Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nanotechnologie

Energiesparender Germanium Nanodraht Transistor, der durch ein elektrisches Signal in einen p- oder einen n- leitenden Zustand gebracht werden kann. Transmissionselektronenmikroskop-Aufnahme des Querschnittes. Abb.: Namlab / TUD

Dresdner entwickeln Germanium-Transistor neuen Typs

Schalter aus Nanodrähten soll für bessere Stromspar-Chips sorgen Dresden, 4. Februar 2017. Forscher der TU Dresden haben Computerchip-Schalter aus der Urzeit der Mikroelektronik mit Nanotechnologie neu designt und dadurch stark verbessert. Ein Team um Jens Trommer und Dr. Walter Weber von der NaMLab gGmbH und vom Zukunftelektronik-Forschungszentrum cfaed der Uni entwickelte einen Transistor, der aus Germanium-Nanodrähten statt aus Silizium besteht. Dieser besonders stromsparsame Nanoschalter lässt sich sowohl im Negativ- wie im Positiv-Ladungsbetrieb (Elektronen- oder Lochladungen oder auch n- bzw. p-Modus genannt) betreiben und kombiniert damit zwei Schaltungen, für die in heutigen Computerchips zwei verschiedene Silizium-Transistoren nötig sind.

Selbstorganisierende Nanotechnologie: Die Polymer-Elektronik-Manchetten rollen sich nach gezielten Signalen (zum Beipsiel Änderungen der Temperatur oder des ph-Wertes) um heilungsbedürftige Nervenfasern. Graphik: IFW Dresden

Nano-Wundverband rollt sich auf Befehl um Nerven

Sächsische Forscher entwickeln selbstorganisierende Nano-Strukturen für Medizin Dresden/Chemnitz, 21. November 2015. Prof. Oliver G. Schmidt aus Dresden hat mit anderen sächsischen Forschern Nano-Wundverbände entwickelt, die sich auf Befehl selbstständig um geschädigte Nervenbahnen rollen und diese stimulieren können. Das teilte das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden mit, an dem Prof. Schmidt das Teilinstitut für Integrative Nanowissenschaften leitet. Der Forscher ist zudem Professor für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz.

Eben noch Science-Fiction, vielleicht aber schon bald gängige Praxis: So wie hier der Comic-Turboforscher "Iron Man" setzen immer mehr Wissenschaftler Supercomputer und Simulationen ein, um neue erstaunliche Materialien zu entwickeln. Abb.: Paramount

Supercomputer als Turbo für neue Hightech-Werkstoffe

TU-Forscher Cuniberti: Simulationen werden Innovationszyklen spürbar verkürzen Dresden, 15. Mai 2015: Supercomputer werden die Entwicklung neuer Hightech-Werkstoffe in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen. Das hat der Dresdner Nanotechnologe Prof. Gianaurelio Cuniberti zum Start des neuen Superrechnern „HRSK II“ an der TU Dresden prognostiziert. Habe es im Laufe des 20. Jahrhundert oft 20 Jahre und mehr gedauert, um bahnbrechende neue Werkstoffe wie Teflon, Lithium-Elektroden für Akkus oder Gallium-Arsenid-Halbleiter in die praktische Anwendung zu überführen, werde es durch Computersimulationen künftig möglich sein, diese Innovationszyklen drastisch zu verkürzen. Die dabei entwickelten Hightech-Materialien sollen der Medizin, den Automobilbau, die Energietechnik und viele weitere Wissenschafts- und Wirtschaftssektoren in Deutschland und Europa einen deutlichen Vorsprung verschaffen.

Abb.: B-Cube

Nanotech-Systeme sollen wie Zellen selbst wachsen

Bund gibt neun Millionen Euro für „B-Cube“-Ausbau in Dresden Dresden/Berlin, 1. April 2015: Mit der automatischen Konstruktion künstlicher Zellen beschäftigt sich eine neue Nachwuchsforscher-Gruppe, die nun am Dresdner Biotech-Zentrum „B-Cube“ gebildet wird. Laut Angaben der Mutter-Universtität, der TU Dresden, handelt es sich dabei um ein noch junges Forschungsgebiet, bei dem die Selbstassemblierung von Systemen nach dem Vorbild der Natur im Mittelpunkt steht. Letztlich geht es darum, dass nanotechnologische Konstruktionen für den Einsatz in Medizin, Analytik und Industrie ähnlich wie biologisches Gewebe von selbst wachsen sollen.

