Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dresden

 

Wirtschaftskraft und Zuwanderung werden sich immer mehr auf wenige Zentren konzentrieren, sagen die ifo-Forscher. Abb.: Anja Upmeier/LHD

Abb.: Anja Upmeier/LHD

Dresden ist die sächsische Landeshauptstadt und hat rund 530.000 Einwohner. Zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen gehört die Mikroelektronik.

Ein Ericsson-Mitarbeiter misst in einem gegen Elektromagnetische Außenstrahlung abgeschirmten Labor neue 5G-Netzwerktechnik aus. Foto: Ericsson

Solardach und Kühlschrank flüstern per 5G

“National 5G Energy Hub“ in Dresden gegründet Dresden, 19. Juli 2018. „Die Energiewende funktioniert nicht ohne Kommunikation“, ist Mobilfunk-Experte Prof. Frank Fitzek von der Technischen Universität Dresden (TUD) überzeugt. Denn statt großer Kraftwerke auf der einen und Standardverbraucher auf der anderen Seite führt die deutsche Wende hin zu sogenannten „erneuerbaren Energien“ zu einer Dezentralisierung des Energiesektors – vielen kleinen Erzeugern und Verbrauchern, die heute mehr schlecht auf recht aufeinander abgestimmt sind. Deshalb haben Fitzek sowie weitere Forscher und Industriepartner heute in Dresden das mit viereinhalb Millionen euro dotierte „National 5G Energy Hub“ (n5geh) gegründet.

Das Gründerteam der SupraTix GmbH (Tobias Göcke (GF), Jeannette Milius). Foto: SupraTix

150.000 Euro Kapitalspritze für SupraTix Dresden

TU-Ausgründung will mit dem Geld zum Marktführer wachsen Dresden, 17. Juli 2018. Die Dresdner TU-Ausgründung SupraTix hat eine Kapitalspritze von 150.000 Euro bekommen und will mit dem Geld zum Marktführer für gemischte digital-reale  Lernumgebungen („Smart Learning Environment“) in Deutschland werden. Das hat SupraTix-Gründer Tobias Göcke angekündigt. „Die Nachfrage aus der Wirtschaft ist groß“, sagte er.

Prof. Dr. Lorenz Hofbauer ist Experte für Endokrinologie, Diabetes und Osteologie an der Uniklinik Dresden. Außerdem ist er Professor für Innere Medizin an der medizinischen Fakultät (MF) der TU Dresden. Foto: Stephan Wiegand, MF TU Dresden)

Mediziner erkunden Winterschlaf der Metastasen

Uniklinik und Medizinische TU-Fakultät Dresden leiten neues DFG-Programm „µBONE” Dresden, 17. Juli 2018. Patienten mit Brust- oder Prostata-Krebs erleiden oft Jahre nach der vermeintlichen Heilung plötzlich Knochen-Metastasen: Fast scheint es, als ob beide Krebsarten dazu neigen, Wucherzellen in eine Art Winterschlaf zu schicken, aus denen diese knochenzerstörenden Zellen dann irgendwann wieder aufwachen. Warum das so ist und was man dagegen tun kann, wollen Mediziner und Wissenschaftler nun in einem sechsjährigen Sonderforschungsprogramm „µBONE“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) herausbekommen. Prof. Lorenz Hofbauer von der Uniklinik Dresden leitet die Forschungen. Das teilte die Medizinische Fakultät der TU Dresden mit.

Mit dem Messrucksack hat das Uni-Team von Dr. Astrid Ziemann die Hitzebelastung, Sonneneinstrahlung, Wärmestrahlung der Umgebung und des Untergrundes, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit für einen Fußgänger in Gorbitz ausgemessen. Foto: Astrid Ziemann

Städte brauchen mehr Bäume gegen Hitzespitzen

„Heat Resilient City“: Meteorologen aus Dresden und Erfurt wollen Antworten auf urbanen Klimawandel finden Dresden, 16. Juli 2018. Um den homo urbanus vor Hitzespitzen in Stadtschluchten zu entlasten, sollten die Kommunen mehr Stadtbäume anpflanzen – Wiesen allein reichen nicht. Darauf weisen erste Studienergebnisse von Dr. Astrid Ziemann vom Institut für Hydrologie und Meteorologie der TU Dresden hin. Sie untersucht gemeinsam mit Thüringer Forschern für das Projekt „Heat Resilient City“ bis 2020 die Hitzebelastung in Städten am Beispiel von Dresden-Gorbitz und Erfurt. Dies geht aus einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor.

