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Adventure „Nine Noir Lives“: In den Krallen der Katzenmafia

Privatdetektivs Cuddles Nutterbutter und seine Assistentin Tabby Marshmellow. Grafik: Silvernode

Privatdetektivs Cuddles Nutterbutter und seine Assistentin Tabby Marshmellow. Grafik: Silvernode

Südafrikanisches Spielestudio lässt in seinem 2D-Krimiadventur einen tierischen Ermittler los

Neun Nachtleben lang reicht das neue Katzen-Adventure „Nine Noir Lives“ des südafrikanischen Spielestudios „Silvernode Games“: Gehalten im Stil der klassischen Lucasarts-Abenteuer wie „Monkey Island“, entführt uns dieses Adventure in die von kriminellen Katzen beherrschte Stadt „Meow Meow Furrington“. Als Privatschnüffler Cuddles Nutterbutter müssen wir hier einen Mordfall lösen, in dem verfeindete Katzenmafia-Familien, Verschwörungstheoretiker und Kuchenräuber mitmischen.

Werbevideo für „Nine Noir
Lives“ von Silvernode Games

Ablecken inklusive

Grafisch und spielerisch hält sich „Nine Noir Lives“ an die Point-and-Click-Technik und die handgemalte 2D-Optik der erwähnten Klassiker, allerdings in zeitgemäßer Auflösung – plus eine Note „Film Noir“ nach Art der alten Humphry-Bogart-Krimis. Privatdetektiv Cuddles Nutterbutter kann seine Umgebung ansehen, ablecken und ausgewählte Fundstücke benutzen oder auch in sein Inventar einsacken. Dabei ist „Nine Noir Lives“ etwas redelastig: Der Rätselfortschritt hängt auch davon ab, dass der Spieler allen Gesprächspartnern gewissermaßen die Katzenohren restlos abkaut. Die Macher bemühen sich hörbar um lustige Dialoge wie bei den Lucasarts-Klassikern – das gelingt manchmal, aber nicht durchweg. Die großebn Vorbilder des Genres leuchten hier jedenfalls an jeder Ecke durch.

Cuddles Nutterbutter gilt nicht unbedingt als erfolgreichster Privatdetektiv in der Stadt - und will sich deshalb beim Auftrag des Polizeichefs, einen Mord am Sohn einer Mafia-Katze aufzuklären, besondere Mühe geben. Bildschirmfoto (hw) aus: „Nine Noir Lives“

Cuddles Nutterbutter gilt nicht unbedingt als erfolgreichster Privatdetektiv in der Stadt – und will sich deshalb beim Auftrag des Polizeichefs, einen Mord am Sohn einer Mafia-Katze aufzuklären, besondere Mühe geben. Bildschirmfoto (hw) aus: „Nine Noir Lives“

„Day of the Tentacle und Broken Sword haben bei mir großen Eindruck hinterlassen“

„Adventure-Klassiker wie Day of the Tentacle und Broken Sword haben bei mir großen Eindruck hinterlassen“, erklärt Silvernode-Gründer William Kruger die Motive hinter dem ausgeflippten Katzenkrimi. „Ich wollte dem Genre mit meiner eigenen Kreation Tribut zollen.“

Fazit: hübsche Reminiszenz an Lucasarts-Klassiker und Film noir

Ein amüsantes Adventure für Fans der guten alten Adventure-Spiele. Manchmal etwas bemüht lustig, aber unterm Strich doch ein eher gelungener Rätselspaß voller Anspielungen auf die Populärkultur.

Kurzüberblick

  • Titel: „Nine Noir Lives“
  • Genre: 2D-Adventure
  • Studio: Silvernode Games aus Pretoria
  • Preis: 20 Euro
  • Plattformen: PC (Steam, Epic, GOG)

Autor der Rezension: Heiko Weckbrodt

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