Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dresden

 

Wirtschaftskraft und Zuwanderung werden sich immer mehr auf wenige Zentren konzentrieren, sagen die ifo-Forscher. Abb.: Anja Upmeier/LHD

Abb.: Anja Upmeier/LHD

Dresden ist die sächsische Landeshauptstadt und hat rund 530.000 Einwohner. Zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen gehört die Mikroelektronik.

Die mechanische Energie aufeinanderprallender Mahlkugeln ermöglicht es lösungsmittelfrei Nanographen-Strukturen in Kugelmühlen aufzubauen. Grafik: Sven Grätz, TUD

Dresdner Kugelmühle mahlt Hightech-Werkstoffe

Forscher der TU Dresden kombinieren Chemie und Grobmechanik, um 2D-Kohlenstoffnetze zu erzeugen Dresden, 25. Mai 2018. Dresdner Chemiker haben einen außergewöhnlichen Weg gefunden, um mit umweltfreundlichen Brachialmethoden höchst filigrane Energiespeicher und extrem dünne Elektronikbauteile zu erzeugen: Als ob sie Felsbrocken zertrümmern wollten, haben sie Kohlenstoffverbindungen durch eine Kugelmühle gejagt. Dabei entstanden 2D-Kohlenstoffnetze, die nur eine Atomlage dünn sind – sogenannte Nano-Graphene.

Immer mehr Vielfahrer setzen das iPhone als Navigator ein. Abb.(2): TomTom

Israelisches „Make my day“ im VW-Inkubator Dresden

Firmengründer wollen in Sachsen Auto-Navis verbessern Dresden/Tel Aviv, 24. Mai 2018. Der israelische Navi-Entwickler „Make my day“ wird ab September 2018 für ein halbes Jahr in den Firmen-Inkubator der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden einziehen. Das hat Volkswagen heute mitgeteilt. Demnach hatte sich das junge Unternehmen bei einer Vorstellungsrunde in Tel Aviv unter 40 Start-ups durchgesetzt, die am sächsischen Brüterprogramm von VW teilnehmen wollten.

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Supraleit-Pumpen für den Helium-Durst

Scidre Dresden baut Pumpen, deren supraleitende Lager keine Reibung kennen Dresden, 15. Mai 2018. Reibung ist die Erz-Krux für den Maschinenbauer: So stark er oder sie auch das Auto motorisiert, die Turbine antreibt, die Batterien verstärkt: Immer fressen Reibung und Luftwiderstand viel wertvolle Energie auf, verplempert sie als Abwärme. Das Technologie-Unternehmen „Scidre“ arbeitet nun in Dresden an einer neuen Generation von Maschinen, in denen zumindest einige Teile keine Haftreibung mehr kennen: Dank des sogenannten Supraleit-Effektes schweben hier die rotierenden Achsen in den Lagern – gehalten von sehr starken Magnetfeldern, aber ohne Extra-Stromzufuhr. Als erstes Produkt hat das Unternehmen eine Pumpe für flüssiges Helium vorgestellt, das so kalt ist, dass klassische Kugellager hier sofort festfressen würden.

Silicon Saxony Day 2018: Am Brennpunkt von Hardware, Software und Konnektivität

Hightech-Branchentreffen in Dresden richtet den Blick auf IoT-Chancen Dresden. Anfangs galt „Silicon Saxony“ vor allem als Branchenverband für die wiedererstarkte Halbleiter-Industrie in Sachsen. Mehr und mehr Mitgliedsunternehmen stammen inzwischen jedoch aus verwandten Technologiesektoren. Und diese gewachsene thematische Breite schlägt sich auch im „13. Silicon Saxony Day” nieder: Das Branchentreffen steht in diesem Jahr unter dem Motto “Hardware.Software.Connectivity.”, verknüpft also mehrere Sichten auf die Digitalisierung der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft. Austragungsort ist am 29. Mai 2018 das Tagungszentrum “DGUV Congress” in Dresden-Klotzsche. Es werden ca. 300 Besucher erwartet.

Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon richtet Entwicklungszentrum für Autoelektronik in Dresden ein

250 Spezialisten sollen Produkte und KI-Lösungen entwickeln Dresden/München, 11. Mai 2018. Das deutsche Halbleiter-Unternehmen Infineon richtet in Dresden ein neues Entwicklungszentrum ein. Das hat Konzernchef Reinhard Ploss in München angekündigt. Das Zentrum wird mit zunächst rund 100 neuen Mitarbeitern gegen Jahresende 2018 starten und später zirka 250 Ingenieure, Wissenschaftler und andere Spezialisten beschäftigen. Sie sollen in Dresden neue Produkte und Lösungen für Steuerelektronik, Leistungselektronik und Künstliche Intelligenz (KI) in Autos entwickeln – vor allem auch für Elektro- und Roboterautos.