Das namensgebende Fruchtgemüsemonster für das Frugemo-Kartenspiel. Abb.: Tonn

Internetschwarm finanziert Fruchtgemüsemonster

Familie Tonn aus Dresden druckt nach erfolgreicher Startnext-Kampagne ein Kinder-Kartenspiel, in dem Obst & Gemüse im Zentrum stehen Dresden, 16. Juli 2018. Und wieder einmal hat der Internetschwarm geholfen, ein kreatives Privatprojekt umzusetzen: Über das Dresdner Crowdfunding-Portal „Startnext“ haben Kristin und Karsten Tonn aus Dresden 4880 Euro für ein Kartenspiel „Frugemo“ gesammelt und ihr Kampagnen-Mindestziel von 4000 Euro damit übertroffen. Mit dem Geld konnten sie nun den Druck des Spiels in Auftrag geben. Das teilte Karsten Tonn mit. Mit diesem Frugemo-Kartenspiel will das Elternpaar möglichst vielen Kindern gesundes Obst und Gemüse aus der Region nahebringen.

Solche Beschichtungsanlagen für Dünnschicht-CIGS-Solarzellen wird FHR Ottendorf-Oktilla für die chinesische Photoavoltaik-Industrie liefernn. Foto: Rico Hofmann/ FHR Anlagenbau GmbH.

Ingenieure aus Sachsen und Singapur wollen Solarzellen billiger machen

  Forschungskooperation zwischen Elektromat-Ausgründung FHR aus Ottendorf-Okrilla und Solarenergie-Forschungsinstitut SERIS Ottendorf-Okrilla/Singapur, 12. Juli 2018. Um mehr Energieausbeute aus Solarzellen herauszuholen, wollen das sächsische Maschinenbau-Unternehmen FHR Anlagenbau aus Ottendorf-Okrilla und das „Solar Energy Research Institute of Singapore“ (SERIS) ihre Entwicklungskooperation ausbauen. Darauf hat FHR hingewiesen.

Aus der "Hoch Technologie Systems" (HTS) wird Ruag Space Germany: Ein Spezialist montiert im Reinraum der Coswiger Raumfahrttechnik-Fabrik ein Potenziometer, das später im All einem Satelliten helfen wird, seine Solarsegel richtig auszufahren. Foto: Heiko Weckbrodt

Schweizer Ruag baut Raumfahrttechnik-Fabrik Coswig aus

Staatskonzern Ruag sieht viel Potenzial auf dem deutschen Raumfahrt-Markt Coswig/Bern, 11. Juli 2018. Der staatliche Technologie-Konzern „Ruag“ aus der Schweiz will seine sächsische Raumfahrttochter stärken. Die „Ruag Space Germany“ in Coswig soll nach dem Willen der Konzernspitze aus Berrn ihr Produktportefeuille erweitern, neue Jobs und zusätzliche Produktionskapazitäten schaffen. Das hat Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier heute vor Ort angekündigt.

Sudička. Cover: Salomo Publishing

Roman „Sudička“: Dorfmädchen eint Slawen gegen Gefahr aus dem Westen

Dieter Kalka setzt vernichteter sorbischer Kultur ein literarisches Denkmal Mit „Sudička“ hat der Autor und Vielberufler Dieter Kalka der sorbischen Kultur des Mittelalters ein belletristisches Denkmal gesetzt. In seinem sagenhaften Roman schildert er den Aufstieg eines Dorfmädchens zur Königin von Wolin. Und er malt den Untergang dieser stolzen slawischen Händlerstadt unter dem Ansturm der Sachsen, Nordmannen und anderen Westvölker aus – der womöglich die Vorlage für die Ostsee-Sage vom untergegangenen Vineta war.

Das Team der Dresdner "Ferroelectric Memory Company“ (FMC) mit Schaltplänen ihrer innovativen Speicherchips. Foto: Katharina Grottker für FMC

Kapitalspritze für schnelle Ferroelektrik-Speicher aus Dresden

eCapital und HTGF investieren 4,6 Millionen Euro in TU-Ausgründung FMC Dresden, 5. Juli 2018. Ein Nanoelektronik-Unternehmen aus Dresden geht auf Wachstumskurs: Der Risikokapitalist eCapital aus Münster investiert gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) rund 4,6 Millionen Euro in die „Ferroelectric Memory Company“ (FMC). Die Dresdner Uni-Ausgründung hat einen neuartigen Computerspeicher entwickelt, der in Zukunft Smartphones, autonome Autos und viele andere Technologieprodukte schneller, leistungsstärker und energie-sparsamer machen kann.

TU Dresden im DFG-Förderatlas auf Rang 6

München hat aber weiter die akquisestärkste Uni München/Dresden, 5. Juli 2018. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat in den Jahren 2014 bis 2016 insgesamt 315,8 Millionen Euro Gelder der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG) eingeworben – damit ist sie die akquisestärkste deutsche Uni bei Drittmitteln. Das teilte die DFG heute mit. Auf den Platzen 2 und 3 folgen die Universität Heidelberg und die RWTH Aachen. Besonders zugelegt hat dafür Dresden: Den Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden (TUD) gelingt es immer besser, über die Basisfinanzierung des Landes hinaus zusätzliche Gelder der DFG einzuwerben: Sie arbeiteten sich um vier Ränge auf Platz 6 im deutschen Vergleich vor. Das geht aus dem neuen DFG-Förderatlas hervor.

