Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fraunhofer

Joseph von Fraunhofer. Abb.: FHG

Abb.: FHG

Der Münchner Forscher Joseph von Fraunhofer (1787-1826) war ein Pionier der Feinoptik. Nach ihm ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit Hauptsitz in München benannt, die sich auf die anwendungs- und industrienahe Forschung konzentriert. Sie hat derzeit (Stand 2014) rund 22.000 Mitarbeiter in 66 Instituten und Forschungseinrichtungen.

Die Entwickler vom Fraunhofer-Institut FEP in Dresden schmelzen organische Farb-Mikrobildshcirme mit dem elektronenstrahl. Foto: Fraunhofer FEP

Fraunhofer Dresden schneidert mit E-Strahlen organische Farbbildschirme

Mini-Displays sollen für leichtere und brillantere Datenbrillen sorgen Dresden, 6. August 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen Weg gefunden, besonders brillante Mini-Farbbildschirme aus organischen Materialien mit Elektronenkanonen zu erzeugen. Vor allem für leichtere Datenbrillen, digitale Medizintechnik und elektronisch aufgerüstete Textilien wären solche dünnen und leistungsstarken Displays sinnvoll einsetzbar, schätzten die Forscher des „Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) aus Dresden ein.

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

Höllischer Schub fürs Elektroauto

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden entwickeln Schwefel-Batterien für mehr Reichweite Dresden, 27. Juli 2018. Um Elektroautos mehr Reichweite und Raumschiffen mehr elektrische Lebenszeit zu geben, setzen sächsische Fraunhofer-Forscher auf Schwefel. Genauer gesagt: Die Ingenieure am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben besonders leistungsstarke Batterien aus den Elementen Lithium und Schwefel entwickelt, außerdem besonders preiswerte Energiespeicher aus Natrium und Schwefel. Einige davon kommen in der Raumfahrt zum Einsatz, um Satelliten, die sehr lange im lichtlosen Erdschatten umhergondeln, den Energietod zu ersparen.

Innenansicht der neuen E-VITA-Anlage mit Blick auf die Elektronenquellen des Fraunhofer FEP Foto: Fraunhofer FEP

Bauern beschießen Saatkorn mit Dresdner Elektronenkanonen

Zweite E-Vita-Anlage fährt vor Herbstaussaat in Güstrow hoch Dresden/Güstrow, 4. Juli 2018. Bauern aus Meck-Pomm schwören auf Elektronen-Kanonen aus Dresden: Die Ceravis AG aus Güstrow hat im Vorfeld der Herbstaussaat 2018 eine zweite leistungsfähige „E-Vita“-Anlage in Betrieb genommen. Anstatt Saatgut chemisch zu behandeln, bestrahlen diese Anlagen das Korn mit Niedrigenergie-Elektronen, um es von Schädlingen, Bakterien und Viren zu befreien. Das teilte das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden mit, das die Technologie dahinter gemeinsam mit der Ceravis AG entwickelt hatte.

Ein Mitarbeiter misst Gewicht und Dicke von Batterie-Elektroden im Fraunhofer-Laserinstitut IWS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen soll energietechnologisch in die Top 3

Masterplan: Sächsische Energieforschung ist in einigen Sektoren Spitze, Leuchttürme und Transfererfolge gibt es aber noch zu wenige Dresden, 3. Juli 2018. Sachsen hat eine gute und breit gefächerte Energieforschung an den Unis, in den Fraunhofer- und anderen Instituten. Auch sind hier mit der Mikroelektronik und der Autobranche zwei wichtige Schlüsselindustrien als Zulieferer und Abnehmer für Energietechnologie-Produkte angesiedelt. Allerdings tut sich die kleinteilige sächsische Wirtschaft oft zu schwer, gute Energieforschungs-Ergebnisse in Produkte umzuwandeln. Auch gibt es im Freistaat kaum Leuchttürme der Energietechnik, sieht man von wenigen Ausnahmen wie der Daimler-Batteriefabrik in Kamenz ab: Es fehlen beispielsweise richtig große Batteriezell-Fabriken oder Brennstoffzellen-Werke, die neue Entwicklungen schnell marktreif machen könnten. Das geht aus einem „Masterplan Energieforschung in Sachsen“ hervor, den die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) heute im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresdenvorgelegt haben.

