellt beste Spickzettel aus

Dresdner Elektronik-Professor hat Wettbewerb um schönste Prüfungshilfen ausgerufen Dresden, 12. September 2019. Spickzettel sind normalerweise in Schulen und Unis streng verboten. Doch sie vorzubereiten, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage: Was ist wirklich wichtig in diesem Fach? Und: Manche Exemplare sind zu schön gemacht um sie zu vernichten. Deshalb stellt der Elektronik-Professor Gerald Gerlach vom Institut für Festkörperelektronik der TU Dresden nun einige der besten Spickzettel, die ihm in seiner akademischen Laufbahn untergekommen sind, öffentlich im Penck-Hotel an der Ostra-Allee in Dresden aus. Darauf hat die TU Dresden hingewiesen.

Wirkt futuristisch und ist bisher auch erst ein Prototyp, könnte aber die Verkehrssicherheit verbessern: Durch diese leuchtenden Oled-Jacke sollen Motorradfahrer besser im Dunkeln sichtbar sein. Foto: Fraunhofer FEP und Emde

Leuchtende Motorrad-Jacken und Lichtschmuck

Dresdner Oled-Pilotlinie füllt Lücke zwischen Forschung und Massenproduktion Dresden, 12. September 2019. Organisch leuchtende Jacken sollen Motorradfahrer künftig besser im Dunkeln sichtbar machen – und letztlich Unfälle zu vermeiden helfen. Möglich ist das durch biegsame organische Leuchtdioden (Oleds), die Fraunhofer Dresden und die „Emde development of light GmbH“ aus Frankfurt am Main gemeinsam entwickelt haben. Die dünnen, flexiblen Leuchten können direkt in Lederjacken oder Textilien eingebettet werden. Absehbar seien aber auch viele andere Anwendungen in Autos, Flugzeugen, auf Möbeln und für Designerleuchten, sind die Partner der Dresdner Oled-Pilotanlage „Lyteus“ überzeugt.

Ein Wandelbots-Mitarbeiter testet die neuen Tracepens, mit denen auch Laien Roboter anlernen können. Foto: Wandelbots

Wandelbots Dresden baut Anlernschule für Roboter

Fühlende Stifte von Wandelbots Dresden sollen Laien zu Roboter-Lehrern machen Dresden, 23. August 2019. Damit künftig auch kleine Betriebe Industrieroboter schnell, einfach und gewinnbringend einsetzen können, bietet das junge Dresdner Unternehmen „Wandelbots“ dafür ab 2020 spezielle Roboter-Anlernstationen an. Mit diesen „Trace Pens“ können dann selbst Laien die Roboter kinderleicht programmieren: Sie führen den stählernen Kollegen mit speziellen Sensorstiften einmal vor, wie man feilt, bohrt, entgratet oder fräst – und die lernen die Arbeitsschritte so binnen Minuten. „Dadurch wird der Robotereinsatz für viele Unternehmen, für die dies bisher unbezahlbar war, überhaupt erst möglich“, ist Wandelbots-Chef Christian Piechnick überzeugt. Eigene Produktlinie entwickelt Zugleich steht diese Anlerngarnitur für eine neue Stufe in der unternehmerischen Entwicklung von Wandelbots – vom Dienstleister zum Hightech-Produzenten: Hatte die Uni-Ausgründung bisher vor allem ihre Erfahrungen mit Robotik-Sensorkleidung mit Konzernen wie Volkswagen geteilt, bieten die Dresdner bald mit den „Trace Pens“ auch eigene Produkte an. Fertigung in einer Foundry Dafür baut Wandelbots allerdings keine eigene Fabrik, sondern setzt auf das heute weitverbreitete Konzept „fabrikloser Unternehmen“. Solche „Fabless Companies“ entwickeln Hightech-Produkte und verkaufen sie, lassen …

Blick in die "Plastic Logic"-Fabrik für elektronisches Papier in Dresden. Foto: PL

Fraunhofer-Zentrum zieht in stillgelegte „Plastic Logic“-Fabrik ein

Wo eigentlich massenhaft Digitalpapier entstehen sollte, forschen ab 2022 die CNT-Nanoelektroniker – und machen so auch Platz für Infineon Dresden Dresden, 28. August 2019. Für den Technologie-Standort Dresden kristallisiert sich eine gute und eine schlechte Nachricht heraus. Zuerst die schlechte: Das einst britische Unternehmen Plastic Logic (PL) beerdigt wohl endgültig die Vision, in seiner sächsischen Fabrik noch eine Massenproduktion von elektronischem Papier anzukurbeln. Die gute Nachricht: Statt dessen zieht dort bis 2022 das Fraunhofer-Centrum für nanoelektronische Technologien (CNT) ein, das bisher noch in den Infineon-Reinräumen in Dresden-Klotzsche residiert. Den Umzugsplan haben Direktor Hubert Lakner vom CNT-Mutterinstitut für Photonischen Mikrosysteme (IPMS) und Infineon-Standortsprecher Christoph Schumacher auf Oiger-Anfrage bestätigt. Von Plastic Logic gab es dazu bisher keine Stellungnahme.

