Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fraunhofer

Joseph von Fraunhofer. Abb.: FHG

Abb.: FHG

Der Münchner Forscher Joseph von Fraunhofer (1787-1826) war ein Pionier der Feinoptik. Nach ihm ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit Hauptsitz in München benannt, die sich auf die anwendungs- und industrienahe Forschung konzentriert. Sie hat derzeit (Stand 2014) rund 22.000 Mitarbeiter in 66 Instituten und Forschungseinrichtungen.

Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) zeigt ein Radarglas-Muster. Foto: Heiko Weckbrodt

Ingenieurinnen aus Dresden entwickeln Radarglas für autonome Autos

Fraunhofer-Institut FEP: Abstandsmesser und Hindernis-Erkenner lassen sich nun in Scheinwerfer integrieren Dresden, 12. Oktober 2020. Fraunhofer-Forscherinnen aus Dresden haben gemeinsam mit Instituten aus Aachen neuartige Radargläser für die autonom fahrenden Autos der Zukunft entwickeln. Durch diese Technik wird Platz gewonnen, um direkt an Scheinwerfern mehr Sensoren einzubauen, mit denen sich Fahrzeugcomputer im Straßenverkehr orientieren und Unfälle vermeiden können. „Als nächstes gehen wir damit in den Feldversuch“, kündigte Dr. Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) in Dresden an. Sie rechnet mit einem hohen Interesse aus der Automobil-Zulieferindustrie.

Prof. Dr.-Ing. Martin Dix. Foto: Fraunhofer-IWU

Dix leitet Fraunhofer-Produktionsinstitut IWU in Chemnitz

Chemnitz, 9. Oktober 2020. Das „Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU) in Chemnitz hat einen neuen Leiter: Der Maschinenbau-Experte Prof. Martin Dix leitet ab sofort gemeinsam mit Prof. Welf-Guntram Drossel und Prof. Dr.-Ing. Reinhard Mauermann das auf Produktionsprozesse spezialisierte Institut führen. Das haben die Fraunhofer-Gesellschaft und die Technische Universität Chemnitz mitgeteilt.

Batterieteststand bei Fraunhofer Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer Dresden forscht in Thüringen an langlebigen Auto-Akkus

Keramikinstitut startet erstes Projekt im neuen Batteriezentrum am Erfurter Kreuz Dresden/Erfurt, 9. Oktober 2020. Um Autoakkus mit längerer Lebensdauer zu entwickeln, hat das neue „Batterie-Innovations- und Technologie-Center“ (BITC) am Erfurter Kreuz ein neues Forschungsprojekt „BattLife“ gestartet. Dies geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden hervor, das das BITC im Juli 2020 gegründet hatte.

Die wasserstoffbasierte Direktreduktion ist eine Schlüsseltechnologie für die CO2-freie Rohstahlproduktion - zu diesem Schluss sind die Fraunhofer-Forscher in ihrer Macor-Studie gekommen. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer Dresden will Millionen Tonnen CO2 in Stahlindustrie einsparen

Künftig soll Wasserstoff statt Koks das Eisenerz zu Stahl reduzieren Dresden, 29. September 2020. Das Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS in Dresden arbeitet gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an Verfahren, die die Umweltbilanz der deutschen Stahlwerke drastisch verbessern sollen: Statt mit Koks wollen sie künftig mit Hilfe von Wasserstoff das Eisenerz zu Rohstahl reduzieren, also damit dem Eisenoxid den Sauerstoff entziehen. Durch diese „Direktreduktion“ wäre es möglich, bis zu 95 Prozent des Kohlendioxids zu sparen, das sonst als Nebenprodukt dieses chemischen Prozesses entsteht – immerhin acht Millionen Tonnen pro Jahr allein in Deutschland. Das hat IKTS-Forscher Dr. Matthias Jahn eingeschätzt. Allerdings gehe die ökologische Rechnung nur auf, wenn der eingesetzte Wasserstoff nicht mit Kohlestrom aus Wasser abgespalten werde, sondern durch Sonnen- oder Windstrom in besonders effizienten Hochtemperatur-Elektrolyseanlagen.

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Drohnenforschung in Kamenz

Fraunhofer Dresden beteiligt sich an Zentrum für autonomes Fliegen Kamenz, 27. September 2020. Um die Zukunft des Fliegens auszuloten, entsteht auf dem Verkehrslandeplatz in Kamenz ein „Kompetenzzentrum autonomes und elektrisches Fliegen“. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) aus Dresden hervor, das zu den Gründungsmitgliedern des neuen Drohnen-Forschungszentrums gehört.

