Alle Artikel mit dem Schlagwort: Messtechnik

Asmec-Chef Thomas Chudoba schiebt einen Probenträger in eine Messanlage, die die Härte von dünnen Schichten analysiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Härteprüfer aus Sachsen

Asmec Dresden: Messtechnik-Branche im Freistaat ist innovati, aber es fehlt der Rückhalt der Großen Dresden/Berlin, 30. Juni 2021. Die sächsische Messtechnik-Branche bringt zwar bemerkenswerte Innovationen hervor, kämpft aber immer noch mit strukturellen Nachteilen gegenüber den internationalen Wettbewerbern. Das hat Thomas Chudoba, der Gründer des Dresdner Härtemesstechnik-Entwicklers „Asmec“ eingeschätzt. In den USA, in der Schweiz und anderen Ländern seien Messtechnik-Firmen oft eng liiert mit großen Konzernen, die ihre Geräte dann später nutzen, mit staatlichen Forschungseinrichtungen oder mit Rüstungsschmieden. Dies mindere die Innovationsrisiken und -kosten dieser Unternehmen. „Wenn zum Beispiel das Militär de facto die ganze Entwicklung eines besonderen Messgerätes finanziert, dann hält sich der Aufwand für die Messtechnik-Firma in Grenzen“, nennt er ein Beispiel.

Die Sweepme!-Software kombiniert Messgeräte für immer neue Experimente. Foto: Axel Fischer für Sweepme!

Sweepme! für alle: Physiker gründen wegen Messfrust eigene Softwarefirma

Schöner forschen: TU Dresden setzt auf Messtechnik-Baukasten ihrer Ausgründung Dresden, 26. April 2021. Damit Naturwissenschaftler, Ingenieurinnen und Technologen die Objekte ihrer Forschungsbegierde künftig einfacher ausmessen können, lizenziert die Dresdner TU-Ausgründung „Sweepme!“ ihre gleichnamige Messtechnik-Software nun pauschal an ihre Mutter-Uni. Das hat die TUD heute mitgeteilt.

Das Logo von "Jugend forscht 2021" gibt die Marschrichtung vor: Die Ausrichter wollen Projekte, die etwas mit Klima, Umwelt und rosa ökologischen Fußabdrücken zu tun haben. Grafik_ Jugend forscht

Jugend forscht an Stinksocken-Automaten und mobilen Staubmessern

Sechs Schüler aus Sachsen für Bundesfinale in Heilbronn qualifiziert Dresden/Chemnitz, 28. März 2021. Die Reisetasche ausschützen und denn den ganzen Sockenberg beschnüffeln, nur um die frischen von den stinkenden zu trennen? Puh – keine appetitlich Aufgabe! Das muss doch robotersicher-technisch lösbar sein, hat sich der 14-jährige Jasper Bauerschaper vom Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz gedacht. Also hatte ich die Idee, ein Gerät zu bauen, mit dem man das testen kann.“  Und so entwickelte der Gymnasiast aus einem Arduino-Minicomputer, Sensoren und anderer Ausrüstung eine automatische Stinksocken-Erkennungsmaschine – und wurde dafür am Wochenende zum sächsischen „Community Champion“ im Landesausscheid von „Jugend forscht“ gekürt. Außerdem heimste er damit 2509 Euro Preisgeld von der Chipfirma Globalfoundries, der Dresdner Umwelttechnikfirma DAS und den BGH Edelstahlwerken Freital ein.

Prof. Jürgen Czarske baut an der TU Dresden eine Laserinstallation auf. Für seine wegweisenden Laserinstrumente hat er nun einen Preis der internationalen Elektroingenieur-Organisation IEEE bekommen. Foto: TUD/Professur Mess- und Sensorsystemtechnik

Dresdner Lasertechniker ausgezeichnet

IEEE ehrt TU-Professor Czarske als Pionier der Laserinstrumente Dresden/New York, 19. August 2020. Der Dresdner Lasermesstechnik-Pionier Prof. Jürgen Czarske hat eine hohe Auszeichnung von der internationalen Elektroingenieurs-Gilde „IEEE“ aus New York bekommen: Der Verband hat den Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik an der TU Dresden mit dem „Laser Instrumentation Award“ ausgezeichnet. Das hat die Uni heute mitgeteilt.