Reinraumbrücke bei Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries

Foundry-Streit: Globalfoundries verklagt TSMC

US-Unternehmen und Dresdner Tochter wollen auch Kunden der Taiwanesen in Haftung nehmen Santa Clara/Dresden/Taipeh, 26. August 2019. Der US-Halbleiterkonzern Globalfoundries (GF) aus Santa Clara und dessen Dresdner Tochter verklagen TSMC, Apple, Asus, Nvidia und 16 weitere internationale Elektronikunternehmen wegen Patentverletzungen. Das hat GF heute mitgeteilt.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

5G-Pilotprojekte sollen Landleben in Sachsen schöner machen

7 Millionen Euro für 5G-Labor Dresden, Testfelder starten im Freistaat Dresden/Köllitsch, 21. August 2019. Um die Landflucht der Jugend zu stoppen, das Leben auf dem Dorfe wieder attraktiver zu machen, aber auch neue Technologien und Gründer aufs Land zu locken, rückt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bis 2022 deutschlandweit rund 60 Millionen Euro für die Digitalisierung und Modernisierung in der Landwirtschaft heraus, davon rund zehn Millionen für Sachsen. Denn die ersten beiden der bundesweit 14 „digitalen Test- und Experimentierfelder“ starten am 1. September im Freistaat: Beim „Landnetz“ (7,6 Millionen Euro) hat die TU Dresden die Koordination übernommen. Für das Projekt „Express“ (2,8 Millionen Euro) ist die Uni Leipzig zuständig. Parallel dazu haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer CDU) dem 5G Lab Germany der TU Dresden sieben Millionen Euro für ein „5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz“ zugesagt. Die Bundes-Experimentalfelder und das Lausitz-Projekt werden verzahnt sein.

Die Dresdner Firma MINT entwickelt Bioreaktoren, in denen Algen besonders umweltverträglich Wirkstoffe für die Pharma- und Lebensmittelindustrie herstellen können. Das Unternehmen testet die Reaktoren und deren Hightech-Messtechnik gemeinsam mit dem Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden. Foto: Felix Krujatz für die TU Dresden

Medizin und Speise aus der Algenfabrik

Künstliche Schnüffelnasen aus Dresden sollen die organische Produktion in den Städten ankurbeln. Dresden, 20. August 2019. Um die Natur besser vor dem zerstörerischen Hunger der Menschheit zu schützen, forschen Ingenieure weltweit an alternativen Quellen für Speisen und Wirkstoffe. Ein Ansatz dafür sind Bioreaktoren voll hochspezialisierter Kleinstorganismen. Zu kompakten Containerfabriken in Gewerbegebieten übereinandergestapelt, könnten solche Reaktoren Algen für Vegetarier-Shakes, Tierfutter, Zutaten für Medikamente und Kosmetika massenhaft dort erzeugen, wo sie auch verbraucht werden: in den Städten. Letztlich sollen solche Biofabriken dazu beitragen, dass die Pharmaindustrie weniger Erdöl für synthetische Wirkstoffe verbraucht und Bauern weniger Wälder für neue Weiden und Felder roden.

Prof. Giovanni Cuniberti (rechts) analysiert mit jungen Akademikern Messdaten. Foto: Thomas Lehmann für die TU Dresden

Jungakademiker suchen mit KI-Hilfe nach neuen Werkstoffen

Sommerschule der TU Dresden schlägt ab 2020 chinesische Pfade ein Dresden, 19. August 2019. Wie künstliche Intelligenz neuartige Werkstoffe in bekannten Materialdaten entdecken kann, ist ein Thema einer internationalen Sommerschule „Materials 4.0 – Deep Mechanics“ vom 18. bis zum 23. August 2019 an der TU Dresden. Darauf hat der Dresdner Nanotechnologe Prof. Giovanni Cuniberti hingewiesen.

Der englische Gärtner Gavin Munro und sein Unternehmen Full Grown lassen bereits seit über zehn Jahren Stühle und andere Möbelstücke auf ihren Plantagen wachsen. Dresdner HTW-Studenten haben das gärtnerische Verfahren weiterentwickelt und verpflanzen es nun auch nach Sachsen. Foto: Chris Robinson für Full Grown

Stühle wachsen auf Plantagen

Dresdner HTW-Studenten gründen mit „Arboreal“ eine Firma, die Möbel wachsen lässt statt sie zu bauen. Dresden, 19. August 2019. In Sachsen bekommt das Konzept „nachwachsender“ Rohstoffe und Produkte eine wörtliche Bedeutung: Die Dresdner Jungunternehmer Markus Stopfer und Daniel Wetzler wollen künftig Stühle, Spiegelhalter, Lampen und andere Möbelstücke aus Bäumen wachsen lassen, statt sie aus Kanthölzern und Brettern zu sägen, hobeln und verzapfen. „Arboreal“ heißt das Unternehmen, das die beiden Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Anfang 2020 in Dresden gründen wollen, um fortan Möbel auf Plantagen zu ernten. Der Firmenname bedeutet soviel wie „baumartig“ – und das ist Programm.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Mint Dresden will Algen-Fabrik neben der Schwarzen Pumpe bauen

