Alle Artikel mit dem Schlagwort: Horror

Versuchspatient Max (Johnathon Schaech) erweist sich leider letztlich als bissiger Stalker. Foto: EurovideoVersuchspatient Max (Johnathon Schaech) erweist sich leider letztlich als bissiger Stalker. Foto: Eurovideo

DVD „Day of the Dead – Bloodline“: Zombie Apokalypse beginnt im Krankenhaus

Mit “Day of the Dead – Bloodline“ hat Regisseur Hèctor Hernández Vicens einen weiteren Zombie-Horrorfilm fabriziert. Dabei referiert er auf die Originalverfilmung von George Andrew Romero, der bis heute als einer der Vorreiter des US-Horrorfilms gilt. Sichtlich bedient sich Vicens aber auch an der „The Walking Dead“-Ästhetik und Zutaten des klassischen Horror-Trashs: Kreischende Mädchen, exzessive Blutbäder und immer mal etwas nacktes Frauenfleisch. Erschienen ist dieses Blut-, Röchel- und Beiß-Werk nun fürs deutsche Heimkino.

Gelegentlich blitzen auch schräge Momente auf, wie bei diesem bissigen Hasen. Abb.: Tiberius Film

„Cabin Fever” neu verfilmt – noch blutiger und in 3D

Hüttenfieber im Horror-Neuaufguss auf 3D-Bluray erschienen Das mörderische Hüttenfieber ist zurück: Nach einigen mäßigen Fortsetzungen von „Cabin Fever“ hat nun Regisseur Travis Zariwny den Horror-Klassiker von Eli Roth („Hostel“) aus dem Jahr 2002 kurzerhand neu verfilmt. Nur dass er im neuen „Cabin Fever – The New Outbreak“ eine Gruppe von Großstadt-Teenagern, die in der Wildnis verseuchtes Wasser trinken, noch aufreizender, blutrünstiger und ekliger durch ein gewebezersetzendes Virus bei lebendigem Leibe zersetzt – und dies in 3D.

An ihren Umgangsformen müssen Amerikaner wie Deutsche hier wohl noch etwas feilen. Abb.: Koch Film

Bluray „Bunker of the Dead“:Gejagt von Nazi-Zombies

Regisseur Eich kreuzt „Blair Witch“ und „Doom“ zu trashiger Untotenorgie In „Bunker of the Dead” brechen Teenies in einen alten deutschen Bunker ein, finden statt Gold aber untote Nazis, die die Boten der neuen deutschen vernetzten Leitkultur gar nicht mögen. Ähnlich wie kürzlich die russische Produktion „Hardcore“ lehnt sich dieser Horror-Trash an Optik und Wahrnehmungsperspektive eines Ego-Shooters an. Regisseur Matthias Olof Eich bedient sich aber auch quer durch die Populärkultur: eine Brise Zombie-Film, eine Handvoll Nazi-Schlachten, hier etwas „Blair Witch Projekt“, da etwas „Doom“…

Skrupelloser Wissenschaftler: Albert Dekker als zylopischer Dr. Thorkel. Abb.: Paramount/ Koch

Dr. Zyklop schrumpft euch alle!

Science-Fiction-Klassiker von 1940 nun auf DVD erschienen Mit „Dr. Zyklop“ hat das deutsche Medienunternehmen „Koch“ nun einen fast vergessenen Film-Klassiker auf DVD veröffentlicht. In diesem Science-Fiction-Film über einen durchgedrehten Wissenschaftler, der mit radioaktiver Strahlung Menschen und Tiere schrumpft, hatte Regisseur Ernest B. Schoedsack („King Kong und die weiße Frau“) im Jahr 1940 seine Vorreiterrolle als Tricktechnik-Pionier in Hollywood erneut unter Beweis gestellt. Heute ist diese frühe Special-Effects-Werk indes kaum noch bekannt.

Rabbi Löw (rechts) und sein Gehilfe erschaffen einen Golem, der die Juden und den kaiser versöhnen soll. Doch den künstlichen Menschen im Griff zu behalten, erweist sich als schwierig. Abb.: Ufa

Der Golem erwacht zu DJ-Klängen

Erste Dresdner Stummfilmtage verbinden deutsche Filmklassiker mit Live-Musik Dresden, 24. April 2016. Rabbi Löw erschafft aus Lehm einen Golem, einen künstlichen Menschen, um das Prager Juden-Ghetto zu schützen – und DJ D’dread legt dazu Disko-Mucke auf. Da stimmt was nicht, meinen Sie? Paul Wegeners Horrorfilm-Klassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ (Deutschland, 1920) passt so gar nicht zum DJ-Pult? Warten wir es ab: Ende April 2016 haben die Dresdner die Chance, legendäre deutsche Stummfilm-Klassiker in variierender musikalische Live-Begleitung anzuschauen und sich selbst dazu eine Meinung zu bilden.

