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„The Coma 2: Vicious Sisters“: Koreanisches Schulmädchen-Adventure

Voll im Stress: das Schulmädchen Mina Park. Bildschirmfoto aus "The Coma 2": Headup
Voll im Stress: das Schulmädchen Mina Park. Bildschirmfoto aus „The Coma 2“: Headup

Das Schulmädchen Mina Park wacht mitten in der Nacht in ihrer Schule auf. Doch sie erkennt das Haus kaum wieder – und muss Abenteuer gegen allerlei gruselige Kreaturen bestehen. Das Adventure dazu heißt „The Coma 2: Vicious Sisters“, ist im Stil japanischer Mangas gehalten, kommt aber aus Korea. Erschienen ist es nun bei Headup Games.

Rückfall in die 90er

Überzeugen konnte uns das PC-Spiel aber nicht: Technisch bewegt es sich auf dem Niveau der 1990er Jahre: Statt Sprachausgabe gibt es nur Geräusche und Sprechblasen, die Figuren bewegen sich wie eine von Kindern gebastelte Gliederpuppe. Auch heutzutage müssen Spiele nicht in Highend-3D-Grafik daher kommen, um zu überzeugen – dafür gibt es genug Beispiele. Aber „Coma 2“ wirkt wie ein Manga-Papierheft, das jemand auf die Schnelle in ein Computerspiel umwandeln wollte.

Werbevideo (Headup):

Zudem ist nicht nur die Hauptakteurin schulmädchenhaft, sondern auch die ganze Dialogführung und Geschichte: verschämte Liebeleien, alberner Klatsch und Tussi-Geplapper sind auf der Tagesordnung.

Fazit

Womöglich können sich koreanische Fans von koreanischen Comics dafür erwärmen – keine Ahnung.

Kurzüberblick:

  • Titel: „The Coma 2: Vicious Sisters“
  • Genre: Grusel-Schul-Adventure
  • Entwickler: Devespresso Games, Seoul
  • Publizierer: Headup

Autor der Rezension: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger