Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sensor

Durch Sensoren erkennt diese Installation, von wo nach wo der Besucher den Sand schaufelt und kehrt. Je nach Berghöhe oder Grabentiefe verändert sich die Farbe der terrageformten Landschaft ins Blaue, Rote oder andere Farben durch eine abgestufte Lichtprojektion. Foto: GSC

Mensch und Maschine auf Augenhöhe

Im “Games Science Center” in Berlin zeigen Spiele-Designer originelle und neue Verständigungsformen zwischen Spielern und Spiel Berlin, 28. Februar 2016. Ungewöhnliche und faszinierende Interaktionswege zwischen Mensch und Maschine, zwischen Spieler und Computer zeigt das „Games Science Center“ (GSC) in Berlin-Mitte. Die Spiele-Entwickler Cay Kellinghusen und Cyrill Etter haben dieses kleine, aber feine Privatmuseum Ende 2014 gegründet. Über 20 Installationen zeigen dort auf 300 schummrig ausgeleuchteten Quadratmetern, dass Tastatur, Joypad und Kinect erst der Anfang in der Videospielwelt sind.

Biegsam und auf Kunststoff-Metallic-Folien von der Rolle produkziert: ein Biosensor, wie er auch für intelligente Armbänder gebraucht wird. Abb.: Fraunhofer ISIT

Biosensoren schmiegen sich ums Handgelenk

Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Itzehoe stellen medizinische Sensoren für Fitnessarmbänder und Smart Watches von der Rolle her Dresden/Itzehoe, 16. Dezember 2015. Intelligente Uhren und Sport-Armbänder gelten als Trendprodukte: Sie messen den Puls beim Laufen, protokollieren die weggefressenen Kilometer oder zeigen unterwegs neue E-Mails an. Künftig werden diese im wörtlichen Sinne tragbaren Geräte („Wearables“) aber noch mehr drauf haben: zum Beispiel den Freizeit-Sportler automatisch warnen, wenn er oder sie übermüdet ist oder sich überanstrengt. Möglich machen soll dies eine neue Generation von Biosensoren, an denen auch Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden und Itzehoe derzeit forschen. Sie haben jetzt ein Verfahren entwickelt, um biegsame Biosensoren ähnlich wie Zeitungen in Großdruckereien „von der Rolle“ herzustellen.

Die Sensoren aus Brandenburg werden mit Magneten an die Blätter von Zitrus- oder Olivenbäumen angeheftet. Eingebettet ist ein Drucksensor, der den aufgebauten Wasserinnendruck der Pflanzenzellen misst. Ein Computerprogramm ermittelt aus diesen Daten, ob die Plantage schon genug Wasser hat. Foto: YARA ZIM Plant Technology GmbH

Sensornetze bremsen Sauflust von Olivenhainen

Landwirte sparen durch innovative Sensortechnik aus Brandenburg 1/3 Wasser auf künstlich beregneten Feldern Hennigsdorf, 10. November 2015. Obwohl 71 Prozent der Erdoberfläche von Ozeanen bedeckt sind, ist Wasser für viele Menschen ein knappes Gut. Denn nur etwa drei Prozent der Wassermengen auf unserem Planeten sind trinkbares Süßwasser. Und wiederum etwa 75 Prozent unserer globalen Süßwasservorräte frisst die Landwirtschaft: um Olivenhaine, Orangenplantagen und Weizenfelder zu bewässern, um Vieh zu tränken und dergleichen mehr. Andererseits haben laut Schätzungen des „World Wide Fund for Nature“ (WWF) weltweit über 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Moderne Mikroelektronik und Sensortechnik soll nun helfen, dieses globale Wasserproblem zu entschärfen. Rund ein Drittel des Wassers, das heute noch für die landwirtschaftliche Bewässerung vergossen wird, könnten wir nämlich sparen, wenn wir moderne Sensornetzwerke über Felder und Plantagen spannen, die den tatsächlichen Durst der Pflanzen genau ermitteln, schätzt Simon Rüger. Der 33-jährige Biologe leitet gemeinsam mit Martin Reimer das Unternehmen „Yara ZIM Plant Technology“ im brandenburgischen Hennigsdorf. Und das bietet eben solche künstlichen Augen Landwirten in Südeuropa und Amerika an – „vor …

