Alle Artikel mit dem Schlagwort: Batterie

So sieht ein fertiger Akku für den Elektro-Smart aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer arbeitet in Wolfsburg an besseren Akku-Gehäusen

Metallschaum und andere Optimierungen sollen CO2-Bilanz der Energiespeicher verbessern Chemnitz/Wolfsburg, 16. Oktober 2021. Um Elektroautos mehr Reichweite zu spendieren, setzen viele Ingenieure auf Karosserie-Leichtbau, neue Elektrolyte oder nanostrukturierte Elektroden in den Akkus. Einen anderen Pfad verfolgt da der Verbund „Coolbat“ unter der Federführung von Fraunhofer Sachsen: Die Projektpartner wollen den Aufprallschutz und die Kühlung von Akkus in besonders leichte Metallschaumgehäuse integrieren. Das hat das federführende Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Blick in die neue F8-Modul-Produktionslinie von Solarwatt. Foto: Solarwatt

Solarwatt eröffnet Fabrikanbau F8 in Dresden

Unternehmen will bis 2025 rund 100 Millionen Euro in Um- und Ausbau investieren Dresden/Schierling, 23. September 2021. „Solarwatt“ hat rund 35 Millionen Euro in drei neue Produktionsanlagen für Solartechnik und Akkus investiert und sie heute offiziell in Betrieb genommen. Das hat das Dresdner Energietechnik-Unternehmen mitgeteilt.

Eine Lithium-Flüssigmetall-Elektrode. Foto: Steffen Landgraf und Michael Nimtz für das HZDR

Stromausbeute von Flüssigmetall-Akkus verbessert

Teams aus Dresden und Cambridge forschen an Großbatterien für die Energiewende Dresden/Cambridge, 17. September 2021. Um Lieferspitzen und -täler von Windkraft- und Solarkraftwerken künftig besser abfedern zu können, arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure seit Jahren an großen stationären Batterien. Die sollen viel elektrische Energie chemisch zwischenspeichern– und sie möglichst verlustarm auch wieder als Strom abgeben können. Auf dem Weg dorthin sind Forscher aus Sachsen und Massachusetts nun ein ganzes Stück weitergekommen: Sie haben einen Flüssigmetall-Akkumulator auf Lithium-Blei-Basis entworfen, der durch eine verbesserte Elektrolyt-Rezeptur „fast 100 Prozent des eingespeisten Stroms auch wieder zurück speisen kann“. Das hat Dr. Norbert Weber mitgeteilt, der am Batterieentwurf maßgeblich im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und im Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge maßgeblich beteiligt war.

Ein Team vom „Smart Ocean Technologies“ (SOT) experimentiert mit einem Unterwasser-Roboter. Foto: Fraunhofer IKTS / SOT

Mehr Ausdauer für Unterwasser-Roboter

Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS aus Dresden kitzelt aus Akkus die Missionsreserven heraus Dresden/Rostock, 9. September 2021. Mit modernen Keramiksensoren wollen Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Rostock gemeinsam mit Partnern die Akkumulatoren von Unterwasser-Robotern aufwerten. Derartige kabelgesteuerte Roboter sind immer häufiger und länger im Einsatz: Sie inspizieren Bohrinseln, warten Unterwasser-Gasleitungen, suchen nach Rissen an Windkraftwerken auf offener See oder kartografieren die Fauna und Flora am Meeresgrund. Ein besseres Batteriemanagement soll nun die Einsatzkosten senken und dafür sorgen, dass diese „Unmanned Underwater Vehicles“ (UUV) länger tauchen können. Projektkoordinator ist die interdisziplinäre Fraunhofer-Forschungsgruppe für „Smart Ocean Technologies“ (SOT) in Rostock. Die Sensortechnik steuert das „Institut für Keramische Technologien und Systeme“ (IKTS) aus Dresden bei.

Ein Fraunhofer-Mitarbeiter gibt das Elektroden-Pulver in den Kalander-Walzenspalt an dert Prototypen-Anlage. Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Weniger Stromfresser in der Autoakku-Fabrik

Fraunhofer Dresden entwickelt energiesparende und umweltfreundlichere Elektrodenbeschichtung Dresden, 1. September 2021. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben eine neue Trocken-Beschichtungstechnik für Elektroden entwickelt, mit der sich eine energiesparende und umweltfreundliche Produktion von Auto-Energiespeichern eignet. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) hervor.

