Alle Artikel mit dem Schlagwort: Batterie

Aus Lithium allein - hier eine Probe im sächsischen Industriemuseum - lassen sich noch keine Hauptakkus für Elektroautos bauen. Dafür muss unter anderem das Metall zu Lithiumhydroxid raffiniert werden. Das soll ein Großkonverter in Guben übernehmen, den die Leag dann mit Ökostrom versorgen will. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen bezuschusst seine Akku-Industrie mit 50 Millionen

Geld fließt in Lithium-Bergwerk und Fabrik für Silizium-Akkumaterialien Dresden/Altenberg/Schwarze Pumpe, 4. Juni 2024. Um die Akku-Industrie in Sachsen anzukurbeln, pumpt der Freistaat demnächst 50 Millionen Euro in zwei Vorstufen-Projekte: den geplanten Lithium-Abbau der „Zinnwald Lithium GmbH“ im Ost-Erzgebirge und eine Fabrik für Silizium-Akkumaterialien, die die „Group14 Silane“ im Industriepark „Schwarze Pumpe“ errichten will.

Blick in die Akku-Produktion im BMW-Werk Leipzig. Hier im Bild werden gerade die Zellen vereinzelt. Foto: BMW

„Zinnwald Lithium“ von Freiberg nach Altenberg umgezogen

Verlagerung des Firmensitzes soll Verankerung im Osterzgebirge verdeutlichen Altenberg/Freiberg, 26. Mai 2024. Ein Signal, dass es nach jahrelangen Erkundungen und Vorbereitungen nun wohl doch ernst wird mit dem Lithium-Abbau im Erzgebirge: Die Zinnwald Lithium GmbH hat im Mai 2024 ihren Firmensitz von Freiberg nach Altenberg verlagert. Das hat das Unternehmen nun mitgeteilt.

Prof. Dr. Lothar Kroll (r.) und Sebastian Nendel kontrollieren an der TU Chemnitz eine Spreizanlage für Kohlenstofffasern. Die Uni will ihre Carbon-Expertise in der Carbonlabfactory Lausitz ausbauen. Foto: Hendrik Schmidt für die TU Chemnitz

Australische Carbon-Expertise soll Lausitz beim Kohleausstieg helfen

Millionenschwere Forschungszentrum sollen Region bei Transformation helfen Chemnitz/Melbourne/Hoyerswerda/Boxberg, 22. Mai 2024. Carbonfaser-Forscher aus Sachsen, Brandenburg und Australien wollen künftig enger zusammenarbeiten, unter anderem bei Transformationsprojekten in der Lausitz. Das hat der sächsische Regionalminister Thomas Schmidt (CDU) zum Auftakt einer Australien-Delegationsreise mitgeteilt.

Artefakte aus dem 3D-Drucker. Foto: Heiko Weckbrodt

Druckabfälle sollen wieder im 3D-Drucker statt im Ofen landen

Sachsen fördert Aufbau einer „Recyclingplattform für 3D-Druckabfälle“ in Leipzig Dresden, 15. Mai 2024. Industrie wie auch Privatleute setzen immer häufiger 3D-Drucker ein, weil die immer billiger und leistungsfähiger werden. Damit deren Abfälle nicht letztlich im Verbrennungsofen landen, sondern wieder in einem 3D-Drucker, will das Unternehmen „Kunststoff-Zentrum“ (KUZ) eine „Regionale Recyclingplattform für 3D-Druckabfälle“ aufbauen. Das sächsische Wirtschaftsministerium in Dresden hält diesen Plan für vielversprechend und schießt dafür bis zu eine Viertelmillion Euro als sogenannte „Validierungsförderung“ zu.

Porsche will den elektrischen Macan in Leipzig bauen. Foto: Porsche

Prognose: Sachsens Autoindustrie steigert 2024 ihre Stromer-Produktion um ein Viertel

Wirtschaftsminister rechnet nach Krisenjahr 2023 nun mit Steigerung auf 320.000 Elektroautos Dresden/Zwickau/Leipzig, 25. März 2024. Die sächsische Automobil-Industrie wird ihre Stromer-Produktion in diesem Jahr um ein Viertel auf rund 320.000 Elektroautos hochfahren. Das hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) prognostiziert. „Damit liefert Sachsen aktuell und in Zukunft einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz“, meint der Minister.

Lithium-Metall-Akkuzelle von Northvolt Cuberg. Foto: Northvolt Cuberg

Baustart für deutsche Akku-Großfabrik von Northvolt

Ingenieure freuen sich, Ökonomen warnen vor immer mehr Subventionen Heide, 25. März 2024. Manager des schwedischen Energietechnik-Unternehmens „Northvolt“ rammen heute symbolisch die ersten Spaten für ihre neue Batteriezellenfabrik „Heide 3“ in Schleswig-Holstein in die Erde. Der Baustart stößt auf Zustimmung in Deutschland, aber es gibt auch warnende Stimmen angesichts der neu entfesselten Subventions-Spiralen.

