Alle Artikel mit dem Schlagwort: Insolvenz

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Investor für insolvente Solarworld in Sicht

Verhandlungen in letzter Minute in Gang gekommen Bonn/Freiberg, 26. Juli 2017. Möglicherweise verlieren nun doch nicht alle Mitarbeiter der insolventen Solarworld in der kommenden Woche ihre Jobs: Eine – bisher ungenannte – Investorengruppe hat ein ernsthaftes Interesse daran angemeldet, zumindest die Standorte Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen zu übernehmen, teilte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg heute mit. Verhandlungen in letzter Minute in Gang gekommen Bonn/Freiberg, 26. Juli 2017. Möglicherweise verlieren nun doch nicht alle Mitarbeiter der insolventen Solarworld in der kommenden Woche ihre Jobs: Eine – bisher…

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

CooolCase Dresden startet nach Pleite neu

Durch Paket-Butler und andere neue Aufträge sieht Chef Michel wieder Morgenröte für Gehäusebau-Firma Dresden, 29. Juli 2016. Mit einem mechanischen „Paket-Butler“, der Pakete vom Boten automatisch an der Wohnungstür entgegen nimmt, und anderen Auftragskonstruktionen für Technologiefirmen will Geschäftsführer Christian Michel das angeschlagene Dresdner Gehäusebau-Unternehmen „CooolCase“ nun doch noch aus der Pleite führen: „Unsere alten Kunden haben uns die Treue gehalten, wir haben neue Aufträge gewinnen können und dies gibt CooolCase eine Zukunft“, sagte er. Allerdings ist seit der Insolvenz Mitte September 2015 fast jeder zweite Job flöten gegangen: Statt mit 120 startet der Betrieb nun mit nur noch 65 Mitarbeitern neu. Durch Paket-Butler und andere neue Aufträge sieht Chef Michel wieder Morgenröte für Gehäusebau-Firma Dresden, 29. Juli 2016. Mit einem mechanischen „Paket-Butler“, der Pakete vom Boten automatisch an der Wohnungstür entgegen…

Das "Kraftwerk" auf Brennstoffzellen-Basis lädt ein Smartphone wieder auf. Foto. eZelleron

Mini-Kraftwerk-Hersteller geht von Dresden in die USA

eZelleron Dresden wird geschlossen Dresden, 20. April 2016. Die Bemühungen Dresdens, sich zu einer Hochburg der Energiesystemtechnik zu entwickeln, haben einen herben Rückschlag durch einen bisher viel gefeierten Hoffnungsträger erfahren: Das Unternehmen eZelleron GmbH, das ein Mini-Kraftwerk auf Brennstoffzellen-Basis entwickelt hatte und zunächst hier produzieren und vermarkten wollte, wird aufgelöst. Statt dessen haben die Initiatoren Sascha Kühn und Martin Pentenrieder im Januar 2016 eine neue Holding „kraftwerk Inc.“ in den USA gegründet, die im kalifornischen Silicon Valley das Geld einsammeln soll, um das „Mini-Kraftwerk für die Hosentasche“ weiterzuentwickeln und in Großserie produzieren zu können. De facto verlagert sich also der Hauptsitz der Kern-Unternehmung von Deutschland in die USA. eZelleron Dresden wird geschlossen Dresden, 20. April 2016. Die Bemühungen Dresdens, sich zu einer Hochburg der Energiesystemtechnik zu entwickeln, haben einen herben Rückschlag durch einen bisher viel gefeierten Hoffnungsträger erfahren:…

Abb.: hw

Weniger Firmenpleiten in Sachsen

Kamenz, 14. März 2016. Reichlich 1000 Firmen sind im Jahr 2015 in Sachsen pleite gegangen. Das waren 7,7 % weniger als im Vorjahr. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz heute mitgeteilt. „Der seit 2010 andauernde Abwärtstrend an Unternehmensinsolvenzen hielt somit an“, informierten die Landesstatistiker. Kamenz, 14. März 2016. Reichlich 1000 Firmen sind im Jahr 2015 in Sachsen pleite gegangen. Das waren 7,7 % weniger als im Vorjahr. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz…

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

Coool Case Dresden ist pleite

Amerikanischer Kunde hat Millionen-Auftrag storniert Dresden, 18. September 2015. Der Dresdner Elektronikgehäuse-Hersteller „Coool Case“ ist pleite. Ein amerikanischer Kunde habe „mit sofortiger Wirkung im Juni alle Aufträge storniert und verweigert die ordentliche Abwicklung des Schadens“, teilte Coool-Case-Geschäftsführer Christian Michel auf Facebook mit. Daher habe er Insolvenz für sein Unternehmen beantragt. Amerikanischer Kunde hat Millionen-Auftrag storniert Dresden, 18. September 2015. Der Dresdner Elektronikgehäuse-Hersteller „Coool Case“ ist pleite. Ein amerikanischer Kunde habe „mit sofortiger Wirkung im Juni alle Aufträge storniert und verweigert…

