Alle Artikel mit dem Schlagwort: OPV

Prof. Karl Leo leitet das "Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Material" (IAPP). Foto: Heiko Weckbrodt

Amerikaner zeichnen Dresdner Organik-Papst Leo aus

Oled-Experte der TU Dresden erhält als 1.  Deutscher den Jan-Rajchmann-Preis der SID Dresden, 12. April 2021. Professor Karl Leo von der TU Dresden bekommt den Jan-Rajchmann-Preis der US-amerikanischen „Society for Information Display“ (SID). Das hat die Dresdner Uni heute mitgeteilt. Damit erhalte der 60-jährige Physiker als erster deutscher Wissenschaftler diese Auszeichnung.

Dr, Hans Kleemann überprüft ein Ventil an einer Cluster-Anlage im IAP-Labor der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Organische Elektronik auf dem Weg in die Gigahertz-Liga

Dresdner TU-Professor Leo: Unsere Kohlenstoff-Elektronik wird nicht nur schnell sein, sondern auch biologisch abbaubar Dresden, 31. März 2021. Optoelektroniker und Physiker der TU Dresden arbeiten derzeit an einer neuen Generation organischer Elektronik. Dabei verfolgen die Teams verschiedene Lösungspfade. Einiger dieser Innovationen zielen auf besonders schnelle organische Steuerelektronik für aufrollbare Bildschirme. Andere sollen beispielsweise Fahrradreifen ermöglichen, die in der Dunkelheit chic leuchten. Auch extrem preiswerte Umweltsensoren und biologisch abbaubare medizinische Schaltkreise rücken nun in greifbare Nähe. Das hat Prof. Karl Leo mitgeteilt, der als Dresdner Organikelektronik-Papst gilt und an der TU das Institut für Angewandte Physik (IAP) und das “Dresden integrated center for applied physics  and photonic materials” (DC-IAPP) leitet. „Unsere Vision ist eine breit einsetzbare kohlenstoff-basierte Elektronik“, betont Karl Leo. „Eine Elektronik, die anders als die heutigen Siliziumhalbleiter auch bioverträglich und natürlich abbaubar ist.“

Flexible Elektronik - hier eine biegsame OLED-Leuchte - eröffnet Wege zu neuen Produktkonzepten. Foto: Fraunhofer-FEP Dresden

Organische Steuerelektronik der TU Dresden für rollbare Bildschirme

Physiker verschmelzen Oled und organische Steuerelektronik zu einem „OPB-LET“ Dresden, 2. März 2021. Hauchdünne Bildschirme, die sich aufrollen lassen wie ein Blatt Papier, rücken nun endlich in greifbare Nähe: Dr. Zhongbin Wu, Dr. Yuan Liu und Doktorandin Erjuan Guo von der TU Dresden haben nun nämlich eine rein organische Ansteuer-Elektronik für organische Leuchtdioden (Oleds) entwickelt. Dafür haben sie Oled und einen vertikal konstruierten organischen Transistor zu einem einzigen, hauchdünnen Bauelement vereint, einem „organischen permeablen Leucht-Basistransistor“ (OPB-LET). Das hat das Institut für Angewandte Physik (IAP) mitgeteilt.

Dem Team um Dr. Hans Kleemann ist es erstmals gelungen, leistungsfähige vertikale organische Transistoren mit doppelter Steuerelektrode zu entwickeln. Foto: IAPP

Vertikale Transistoren sollen organische Elektronik schneller machen

Lösung der TU Dresden mit Doppelelektrode soll lahme organische Schaltungen auf Trab bringen Dresden, 22. September 2022. Physiker der TU Dresden haben vermutlich einen wichtigen Durchbruch erzielt, um einen alten Nachteil organischer Elektronik endlich zu überwinden: Das Kollektiv um Dr. Hans Kleemann vom „Institut für angewandte Physik“ (IAP) der TU Dresden hat dafür vertikale organische Transistoren konstruiert, die sehr schnell schalten. Das geht aus einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor.

Prof. Karl Leo und Dr. Jan Blochwitz-Nimoth im "Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Material" (IAPP). Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Organikelektroniker schöpfen Hightech-Firmen in Serie

TU-Rektor: Gründungsfieber des Leo-Teams sollte Schule machen Dresden, 18. September 2019. Das Dresdner Zentrum für angewandte Physik und Photonik (IAPP) gehört zu den erfolgreichsten Instituten der TU Dresden – gemessen an Forschungsergebnissen, Ausgründen, Patenten und Preisen. „Das IAPP ist vorbildgebend“, belobigte Uni-Rektor Hans Müller-Steinhagen das Team rund um den Dresdner Organikelektronik-Papst Prof. Karl Leo während einer Feier am Dienstagabend zum 111. Jubiläum des Instituts. „Hier wird nicht nur Forschung im Elfenbeinturm betrieben, sondern auch immer gefragt: Was können wir aus unseren Erkenntnissen machen?“.

