Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sensor

ILK-Mitarbeiter Klaudiusz Holeczek testet die aktive Schwingungsdämpfung.Foto: Jürgen Jeibmann / ECEMP, TU Dresden

Das schlaue Triebwerk denkt mit

Leichtbauer der TU Dresden weben intelligente Schwingungsdämpfer in Turbinenschaufeln Dresden, 28. September 2014: „Intelligente“ Werkstoff gelten als eine Schlüsseltechnologie, um Flugzeuge, Autos und andere komplexe Maschinen langlebiger und unfallsicherer zu machen: In diese Leichtbau-Materialien werden Sensoren und mechanische Wandler (Aktuatoren) eingewebt, die gefährliche Schwingungen zum Beispiel von Triebwerks-Schaufeln selbstregulierend ausgleichen. Ein entsprechendes Verfahren, die solche künstlichen „Nerven“ und „Muskeln“ in Kunststofffaser-Verbundwerkstoffe richtig platziert, hat nun ein Team um Professor Werner Hufenbach vom „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU Dresden vorgestellt.

Abb.: Airbus

Sachsen-Sensoren ziehen Strom aus Flugzeug-Rüttelei

Dresdner „Cool Silicon“-Experten setzen auf autarke Energieernte Dresden, 10. Februar 2014: Dresdner Elektronik- und Luftfahrtexperten haben zusammen mit europäischen Partnern Sensoren entwickeln, die sich ein Flugzeugleben lang selbst mit Strom versorgen und rechtzeitig Alarm schlagen sollen, bevor eine Tragfläche oder anderes Bauteil am Flieger bricht. Das teilte das Forschungsnetzwerk „Cool Silicon“ in Dresden mit. Die Sensoren sollen fest in die Flugzeuge einlaminiert werden und sich autark mit Strom aus Flugvibrationen versorgen.

Biegsame organische Photosensor-Folie. Abb.: Plastic Logic

„Sehende Haut“ für Mobiltelefone

Plastic Logic und ISORG stellen organisch gedruckte Photosensoren vor Cambdridge/Grenoble/Dresden, 6. Februar 2014: Apples neues iPhone 5s hat es mit seinem Finger-Scanner vorgemacht: Mobiltelefone, die nur benutzt werden können, wenn sie den Fingerabdruck ihres Besitzers spüren. Mit neuen organischen Fotosensor-Folien wollen Plastic Logic aus britischen Cambridge und ISORG aus dem französischen Grenoble noch einen Schritt weiter gehen.

Biegsame Sensorfolien aus Dresden sollen Maschinen genauer machen

Dresden/Chemnitz, 2. September 2013: Werkstoffforscher aus Dresden und Chemnitz haben ultradünne biegsame Magnetfeld-Sensoren angefertigt, die unter anderem zu präziser arbeitenden Werkzeugmaschinen führen sollen. Das teilte das „Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung“ (IFW) Dresden mit, das die aus Polymeren und metallischen Dünnschichten bestehenden Sensorenfolien gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz entwickelt hatte.

Bosch eröffnet Mikrosensor-Designzentrum in Dresden

Dresden, 18. Juni 2013: Bosch Sensortec hat heute offiziell sein Spezialchip-Designzentrum in Dresden eröffnet. Die Bosch-Tochter will dort „Mikroelektro-mechanische Systeme“ (MEMS) und dazu passende kundenspezifische Schaltkreise (ASICs) entwickeln, wie sie für Auto-Motorsteuerungen, aber auch für Computertelefone, Tablettrechner und Spielekonsolen benötigt werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Infineon-Drucksensoren sollen Fußgänger bei Autounfällen besser schützen

Neubiberg/Frankfurt am Main, 20.6.2012: Infineon und Continental haben gemeinsam ein System entwickelt, dass Faußgänger vor schweren Verletzungen bewahren sollen, wenn sie von einem Auto angefahren werden. Dabei handelt es sich um einen Luftschlauch in der Stoßstange, der mit zwei Infineon-Drucksensoren aus dem Regensburger Werk gekoppelt ist. Registrieren die Sensoren einen Zusammenstoß, lösen sie binnen 40 Millisekunden ein Signal an Aktuatoren aus, die dann die Motorhaube anheben. Dies verschafft dem Fußgänger eine zusätzliche „Knautschzone“, die verhindern soll, dass er gegen den harten Motorblock stößt. Das System soll zunächst in Oberklasse-Autos eingesetzt werden.

„Im Westen gibt’s sowas nicht“

MPD baut Sensoren für Autozulieferer wie Kamera-Produzenten – und fühlt sich gut aufgehoben im sächsischen Hightech-Netzwerk 15 Jahre ist es nun her, da gründete das ZMD seine Chipmontage aus – mit zehn Leuten damals. Heute hat die „Microelectronic Packaging Dresden“ (MPD) 162 Mitarbeiter und gehört zu den angesagtesten Sensor-„Foundries“ in Europa. „Was wir hier anfertigen, ist in Fahrzeugen nahezu jeder europäischen Automobilmarke eingebaut“, sagt Johannes Gregor Zwinge und ist sichtlich stolz darauf.