Drei Millionen Euro teure Anlage soll Massenproduktion von Speise-Algen in Sachsen anstoßen. Dresden/Schwarze Pumpe, 16. August 2019. Um die Massenproduktion umweltverträglicher Speisen in Sachsen anzukurbeln, will Gunnar Mühlstädt in der Lausitz für drei Millionen Euro eine Algen-Fabrik bauen. Auserkoren hat der Chef des jungen Dresdner Ingenieur-Unternehmens „Mint“ dafür den Industriepark „Schwarze Pumpe“ gleich neben dem gleichnamigen Kraftwerk. Entstehen soll dort als Herzstück ein 2500 Quadratmeter großes Gewächshaus, kündigte der Mint-Geschäftsführer heute auf Oiger-Anfrage an.

Prägte 34 Jahre lang die Geschicke des legendären Dresdner Chemiebetriebs Elaskon: Kaufmann., Erfinder und Unternehmer Günther Gedecke. Foto: Sabine Mutschke für Elaskon

Ex-Elaskon-Chef Gedecke wird 90

Dresdner Kaufmann machte aus einem Ölhandel einen Marktführer in der Nische Dresden, 16. August 2019. 34 Jahre lang leitete der Kaufmann Günther Gedecke das Dresdner Traditions-Unternehmen „Elaskon“. Unter seiner Regie brachte der Chemiebetrieb unter anderem das legendäre DDR-Autopflegemittel K60 auf den Markt. Er erfand auch den Namen Firmennamen „Elaskon“, ursprünglich für einen Schmierstoff gedacht, der „elastisch“ und „konservierend“ war. Heute wird Gedecke 90 Jahre alt.

Christoph Alt ist der Chef von Ligenium Chemnitz. In der VW-Manufaktur Dresden entwickelt er unter anderem solche Rollregale (fachsprachlich "Ladungsträger" genannt) aus Holz statt Stahl. Foto: Heiko Weckbrodt

Ligenium feilt an Holz-Renaissance im Maschinenbau

Ingenieure der TU Chemnitz wollen in Dresden der Autoindustrie mit hölzernen Regalen einen alten Werkstoff wieder schmackhaft machen Dresden/Chemnitz, 14. August 2019. Ingenieure der TU Chemnitz haben eine Firma gegründet, deren Name Programm ist: „Ligenium“ steht für die lateinischen Worte für Holz, „Lignum“, und Talent, „Ingenium“. Denn das vierköpfige Team will mit neuen technologischen Ansätzen für eine Renaissance des Leichtbau-Werkstoff „Holz“ sorgen, der seit den 1960ern im Maschinen-, Auto- und Flugzeugbau etwas in Vergessenheit geraten ist.

"Metaworlds" war dieses Wettbewerbsprojekt bei einem der früheren MB21-Durchgänge betitelt. Foto: Philipp Baumgarten für MB21

MB21-Preise für junge Multimedia-Kreative winken

Internetseiten, Blogs, Podcasts & Co. gefragt: Sogar Kita-Kinder können mitmachen Dresden, 12. August 2019. Schüler und andere junge Kreative, die interessante Spiele, Blogs, Apps, Podcasts, Videokanäle, 3D-Drucker-Vorhaben oder Software entwickeln, können sich bis zum 19. August 2019 um einen der Preise im bundesweiten Jugend-Multimedia-Wettbewerb „MB21“ bewerben. Darauf haben das „Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum“ (KJF) und das Medienkulturzentrum Dresden als Veranstalter hingewiesen.

Ronald Schulz ist Geschäftsführer der Dresdner Fabrik von Abicor Binzel. Vor 80 Jahren wurde das Dresdner Unternehmen vom Schmied Kurt Haufe gegründet, der Schweißbrenner für die DDR-Wirtschaft entwickelte. Foto: Heiko Weckbrodt

Schweißbrenner-Marktführer Abicor Binzel Dresden baut aus

Für Schweißer und Babys: Abicor Binzel Dresden beliefert vom grünen Dorfkern Altlöbtau aus die Welt mit Schweißpistolen – früher gab’s Beißringe von den Sachsen. Dresden, 6. August 2019. Raten Sie mal: Wo sitzt wohl der weltweit führende Hersteller von Hand-Schweißbrennern? Nein, nicht in Japan, China oder in den USA: in Dresden, im beschaulichen alten Dorfkern von Löbtau. Dort residierte fast acht Dekaden lang die „Kurt Haufe Schweißtechnik Dresden“ (KHD), die heute als Tochtergesellschaft zur „Abicor Binzel“-Unternehmensgruppe gehört. In Altlöbtau stellt dieser Weltmarktführer in der Nische jene manuellen und automatischen Schweißpistolen her, mit denen Waggons, Schiffe und viele andere Stahlkolosse überall auf der Welt zusammengefügt werden.