Die Voyager-Raumsonden haben thermoelektrische Stromversorgung an Bord, da Solarsegel am Rande des Sonnensystems nicht genug "Saft" liefern. Dresdner Leibniz-Forscher wollen mit neuen Ansätzen diese Thermoelektrik-Technologie effektiver und für den Praxiseinsatz auf Erden nutzbar machen. Visualisierung: NASA

Strom aus Hitze: Physiker will in Dresden Voyager-Technik auf Erden nutzbar machen

Thermoelektrik-Experte Kornelius Nielsch wechselt zum IFW Dresden Dresden, 27. März 2015: Wer versucht, Wärme direkt in Strom umzuwandeln, muss sich auf magere Ausbeute einstellen – der Wirkungsgrad dieser Energietransformation gilt als gering. Dies mit Hilfe von Nanotechnologie zu ändern und auch neue Anwendungen für thermoelektrische Wandler zu finden, hat sich Prof. Kornelius Nielsch auf die Fahnen geschrieben, der ab 1. April 2015 das Teilinstitut für Metallische Werkstoffe im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden leitet. Der 42-jährige Physiker wechselt von der Uni Hamburg ans IFW und löst dort den Dresdner Supraleit-Guru Prof. Ludwig Schultz ab, der inzwischen in den Ruhestand gegangen ist.

Dieser Auszug aus einer Visualisierung der Harvard-Universität zeigt die Zellmotoren (blau), die auf winzigen Molekularfüßen nanometerweise auf den Mikroröhrchen (grün) in biologischen Zellen Materialien transportieren. Diese Methode wollen Dresdner "B Cube"-Forscher nanotechnologisch einspannen. Abb.: Harvard Uni

Schnelldiagnose vom Nanotech-Zellmotor

Dresdner “B Cube”-Forscher wollen Diagnose-Chips und Parallelcomputer aus winzigen Biomaschinen konstruieren Dresden, 27. Januar 2015: Dresdner Forscher wollen mikroskopisch kleine Zell-Motoren einsetzen, um neuartige Schnelltest-Chips beispielsweise für Leukämie und Diabetes zu bauen. Auch die Konstruktion biologischer Computer, die vielverzweigte Entscheidungs-Rätsel sehr schnell zu lösen vermögen, sei mit diesen nur wenige Nanometer großen Biomotoren denkbar, schätzte Physik-Professor Stefan Diez vom Dresdner Forschungszentrum „B Cube“ ein. Allerdings werde es noch einige Jahre bis zu einem Praxiseinsatz dieser biologischen Nanotechnologie dauern.

Sumio Iijima. Foto: NIMSoffice, Wikipedia, cc3-Lizenz

CNT-Entdecker: Nanoforschung wird von Supermikroskopen getrieben

Japanische Nano-Koryphäe Iijima besucht Dresdner Elektronikzentrum „cfaed“ Dresden, 11. September 2014: Die Entdeckung neuer Nano-Werkstoffe für leistungsfähigere Computerchips und für die Biotechnologie hängt entscheidend von der Entwicklung noch hochauflösender Elektronen-Mikroskope ab. Das schätzt der japanische Physiker Sumio Iijima ein, der morgen das Dresdner Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ besuchen will. Der 75-jährige Iijima gilt als Pionier der Nanotechnologie: Er hatte 1991 die sogenannten „Kohlenstoff-Nanoröhrchen“ (CNTs) entdeckt, die heute als ein Schlüsselmaterial für innovative Halbleiter, besonders haltbare Sportgeräte und neuartige Wasserstoff-Speicher gelten.

Abb.. Hugh Howey/ Amazon

Sci-Fi-eBuch „Dust“: Jetzt wird abgerechnet

Im Finale der dystopischen „Silo“-Trilogie bekommen die Fascho-Senatoren ihr Fett weg Gibt es eine bewohnbare Welt über den Bunkern? Wird sich die kleine Rest-Menschheit je aus dem Würgegriff der IT-Abteilungen befreien können? Steckt in der Matroschka aus immer neuen Lügen in der Lüge aus „Silo 1“ vielleicht doch noch ein Stück Wahrheit über die Welt da draußen? Fragen über Fragen, die der US-amerikanische Independent-Autor Hugh Howey in seinem Sci-Fi-Roman „Dust“ („Staub“), mit dem er nun seine dystopische „Silo“- Reihe abgeschlossen hat, auseinander druselt. Fans dieser eBuch-Serie kommen hier noch einmal voll auf ihre Kosten: Die letzten Fäden im Euthanasie-Komplott faschistischer US-Senatoren werden enthüllt, die heldische Mechanikerin Juliette baggert sich durch die Silos und es wird zum Finale noch einmal ziemlich action-reich.

In Freiberg kann man künftig Nanotechnologie studieren. Foto: Bergakademie Freiberg

Bergakademie Freiberg führt Nanotechnologie-Studium ein

Freiberg, 1. September 2014: Weil in der Zwergenwelt von einzelnen Molekülen und Atomlagen die Genese ganz neuer Werkstoffe zu erwarten ist, bietet die Bergakademie Freiberg ab dem Wintersemester 2014/15 einen neuen Studiengang „Nanotechnologie“ an. Laut Angaben der sächsischen Universität handelt es sich um den deutschlandweit ersten Diplomstudiengang mit solch einer Spezialisierung.