Grafik: Bosch

Per App zum nächsten freien Parkplatz

Bosch will Straßen mit Erkennungs-Sensoren pflastern Gerlingen, 29. September 2015. Der durchschnittliche automobilisierte Großstadtmensch in Deutschland verplempert Schätzungen zufolge jährlich rund 100 Stunden wertvolle Lebenszeit mit der Parkplatzsuche – und sorgt mit der nervenden Kurverei auch noch für viel Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung in der City. Mit Parkplatz-Navi-Apps gekoppelte intelligente Verkehrsleitsysteme könnten künftig diese Streifzüge des homo urbanus deutlich reduzieren. Dafür haben Bosch-Ingenieure nun besonders flache und preisgünstige Sensoren entwickelt, die massenhaft in die Straßenzüge der Städte eingebaut werden sollen, um freie oder besetzte Parkplätze automatisch weiterzumelden.

Weil viele Autohersteller ihre Fahrzeuge mit immer mehr Kameras spicken - hier BMW-Testfahrer Dr. Nico Kämpchen beim Forschungsprojekt "Hochautomatisiertes Fahren" auf der Autobahn - steigt die Nachfrage für hochintegrierte Bild-Sensoren. Foto: BMW

Mehr Maschinen mit Augen: Bildsensor-Markt wächst

IC Insights erwartet 2015 für Sensorindustrie Rekordumsatz von 10 Milliarden Euro Scottsdale, 12. August 2015: Weil Konstrukteure weltweit den Autos, Spielzeugen, Maschinen und andere Geräten immer mehr künstliche Augen verpassen wollen, macht die Bildsensor-Industrie inzwischen wieder gute Geschäfte: In diesem Jahr werden die globalen Umsätze mit elektronischen Bildsensoren (CMOS image sensors) um 15 Prozent auf einen neuen Rekordwert von über zehn Milliarden Dollar (9,1 Mrd. €) steigen, prognostiziert das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona. Bis zum Jahr 2019 werde dieser Markt um weitere 50 % auf dann rund 15 Milliarden Dollar (13,6 Mrd. €) zulegen.

Um ihre Licht-Installation zu einem Konzert der Jenaer Philharmonie genau auf ihre farblichen Vorstellungen abzustimmen, setzte die Künstlerin Rosalie auf die Echtfarb-Sensortechnik von MAZeT. Abb.: Uwe Germar/ MAZeT

Bloß kein Schweinchenrosa

Jenaer Sensor erkennt Farbnuancen wie ein Mensch – und hilft, Flugreisen angenehmer zu machen Jena, 11. August 2015. Tiefdunkelblau ist nicht das Gleiche wie Bläulichschwarz – ist doch klar, oder? Frauen erkennen meist solche feinen Farbabstufungen, wissen, dass der Unterschied manchmal allesentscheidend ist. Männer und Computer haben da oft so ihre Schwierigkeiten – und holen sich deshalb jetzt hochtechnologische Schützenhilfe: Die Jenaer Hightech-Firma „MAZeT“ hat einen Sensor entwickelt, der Farben so fein wie das beste menschliche Auge unterscheidet und vielleicht sogar noch besser. Eingesetzt wird dieser neue künstliche Nuancen-Erkenner inzwischen von Künstlern, Innendesignern, Laboren, ja selbst von Obstbauern und anderen Anwendern, die sich 100pro darauf verlassen müssen, dass sie aus dem großen Kosmos der Farben genau die richtige Schattierung herauspicken.