Auch an den Dresdner Fraunhofer-Instituten arbeiten Spezialisten an organischer Elektronik - hier im Foto zeigt eine Reinraum-Arbeiterin dünne Trägermaterialien für organische organische Schichten am Fraunhofer-Institut FEP in Dresden. Foto: Jürgen Lösel, Fraunhofer-FEP

Fraunhofer ist Innovationstreiber für Sachsen

MP Kretschmer:Institute haben sehr zum Wirtschaftsaufschwung nach der Wende beigetragen Dresden, 27. Juni 2018. Die starke Präsenz von Fraunhofer-Instituten in Sachsen hat erheblich zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung im Freistaat nach der Wende beigetragen und ist ein Innovationstreiber für das Land. Das hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einem Festkolloquiums der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin eingeschätzt. „Diese Forschungsinfrastruktur hat großen Anteil an der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung Sachsens. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und beflügelt Ausgründungen und Start-ups.“

Prof. Gianauerlio Cuniberti von der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Fraunhofer-Zentrum für Produktion und neue Werkstoffe in Sachsen

Ingenieure möchten Exzellenz-Grundlagenforschung der TU Dresden in kommerzielle Produkte überführen Dresden, 20. Juni 2018. In Dresden entsteht ein weiteres Fraunhofer-Leistungszentrum. Im Fokus steht dabei die Verbindung aus neuartigen Werkstoffen und digitalisierter Produktion. Die Ingenieure sollen dort unter anderem austesten, wie sich selbstwandelnde Materialien wirtschaftlich produzieren lassen – zum Beispiel Prothesen, die ein Patienten-Leben lang nachwachsen, oder unfalldämpfende Autokarosserien.

Prof. Hubert Lakner leitet das Fraunhofer-Photonik-Institut IPMS in Dresden,. zu dem seitr 2012 auch das CNT gehört. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer rüstet CNT Dresden für 40 Millionen Euro auf

„Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ finanziert neue Anlagen Dresden, 13. Juni 2018. Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert bis zum Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in das Nanoelektronik-Zentrum CNT in Dresden. Das hat Professor Hubert Lakner angekündigt, der das CNT-Mutterinstitut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) leitet. „Es geht aufwärts im CNT“, kommentierte er diese Weichenstellung, die nur scheinbar selbstverständlich ist: Nach der Qimonda-Pleite hatte das Nanoelektronikzentrum von Fraunhofer kurz vor dem Aus gestanden.

Thomas Heinle, Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Dr. Peter Schneider, Leiter des Fraunhofer-Institutsteils EAS, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS (von links nach rechts) klopfen auf den Grundsteinen herum. Foto: Oliver Killig, Fraunhofer IIS/EAS,

Baustart für Fraunhofer-Neubau in Dresden

Institutsteil EAS erhält neue Gebäude am TU-Campus Dresden, 1. Juni 2018. Für die Elektronik-Forscher des Fraunhofer-Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) entsteht nahe am Campus der TU Dresden ein fünfgeschossiger Neubau. Den Grundstein haben heute Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer und weitere Wissenschaftler und Politiker haben für den 25 Millionen Euro teuren Fünfgeschosser den Grundstein an der Münchner Straße gelegt.

Teil des Resist-Frühwarnsystems: Sensor zur Funktionsüberwachung einer Schaltung. Foto: Fraunhofer IIS/EAS

Bordelektronik erkennt eigene Altersschwäche

Resist-Programm soll Bauelemente in Autos und Flugzeugen ausfallsicherer machen Dresden, 15. Mai 2018. Moderne Autos und Flugzeuge enthalten immer mehr Elektronik, an deren Zuverlässigkeit Menschenleben hängen – man denke nur an den Trend zum autonomen Fahren. Diese Bordelektronik soll in Zukunft nicht nur zehn bis 15 Jahre lang garantiert halten, sondern mehr als doppelt so lange: 25 bis 35 Jahre. Um dies zu erreichen, hat ein internationales Konsortium „Resist“ aus Instituten und Technologiefirmen nun besonders ausfallsichere Elektronik entwickelt. Die Computerchips und Bauelemente überwachen nun zum die eigene Alterung, erkennen ein drohendes Versagen und sollen selbst bei Teilausfällen noch weiter ihre Grundfunktionen aufrecht erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (IIS-EAS) aus Dresden hervor, das die Entwicklungsarbeiten in Deutschland koordiniert hatte.

Die VW-Manufaktur Dresden testet das lechtende Leitsystem "Pick-by-Local-Light" für Lagerarbeiter. Das PbLL führt den Mitarbeiter visuell durch den Kommissionierungsprozess und zeigt auf einem Display die zu entnehmende Menge an. Foto: Volkswagen

Leuchtend ist der Pfad des Lageristen

VW-Manufaktur Dresden und Fraunhofer zeigen vernetztes Lagerleitsystem zur Hannovermesse Dresden/Hannover/Erlangen, 23. April 2018. Damit Lagerarbeiter doppelt so schnell wie bisher Ersatzteile, Werkzeuge und dergleichen in Regalen finden, haben Fraunhofer- und Volkswagen-Ingenieure in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden ein leuchtendes neues Leitsystem „Pick-by-Local-Light“ (PbLL) installiert. Dabei zeigen Leuchtdioden an den Regalen den Suchenden an, wenn sie sich der richtigen Lagerbox nähern. „Erste Tests haben gezeigt, dass Aufträge durch das neue System doppelt so schnell abgearbeitet werden können“, schätzten die Entwickler vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen ein.