Dresdner Forscher lernen von der Natur: DNA-Befehle dienen ihnen als Baupläne für selbstkonstruierende Elektronik. Visualisierung: cfaed/ TUD

Dresdner forschen an Mikrochips nach DNA-Bauplan

Computer sollen sich nach Vorbild der Natur selbst konstruieren Dresden, 3. Mai 2014: Seit Anbeginn der Zeit liebt die Menschheit die „Von oben nach unten“-Methode („Top-Down“), um Artefakte zu erzeugen, Produkte herzustellen: Von den ersten Figuren, die aus dem Stein herausgemeißelt wurden bis zu den gebündelten Lichtstrahlen, die in den Chipwerken das Silizium strukturieren. Doch gerade in der Nanoelektronik stößt dieser Ansatz immer mehr an seine Grenzen, weil dort hochpräzise „Werkzeuge“ wie beispielsweise die Röntgen-Belichtung noch unausgereift und sehr teuer sind. Deshalb wollen Forscher in Dresden und anderswo nun auch den umgekehrten Weg ausloten: 100 internationale Experten erwartet Nach dem Vorbild der Natur setzen sie zum Beispiel genetische Baupläne wie die DNA-Codes von Organismen ein, um selbstorganisierende Strukturen zu erzeugen. Über diese „Von unten nach oben“-Methode („Buttom-Up“) wollen sich rund 100 internationale Experten ab Montag im Dresdner „Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme“ (MPI-PKS) in der Tagung „DNA-Based Nanotechnology“ (5. bis 9. Mai 2014) austauschen.

Sollen durch Glaswände hindurch Roboterhände antreiben: Supraleitroboter. Visualisierung: evico

Mit Nanomagneten gegen Krebs

1500 Magnetismus-Experten zur „Intermag“ in Dresden erwartet Dresden, 1. Mai 2014: Der Kampf mit Nanomagneten gegen Krebs und die Verknappung strategischer Magnet-Rohstoffe sind einige der Themen, die rund 1500 Magnetismus-Experten ab Sonntag auf der Großkonferenz „Intermag“ in Dresden diskutieren wollen. Erwartet werden Forscher und Industrievertreter aus über 50 Ländern. Das teilte das Dresdner „Leibniz-Institut für Festkörper und Werkstoffforschung“ (IFW) mit, dessen Direktor Prof. Ludwig Schultz zu den Organisatoren der „Intermag 2014“ gehört. Diese Tagung gastiert laut IFW-Angaben nur alle sechs Jahre überhaupt in Europa.

Das Dresdner Team "Nanormous" demonstriert auf der Hannovermesse ihre Nanokapseln, die künftig einmal Medizin punktgenau in Organismen einschleusen sollen. Abb.: Nanormous

Dresdner mit Nanofabriken auf Hannovermesse

Dresden/Hannover, 4. April 2014: Über 50 Institute und Unternehmen zeigen auf der Hannovermesse (7.-11. April 2014, Hannover) eine Leistungsschau des sächsischen Hightech-Standortes Dresden. Sie stellen Nanoroboter ebenso wie Riesenmotoren aus, aber auch Supraleittechnik, Software, organische Elektronik, neuartige Prozessorarchitekturen und viele andere Innovationen. Vor allem die TU und die Fraunhofer-Institute sind stark vertreten.

Gold für Dresdner „Nanormous“-Studenten bei Wettbewerb in USA

Dresden/Boston, 5. November 2013: Dresdner TU-Nachwuchsforscher haben mit ihren medizinischen Nanofabriken eine Goldmedaille beim internationalen Studenten-Wettbewerb „BIOMOD“ der Harvard-Universität in Boston gewonnen. Das teilte die TU Dresden mit. Prämiert wurden sowohl das Projekt des Teams „Dresden Nanormous“ wie auch die Präsentation durch ein Video und ein Wiki-Nachschlagewerk.

Junge Dresdner falten Minifabriken gegen Krebs

TU-Studenten beteiligen sich mit „schlauen“ Nano-Kapseln an Wettbewerb in den USA Während andere junge Menschen in sogenannten „Casting Shows“ herummodeln, stellen sich elf Dresdner TU-Studenten einer etwas komplizierteren Herausforderung: Sie haben mikroskopisch kleine Medizinfabriken konstruiert, die in Zukunft vielleicht einmal helfen könnten, Krebs zu heilen. Anfang November reisen sie nach Boston und stellen ihre raffinierten Nanokapseln in einem internationalen Studenten-Wettbewerb der Harvard-Universität vor.