Muss noch nicht mal CIA-Drogen schlucken, um Schreikrämpfe zu bekommen: Journalistin Anne (Katia Winter). Foto: Koch Media

Banshee Chapter: Zuviel von Psychodrogen der CIA genascht

Verschwörungshorror auf den Spuren alter Gedankenkontroll-Versuche Vor allem in den 1960er und 70ern wurden der CIA und anderen US-Regierungsstellen oft und gern Experimente mit Gedankenkontrolle nachgesagt. Ob und wieviel da dran war, weiß man allerdings bis heute nicht so ganz – wär vielleicht mal eine lohnende Aufgabe für Wikileaks. Auf diese alten Gerüchte setzt auch der Horrorfilm „Banshee Chapter“ auf, der inzwischen auf DVD und Bluray zu haben ist. Titelgebend waren hier offensichtlich die markerschütternden Schreie, die die Probanden dieser bizarren Experimente wie die Banshee-Feen der keltischen Mythologie ausstoßen – Soundeffekte, die Regisseur Blair Erickson gern und oft einsetzt.

Da macht die Zombie-Apokalypse doch gleich wieder Spaß: Reporter Chase (Jesse Metcalfe) hat eine Motorsäge gefunden. Abb.: Legendary

DVD Dead Rising: Watchtower: Schrecklicher Zombie-Horror

Videospiel-Verfilmung röchelt lustlos vor sich hin Ein Virus verwandelt in einer US-Stadt die Bewohner in fresslustige Zombies. Die Regierung hat zwar einen Impfstoff, doch der erweist sich plötzlich wieder als wirkungslos: Ist das Virus mutiert oder stimmt mit dem Medikament etwas nicht? Die Reporter Chase (Jesse Metcalfe) und Jordan (Keegan Connor) kommen einem Komplott des Militärs auf die Spur – stecken aber dummerweise inmitten stöhnender Untoter, marodierender Motorrad-Gangster und wenig diskussionsbereiten Soldaten fest. In der Zombiespiel-Verfilmung „Dead Rising: Watchtower“, die ab morgen auf DVD erhältlich ist, müssen sie sich nun mit List und Motorsägen einen Weg durch die feindlichen Horden bahnen…

Foto: KSM

B-Horror „The Running Dead“: Welch billiger Abklatsch

An den Karibik-Zombies ist nur eines verstörend: Die schlechte Machart Und wieder mal haben die Zombies die Menschheit überrannt: In „The Running Dead“ flüchten sich Elvis (Scott Peat) und Tweeter (Marissa Merrill) vor den Untaten auf eine exotische Insel. Dort treffen sich auf eine Gruppe Überlebender, die ein scheinbar wohlsortiertes Leben in einem Villenanwesen führt. Doch deren Kommandand Kurt (James C. Burns) führt sich immer seltsamer auf und bald erkennen die Elvis und Tweeter, welches Fleisch sie hier essen…

Killer Nomura verarbeitet ein Schwester-Trauma ausgerechnet, indem er junge Frauen meuchelt. Foto: Tiberius

Bluray „Killers“: Wer einmal Blut leckt

Im japanischen Horrorthriller wird Folter-Groupie selbst zum Mörder Wer einmal Blut geleckt hat, kommt von diesem Geschmack nie wieder los – ist jedenfalls der sadistische Serienmörder Nomura (Kazuki Kitamura) überzeugt. Tagsüber mimt er den anständigen Banker, nachts aber foltert er junge Frauen zu Tode, filmt sie dabei und stellt die Videos dann ins Netz. Kameramann Bayu (Oka Antara) findet diese Aufnahmen erst abartig, dann daran Gefallen. Im pessimistisch-blutigen Horror-Thriller „Killers“ lassen die Regisseure Kimo Stamboel und Timo Tjahjanto die Beiden bald fleißig um die Wette morden.

Wenigstens gibt gelegentlich Möpse zu sehen - hier Draculas Leib-Vampyrin. Abb.: BSF

DVD „Dario Argentos Dracula“: Grauenhafter Murnau-Abklatsch

Schlampige Vampir-Adaption aus Italien Der junge Buchhalter Jonathan Harker (Unax Ugalde ) reist auf Bitten von Graf Dracula (Thomas Kretschmann, „Stalingrad“) nach Transsylvanien, um dort dessen Schlossbibliothek zu katalogisieren. Dabei hat er ein Amulett-Bild seiner Geliebten Mina um den Hals, die sofort des Grafen Gier weckt. Der saugt erst den Buchhalter aus, dann dessen Frau – wobei letztere plötzlich Hilfe vom Vampir-Jäger Van Helsing (Rutger Hauer, „Blade Runner“, “Die Mühle und das Kreuz“, “Blood & Flesh“) bekommt… Diese Geschichte ist so alt wie der deutsche Stummfilm – und schaut man sich Dario Argentos Neuverfilmung von „Dracula“ an, so könnte man tatsächlich denken, dass sich der Vampir-Film seit Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (1922) keinen Millimeter vorwärts bewegt hat.