Simulations-Experten bereiten in virtuellen Fabriken den Einsatz von Robotern vor. Foto: ISG

Roboterfirma „Coboworx“ wechselt nach Dresden

Mit „digitalen Zwillingen“ wollen die Trierer mit Fraunhofer in Sachsen den Masseneinsatz kooperativer Roboter vorbereiten. Dresden, 4. August 2020. Die sächsische Landeshauptstadt profiliert sich derzeit als neuer aufstrebender Robotik-Standort. Und dieser Ruf hat nun auch zu einer Ansiedlung geführt: Die Roboter-Softwarefirma „Coboworx“ aus Trier ist deshalb ins Herz der Technologieregion „Silicon Saxony“ umgezogen. „Das technologische Umfeld und die wissenschaftliche Infrastruktur hier passen zu uns“, erklärte Coboworx-Mitgründer Olaf Gehrels. „Die Schnelligkeit und Interdisziplinarität in Dresden haben uns überzeugt.“

Dr. Lindemann leitet die neue Forschungsgruppe für "weichmagnetische Werkstoffe" am Fraunhofer-IFAM in Dresden. Sie setzt dort auch Anlagen für die additive Fertigung ein. Foto: Fraunhofer-IFAM Dresden

Fraunhofer Dresden arbeitet an Magneten aus dem 3D-Drucker

Neue Forschungsabteilung arbeitet an Spezialwerkstoffen für Magnetkerne und sparsame E-Motoren Dresden, 29. Juli 2020. Fraunhofer Dresden arbeitet nun an neuen Werkstoffen, die dafür sorgen sollen, dass Auto-Elektromotoren, Lautsprecher und andere elektromagnetische Geräte und Maschinen künftig weniger Strom verplempern. Dafür baut das „Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung“ (Ifam) nun eine Forschungsabteilung „Weichmagnetische Werkstoffe“ auf. Als Chefin der neuen Gruppe hat das Institut Dr. Inge Lindemann angeworben, die unter anderem auf Pulvermetallurgie und industrielle 3D-Drucker spezialisiert ist.

Geschäftsführer Ralf Hock von "Industrie-Partner GmbH" (IP) aus Coswig führt im Juli 2020 in den Universellen Werken Dresden den neuen "Robo-Operator" vor, den IP gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IWU Dresden entwickelt hat. Die Roboterzelle dockt sich an Maschinen an, die sonst von Menschen bedient werden, und übernimmt vorübergehend vollautomatisiert deren Arbeit. Foto: Heiko WeckbrodtGeschäftsführer Ralf Hock von "Industrie-Partner GmbH" (IP) aus Coswig führt im Juli 2020 in den Universellen Werken Dresden den neuen "Robo-Operator" vor, den IP gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IWU Dresden entwickelt hat. Die Roboterzelle dockt sich an Maschinen an, die sonst von Menschen bedient werden, und übernimmt vorübergehend vollautomatisiert deren Arbeit. Foto: Heiko Weckbrodt

Neuer Robo-Operator aus Coswig rackert die Nächte durch

IP und Fraunhofer Dresden haben einen künstlichen Leiharbeiter entwickelt, der für fehlende Facharbeiter einspringt Coswig/Dresden, 29. Juli 2020. Ein mittelständischer Metallbauer bekommt plötzlich einen lukrativen Großauftrag von einem Branchenriesen. Bedingung: Die Gehäuse müssen spätestens nächste Woche geliefert werden. Was aber tun, wenn kein Stanzer und kein Dreher aus der Belegschaft Lust auf zusätzliche Nachtschichten hat? Eine robotische Lösung für solche Szenarien, die in der „Industrie 4.0“-Ära immer häufiger eintreten, hat nun der Sondermaschinenbauer „Industriepartner“ (IP) aus Coswig zusammen mit Fraunhofer Dresden ersonnen: Die Ingenieure haben gemeinsam einen „Robo-Operator“ entwickelt, der wie ein künstlicher Leiharbeiter für menschliche Kollegen auf die Schnelle einspringt.

Aus dem industrielle 3D-Drucker, der Metall mit Elektronenstrahlen aufschmelzen kann: ein Kupfer-Kühlkörper. Foto: Fraunhofer-Ifam Dresden

Millionenzuschuss für Fraunhofer Dresden

IFAM-Ingenieure wollen 3D-Druck mit Metallen und Wasserstoff-Technologien voranbringen. Dresden, 17. Juni 2020. Damit Fraunhofer in Dresden neue Werkstoffe und Produktionstechnologien für die Wirtschaft entwickeln kann, bekommen die Forscher vier Millionen Euro Investitionshilfe vom Freistaat. Das hat heute das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt.

Dr. Michaela Gedan-Smolka zeigt im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden ein Bauteil, mit dem die Forscher ihre neue Pulverlackierung für die Autoindustrie demonstriert haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Turbo-Lackierung für Autos

Neue Pulverrezepte aus Dresden und Stuttgart: Autoteile bekommen unter unsichtbarer Sonne ihre Farbe Dresden/Stuttgart, 16. Juni 2020. Autobauteile sollen in Zukunft schneller Farbe bekommen – allerdings nicht wie ein menschlicher Urlauber unter der Sonne des Südens, sondern unter einer unsichtbaren Infrarotsonne. Dafür haben Leibniz- und Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Stuttgart neuartige Pulverlacke entwickelt, die den ganzen Lackierungsprozess weit schneller und billiger machen sollen als heutige Verfahren. Zudem ist es damit möglich, zuerst die Stahlbleche zu lackieren, bevor sie zu komplizierten 3D-Strukturen umgeformt werden – und nicht erst aufwendig hinterher. „Mit unserer Lösung bricht der Lack einfach nicht beim Umformen“, betonte Dr. Michaela Gedan-Smolka vom Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden.