Alarmtextilie mit einem Detektornetz aus leitfähigem Garn und Mikrocontroller. Abb.: Fraunhofer IZM

Milliardenmarkt für Sensoren im Internet der Dinge erwartet

IDTechEx rechnet durch Wearables mit 5,5 Mrd. $ zusätzlichem Umsatz im Jahr 2025 Cambridge/Dresden, 5. Juni 2015. Mit einem starken Schub für den Sensormarkt durch das „Internet der Dinge“ rechnet das Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“. Laut den Prognosen der Analysten werden traditionelle Druck-, Biochemie oder Bewegungs-Sensoren, wie sie längst in Heimelektronik, Industrie und Medizin eingesetzt werden, bald nicht mehr ausreichen, um intelligente Textilien, Uhren und andere neue „tragbare“ Elektronik („Wearables“) auszustatten. Vielmehr werden in den nächsten Jahren immer mehr mikromechanische und optische Fühler auf den Markt kommen, die speziell für diese „Wearables“ konstruiert sind – und im Jahr 2025 für ein zusätzliches Marktvolumen im weltweiten Sensormarkt von schätzungsweise 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) sorgen.

Foto: Sony

Tennis-Analyse per Smartphone

Berlin, 18. Mai 2015: Einen Schläger-Sensor, mit dem Tennisspieler ihre Matches per Smartphone und Tablet analysieren können und Zuschauer zum Echtzeit-Schiedsrichter werden, hat Sony nun vorgestellt. Der Vibrationssensor wird statt des Logo-Aufsatzes in den Schläger gesteckt, zeichnet dann bis zu drei Stunden lang Schläge, Trefferpunkte, Schlag- und Ballgeschwindigkeit auf, teilte der Elektronikkonzern in Berlin mit.

Soll beim Golf helfen, den Griff zu dosieren: Der Sensor-Handschug SensoGlove. Foto: SensoSolutions

Sensor-Handschuh trainiert Golfer

Aachen, 16. Mai 2015: Aus unserer „Nerd-Gadget“-Reihe diesmal eine Kurzvorstellung aus dem Segment der „Wearables“, der „intelligenten“ Textilien: Einen Sensor-Handschuh für angehende Golfer preist nämlich Senso Solutions aus Aachen für alle jene an, die das Eisen noch nicht richtig in Griff haben: Der „SENSOGLOVE“ genannte Handschuh ist mit Sensoren gespickt, die den Griffdruck am Schläger ausmessen. Ist der Griff zu fest oder zu weich, ertönen Warnsignale während des Ausholens, außerdem wird der Ist- und Ziel-Druck auf einem LED-Bildschirm auf dem Handrücken angezeigt, so der Hersteller.

Bosch setzt für seine Sensorproduktion vor allem auf Mikroelektromechanische Systeme (MEMS), die mit Halbleiter-Technologien hergestellt werden. Das deutsche Unternehmen hat damit seine Weltmarkt-Führung ausbauen können. Hier ist ein Bosch-Beschleunigungs-Sensor unter dem Elektronen-Mikroskop zu sehen. Zum Größenvergleich haben die Ingenieure ein 90 Mikrometer "dickes" menschliches Haar auf daneben gelegt. Foto: Bosch

Bosch baut Führung im Sensor-Markt aus

STM sackt auf Rang 4 ab, Infineon behauptet Platz 5 Scottsdale, 1. Mai 2015: Bosch hat seine Position als weltweiter Marktführer für Sensoren und Aktuatoren weiter ausgebaut. Das haben die Analytiker von „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA eingeschätzt. Demnach steigerte das deutsche Technologie-Unternehmen seine Sensor-Umsätze im Jahr 2014 um 16 % auf 1,158 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden Euro) und kam damit auf einen Weltmarktanteil von 20 Prozent (2012: 15 %). Dagegen verlor der westeuropäische Halbleiter-Konzern „ST Microelectronics“ in diesem Segment 19 % an Umsatz und sackte vom zweiten auf den vierten Rang ab. Infineon behauptete Platz 5.