Eine Batteriezelle und daneben ein Schälchen Schwefel - die Dresdner Forscher und ihre Partner setzen große Hoffnungen in ihre Schwefel-Feststoffakkus. Foto: Fraunhofer IWS

Dresdner Forscher entwickeln Schwefel-Festakkus für Elektroflugzeuge

Konsortium arbeitet an besondere sicheren und billigen Speichern mit hoher Energiedichte Dresden, 5. August 2021. Um eine elektrische Luftfahrt zu ermöglichen, arbeitet derzeit ein Konsortium unter Dresdner Führung an einer neuartigen, weitgehend brandsicheren und besonders billigen Schwefel-Feststoffbatterie. Die soll solch eine hohe Energiedichte haben, dass damit nicht nur Drohnen und Luftschiffe, sondern auch Lufttaxis und ganze Flugzeuge abheben können. Das geht aus einer Mitteilung des federführenden Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden hervor. Das Bundesforschungsministerium fördert die „Entwicklung von Lithium-Schwefel Feststoffbatterien in mehrlagigen Pouchzellen“ (Solis) mit 1,8 Millionen Euro.

Die Forscherinnen und Forscher im THM Freiberg suchen nach besseren Aufbereitungsverfahren für Akku-Abfälle. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer sucht in Freiberg nach versteckten Schätzen in alten Energiespeichern

„Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien“ richtet sich neu aus Freiberg/Dresden, 7. Juli 2021. Durch die Energiewende erwachsen für die deutsche Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft neue technologische und ressourcenstrategische Herausforderungen. So spielen künftig viele Basismaterialien für Elektroautos, Brennstoffzellen, Elektrolyseure, Leistungselektronik und Informationstechnologie eine deutlich übergeordnete Rolle. Diese Hochleistungsmaterialien müssen oft aus anderen Ländern eingeführt werden, die teilweise selbst großen Bedarf an diesen Rohstoffen haben. Zudem gehen den Wirtschaftskreisläufen jedes Jahr strategisch wichtige Materialien in großem Maßstab verloren, weil die bislang eingesetzten Recyclingverfahren noch nicht ausgereift sind. Das „Fraunhofer-Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien“ (THM) in Freiberg arbeitet an innovativen Lösungen für all diese Fragestellungen. Das geht aus einer Mitteilung des Mutterinstituts, des Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden hervor. Über die Fortschritte hat sich heute der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) vor Ort informiert.

Der elektrische Stadtgeländewagen (SUV) ID4 von VW. Foto: Volkswagen

Elektro-VW ID4 aus Sachsen ist „Auto des Jahres“

„Klasse Stimmung“ in der Volkswagen-Fabrik Zwickau Zwickau/New York, 20. April 2021. Das „Welt-Auto des Jahres 2021“ ist ein Sachse: 93 internationale Motorjournalisten haben den batterie-elektrischen Stadtgeländewagen (SUV) „ID4“ aus Zwickau zum „World Car of the Year“ gekürt. Das haben die Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg und die Weltauto-Fachjury in New York mitgeteilt.

Robert Klose überprüft in der Skeleton-Fabrik in Großröhrsdorf, ob die Ultrakondensator-Zellbehälter korrekt laserverschweißt sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Skeleton baut Ultrakondensator-Fabrik in Großröhrsdorf aus

Esten wollen in Sachsen neue Hybrid-Speicher aus Ultracaps und Lithium-Akkus entwickeln Großröhrsdorf/Tallinn, 10. März 2021. Ultraschnelle Energiespeicher aus Sachsen und Estland sollen bald dabei helfen, Elektroautos rascher aufzuladen, die Energiewende-Spitzen in den deutschen Stromnetzen zu glätten und Lkws beim Kaltstart helfen. „Skeleton Technologies“ baut deshalb nun seine Fabrik für Ultrakondensatoren (Ultracaps) in Großröhrsdorf aus und konzentriert dort die Entwicklung neuer Produkte. Dafür investiert das estnisch-sächsische Unternehmen rund 110 Millionen Euro. Bis zum Jahresende sollen rund 40 neue Jobs entstehen.

Das Dresdner Keramikinstitut (IKTS von Fraunhofer erforscht an seinem neuen Standort in Freiberg effiziente Recyclingprozesse für kritische Batterierohstoffe. Zukünftig wollen die Ingenieurinnen und Ingenieure Batteriepulver mit hoher Reinheit zurückgewinnen und für die Herstellung neuer Batterien nutzbar machen. Foto. Fraunhofer IKTS

Neues Batterietechnikum von Fraunhofer startet in Freiberg

Bessere Recycling-Methoden, neue Batteriekonzepte und Qualitätssicherung stehen im Fokus Freiberg/Dresden, 28. Januar 2021. Um eine leistungsstarke und kreislauforientierte Akkumulatoren-Produktion in Deutschland zu unterstützen, hat das Dresdner Fraunhofer-Keramik nun sein neues Batterie-Technikum in Freiberg offiziell eröffnet. Das haben das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und das sächsische Wissenschaftsministerium heute mitgeteilt.

