Alle Artikel mit dem Schlagwort: Automobilbau

Werbefoto für den Wartburg 311-2 aus dem Karosseriewerk Dresden. Repro aus: Brandes: „Gläser Karosserie Dresden“

Edelschmiede Gläser baute in Dresden erst Kutschen, dann Cabrios

Das Buch „Gläser Karosserie Dresden“ wartet mit einer unglaublichen Fülle an Informationen und Abbildungen auf. Die Wege des Herrn sind unergründlich, heißt es bekanntlich. Das ist auch in der Autowelt so. Carl Heinrich Gläser beispielsweise begann als Kutschenbauer in Dresden, sattelte dann auf Automobilkarosserien von hervorragender Qualität um. Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 stieg er zum führenden deutschen Anbieter von Cabriolet-Karosserien auf – mit einem Ruf, der weit über die Grenzen Sachsens hinaus reichte. Wie Michael Brandes in seinem unter Mitwirkung von Peter Kirchberg und Christian Suhr verfassten Band „Gläser Karosserie Dresden“ vermittelt, vereinte Gläser zwei scheinbar unvereinbare Firmenkonzepte unter einer Marke: Lieferant von Serienkarosserien für alle namhaften deutschen Automobilbauer und zugleich Edelschmiede von Luxuskarosserien in Einzelanfertigung. „Aber alle hatten eines gemeinsam: Den hohen gestalterischen wie Qualitätsanspruch.“

Das Führungsteam von Schaumaplast Nossen: Dirk Werrmann/Geschäftsführer & Leitung Geschäftsbereich EPP und Sonderschäume, Thomas Comberg/Produktionsleiter, Christian Fritzsche/stellv. Produktionsleiter, -Alexander Isatschenko/(Vertrieb & Key Account (v. l.). Foto: Schaumaplast

Sächsischer Schaum beliebt für E-Autos und Wärmepumpen

Zuletzt 30 Prozent Wachstum pro Jahr: Schaumaplast Nossen baut aus Nossen, 5. Mai 2022. „Schaumaplast Nossen“ wächst wegen steigender Nachfrage für seine Kunststoffschäume aus der Auto-, Energietechnik- sowie Fahrradindustrie und baut daher seine Kapazitäten für mehrere Millionen aus: Einerseits soll sich der Betrieb in Nossen zu einem Innovationszentrum für expandiertes Polypropylen (EPP) und andere Sonderschaum-Produkte weiterentwickeln. Anderseits entsteht auch im baden-württembergischen Reilingen eine EPP-Fertigungslinie. Das hat das Unternehmen aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums angekündigt.

Ohne einen Porsche lässt es isch nur extrem schwer forschen. Foto: Porsche AG

Fupro statt Alu: Porsche will Metall durch Kunststoff ersetzen

Spritzgießmaschinen vom Leichtbauinstitut Dresden sollen Cockit-Träger für Sportautos erzeugen – und Abfälle gleich wieder einkassieren Dresden/Stuttgart, 4. Mai 2022. Um die Umwelt zu schonen und Kosten zu sparen, will Porsche die Cockpits in vielen seiner Autos künftig nicht mehr mit Alu-Magnesium-Gerüsten aufhängen, sondern mit „funktionalisierten Faserverbund-Hohlprofilen“ (Fupro), die sich später leicht wiederverwerten lassen. Für die Entwicklung greifen die Schwaben unter anderem auf die Expertise sächsischer Leichtbauer zurück. Das geht aus einer Mitteilung vom „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU Dresden hervor.

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Sachsen: Wasserstoff wird entscheidender Standortfaktor

Landesregierung will auch eigene H2-Produktion im Freistaat ankurbeln Dresden, 14. April 2022. Sachsen braucht mehr Ökostrom-Anlagen und muss damit weit mehr Wasserstoff (H2) mithilfe von Ökostrom erzeugen als bisher, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Davon ist der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) überzeugt. „Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft und Schlüsseltechnologie, mit der die sächsische Wirtschaft zukunftsfähig und erfolgreich bleibt“, betont er.

Voransicht des Robospector. Abb.: Siemens WKC

Roboter wird zum Qualitäts-Inspektor

Sächsische Unternehmen entwickeln gemeinsam einen mobilen „Robospector“ Dresden/Chemnitz, 23. September 2021. Damit Industriebetriebe Roboter künftig flexibler in der Qualitätskontrolle einsetzen können, haben sächsische Technologie-Unternehmen gemeinsam einen „Robospector“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine fahrende Roboterzelle mit Leichtbauroboter, Kameras, eigener Stromversorgung und künstlicher Intelligenz, die sich schnell von einer Produktionslinie zur anderen verschieben lässt.

Vietnam im Aufbruch zwischen Althergebrachtem und dem Morgen: Die Straßen und Schienenwege sind vielerorts veraltet und überlastet, viele Transporte wickeln die Vietnamesen mit überladenen Mopeds oder Fahrrädern ab. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden richtet Verkehrszentrum in Hanoi ein

Zentrum soll Ingenieurs-Kaderschmiede für Vietnam werden Dresden/Hanoi, 21. November 2018. Verkehrswissenschaftler aus Dresden und Hanoi haben heute in der vietnamesischen Hauptstadt ein gemeinsames vietnamesisch-sächsisches Kooperationszentrum für Verkehrsinfrastruktur eröffnet. Das Zentrum ist an der Hochschule für Verkehrs- und Transportwesen in Hanoi angesiedelt, Kooperationspartner ist die TU Dresden. Es soll den helfen, Ingenieure und Experte für Metro- und Schienenverkehr auszubilden und später beim Bau neuer Schienenstrecken zu unterstützen, teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit.