Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fraunhofer

Joseph von Fraunhofer. Abb.: FHG

Abb.: FHG

Der Münchner Forscher Joseph von Fraunhofer (1787-1826) war ein Pionier der Feinoptik. Nach ihm ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit Hauptsitz in München benannt, die sich auf die anwendungs- und industrienahe Forschung konzentriert. Sie hat derzeit (Stand 2014) rund 22.000 Mitarbeiter in 66 Instituten und Forschungseinrichtungen.

Multiorgan-Chip mit Pumpen und Ventilen (kleine rote Punkte) sowie den Kammern für Organe, Gewebe, Blut und Wirkstoffe. Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Der wahre Tierfreund ist ein Multiorgan-Chip

Mikrosystem von Fraunhofer Dresden soll viele Tierversuche überflüssig machen Dresden, 17. Oktober 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen sogenannten „Multiorgan-Chip“ entwickelt. Dieses nun in Brüssel mit einem „EARTO Innovation Award“ ausgezeichnete Mikrosystem aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden simuliert den Blutkreislauf und die Organe von Tieren oder Menschen.

Dr. Roman Tkachov begutachtet an einem Dispensdrucker im Fraunhofer IWS Dresden eine Folie, die er mit zwei verschiedenen leitenden Polymeren bedruckt hat. »PEDOT:PSS« ist ein Polymer mit positiven Ladungsträgern (»p-leitend«), während »Poly(Kx[Ni-itto])« negative Ladungsträger transportiert (»n-leitend«). Dies zeigt auch: Die Polymere des IWS lassen sich mit Standard-Techniken wie Druckern oder Rotationsbeschichtung verarbeiten. Foto: Fraunhofer-IWS Dresden

Winzige Energiesammler

Fraunhofer Dresden entwickelt leitfähige Polymertinte für kleine thermoelektrische Generatoren Dresden, 11. Oktober 2018. Das „Internet der Dinge“ gewinnt in der Wirtschaft bereits Gestalt: In der Landwirtschaft überwachen Sensoren den Reifegrad von Weintrauben und Äpfeln, in Fabriken kontrollieren sie jeden einzelnen Fertigungsschritt. Keiner aber hat Zeit, Geld und Personal genug, um Stromleitungen durch die Felder zu legen oder ständig Leute loszuschicken, um Ackersensoren immer wieder mit neuen Batterien zu bestücken. Sprich: Diese künstlichen Augen müssen sich autark mit Strom versorgen: Durch biegsame organische Solarzellen oder durch winzige thermoelektrische Generatoren, die aus Wärme Strom machen. Experten vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben nun neue Materialien entwickelt, mit denen die Ausbeute solcher Kleinstgeneratoren deutlich steigen könnte.

Tüfteln an besseren Lebensmittel-Verpackungen: die Dresdner IVV-Forscher. Foto: Fraunhofer IVV

Knappe Million Euro für Fraunhofer-Lebensmittelingenieure in Dresden

Bund fördert Entwicklung automatischer Reinigungssensoren Dresden, 10. Oktober 2018. Immer mehr Geschmacksrichtungen wollen die Deutschen in ihren Limonaden, Joghurten und Schokoladen probieren. Die Kehrseite dieser gustatorischen Vielfalt: Die Lebensmittel-Fabriken müssen für die vielen Sortenwechsel immer häufiger ihre Bio-Reaktoren und Gärbehälter auswaschen. Mehr Reinigungsmittel kosten nicht nur mehr Geld, sondern belasten letztlich auch die Umwelt. Daher will ein Konsortium unter Fraunhofer-Führung neue Sensoren für die Lebensmittelindustrie entwickeln. Die sollen dafür sorgen, dass deren Anlagen automatisch ihren tatsächlichen Säuberungsbedarf berechnen – und letztlich Reinigungsmittel sparsamer einsetzen. Das Bundesernährungsministerium hat der Dresdner Außenstelle des „Fraunhofer-Instituts für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik“ (IVV) nun für das Projekt „Sensorbasierte Überwachung des Reinigungsbedarfs und des Reinigungsergebnisses in geschlossenen Systemen“ 970.000 Euro Innovationsförderung zugebilligt. Das hat der Dresdner Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel (CDU) mitgeteilt.

Eckhard Beyer. Foto: Fraunhofer IWS Dresden / Martin Förster

TU Dresden verabschiedet Laserexperten Beyer mit Ehrenkolloquium

Darmstädter Physiker profilierte Forschungsstandort Dresden 20 Jahre lang mit Dresden, 23. September 2018. Mit einem Ehrenkolloquium verabschieden die TU Dresden und das Fraunhofer-Laserinstitut IWS Dresden den Physiker und Laserexperten Prof. Eckhard Beyer morgen – zumindest offiziell – in den Ruhestand. Der 66-Jährige Forscher und Institutsdirektor wird allerdings in der Praxis nicht schlagartig aus allen Funktionen ausscheiden, sondern der Dresdner Wissenschaftsgemeinde weiterhin noch eine Weile beratend zur Seite stehen.