Oliver Ahlberg und Taavi-Madiberk von Skeleton zeigen ihre Ultrakondensatoren. Foto: Skeleton

IPCEI-Millionen für Energiespeicher-Firmen in Sachsen

54,3 Millionen Euro Sondersubventionen für Skeleton Großröhrsdorf und Liofit Kamenz Dresden/Berlin, 26. Januar 2021. Weil der Aufbau einer eigenen Batterie-Wertschöpfungskette wichtig für große Teile der europäischen Industrie ist, können Bund und Länder nun milliardenschwere Sondersubventionen für deutsche Akku-Unternehmen ausreichen. Rund 54,3 Millionen Euro davon fließen an zwei sächsische die Unternehmen: den Ultrakondensator-Hersteller „Skeleton Technologies“ in Großröhrsdorf und den Akku-Recycler „Liofit“ in Kamenz. Das geht aus Mitteilungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin und des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) in Dresden hervor.

Redox-Flussbatterie-Technikum im Fraunhofer ICT. In den Tanks sind die Elektrolyte gebunkert. Foto: Fraunhofer ICT

Prognose: 2031 erreichen stationäre Batterien eine Terawattstunde

IDTechEx erwartet jährliche Wachstumsraten von 38 Prozent Cambridge, 11. Januar 2021. Der Markt für stationäre Batterie-Speicher, die Spitzen in den Energienetzen glätten und Billigstrom in Haushalten zwischenspeichern, wird in den nächsten Jahren stark wachsen. Das hat „IDTechEx“ aus Cambridge eingeschätzt. Die Prognose der britischen Marktforscher: Die Gesamtleistung der weltweit installierten stationären Akkumulatoren wird in der kommenden Dekade um durchschnittlich 38 Prozent pro Jahr zulegen. 2031 werde die installierte Speicherkapazität in Summe weltzweit über eine Terawattstunde erreichen.

Windpark in der Ostsee vor der dänischen Küste. Foto: Christian Hinsch frü den BWE

Helmholtz Dresden will Ökostrom mit Flüssigmetall-Akkus speichern

HZDR-Forscher: Ende von Kohle und Kernenergie macht neue Speicher unumgänglich Dresden, 7. Januar 2021. Um Flauten und Sonnenspitzen von Ökostrom-Anlagen auszugleichen, wollen Forscher und Forscherinnen Helmholtz-Instituts Dresden-Rossendorf (HZDR) aus flüssigem Metall und Salzen heiße Großakkus konstruieren. „Das Ende von Kohleverstromung und Kernenergie macht solche Speichersysteme einfach unumgänglich“, betonte Dr. Tom Weier vom HZDR-Fachbereich Magnetohydrodynamik.

Fraunhofer-Experten forschen am THM in Freiberg auch an elektrochemischen Verfahren für das Rohstoffrecycling von Batteriematerialien. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer Dresden testet in Freiberg Batterie-Recycling

Versuchsanlage soll industrielle Wiederverwertung von Elektroauto-Akkus vorbereiten Dresden/Freiberg, 27. November 2020. Das Dresdner Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS hat in Freiberg eine Außenstelle mit einer Versuchsanlage für das Recycling alter Batterien aufgebaut. Das geht aus dem Jahresbericht von IKTS-Direktor Alexander Michaelis hervor. Die Anlage entsteht im ehemaligen Fraunhofer-Technikum für Halbleitermaterialien (THM).

Dr. Marcel Neubert, Georg Ochlich, Udo Reichmann, Dr. Charaf Cherkouk mit einer Blitzlampenanlage. Foto: Norcsi

Geblitztes Silizium für stärkere Autoakkus

Helmholtz Dresden gründet Elektrodenfirma „Norcsi“ Dresden/Halle/Wilsdruff, 1. Dezember 2020. Forscher aus Sachsen wollen mit einer verbesserten Siliziumelektroden-Technologie die Energiedichte von Lithium-Akkumulatoren erhöhen und die Reichweite von Elektroautos deutlich ausdehnen. Das geht aus einer Mitteilung Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor. Gemeinsam mit der Blitzlampenfirma Rovak aus Wilsdruff bei Dresden haben sie nun das Unternehmen „Norcsi“ (Eigenschreibeise: „NorcSi“) gegründet, das die neue Technologie wirtschaftlich verwerten soll.