Versenkt schon seit Jahren Millionen Euronen: das städtische Nanoelektronikzentrum NanoZ in Dresden-Klotzsche. Fotos (2) & Montage: Heiko Weckbrodt

Ob nun Pleite oder nicht: Nanoelektronikzentrum Dresden versenkt in jedem Fall noch Millionen

Selbst ein NanoZ-Exit würde die Stadt acht Millionen Euro kosten Dresden, 9. Juni 2015. Wie auch immer die Stadt mit ihrem defizitären Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ alias Nanocenter) in Dresden-Klotzsche weiter verfährt, ob sie es dicht macht und nachinvestiert: In wohl jedem Falle werden Stadtrat und Verwaltung noch einmal 4,5 bis acht Millionen Euro aus den Rathauskassen nehmen müssen, um die Probleme so oder so zu lösen. Das geht aus den tröpfelnden Verwaltungsangaben an die Stadträte hervor. Selbst ein NanoZ-Exit würde die Stadt acht Millionen Euro kosten Dresden, 9. Juni 2015. Wie auch immer die Stadt mit ihrem defizitären Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ alias Nanocenter) in Dresden-Klotzsche weiter verfährt,…

Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus erwartet einen zweiten Solarboom in Deutschland - der werde allerdings vom Markt und nicht von Einspeise-Vergütungen getrieben sein. Foto: Heiko Weckbrodt

Solarwatt rechnet mit „2. Photovoltaik-Boom“ in Deutschland

Dresdner Solarfirma steuert nach Beinahe-Pleite wieder ins Plus Dresden, 13. September 2014: Der Totengesang auf die einst weltweit führende deutsche Solarindustrie wurde möglicherweise verfrüht gesungen: „In Deutschland ist demnächst ein zweiter Photovoltaik-Boom zu erwarten“, glaubt jedenfalls Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus. Was an Unternehmen nach der tiefen Branchenkrise übrig geblieben sei, tanze jetzt nicht mehr um Fördermillionen und Strafzölle herum wie ums goldene Kalb, sondern habe sich neustrukturiert und setze nun auf Produkte, die auch auf dem freien Markt wettbewerbsfähig seien. „Und damit rechne in Mitteleuropa und insbesondere in Deutschland mit einem wachsenden Markt“, sagt der Chef des einst selbst arg gebeutelten Dresdner Solarmodul-Herstellers. „Das wird sicher nicht explosionsartig stattfinden, aber es wird ein solide wachsender Markt sein.“ Dresdner Solarfirma steuert nach Beinahe-Pleite wieder ins Plus Dresden, 13. September 2014: Der Totengesang auf die einst weltweit führende deutsche Solarindustrie wurde möglicherweise verfrüht gesungen: „In Deutschland ist demnächst ein…

Ein Galliumnitrid-beschichterer Silizium-Wafer von Azzurro. Abb. (3): Azzurro

Dresdner Elektronikfirma „Azzurro“ pleite

Auf dem Weg zu Galliumnitrid-beschichteten Wafern ging Fabrik das Geld aus Dresden, 6. Mai 2014: Die auf Spezial-Chipscheiben mit Galliumnitrid-Beschichtung spezialisierte Dresdner Hightech-Firma „Azzurro“ ist pleite. Das hat Insolvenzverwalter Gunter Tarkotta auf Anfrage bestätigt. Dem Unternehmen sei es nicht gelungen, seine innovative Technik bis zur Marktreife zu bringen und damit Geld zu verdienen, schätzte der Rechtsanwalt ein. „Die Entwicklung ist steckengeblieben. Man fand keine neuen Geldgeber mehr, um sie zu Ende zu bringen.“ Der größte Teil der 42-köpfigen Belegschaft an der Breitscheidstraße sei freigestellt und als arbeitslos gemeldet. Geblieben sei nur eine kleine Abwicklungsmannschaft von sieben Mitarbeitern. Land und Stadt hatten den Fabrikbau noch 2012 als einen großen Ansiedlungserfolg für den Mikroelektronikstandort Dresden gefeiert und gefördert. Auf dem Weg zu Galliumnitrid-beschichteten Wafern ging Fabrik das Geld aus Dresden, 6. Mai 2014: Die auf Spezial-Chipscheiben mit Galliumnitrid-Beschichtung spezialisierte Dresdner Hightech-Firma „Azzurro“ ist pleite. Das hat Insolvenzverwalter Gunter…

MOSAID will Lizenzrechte an Qimonda-Patenten übernehmen

München/Ottawa/Dresden, 14. August 2013: Die kanadische Patentverwertungsgesellschaft „MOSAID“ will die Exklusivrechte am gesamten Patent-Portfolio des pleite gegangenen deutschen Speicherchip-Herstellers Qimonda erwerben. Das sieht eine Übereinkunft („Memorandum of Understanding“) vor, das MOSAID-Vertreter und Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé nun unterschrieben haben. München/Ottawa/Dresden, 14. August 2013: Die kanadische Patentverwertungsgesellschaft „MOSAID“ will die Exklusivrechte am gesamten Patent-Portfolio des pleite gegangenen deutschen Speicherchip-Herstellers Qimonda erwerben. Das sieht eine Übereinkunft („Memorandum of Understanding“) vor, das…