Ein Schmelzer rührt in einem Alu-Ofen. Foto: Lance Cheung, U.S. Department of Agriculture, Wikipedia, CC2-Lizenz

Fraunhofer Dresden entwickelt Öko-Upgrade für Alu-Hütten

Neue Verbundwerkstoff-Kathode vom Fraunhofer-Institut IFAM soll weltweit 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr einsparen Dresden, 12. September 2018. China, Russland und weitere Länder betreiben rund um den Erdball energiefressende Alu-Hütten, die das beliebten Leichtmau-Material Aluminium mit hohem Stromeinsatz erschmelzen. Rund 57 Millionen Tonnen Alu produzieren diese Werke weltweit – und erzeugen als Nebenprodukt rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid und weitere Gase. Neuartige Elektroden, die das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Dresden gemeinsam mit Industriepartnern entwickelt hat, sollen diese Treibhaus-Emissionen nahezu vollständig beseitigen – was auch ein Beitrag zur ökologischen Stabilität der Erdatmosphäre wäre. „Wir sehen da enormes Einsparpotenzial“, sagte Dr. Thomas Schubert vom IFAM.

Blick in den 300-mm-Reinraum des Fraunhofer-CNT in Dresden-Klotzsche. Die Zentrums-Leitung will nun weitere Reinraumflächen bei Infineon anmieten. Foto. Fraunhofer IPMS

Fraunhofer baut CNT-Forschungs-Fab in Dresden aus

Großauftrag von Globalfoundries zielt auf Verbesserung der FDX-Technologie Dresden, 12. September 2018. Das Fraunhofer-Centrum für Nanoelektronik-Technologien (CNT) hat einen Großauftrag vom Halbleiterkonzern Globalfoundries (GF) bekommen, die FDX-Transistortechnologie für das Internet der Dinge (engl.: Internet of Things = IoT) weiterzuentwickeln. Um diesen in sieben Pakete aufgeteilten Auftrag bearbeiten zu können, vergrößert das CNT seinen Reinraum in Dresden-Klotzsche neben den Infineon-Werken um 150 auf dann 900 Quadratmeter und rüstet ihn für über 20 Millionen Euro auf. Das Geld für diese Investition stammt aus dem Fraunhofer-Programm „Forschungsfabrik Mikroelektronik“ (FMD).

Dr. Udo Klotzbach vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden will Skier und Kolbenringe mit einer speziellen Lasergravur gegen Reibung versehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Flotte Ski und sparsame Motoren dank Laser

Durch eine spezielle Lasergravur mit Fischgrätenmustern können Dresdner Fraunhofer-Ingenieure die Reibung von Motoren und Sportgeräten mindern Dresden, 12. September 2018. Fraunhofer-Ingenieure haben eine Lasergravur gegen Reibung entwickelt, die Skier schneller bergab sausen und den Spritverbrauch von Autos um ein Zehntel senken kann. Dafür erzeugen sie mit ultrakurzen Laser-Pulsen sehr feine und reibungsmindernde Fischgräten-Muster auf den Sportgeräten und Motorteilen. Diese Technologie könne auch die Verluste in Elektroautos und anderen Maschinen deutlich verringern, betonte Projektleiter Dr. Udo Klotzbach vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS). „Außerdem halten die Bauteile im Schnitt etwa 30 Prozent länger“, sagte der 52-jährige Elektrotechnik-Ingenieur.

Die Entwickler vom Fraunhofer-Institut FEP in Dresden schmelzen organische Farb-Mikrobildshcirme mit dem elektronenstrahl. Foto: Fraunhofer FEP

Fraunhofer Dresden schneidert mit E-Strahlen organische Farbbildschirme

Mini-Displays sollen für leichtere und brillantere Datenbrillen sorgen Dresden, 6. August 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen Weg gefunden, besonders brillante Mini-Farbbildschirme aus organischen Materialien mit Elektronenkanonen zu erzeugen. Vor allem für leichtere Datenbrillen, digitale Medizintechnik und elektronisch aufgerüstete Textilien wären solche dünnen und leistungsstarken Displays sinnvoll einsetzbar, schätzten die Forscher des „Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) aus Dresden ein.

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

Höllischer Schub fürs Elektroauto

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden entwickeln Schwefel-Batterien für mehr Reichweite Dresden, 27. Juli 2018. Um Elektroautos mehr Reichweite und Raumschiffen mehr elektrische Lebenszeit zu geben, setzen sächsische Fraunhofer-Forscher auf Schwefel. Genauer gesagt: Die Ingenieure am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben besonders leistungsstarke Batterien aus den Elementen Lithium und Schwefel entwickelt, außerdem besonders preiswerte Energiespeicher aus Natrium und Schwefel. Einige davon kommen in der Raumfahrt zum Einsatz, um Satelliten, die sehr lange im lichtlosen Erdschatten umhergondeln, den Energietod zu ersparen.