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

„Aus diesem Subventionswettlauf kommt man nicht heraus“

Dresdner Ifo-Forscher hält Milliarden-Zuschüsse für TSMC, Intel & Co. für ökonomisch wenig sinnvoll Dresden, 23. Februar 2024. Für „ökonomisch wenig sinnvoll“ hält Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden die Milliarden-Subventionen für Intel, TSMC, Wolfspeed und andere Technologiekonzerne. Anderseits könne sich Deutschland dem weltweit mit immer höheren Beihilfen ausgetragenen und immer weiter angeheizten Standort-Rennen schwerlich ganz entziehen. „Aus diesem Subventionswettlauf kommt man nicht heraus.“

In Arukulä soll eines der Akku-Speicherwerke entstehen. Foto: Evecon via Open2Europe

Akku-Großspeicher in Estland geplant

Baltikum will sich von russischer Energie entkoppeln Paris, 14. Februar 2024. Franzosen und Balten wollen bis 2025 in Estland zwei Akku-Speicherkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 400 Megawattstunden (MWh) bauen. Das haben der französische Solaranlagen-Betreiber „Corsica Sole“ und das estnische Energieunternehmen „Evecon“ mitgeteilt.

Forscher und Forscherinnen vom Fraunhofer-Institut IWS in Dresden arbeiten an neuen Elektroden-Materialien für Festkörper-Akkus, die Elektroautos mehr Reichweite spendieren sollen. Foto: ronaldbonss.com für das Fraunhofer IWS

Nanotech für Elektroautos mit mehr Reichweite

Fraunhofer Dresden will mit drei Partner-Unis neue Siliziumnitrid-Anoden für energiereiche Festkörper-Akkus entwickeln Dresden, 12. Januar 2024. Nanoteilchen aus einer Verbindung von Silizium und Stickstoff sollen künftig besonders sichere und energiereiche Akkus ermöglichen – und damit letztlich Elektroautos mit Reichweiten jenseits von 700 Kilometern: Die ungeordneten – also „amorphen“ – Partikel könnten unter anderem für stabile Energiespeicher-Anoden mit langer Lebensdauer sorgen. Auf ein entsprechendes Entwicklungsvorhaben gemeinsam mit drei Universitäten hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden hingewiesen, das an der Entwicklung der neuen Anoden maßgeblich beteiligt ist.

Redox-Flussbatterie-Technikum im Fraunhofer ICT. In den Tanks sind die Elektrolyte gebunkert. Foto: Fraunhofer ICT

Milliardenmarkt für Fluss-Akkus für Energiewende erwartet

Redox-Flow-Technik könnte Lücke zwischen Pumpspeicherwerken und Lithium-Akkus füllen Cambridge, 30. September 2023. Fluss-Akkus spielen künftig ein wichtigere Rolle als Zwischenspeicher für Sonnen- und Windstrom. In den kommenden zehn Jahren wird der weltweite Umsatz mit solchen „Redox-Flow-Batterien“ (RFB) auf 2,8 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) wachsen. Das hat Analyst Conrad Nichols vom britischen Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge eingeschätzt.

Modellhafte Darstellung einer auf einem Silizium-Wafer integrierten Festkörper-Lithium-Ionen-Batterie als Energieversorger. Zwischen den Kontakten sind die Kupfer-Silicid-Anode (unten), ein Festkörperelektrolyt aus einem hybriden Keramik-Polymer und die Kathode aus Lithiumeisenphosphat (oben) angeordnet. Visualisierung: B. Schröder für das HZDR

Sachsen arbeitet an Mikroakkus für Chips und Sensoren

Forscher wollen winzige Festkörper-Energiespeicher direkt auf den Wafern erzeugen Dresden, 27. September 2023. Damit Sensoren auf dem Felde, elektronisch aufgewertete Textilien oder Körperimplantate künftig ohne Stromkabel für ihre Energieversorgung auskommen, entwickeln sächsische Forscher derzeit neuartige Akkus, die sich direkt in die Computerchips integrieren lassen. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, das gemeinsam mit dem Dresdner Fraunhofer-Zentrum Assid, der Bergakademie Freiberg und dem Mikrointegrations-Fraunhoferinstitut IZM aus Berlin an den neuartigen Energiespeichern auf Festkörper-Lithium-Basis arbeitet.

Dr. Minghao Yu. Foto: privat via cfaed

Elektronikzentrum Dresden arbeitet an besseren Akkus aus Magnesium

EU-Forschungsrat gibt 1,5 Millionen Euro für Dr. Minghao Yu Dresden, 5. September 2023. Für seine Forschungen an neuen Magnesium-Akkus mit besonders hoher Energiedichte bekommt der Chemiker Dr. Minghao Yu vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden (Cfaed) ein mit 1,5 Millionen Euro dotiertes Stipendium vom Europäischen Forschungsrat „ERC“. Das hat die TU Dresden mitgeteilt.

Aus Lithium allein - hier eine Probe im sächsischen Industriemuseum - lassen sich noch keine Hauptakkus für Elektroautos bauen. Dafür muss unter anderem das Metall zu Lithiumhydroxid raffiniert werden. Das soll ein Großkonverter in Guben übernehmen, den die Leag dann mit Ökostrom versorgen will. Foto: Heiko Weckbrodt

Leag will Lithium-Fabrik Guben mit Solar- und Windstrom versorgen

Kooperation mit Rock Tech vereinbart Guben, 1. August 2023. Das Lausitzer Bergbau- und Energieunternehmen „Leag“ will die geplante Lithium-Fabrik von „Rock Tech“ mit Sonnen- und Windstrom, Fachkräften und Wasserstoff versorgen. Dies sieht ein Kooperationsvertrag zwischen den beiden Unternehmen hervor – wobei die Lieferungen bisher eher als Optionen festgehalten sind.