Das additive Verfahren "Laserstrahlschmelzen" kommt beim 3D-Druck zum Einsatz. Foto: Fraunhofer IWU

Fraunhofer Dresden pflanzt Kopierschutz per 3D-Druck in Bauteile ein

Forscher erzeugen 3D-Codes im Innern von Prothesen und anderen Komponenten Dresden., 2. Juni 2020. Fraunhofer-Forscher aus Dresden wollen Industriespionen und Produktpiraten das Leben schwer machen: Beim 3D-Druck von Bauteilen pflanzen sie ins Inner der Bauteile versteckte räumliche Codes ein. Die können dann später durch Ultraschall, Röntgen oder Wirbelströme ausgelesen werden, um beispielsweise Komponenten „Made in Germany“ von billigen Fälschungen zu unterscheiden. Das hat die Dresdner Außenstelle des „Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

5 Millionen für Batterieforschung in Dresden

„Sax-Batt“ plant Pilotlinie für innovative Festkörper-Akkus bei Fraunhofer Dresden Dresden, 22. Mai 2020. In Sachsen entsteht mit „Sax-Batt“ ein neues Netzwerk für die Energiespeicher-Forschung. Das hat das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt. Herzstück ist das Projekt „Sax-Batt-Empower“, für das der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages nun fünf Millionen Euro bewilligt hat. Mit dem Geld will das federführende Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS unter anderem eine Pilot-Produktionslinie für innovative Festkörper-Batterien in Dresden aufbauen und in Freiberg Anlagen für die automatisierte Wiederverwertung ausgedienter Batterien installieren.

Vor allem für schnelle Motorräder - hier beispielhaft eine BMW S1000RR - werden heute oft metallbasierte Sinterbremsen eingesetzt. Statt aus Kupfer sollen die künftig aus Eisen gemacht werden. Foto: BMW

Fraunhofer Dresden arbeitet an Öko-Bremsen

Sachsen und Dänen wollen Kupfer durch gebackenen Eisenteig ersetzen Dresden/Svendborg, 14. Mai 2020. Sächsische Fraunhofer-Materialforscher entwickeln derzeit gemeinsam mit dänischen Ingenieure neuartige, besonders leistungsfähige und doch umweltschonende Bremsbeläge für Motorräder. Das hat das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Ifam) Dresden mitgeteilt.

Bespielte Congas. Thermographie: Heribert Schindler und Fraunhofer-IFAM Dresden

Fraunhofer Dresden macht Hitze der Musik sichtbar

Die Berliner Philharmoniker machen im Konzert ihre Instrumente ordentlich heiß, haben Material-Forscher mit ihren Infrarot-Kameras herausgefunden Dresden/Berlin, 22. April 2020. Wenn die Corona-Viren schon die Menschen abhalten, in schicker Garderobe ins Konzert zu gehen und die akustischen Schwingungen aus dem Orchester am eigenen Leibe zu spüren, muss eben Technologie für ungewöhnliche musisch-energetische Einblicke sorgen. Deshalb haben sich die Berliner Philharmoniker und Dresdner Fraunhofer-Experten bei einem gemeinsamen Sonntags-Kaffee zu einer heißen Serie verabredet: Die Musiker spielen und die Wissenschaftler visualisieren die thermische Inbrunst, mit der die Philharmoniker ihre Violinen, Posaunen und anderen Instrumente im Konzert beherrschen.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden hat für den Kampf gegen Corona ein Gesichtsschild entwickelt, der mit Lasern rasch und in einem Zuge aus einer Folien herausgeschnitten werden kann. Foto: IWS Dresden

Fraunhofer-Turbo für Corona-Visiere

Dresdner IWS-Forscher entwickeln Laserschnittmuster, um Gesichtsschilde ohne langsamen 3D-Druck in Massen zu produzieren. Dresden, 8. April 2020. Institute, Technologiefirmen und andere Engagierte haben zwar binnen weniger Tage mit 3D-Druckern und Laser-Schneidanlagen eine eigene Dresdner Produktion von Gesichtsvisieren aufgebaut, damit sich Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger in der Corona-Krise besser schützen können. Allerdings ist diese Produktionsmethode recht zähe: Jedes im 3D-Drucker erzeugte Bauteil braucht im Schnitt über eine Stunde, bis es fertig ist. Nun verpasst Fraunhofer Dresden der Gesichtsschild-Produktion einen Profi-Turbo.