Innenansicht der neuen E-VITA-Anlage mit Blick auf die Elektronenquellen des Fraunhofer FEP Foto: Fraunhofer FEP

Bauern beschießen Saatkorn mit Dresdner Elektronenkanonen

Zweite E-Vita-Anlage fährt vor Herbstaussaat in Güstrow hoch Dresden/Güstrow, 4. Juli 2018. Bauern aus Meck-Pomm schwören auf Elektronen-Kanonen aus Dresden: Die Ceravis AG aus Güstrow hat im Vorfeld der Herbstaussaat 2018 eine zweite leistungsfähige „E-Vita“-Anlage in Betrieb genommen. Anstatt Saatgut chemisch zu behandeln, bestrahlen diese Anlagen das Korn mit Niedrigenergie-Elektronen, um es von Schädlingen, Bakterien und Viren zu befreien. Das teilte das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden mit, das die Technologie dahinter gemeinsam mit der Ceravis AG entwickelt hatte.

Ein Mitarbeiter misst Gewicht und Dicke von Batterie-Elektroden im Fraunhofer-Laserinstitut IWS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen soll energietechnologisch in die Top 3

Masterplan: Sächsische Energieforschung ist in einigen Sektoren Spitze, Leuchttürme und Transfererfolge gibt es aber noch zu wenige Dresden, 3. Juli 2018. Sachsen hat eine gute und breit gefächerte Energieforschung an den Unis, in den Fraunhofer- und anderen Instituten. Auch sind hier mit der Mikroelektronik und der Autobranche zwei wichtige Schlüsselindustrien als Zulieferer und Abnehmer für Energietechnologie-Produkte angesiedelt. Allerdings tut sich die kleinteilige sächsische Wirtschaft oft zu schwer, gute Energieforschungs-Ergebnisse in Produkte umzuwandeln. Auch gibt es im Freistaat kaum Leuchttürme der Energietechnik, sieht man von wenigen Ausnahmen wie der Daimler-Batteriefabrik in Kamenz ab: Es fehlen beispielsweise richtig große Batteriezell-Fabriken oder Brennstoffzellen-Werke, die neue Entwicklungen schnell marktreif machen könnten. Das geht aus einem „Masterplan Energieforschung in Sachsen“ hervor, den die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) heute im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresdenvorgelegt haben.

Auch an den Dresdner Fraunhofer-Instituten arbeiten Spezialisten an organischer Elektronik - hier im Foto zeigt eine Reinraum-Arbeiterin dünne Trägermaterialien für organische organische Schichten am Fraunhofer-Institut FEP in Dresden. Foto: Jürgen Lösel, Fraunhofer-FEP

Fraunhofer ist Innovationstreiber für Sachsen

MP Kretschmer:Institute haben sehr zum Wirtschaftsaufschwung nach der Wende beigetragen Dresden, 27. Juni 2018. Die starke Präsenz von Fraunhofer-Instituten in Sachsen hat erheblich zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung im Freistaat nach der Wende beigetragen und ist ein Innovationstreiber für das Land. Das hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einem Festkolloquiums der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin eingeschätzt. „Diese Forschungsinfrastruktur hat großen Anteil an der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung Sachsens. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und beflügelt Ausgründungen und Start-ups.“

Prof. Gianauerlio Cuniberti von der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Fraunhofer-Zentrum für Produktion und neue Werkstoffe in Sachsen

Ingenieure möchten Exzellenz-Grundlagenforschung der TU Dresden in kommerzielle Produkte überführen Dresden, 20. Juni 2018. In Dresden entsteht ein weiteres Fraunhofer-Leistungszentrum. Im Fokus steht dabei die Verbindung aus neuartigen Werkstoffen und digitalisierter Produktion. Die Ingenieure sollen dort unter anderem austesten, wie sich selbstwandelnde Materialien wirtschaftlich produzieren lassen – zum Beispiel Prothesen, die ein Patienten-Leben lang nachwachsen, oder unfalldämpfende Autokarosserien.

Prof. Hubert Lakner leitet das Fraunhofer-Photonik-Institut IPMS in Dresden,. zu dem seitr 2012 auch das CNT gehört. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer rüstet CNT Dresden für 40 Millionen Euro auf

„Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ finanziert neue Anlagen Dresden, 13. Juni 2018. Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert bis zum Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in das Nanoelektronik-Zentrum CNT in Dresden. Das hat Professor Hubert Lakner angekündigt, der das CNT-Mutterinstitut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) leitet. „Es geht aufwärts im CNT“, kommentierte er diese Weichenstellung, die nur scheinbar selbstverständlich ist: Nach der Qimonda-Pleite hatte das Nanoelektronikzentrum von Fraunhofer kurz vor dem Aus gestanden.

Thomas Heinle, Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Dr. Peter Schneider, Leiter des Fraunhofer-Institutsteils EAS, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS (von links nach rechts) klopfen auf den Grundsteinen herum. Foto: Oliver Killig, Fraunhofer IIS/EAS,

Baustart für Fraunhofer-Neubau in Dresden

Institutsteil EAS erhält neue Gebäude am TU-Campus Dresden, 1. Juni 2018. Für die Elektronik-Forscher des Fraunhofer-Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) entsteht nahe am Campus der TU Dresden ein fünfgeschossiger Neubau. Den Grundstein haben heute Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer und weitere Wissenschaftler und Politiker haben für den 25 Millionen Euro teuren Fünfgeschosser den Grundstein an der Münchner Straße gelegt.