Neues Opfer der Solarkrise: AE Photonics Dresden pleite

Dresden, 3. Mai 2013: Der Dresdner Solarmodul-Händler und -installateur „AE Photonics“ ist pleite. Das Amtsgericht Dresden hat inzwischen das Insolvenzverfahren über das Unternehmen eröffnet und den Dresdner Rechtsanwalt Christian Heintze als Insolvenzverwalter eingesetzt. Dresden, 3. Mai 2013: Der Dresdner Solarmodul-Händler und -installateur „AE Photonics“ ist pleite. Das Amtsgericht Dresden hat inzwischen das Insolvenzverfahren über das Unternehmen eröffnet und den Dresdner Rechtsanwalt Christian Heintze…

Solarwatt stellt Module auf Vollverglasung um

Dresden, 25. März 2013: „Solarwatt“ stellte seine Produktion auf vollverglaste Module um, die langsamer altern und damit eine längere Lebenserwartung haben sollen. Das kündigte das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen heute an. Glas-Glas-Module haben zwar auch andere Solarfirmen – wie  etwas Solarworld – im Portefeuille. Nach eigenen Angaben ist Solarwatt aber der erste Anbieter in der Branche, der seine gesamte Produktion auf die neue Bauart umstellt, bei der die Solarmodule nicht mehr auf der einen Seiten mit witterungsanfälligeren Folien, sondern beidseitig mit Glas gekapselt werden. Dresden, 25. März 2013: „Solarwatt“ stellte seine Produktion auf vollverglaste Module um, die langsamer altern und damit eine längere Lebenserwartung haben sollen. Das kündigte das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen heute an. Glas-Glas-Module…

Letzter Ausverkauf bei Qimonda

Insolvenzverwalter startet Patent-Veräußerung München, 22. November 2012: Der insolvente deutsche Speicherchip-Hersteller „Qimonda“ hat zwar schon im Jahr 2009 das letzte Licht ausgeschaltet – doch die letzte Stufe des Ausverkaufs beginnt erst jetzt: Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat heute angekündigt, ab sofort das Patentportefeuille von Qimonda zu veräußern. Dabei handele es sich um über 7500 Patente und Patentanmeldungen. Insolvenzverwalter startet Patent-Veräußerung München, 22. November 2012: Der insolvente deutsche Speicherchip-Hersteller „Qimonda“ hat zwar schon im Jahr 2009 das letzte Licht ausgeschaltet – doch die letzte Stufe des Ausverkaufs beginnt…

Nach Pleite: Dresdner Solarfirma „Sunstrom“ von alten Chefs gekauft

Hälfte der Jobs durch Insolvenz futsch Dresden, 15. Oktober 2012: Nachdem Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg über die Hälfte der einst 145 Mitarbeiter entlassen hat, macht die angeschlagene Dresdner Solarfirma unter alter-neuer Führung weiter wie bisher: Die bisherigen Geschäftsführer Stephan Riedel und Reiner Matthees haben die frühere Solarwatt-Tochter gekauft und führen sie nun unter dem Namen „MR SunStrom GmbH“ mit einem ähnlichen Geschäftsmodell wie vor der Pleite fort. Hälfte der Jobs durch Insolvenz futsch Dresden, 15. Oktober 2012: Nachdem Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg über die Hälfte der einst 145 Mitarbeiter entlassen hat, macht die angeschlagene Dresdner Solarfirma unter alter-neuer…

Solarwatt Dresden (vorerst) gerettet: Gläubiger verzichten auf Großteil ihres Geldes

BMW-Milliardär Quandt wird Hauptaktionär Dresden, 11. September 2012: Die Gläubiger der angeschlagenen Solarwatt AG Dresden haben heute den Sanierungsplan des Unternehmens geschlossen abgesegnet und damit einen Neustart ermöglicht. Das teilte Solarwatt im Anschluss an die heutige Gläubiger-Versammlung mit. Im Kern werden die Lieferanten, Anleihe-Zeichner und andere unbesicherte Gläubiger (dazu gehören zum Beispiel nicht die Banken) auf 84 Prozent ihrer offenen Forderungen verzichten, im Gegenzug gibt BMW-Milliardär Stefan Quandt eine millionenschwere Kapitalspritze und wird Haupteigentümer des Unternehmens. Wenn bis Anfang Oktober kein Widerspruch gegen diesen Plan eingeht, wird das Insolvenzverfahren beendet und Solarwatt nimmt mit 337 der einst 473 Stammmitarbeiter den normalen Geschäftsbetrieb wieder auf. BMW-Milliardär Quandt wird Hauptaktionär Dresden, 11. September 2012: Die Gläubiger der angeschlagenen Solarwatt AG Dresden haben heute den Sanierungsplan des Unternehmens geschlossen abgesegnet und damit einen Neustart ermöglicht. Das teilte…