So soll der Neubau der Softwarefirma Camline in Dresden aussehen. Visualisierung: Vollack

Softwareschmiede Camline wächst in Dresden

Neubau entsteht in Flughafennähe Dresden, 4. Juli 2018. Das Industriesoftware-Unternehmen „Camline“ expandiert am Standort Dresden und baut dort einen neuen Firmensitz. Morgen feiert das Unternehmen das Richtfest für das neue Bürogebäude „An den Ellerwiesen“ im Dresdner Norden. Das teilte der beauftragte Gebäudespezialist Vollack aus Schkeuditz mit. Ende 2018 werde der Neubau voraussichtlich bezugsfertig sein.

Ein Mitarbeiter misst Gewicht und Dicke von Batterie-Elektroden im Fraunhofer-Laserinstitut IWS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen soll energietechnologisch in die Top 3

Masterplan: Sächsische Energieforschung ist in einigen Sektoren Spitze, Leuchttürme und Transfererfolge gibt es aber noch zu wenige Dresden, 3. Juli 2018. Sachsen hat eine gute und breit gefächerte Energieforschung an den Unis, in den Fraunhofer- und anderen Instituten. Auch sind hier mit der Mikroelektronik und der Autobranche zwei wichtige Schlüsselindustrien als Zulieferer und Abnehmer für Energietechnologie-Produkte angesiedelt. Allerdings tut sich die kleinteilige sächsische Wirtschaft oft zu schwer, gute Energieforschungs-Ergebnisse in Produkte umzuwandeln. Auch gibt es im Freistaat kaum Leuchttürme der Energietechnik, sieht man von wenigen Ausnahmen wie der Daimler-Batteriefabrik in Kamenz ab: Es fehlen beispielsweise richtig große Batteriezell-Fabriken oder Brennstoffzellen-Werke, die neue Entwicklungen schnell marktreif machen könnten. Das geht aus einem „Masterplan Energieforschung in Sachsen“ hervor, den die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) heute im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresdenvorgelegt haben.

Thomas Müller ist einer der Geschäftsführer von Evan.network Dresden. Foto: Oliver Killig

3D-Drucker vernetzen sich digital zur virtuellen Fabrik

Firma „Evan.network“ will per „Blockchain“-Technologie papierfreie Wertschöpfungsketten knüpfen Dresden, 3. Juli 2018. Für kleine Technologie- und Industrie-Unternehmen ist der Gang in die große weite Welt hinaus oft genug ein Mammutschritt, selbst mit einem 1a-Produkt: Ohne die globalen Vertriebs- und Serviceorganisationen großer Konzerne in der Hinterhand ist es schwer, einen Kunden in Südamerika oder Australien zu überzeugen, eine Maschine, einen Roboter oder ein Konsumprodukt zum Beispiel ausgerechnet „von einer kleinen Bude aus Sachsen“ zu kaufen. Abhilfe möchte da eine junge Software-Firma aus der Dresdner Neustadt schaffen, die als “Contractus” gegründet wurde und nun “Evan.network“ heißt: Das neunköpfige „Evan.network“-Team richtet mit der Blockchain-Technologie gesicherte digitale Marktplätze ein, auf denen sich Mittelständler weltweit zu Produktionsnetzwerken und Vertriebspartnern je nach aktuellem Bedarf schnell zusammenschließen können.

Dipl.-Inf. Manfred Austen (SYSTEMA Systementwicklung; rechts) erklärt Thomas Tettenborn (Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen) anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik. Foto: meeco Communication Services

Systema baut in Dresden aus

Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen beteiligt sich mit Millionenbetrag an Automatisierungsfirma Dresden, 2. Juli 2018. Wegen wachsender Marktnachfrage für seine Automatisierungs-Lösungen expandiert das Dresdner Software-Unternehmen „Systema”. Geplant ist ein über 2,5 Millionen Euro teurer Anbau im Technopark Nord. Der Bürokomplex soll 2019 auf einem Nachbargrundstück am Manfred-von-Ardenne-Ring errichtet werden. Das teilte Systema-Chef Manfred Austen mit.

Blick in einen Reinraum der "First Sensor"-Gruppe. Foto: First Sensor

Ohne Sensoren funktioniert bald kaum noch etwas

First Sensor Microelectronic Packaging Dresden zeigte Besuchern der „Industrienacht“, wie heute Mikroelektronik-Montage funktioniert Dresden, 28. Juni 2018. Rund 800 Besucher haben sich heute zur „Langen Nacht der Industrie“ in Betrieben in und um Dresden umgeschaut: 19 Unternehmen vom Medizintechnik-Entwickler über Softwareschmieden und Trafofabriken bis hin zum Druckhaus hatten ihre Werktore für Jugendliche wie Erwachsene geöffnet. Darunter auch ein traditionsreiches Hightech-Unternehmen im Dresdner Norden: Die „First Sensor Microelectronic Packaging GmbH“ zeigte den Besuchern, wie Sensoren für Raumschiffe und die Autos von morgen montiert werden.