Autosensorfabrik „Jade“ geht in Dresden an den Start

Dresden, 23. März 2015: In Dresden hat heute ein neuer Sensor-Hersteller offiziell seine Fertigungsstätte eröffnet: Die “Jade Sensortechnik GmbH” wird künftig im Dresdner Norden Drucksensoren für Automobile fertigen und wird mittelfristig rund 50 Mitarbeiter anheuern. Jade ist ein Gemeinschafts-Unternehmen (Joint Venture) der Dresdner Sensorfirma „Intelligente Sensorsysteme Dresden“ (i2s) und der japanischen „Nagano Keiki“. Beide Partner wollen etwa zehn Millionen Euro in das neue Unternehmen investieren.

Müssen Hänsel und Gretel in Zukunft nur noch die Hand auszustrecken, um den Weg nach Hause per Magnetsinn zu erfühlen? Fotos (bearbeitet): Paramount, IFW Dresden, Montage: hw

Leibniz-Forscher wollen Menschen einen Magnetsinn verleihen

Superdünne und extrem streckbare Sensorfolien am IFW Dresden entwickelt Dresden, 4. Februar 2015: Über Hänsel und Gretel aus Grimms Märchen können die Kinder von heute eigentlich nur noch albern kichern? Warum sich auf unzuverlässige Brotkrumen-Navigation verlassen, da man als Waise in spe doch nur das Smartphone zücken muss, um sich per GPS zu den Rabeneltern zurückleiten zu lassen? Doch selbst das wird in vielleicht zehn Jahren antik wirken, wenn es nach Dresdner Leibniz-Forschern geht. Die nämlich wollen den Menschen der Zukunft mit einem sechsten Sinn für Magnetfelder versehen. Sprich: Ihre Gretel 3.0 muss nur noch die Hand auszustrecken, um die Feldlinien zu erspüren, die den Weg nach Hause weisen.

ILK-Mitarbeiter Klaudiusz Holeczek testet die aktive Schwingungsdämpfung.Foto: Jürgen Jeibmann / ECEMP, TU Dresden

Das schlaue Triebwerk denkt mit

Leichtbauer der TU Dresden weben intelligente Schwingungsdämpfer in Turbinenschaufeln Dresden, 28. September 2014: „Intelligente“ Werkstoff gelten als eine Schlüsseltechnologie, um Flugzeuge, Autos und andere komplexe Maschinen langlebiger und unfallsicherer zu machen: In diese Leichtbau-Materialien werden Sensoren und mechanische Wandler (Aktuatoren) eingewebt, die gefährliche Schwingungen zum Beispiel von Triebwerks-Schaufeln selbstregulierend ausgleichen. Ein entsprechendes Verfahren, die solche künstlichen „Nerven“ und „Muskeln“ in Kunststofffaser-Verbundwerkstoffe richtig platziert, hat nun ein Team um Professor Werner Hufenbach vom „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU Dresden vorgestellt.

Abb.: Airbus

Sachsen-Sensoren ziehen Strom aus Flugzeug-Rüttelei

Dresdner „Cool Silicon“-Experten setzen auf autarke Energieernte Dresden, 10. Februar 2014: Dresdner Elektronik- und Luftfahrtexperten haben zusammen mit europäischen Partnern Sensoren entwickeln, die sich ein Flugzeugleben lang selbst mit Strom versorgen und rechtzeitig Alarm schlagen sollen, bevor eine Tragfläche oder anderes Bauteil am Flieger bricht. Das teilte das Forschungsnetzwerk „Cool Silicon“ in Dresden mit. Die Sensoren sollen fest in die Flugzeuge einlaminiert werden und sich autark mit Strom aus Flugvibrationen versorgen.

Biegsame organische Photosensor-Folie. Abb.: Plastic Logic

„Sehende Haut“ für Mobiltelefone

Plastic Logic und ISORG stellen organisch gedruckte Photosensoren vor Cambdridge/Grenoble/Dresden, 6. Februar 2014: Apples neues iPhone 5s hat es mit seinem Finger-Scanner vorgemacht: Mobiltelefone, die nur benutzt werden können, wenn sie den Fingerabdruck ihres Besitzers spüren. Mit neuen organischen Fotosensor-Folien wollen Plastic Logic aus britischen Cambridge und ISORG aus dem französischen Grenoble noch einen Schritt weiter gehen.