Helaitek-Chef Guido van Tartwijk (l.) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) starten am 20. August 2019 die Massenproduktion organischer Solarzellen in der erweiterten Heliatek-Fabrik in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Heliatek startet in Dresden Massenproduktion organischer Solarfolien

80 Millionen Euro teure Fabrik-Erweiterung geht offiziell in Betrieb Dresden, 20. August 2019. 13 Jahre nach der Ausgründung aus den Unis Dresden und Ulm steigt das Photovoltaik-Unternehmen „Heliatek“ nun endlich von der Pilot- auf die Massenproduktion organischer Solarzellen um. Der neue Geschäftsführer Guido van Tartwijk hat dafür heute eine 80 Millionen Euro teure Fabrikerweiterung an der Treidlerstraße in Dresden offiziell in Betrieb genommen – mit einem Schlag auf einen riesigen roten Knopf.

Die Heliatek-Fabrik Dresden kann durch ein spezielles Verfahren organsiche Solarfolien im Rolle-zu-Rolle-Betrieb herstellen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte Massenproduktion. Foto: Heliatek

Heliatek eröffnet vergrößerte Organiksolar-Fabrik in Dresden

„Helia-Fab“ soll bis eine Million qm leichte Solarenergie-Sammelfolien pro Jahr herstellen. Dresden, 20. Juni 2019. Nach mehreren Verzögerungen nimmt Heliatek seine vergrößerte Fabrik für organische Solarfolien in Dresden-Mickten im August 2019 in Betrieb. Das geht aus einer Ankündigung des Unternehmens hervor. Demnach erwarten die Heliatek-Manager den sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) als Politpromis zur offiziellen Einweihungsfeier.

Coool Case soll Ende 2019 eine eigens zu errichtende Miet-Fabrik im Gewerbegebiet Dresden-Reick beziehen. Der Komplex entsteht in Nachbarschaft zu Dresden-Elektronik und zum Holz-Rentsch auf dem Areal, das vom Bahndamm, vom Seidnitzer Weg und von der Enno-Heidebroek-Straße eingeschlossen wird. Foto: Heiko Weckbrodt

„Coool Case“ wechselt nach Dresden-Reick

Ehemalige PC-Fabrik von Robotron zieht erneut um Dresden, 26. Februar 2019. Der ehemalige PC-Hersteller „Coool Case“ zieht zum Jahresende 2019 in eine Mietfabrik nach Dresden-Reick um. Das hat „Coool Case“-Chef Christian Michel angekündigt, der den einstigen Robotron-Betrieb von der Schäfer-Gruppe übernommen und zum Elektronik-Spezialgehäuse-Hersteller umprofiliert hatte.

Guido van Tartwijk. Foto: Tridonic

Neuer Chef für Heliatek Dresden

Van Tartwijk soll Solarfirma zur Massenproduktion und aus den Verlusten führen Dresden, 9. November 2018. Der niederländische Manager und Physiker Guido van Tartwijk ist neuer Chef von Heliatek. Das hat heute das Dresdner Solarunternehmen mitgeteilt. Der 51-Jährige ist Nachfolger des Franzosen Thibaud Le Séguillon, der bis zum Juli 2018 Geschäftsführer von Heliatek war.

Oragnische Solarzellen an einer Fassade im Duisburger Hafen. Foto: Duisport

Duisburger Hafen mit organischen Stromsammlern beklebt

Heliatek Dresden liefert weltweit größte Installation dieser Art Duisburg/Dresden, 8. Oktober 2018. Der Duisburger Hafen sammelt Sonnenstrom mit organischen Solarfolien. Das hat das Dresdner Unternehmen „Heliatek“, das die 185 Quadratmeter Solarzellen hergestellt hat. Es handele sich um die weltweit größte Installation mit organischen Solarfolien, betonte das Unternehmen.