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Atomdünnen Solarzellen auf der Spur

Forscher aus Dresden und Regensburg untersuchen in 2D-Werkstoffen verheiratete Exziton-Paare, die über Atomabgründe hinweg fest zusammenhalten Dresden, 11. Mai 2018. Physiker aus Dresden und Regensburg experimentieren mit Werkstoffen, die in Zukunft extrem dünne Solarzellen ermöglichen könnten. Solche Kollektoren könnten wie dünne Häute nahezu jede Oberfläche – seien es nun Hauswände, Smartphone-Bildschirme oder Autos – in autarke Energiesammler verwandeln. „Bis man daraus marktreife Solarpaneele konstruieren kann, werden allerdings noch Jahre der Entwicklungsarbeit notwendig sein“, betonte Dr. Jens Kunstmann vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Technischen Universität Dresden (TUD), der die dabei verwenden 2D-Kristalle gemeinsam mit Kollegen aus Regensburg, New York und dem brasilianischen Fortaleza untersucht hatte.

Die Dental-Marken sind zumindest in Ostdeutschland sehr bekannt. Abb.: Dental

Dresdner Minzeduft für Chinesen

Asien-Geschäft spielt für Zahnpflege-Firma Dental wachsende Rolle Dresden, 5. Mai 2018. Das Dresdner Unternehmen Dental verlegt sich in wachsendem Maße darauf, für die Chinesen und andere Konsumenten in Asien spezielle Zahnpflege-Produkte zu entwickeln, die dann dort unter anderen Marken verkauft werden. Im Reich der Mitte werde zum Beispiel die erfrischende Dresdner Minzmischung „Made in Germany“ sehr geschätzt, teilte Dental- Britt Nicole Schendekehl mit.

Eine Jungen-Gruppe hat aus Piezo-Keramiken und anderen "Smart Materials" diesen Roboter "Piezo Noise Maker" gebastelt, der vor allem eines tut: Krach machen. Im Sommer wollen die Initiatoren einen ähnlichen Workshop mit einer Mädchengruppe wiederholen - und sind schon gespannt, welchen Roboter die Mädels bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Möge die Tinkerei beginnen!

Neue „Forschungswerkstatt Smart Materials“ in Striesen lädt zum Hightech-Basteln ein – und lotet das Museum der Zukunft aus Dresden, 4. Mai 2018. Wo vor Kurzem noch olfaktorische Konzerte im Zuge der Sonderausstellung „Echtzeit“ vor sich hin stanken, machen sich jetzt die Geeks (englisch für „Laborratten“) breit: Künstler, Kuratoren, Ingenieure und Wissenschaftler haben den Goldmann-Saal im Obergeschoss der Technischen Sammlungen Dresden (TSD) in eine „Forschungswerkstatt Smart Materials“ verwandelt. Gelbe Steckdosenverteiler hängen nun von der Decke der alten Fabrikhalle, auf Werkbänken machen sich die Lötkolben heiß, ein Laser-Cutter ächzt. In einer Ecke schnappt eine fleischfressende Hightech-Pflanze nach arglosen Opfern. Am Eingang kloppt ein Roboter besinnungslos auf seine Piezo-Panzerung. Im Entdecker-Regal stapeln sich Molekül-Modelle, Mineralproben und Krimskrams-Beutel, sträuben sich synthetische Tierfelle. Sinn und Zweck des Ganzen: Schulklassen und andere TSD-Besucher können hier in den kommenden fünf Monaten mit Formgedächtnis-Legierungen, Piezo-Keramiken und anderen aufregenden neuen Materalien hightech-basteln – neudeutsch „tinkern“ genannt.

Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski (links) und Dresdner Präsident Jörg Dittrich von der Handwerkskammer Dresden präsentieren ihre Konjunkturanalyse fürs Frühjahr 2018 und ihre bildungspolitischen Forderungen an die sächsische Landesregierung. Foto: Heiko Weckbrodt

Ostsächsisches Handwerk im Aufschwung

Laut Konjunkturumfrage ist besonders Nachfrage im Baugewerbe hoch Dresden, 3. Mai 2018. Die Zeichen im ostsächsischen Handwerk stehen auf „Aufschwung“. Das geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) Dresden hervor. Demnach rechnen die meisten Handwerksbetriebe, vor allem im Baugewerbe, weiter mit vollen Auftragsbüchern und steigenden Umsätzen. Der Konjunktur-Klimaindex – der auf den subjektiven Einschätzungen der befragten Unternehmen beruht – erreichte ein neues Rekordniveau. Erstmals im Frühjahr schätzten fast zwei Drittel der befragten Betriebe ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut ein. Nur sieben Prozent meldeten schlechte Geschäftslagen.

