Alle Artikel mit dem Schlagwort: Insolvenz

Solarwatt Dresden (vorerst) gerettet: Gläubiger verzichten auf Großteil ihres Geldes

BMW-Milliardär Quandt wird Hauptaktionär Dresden, 11. September 2012: Die Gläubiger der angeschlagenen Solarwatt AG Dresden haben heute den Sanierungsplan des Unternehmens geschlossen abgesegnet und damit einen Neustart ermöglicht. Das teilte Solarwatt im Anschluss an die heutige Gläubiger-Versammlung mit. Im Kern werden die Lieferanten, Anleihe-Zeichner und andere unbesicherte Gläubiger (dazu gehören zum Beispiel nicht die Banken) auf 84 Prozent ihrer offenen Forderungen verzichten, im Gegenzug gibt BMW-Milliardär Stefan Quandt eine millionenschwere Kapitalspritze und wird Haupteigentümer des Unternehmens. Wenn bis Anfang Oktober kein Widerspruch gegen diesen Plan eingeht, wird das Insolvenzverfahren beendet und Solarwatt nimmt mit 337 der einst 473 Stammmitarbeiter den normalen Geschäftsbetrieb wieder auf.

Solarwatt: Sunstrom-Pleite tangiert unsere Sanierungspläne nicht

Dresden, 29.7.2012: Die Pleite ihrer Tochter „Sunstrom“ werde auf den Geschäftsbetrieb und die Sanierung der Dresdner „Solarwatt AG“ keinen Einfluss haben. Das hat der Solarwatt-Vorstand in einer Reaktion auf die Sunstrom-Insolvenz (Der Oiger berichtete) betont. Das Unternehmen werde wie angekündigt am 31. Juli einen Restrukturierungsplan beim zuständigen Insolvenzrichter im Amtsgericht Dresden einreichen, kündigte Sprecher Tobias Eberle heute namens der Solarwatt AG an.

Nächstes Opfer der Solarkrise: Sunstrom Dresden ist pleite

Dresden, 27.7.2012: Die Solarkrise hat ihr nächstes Opfer gefunden: Nun ist auch die Dresdner „Sunstrom“ pleite. Der Komplettanbieter für Photovoltaik-Anlagen hat beim Amtsgericht Dresden Insolvenz angemeldet, wie Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg von der Kanzlei „hww wienberg“ heute mitteilte – das Gericht hat ihn vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Qimonda-Insolvenzverwalter will nun doppelt soviel von Infineon: 3,4 Mrd. €

  Neubiberg/Dresden, 15.6.2012: Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat seine Forderungen gegen Infineon nahezu verdoppelt: Statt mindestens 1,7 Milliarden Euro will er nun mindestens 3,35 Milliarden Euro plus Zinsen von dem deutschen Logikchip-Konzern. Das teilte Infineon heute mit. Die Börse reagierte mit einer leichten Abwertung der Infineon-Aktie.

Micron bestätigt Übernahmegespräche mit Elpida

Boise, 10.5.2012. Der US-Speicherchiphersteller Micron hat nun auch offiziell die bereits gerüchteweise bekannt gewordenen Übernahmegespräche mit dem insolventen japanischen Konkurrenten Elpida bestätigt. In einem Bieter-Wettbewerb habe sich Elpida für Micron als den aussichtsreichsten Kandidaten für die Übernahme des gesamten Geschäftsbetriebes entschieden. Elpida war im Februar 2012 pleite gegangen  hw

Qimonda-Insolvenzverwalter fordert Milliardenbetrag von Infineon

Neubiberg, 14.2.2012: Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé fordert 1,71 Milliarden Euro von Infineon – plus Zinsen. Einen entsprechenden Zahlungsantrag hat Jaffé beim Landgericht München I im Rahmen des Rechtsstreits um die frühere Qimonda AG eingereicht. Der Chipkonzern Infineon (Neubiberg) hat die Forderungen zurückgewiesen – der Aktienkurs des Halbleiterunternehmens fiel dennoch im elektronischen Handel um über vier Prozent.