Alle Artikel mit dem Schlagwort: Batterie

Die Zwickauer Ingenieure haben einen Dieselbus von Volvo zum Batterie-O-Bus umgerüstet und testen nun das ein- und ausfahrbare Andrahtsystem am Stromabnehmer. Foto: WHZ

Zwickau entwickelt Batterie-O-Bus

Forscher sehen im aufgepeppten Oberleitungs-Buss „das verkannte Genie im ÖPNV“ Zwickau, 24. Juni 2019. Um Menschen elektrisch zu bewegen, kennen Ingenieure viele Möglichkeiten: E-Autos, Straßenbahnen und viele mehr. Mancherorts aber lassen sich Gleise nicht verlegen, da sind Busse gefragt. Um dafür Alternativen zum Dieselmotor zu entwickeln, erwägen die Sachsen eine Renaissance der alten Oberleitungs-Busse – nur eben moderner und mit Batterien. Über ein entsprechende Forschungsprojekt hat sich die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) nun in Zwickau informiert.

So sehen die mit der neuen Trockentransfertechnologie beschichteten Elektroden aus. Mit dem Verfahren des Fraunhofer IWS lassen sich Batterieelektroden ohne den Einsatz von giftigen Lösungsmitteln bereits im Pilotmaßstab herstellen. Foto: Fraunhofer IWS

Neue Elektroden für Elektroauto-Batterien mit mehr Power

Dresdner Fraunhofer-Ingenieure arbeiten an preiswerten und umweltverträglichen Energiespeichern für das Elektroauto von morgen Dresden, 3. Juni 2019. Um Batterien künftig preisgünstiger und umweltschonender herstellen zu können, haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden ein neues Produktionsverfahren entwickelt. Dabei beschichten sie die Elektroden der Energiespeicherzellen mit einem trockenen Film statt mit flüssigen Chemikalien. Das spart Energiekosten und macht giftige Lösungsmittel in diesem Prozessschritt überflüssig. Ein finnisches Unternehmen erprobt die neue IWS-Technologie bereits erfolgreich in der Praxis.

Solarwatt Dresden hat den Großspeicher am KIT Karlsruhe mit Batteriemodulen bestückt. Foto: Amadeus Bramsiepe/KIT

Solarwatt Dresden beliefert Megawatt-Speicher in Karlsruhe

KIT will neue Konzepte für Netz-Großspeicher untersuchen Dresden/Karlsruhe, 12. März 2019. „Solarwatt“ hat einen Großauftrag aus Karlsruhe bekommen: Das Dresdner Energietechnik-Unternehmen hat Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von rund 1,5 Megawattstunden (MWh) an das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geliefert, das daraus einen Strom-Großspeicher baut. Das hat Solarwatt heute mitgeteilt.

Die RAVPower-Powerbank 20100 mAh mit den mitglieferten Kabeln und Transport-Säckchen. Foto: Heiko Weckbrodt

„RAVPower 20100mAh Powerbank“ im Test

Halbes Kilo Batterie mit ordentlich Saft Mit der „RAVPower 20100mAh Powerbank“ hat das amerikanisch-chinesische Unternehmen „Sunvalleytek“ eine recht gewichtige, aber auch sehr leistungsfähige Reservebatterie für Smartphones und Notebooks vorgestellt. In unserem Praxistest machte die Batterie, die unter dem Handelsnamen “RAVPower” vertrieben wird, insgesamt einen eher guten Eindruck, offenbarte aber auch Nachteile.

Stefan Juraschek leitet bei BMW die "Electric-Powertrain"-Entwicklung. Foto: BMW

BMW setzt auf Batteriezell-Zukauf

Diskussion um deutsche Wertschöpfungstiefe beim Umstieg aufs E-Auto München/Leipzig/Kamenz, 29. Dezember 2018. Der Autokonzern BMW sieht keine Notwendigkeit, eine eigene Batteriezellen-Produktion aufzubauen. Das hat Stefan Juraschek eingeschätzt, der bei BMW die die „Electric-Powertrain“-Entwicklung leitet. Auch in anderen deutschen Autokonzernen köcheln Pläne für eine eigene Batteriezell-Fertigung bestenfalls auf Sparflamme.

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin sortiert die Zellen in eine keramische Natrium-Batterie ein. Foto: Fraunhofer IKTS Dresden

Fraunhofer baut Natrium-Batterien für autarke Wohnviertel

Dresdner IKTS-Ingenieure am Projekt „smood – smart neighborhood“ in Thüringen beteiligt Dresden/Erfurt, 31. Oktober 2018. Damit sich Wohnquartiere künftig preisgünstig, ökologisch und autark selbst versorgen können, baut das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden für das Pilotprojekt „smood – smart neighborhood“ in Thüringen spezielle Natrium-Batterien. Der Vorteil dieser keramischen Batterie gegenüber herkömmlichen Lithium-Batterien: Sie sind vergleichsweise preisgünstig und können mit Salz, Schwefel und anderen Rohstoffen konstruiert werden, die Deutschland nicht importieren muss.

Konzeotstudie für den elektrischen Mini. Abb.: BMW

BMW Dingolfing baut Batterien für den E-Mini

Elektromotoren steuert das Werk Landshut bei Dingolfing/Oxford, 26. Oktober 2018. BMW baut in seinem Dingolfinger Werk eine eigene Batterieproduktion auf rund 6000 Quadratmetern auf. Das hat der deutsche Automobilbauer heute mitgeteilt. Die Investitionen bezifferte das Unternehmen nicht genau. Die Rede war von einem „mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag“.