Prof. Christoph Leyens. Foto: Fraunhofer IWS Dresden / Martin Förster

Leyens leitet Fraunhofer-Institut IWS Dresden

Experte für 3D-Druck löst Laser-Forscher Beyer ab Dresden, 29. Januar 2018. Christoph Leyens ist der neue geschäftsführende Leiter im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden. Der 50-jährige Werkstoffwissenschaftler  tritt die Nachfolge des 66-jährigen Laser-Experten und Physikers Prof. Eckhard Beyer an, der das Institut 20 Jahre lang geführt hatte. Das hat das IWS heute mitgeteilt. Beyer bleibe aber Mitglied der Institutsführung.

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin kontrolliert im Reinraum des Dresdner Photonik-Institut, der für 45 Millionen Euro modernisiert werden soll. Abb.: IPMS

Fraunhofer will Institutscampus Dresden-Nord weiter ausbauen

IPMS-Chef Lakner plant ein Transferzentrum für Mikroelektronik und avisiert 300 neue Jobs in naher Zukunft Dresden, 29. Januar 2018. Die Fraunhofer-Forscher wollen ihren Instituts-Standort im Dresdner Norden in den kommenden Jahren ausbauen und breiter profilieren. „Perspektivisch kann ich mir gut vorstellen, dass wir hier von rund 500 auf etwa 800 Mitarbeiter zulegen“, prognostizierte Prof. Hubert Lakner, der mit dem Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) die größte Fraunhofer-Einrichtung an der Maria-Reiche-Straße leitet. Auch gebe es erste Ideen, weitere, bisher kaum genutzte Grundstücke ringsum zu erschließen, um zum Beispiel ein Schulungs-, Tagungs- und Gründerzentrum für die Elektronik-Aktivitäten der Fraunhofer-Ingenieure zu errichten.

Professor Matthias Klinger vom Fraunhofer-IVI in Dresden. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer-Verkehrsinstitut IVI expandiert in Dresden

Nach EAS-Auszug wollen Verkehrsforscher weitere Millionen an der Zeunerstraße investieren Dresden, 25. Januar 2018. Wenn der Fraunhofer-Institutsteil für die Entwicklung Adaptiver Systeme (EAS) in rund zwei Jahren in einen Neubau an der Münchner Straße umzieht, wird dies auch am alten EAS-Standort an der Zeunerstraße weitere Millionen-Investitionen nach sich ziehen. Das benachbarte Fraunhofer- Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) wird dann nämlich in die EAS-Altbauten expandieren. Das hat IVI-Chef Prof. Matthias Klingner angekündigt. In den nächsten fünf Jahren soll sein Institut dadurch von derzeit 120 auf dann 170 bis 180 Mitarbeiter wachsen.

Die Taktilen Systeme der Zukunft sollen hochzuverlässig und extrem schnell funktionieren. Hier ein Wafertest bei Globalfoundries. Foto: Globalfoundries Dresden

Fraunhofer baut für 25 Millionen Euro neuen EAS-Komplex in Dresden

Neubau für Schlüsseltechnologie-Forschung entsteht an Münchner Straße Dresden, 25. Januar 2018. Die Dresdner Fraunhofer-Forscher vom Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme (IIS-EAS), die bisher in Altbauten an der Zeunerstraße arbeiten, bekommen ein neues Hauptquartier am Uni-Campus: An der Ecke von Münchner und Bayreuther Straße entsteht ab dem Frühjahr 2018 ein Komplex mit Büros, Laboren und Testeinrichtungen für Automobilelektronik, Industriefunk, Automatisierungstechnik, intelligente Sensoren und weitere Forschungsfelder. In die Investitionskosten von rund 25 Millionen Euro teilen sich der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (Efre), der Bund und der Freistaat Sachsen hinein. 2020 werden die zirka 150 Mitarbeiter und studentischen Hilfskräfte des EAS in den neuen Komplex umziehen.

Die Prototypen-Fahrplattform der TU Dresden für den Elwobot. Von Partnern und Kunden um Sensoren und Aufbauten ergänzt, soll dieses Chassis als Basis für autonom agierende künstliche Erntehelfer dienen. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer erprobt Landwirtschaft 4.0 in Portugal

Gemeinschaftsprojekt „Präzisionslandwirtschaft“ mit Uni Porto gestartet Porto/Dresden, 11. Dezember 2017. In der künftigen „Landwirtschaft 4.0“ werden Satelliten, Smartphones und künstliche Drohnen eine mindestens ebenso große Rolle spielen wie Pflug, Traktor und Mähdrescher: Unzählige Sensoren vernetzter Ernterobotern und fliegender Vehikel sollen Umweltdaten sammeln, Schädlinge aufspüren und Wachstumsprobleme sichtbar machen. Die tauschen sie dann untereinander aus und liefern dem Bauern vor Ort Entscheidungsvorschläge für eine umweltbewusste und gleichzeitig effiziente Ernte. So etwa könnte die „Präzisionslandwirtschaft“ aussehen, die das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und weitere Fraunhofer-Einrichtungen gemeinsam mit der Uni Porto und dem Center for Assistive Information and Communication Solutions (AICOS) in den nächsten Jahren in Portugal erproben wollen.