Um Messgeräte und andere Experimentiertechnik - hier ein Labor-Netzteil im Linguawerk Dresden - für komplexe Messungen zu koppeln, schreiben viele Forscher immer wieder neue eigene Software-Lösungen. Foto: Heiko Weckbrodt

SweepMe! Dresden entwirft Software-Assi für Experimentatoren

Computerprogramm von Uni-Ausgründung unterstützt Forscher dabei, neue Ideen auszumessen Dresden, 27. November 2019. Mit „SweepMe!“ hat das Photonikinstitut der TU Dresden eine Firma ausgegründet, deren zentrales Produkt eine Messgeräte-Software ist – die das Unternehmen kostenlos verschenkt. „Unser Programm ist in der Grundversion gratis“, betätigte Mitgründer Axel Fischer. Erlöse erhoffen sich er und sein Mitstreiter Felix Kaschura von bezahlpflichtigen Extras, etwa Datenbank-Verbindungen oder Zusatzmodulen beispielsweise im Auftrag von Mikroelektronik-Firmen.

Mechatroniker Burkhard Minnich bestückt in der Fabrik von Topas Dresden Leiterplatten für Aerosol-Verdünner

Topas: Die Staubzähler aus Reick

Das Dresdner Technologie-Unternehmen Topas baut seine Messgeräte-Fabrik für vier Millionen Euro aus Dresden, 6. September 2017. Das Technologie-Unternehmen „Topas“ baut seine Fabrik in Dresden-Reick aus. Das hat Geschäftsführer und Gründer Andreas Rudolph angekündigt. Auslöser für diese Entscheidung sei die wachsende internationale Nachfrage für die Filter-Prüfstände und Partikel-Messtechnik aus Sachsen. Er will daher den Firmensitz an der Oskar-Röder-Straße für knapp vier Millionen Euro erweitern. Geplant sind eine neue Produktionshalle und ein dreistöckiges Verwaltungsgebäude mit zusammen 2800 Quadratmetern Nutzfläche. Ende 2018 soll der Ausbau abgeschlossen sein.

Genauigkeit gibt’s bei der Bundesprüfanstalt – und bei Spektra Dresden

Dresden, 2.8.2012: Woher weiß ein Auto eigentlich so genau, ob sein Fahrer nur mal auf die kurz Bremse latscht, oder ob ein schwerer Unfall naht, den der Mann am Steuer nur überlebt, wenn der Airbag ausgelöst wird? Wodurch wird dem iPhone klar, dass sein Besitzer nicht nur ein bisschen rumzappelt, sondern sein Telefon wirklich gedreht hat, damit der Bildschirm automatisch ins Querformat wechselt? Verantwortlich dafür sind Beschleunigungssensoren und Kreiselkompasse, die so winzig sind, dass man sie zu den „Mikro-elektromechanischen Systemen“ (MEMS) zählt. Die können unter Umständen – wie eben beim Autounfall – über Leben und Tod entscheiden und müssen deshalb oft hochpräzise justiert sein. Dafür sorgt unter anderem einer jener „Hidden Champions“ (verborgenen Siegern), von denen man so oft in Erzählungen hört, die aber außerhalb der Branche kaum ein Laie kennt: Die Dresdner „Spektra Schwingungstechnik und Akustik GmbH“, deren Kalibrierungs- und Messgeräte so hochgenau arbeiten, dass sie bei nationalen Prüfinstituten, Autozulieferern, Elektronikfirmen und Unis weltweit heiß begehrt sind.