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Bund drängt auf Batteriezell-Fabriken in Deutschland

Wirtschaftsministerium sieht Energiespeicher mehr und mehr als Schlüsseltechnologie Berlin/Brüssel/Kamenz, 15. Oktober 2018. Bereits seit geraumer Zeit drängen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und andere Wirtschaftspolitiker auf eine eigene Batteriezell-Großproduktion in Deutschland. Entsprechende Ansiedlungswünsche hat Wirtschafts-Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß auf einer Sitzung der „European Battery Alliance“ in Brüssel nun erneuert.

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

Höllischer Schub fürs Elektroauto

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden entwickeln Schwefel-Batterien für mehr Reichweite Dresden, 27. Juli 2018. Um Elektroautos mehr Reichweite und Raumschiffen mehr elektrische Lebenszeit zu geben, setzen sächsische Fraunhofer-Forscher auf Schwefel. Genauer gesagt: Die Ingenieure am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben besonders leistungsstarke Batterien aus den Elementen Lithium und Schwefel entwickelt, außerdem besonders preiswerte Energiespeicher aus Natrium und Schwefel. Einige davon kommen in der Raumfahrt zum Einsatz, um Satelliten, die sehr lange im lichtlosen Erdschatten umhergondeln, den Energietod zu ersparen.

Ein Mitarbeiter misst Gewicht und Dicke von Batterie-Elektroden im Fraunhofer-Laserinstitut IWS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen soll energietechnologisch in die Top 3

Masterplan: Sächsische Energieforschung ist in einigen Sektoren Spitze, Leuchttürme und Transfererfolge gibt es aber noch zu wenige Dresden, 3. Juli 2018. Sachsen hat eine gute und breit gefächerte Energieforschung an den Unis, in den Fraunhofer- und anderen Instituten. Auch sind hier mit der Mikroelektronik und der Autobranche zwei wichtige Schlüsselindustrien als Zulieferer und Abnehmer für Energietechnologie-Produkte angesiedelt. Allerdings tut sich die kleinteilige sächsische Wirtschaft oft zu schwer, gute Energieforschungs-Ergebnisse in Produkte umzuwandeln. Auch gibt es im Freistaat kaum Leuchttürme der Energietechnik, sieht man von wenigen Ausnahmen wie der Daimler-Batteriefabrik in Kamenz ab: Es fehlen beispielsweise richtig große Batteriezell-Fabriken oder Brennstoffzellen-Werke, die neue Entwicklungen schnell marktreif machen könnten. Das geht aus einem „Masterplan Energieforschung in Sachsen“ hervor, den die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) heute im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresdenvorgelegt haben.

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar - ähnlich wie die von Li-tec - als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Aus für Batteriefirma Litarion in Kamenz

Insolvenzverwalter kündigt 120 verbliebenen Mitarbeiten Kamenz, 11. Mai 2018. Aus der Traum von der kompletten Batterieproduktion von A bis Z in Sachsen: In der pleite gegangenen Litarion GmbH in Kamenz geht nun endgültig das Licht aus. Die letzten 120 Mitarbeiter bekommen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen. Das hat Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg heute angekündigt. „Für die Beschäftigten, die bis zuletzt gehofft hatten, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung“, betonte Wienberg. „Allerdings lässt das Insolvenzrecht hier keinen Handlungsspielraum.“ Traum von eigener Auto-Batterieproduktion von A bis Z “Made in Germany” gescheitert Damit ist der Versuch, in Deutschland eine komplette Wertschöpfungskette in Konkurrenz zu den dominierenden Anbietern aus Asien aufzubauen, fürs erste gescheitert. Dahinter hatte die Idee gestanden, vor allem die deutsche Autoindustrie unabhängiger von Samsung, Panasonic und LG zu machen. Die Vorgeschichte: Litarion war ursprünglich Teil des – 2006 mit großen Hoffnungen gegründeten – Gemeinschaftsunternehmen „Li-Tec“ von Daimler und Evonik gewesen. Als Evionik bei Li-Tec ausstieg, entstand 2007 die Litarion GmbH. Diese stellte zunächst als Tochter des Evonik-Energiekonzerns in Kamenz nördlich von Dresden Elektroden und Separatoren für …

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Liacon startet Mitte 2018 neue Batteriefabrik in Sachsen

Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen Fabrik in Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden beginnen. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, bis zu 160 Mitarbeiter zu beschäftigen und rund 50 Millionen Euro in ein aufgekauftes Werks-Gelände zu investieren. Offizielle Baustart war im März 2018.

Die MyReserve-Matrix-Speicher von Solarwatt (rechts an der Wand) im Einsatz in einer Werkstatt mit vielen elekrischen Verbrauchern. Foto: Solarwatt

Solarwatt Dresden bietet Matrix-Batteriespeicher nun europaweit an

Dresden, 5. Februar 2018. Das Photovoltaik-Unternehmen „Solarwatt“ aus Dresden vertreibt seine modularen Batteriespeicher „MyReserve Matrix“ jetzt auch international. „Die ersten beiden Länder sind Spanien und Italien“, kündigte das Unternehmen an. „Bis zum Frühjahr folgen Frankreich, Großbritannien, Schweden und die Niederlande.“