Vorsicht Laser! Im ELBE-Komplex des HZDR in Rossendorf herrschen strenge Sicherheitsbestimmungen. Foto: Heiko Weckbrodt, "Creative Commons"-Lizenz 3.0 (freie Nutzung unter Namensangabe)

TU-Laserexperten wollen Ausbeute organischer Solarzellen um ein Drittel erhöhen

Lichtverstärker sollen im Endlosbetrieb Stromsammler mit Nanomusters veredeln Dresden, 29. August 2018. Laser-Experten von der TU Dresden wollen mit einer speziellen Nanogravur erreichen, dass biegsame organische Solarzellen aus Dresden bald deutlich mehr Energieausbeute erreichen. Das hat um Prof. Andrés Lasagni angekündigt, der den Lehrstuhl für „Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung“ leitet. „Organische Photovoltaik kann damit etwa 37 Prozent effizienter werden“, schätzte Lasagni ein.

Biegsame organische Solarfolien von Heliatek Dresden sammln tagsüber genug Strom, um den sportplatz in Mixiko auszuleuchten. Foto: Leonardo Medina Ruiz; ENGIE

Solarfolie aus Dresden leuchtet Sportplatz in Mexiko aus

Dresden/Mexiko-Stadt, 2. Mai 2018. Der französische Energiekonzern „Engie“ hat biegsame organische Solarfolien aus Dresden auf einem Sportplatz bei Mexiko-Stadt verbaut. Darauf hat Hersteller Heliatek hingewiesen. Unter dem Motto „Solar Graffiti“ sei aus einem dunklen Platz, der nachts gemieden wurde, ein beliebter Abendtreff für junge Anwohner geworden.

Thibaud Le Séguillon ist der Chef von Heliatek Dresden. Foto: André Wirsig für die Heliatek GmbH

Heliatek Dresden geht 2020 an die Börse

Unternehmen will mit Erlös weltweit zehn Fabriken für organische Elektronik bauen   Dresden, 14. März 2018. Heliatek Dresden gilt als weltweiter Technologieführer für organische Solarzellen. Anders als klassische Photovoltaik-Paneele aus Silizium sind diese Solarfolien sehr leicht, bei Bedarf auch biegsam und transparent. Und sie funktionieren selbst im Halbschatten und auf nahezu jeder Oberfläche. Trotz dieser faszinierenden Technologie macht die Ausgründung der Unis Dresden und Ulm allerdings zwölf Jahre nach dem Start immer noch keine Gewinne. Der Schritt von der Kleinserie zur Massenproduktion ist anscheinend schwieriger als zunächst gedacht. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat Heliatek-Chef Thibaud Le Séguillon befragt, woran das liegt, wie sich das Unternehmen frisches Geld besorgen will und wie es dann weitergeht. Seit etwa drei Jahren testen Sie weltweit Pilotanwendungen für organische Solarzellen. Wird es nicht langsam Zeit, etwas davon in die Serienproduktion zu überführen? Thibaud Le Séguillon: In Frankreich haben Installateure im November auf einer Schule 500 Quadratmeter unserer Solarfolien verlegt – das war so einfach wie einen Teppich auszurollen. Das zeigt: Wir haben hier ein Hightech-Produkt, das ganz einfach und schnell zu …

Die Physikerin Dr. Selina Olthof hatte ab 2006 bei Professor Karl Leo an der TU Dresden promoviert. Nun ist die gebürtige Stuttgarterin für ein Semester als Gastprofessorin nach Dresden zurückgekehrt - und arbeitet im neuen Krone-Bau der Photophysiker. Foto: Heiko Weckbrodt

Professorin mit Inbusschlüssel

An der TU Dresden will die Forscherin Olthof den Studentinnen beweisen: Naturwissenschaft macht Spaß Dresden, 2. Februar 2018. Dr. Selina Olthof will ein Vorbild für junge Naturwissenschaftlerinnen sein – und ist deshalb als Gast-Professorin für ein Semester von Köln an die TU Dresden gewechselt. Die 36-jährige Physikerin forscht und lehrt seit Jahresbeginn im Institut für Photophysik und im Elektronikzentrum cfaed. Im Zuge des Eleonore-Treffz-Programms versucht die gebürtige Stuttgarterin jungen Frauen klarzumachen: Eine naturwissenschaftliche Laufbahn ist interessant und lohnenswert. Im Interview mit Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt erzählt sie, auf welch kosmischen Umwegen sie selbst zur Physik kam und was sie am liebsten macht. So viel sei schon verraten: Sie hofft, mit sogenannten Perowskit-Materialien die Vorteile organischer und die klassischer Elektronik verbinden zu können. Warum Physik? Selina Olthof: Anfangs hat mich Physik gar nicht interessiert. Ich hatte das Fach in der Oberstufe sogar abgewählt. Aber dann begann ich mich für Astronomie zu interessieren, für ferne Sterne. Einigermaßen schockiert habe ich dann festgestellt, dass man Astro gar nicht studieren kann, der Weg dahin über ein Physik-Studium führt. Da habe …