Foto: Tiberius

Zeitsprung-Horror „Wake up and die“: Nackt-Ische wird jeden Morgen neu gemeuchelt

Eine ganz eigene Art von Zeitreise-Schrecken hat der kolumbianische Regisseur Miguel Urratia in „Wake up and die“ entworfen, eine Horrorversion von „Täglich grüßt das Murmeltier“ gewissermaßen. In dem inzwischen auch in Deutschland auf DVD erschienen Streifen wacht die junge Camilla jeden Morgen nackt und verwirrt im Bett eines Fremden auf, der ihr jeden Tagesanbruch aufs Neue in kleinen Variationen Frühstück anbietet – und sie dann stranguliert, ersticht oder erwürgt. Und ähnlich wie im Murmeltier scheint sich nur Camilla an ihre vergangenen Tode zu erinnern, probiert immer andere Überlebensstrategien aus, bis sie schließlich den vermeintlich perfekten Ausweg aus der grausigen Zeitschleife gefunden hat.

Hankdwerker-Kurs der etwas anderen Art: Um die Zombies loszuwerden, nimmt Clementine, was gerade zur Hand ist. Abb.: Telltale

Adventure „Walking Dead“: Ein Mädchen hämmert sich durch

In Episode 2 ist der Weg in die Berge von Zombies gesät So eine Zombie-Apokalypse hat ihre Nachteile: Statt rosa Ponys zu malen oder mit Freundinnen Casting-Shows zu gucken, muss das Mädchen Clementine Untote zerhämmern und böswillige Überlebende austricksen. Das aber beherrscht das Kind mittlerweile besser als manch depressiver Erwachsener, wie Jung-Clementine auch im zweiten Teil des Telltale-Adventures „The Walking Dead“ beweist, der nun als Download-Episode erschienen ist. Da nämlich kämpft sie sich erst aus einer von Zombies umzingelten Garage frei und muss dann mit der Gruppe, die sie in der ersten Episode gefunden hatte, gleich wieder auf Achse gehen, weil deren Farm-Haus nicht mehr sicher ist.

Die Schweine gibts inzwischen auch als Sammelfiguren. Foto: Klei

„Don’t starve“: Tags kommt der Hunger, nachts die Monster

Internet-Überlebensabenteuer gibt’s nun auch als Sammler-Box Wenn es düster kommt, dann dicke: Wir wachen als schräger Comic-Junge in der Wildnis mit leeren Taschen auf. Noch halb im Tran, gibt uns ein ominöser Guru namens Maxwell einen Tipp, bevor er sich verdünnisiert: „Don’t starve!“ – verhunger nicht! Denn eben das droht uns im gleichnamigen Überlebensspiel ständig – nebst der Dunkelheit mit ihren bösen Bestien.

Abb.: Universum Film

„Riddick“ jagt wieder auf düsterem Planeten

Bebrillter einsamer Wolf reißt Söldner Als Lord-Marschall der Negromonger ist Krieger Riddick (Vin Diesel) nachlässig und träge geworden. So sieht er den Schlag nicht kommen und wird von seinen Kumpanen wiedermal auf einem verlassenen Planeten ausgesetzt. Zum Glück ist Riddick nach ein paar Liegestützen wieder fit wie ein Turnschuh – und bestellt sich ein „Taxi“: Wohlwissend, dass er überall in der Galaxis steckbrieflich gesucht wird, lockt er per Notruf zwei Kopfgeldjäger-Raumschiffe an. Wenig überraschend für den Diesel-Kenner, dafür aber für die Söldner, wird aus dem Gejagten rasch ein Jäger.

Bakterienhorror „Cabin Fever 3“: Im Wasser wabert der Feind

Eine mehr oder minder lustige Junggesellen-Abschiedstour endet für eine Gruppe Jugendlicher in Schleim, Blut und Zombie-Catchen: Im Infektionshorror „Cabin Fever 3“, der nun auf DVD erschienen ist, stranden sie mit ihrem Boot auf einer gesperrten Insel, auf der Forscher mit tödlichen Bakterien experimentieren, die im ersten „Cabin Fever“ schon eine jugendliche Wandergruppe in blutige Zombies verwandelt hatten. Genregemäß sind die Bakterienforscher straff skrupellos, experimentieren wegen des niedrigen Filmbudgets zudem in schleusenlosen Laboren und es kommt, wie es kommen muss: Alle sterben schön eklig – außer Patient 0 (Sean Astin, „Herr der Ringe“)…