Prof. Bernd Büchner leitet als wissenschaftlicher Direktor das IFW Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Exzellenz-Etikett ist wie eine Trumpfkarte

Neuer Direktor Büchner will neue Labore am Leibniz-Institut IFW etablieren und die Unis Dresden und Chemnitz enger verzahnen Prof. Bernd Büchner ist seit April 2018 der neue wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn ausgefragt: was das Leibniz-Institut von der Exzellenzinitiative der TU hat, welche neuen Labore er plant und warum die Chinesen lieber nach Dresden statt Chemnitz gehen. Wo steht das IFW? Wir sind ein unglaublich starkes Institut. Wissenschaftlich agiert das IFW sehr erfolgreich. Leider ist es uns nicht immer gelungen, diese Leistungskraft auch nach außen sichtbar zu machen. Das möchten wir gerne ändern.

Prof. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik DresdenProf. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik Dresden

Sachsen würdigt Krebsforscher Ehninger

Stammzell-Experte geht – zumindest offiziell – in den Ruhestand Dresden, 28. April 2018. Als bedeutenden Krebsforscher, Arzt und gesellschaftlich engagierten Geist haben das Uniklinikum Dresden und die sächsische Staatsregierung den Mediziner Prof. Gerhard Ehninger bei dessen Abschied in den offiziellen Ruhestand gewürdigt. „Dass Sachsen heute auf dem Gebiet der Tumorforschung und –therapie im nationalen und internationalen Vergleich so gut dasteht, verdanken wir auch ausgewiesenen Fachleuten und Spitzenforschern wie Professor Ehninger“, betonte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Das Logo des 5G Energy Hub, das von Dresden koordiniert wird.

National 5G Energy Hub startet in Dresden

Forschungsprojekt widmet sich 5G-Mobilfunk in der Energietechnik Dresden, 27. April 2018. Die TU Dresden startet gemeinsam mit Partnern am 1. Mai 2018 das Forschungsprojekt „National 5G Energy Hub“. Das hat die Uni heute angekündigt. Die Maschinebauer, Elektro und Kommunikationstechniker wollen dabei gemeinsam Wege suchen, um Energietechnik mit Hilfe des Mobilfunks der 5. Generation (5G) effizienter zu machen.

Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf beschäftigen sich Biologen, Chemiker, Physiker und Mediziner mit der Erforschung und Behandlung von Krebskrankheiten. Sie forschen an radioaktiven Substanzen und Medikamenten, entwickeln bildgebende Verfahren weiter und untersuchen neue Möglichkeiten hochpräziser Bestrahlungstechniken sowie neuartige Strahlungsarten wie laserbeschleunigte Protonenstrahlen. Foto. HZDR/Oliver Killig

Sachsen, Böhmen und Schlesier kooperieren beim Wissenstransfer in die Wirtschaft

Maschinenbauer der TUD koordinieren „Trans3Net“-Netzwerk Dresden/Breslau/Usti, 27. April 2018. Um Forschungsergebnisse auch grenzüberschreitend in wirtschaftliche Erfolge zu verwandeln, vernetzen sich derzeit die dafür zuständigen Transfer-Experten in Sachsen, Schlesien und Böhmen. Auf einer interaktiven Internet-Landkarte unter der Adresse map.trans3net.eu können Forscher und Unternehmer inzwischen bereits 70 Anlaufstellen finden, die wissenschaftliche Resultate in die Wirtschaft transferieren.

Der IPF-Neubau in der Dresdner Südvorstadt ist noch eine Baustelle. Foto: Doreen Schuhmann / IPF Dresden

Mehr Platz für Polymerforscher in Dresden

Erweiterungsbau für Leibniz-Institut IPF ist rohbaufertig Dresden, 26. April 2018. Weil die Forschungen des Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden gefragt und auch immer aufwendiger sind, bekommt das IPF derzeit einen zehn Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. In die Kosten teilen sich Bund und der Freistaat Sachsen. Das Haus ist nun rohbaufertig, am 4. Mai 2018 wollen die Polymerforscher Richtfest feiern.

Forscht an der Kombination organsicher Halbleiter und anorganischer Materialien: Dr. Marcos M. Soldera aus Argentinien ist Humboldt-Stipendiat in Dresden. Foto: Veronica Somaglia

Perowskit-Experte Soldera zieht ins Mekka der organischen Elektronik

Argentinischer Humboldt-Stipendiat verknüpft in Dresden organische und anorganische Hybrid-Technologie Dresden, 25. April 2018. Der argentinische Elektronik-Experte Dr. Marcos M. Soldera ist in die sächsische Landeshauptstadt gezogen, um mit seinem Know-how eine Dresdner Spezialität zu verbessern: organische Elektronik. Der 34-Jährige wird zwei Jahre lang bei Professor Andrés Lasagni am Lehrstuhl für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung der TU Dresden als Humboldt-Stipendiat forschen. Das hat heute die TU Dresden mitgeteilt.