Alle Artikel mit dem Schlagwort: 3D-Druck

Entwickler Tobias Kastner (links) und Geschäftsführer Sammy Techritz begutachten im Korropol-Labor den Kuka-Industrieroboter, der als Herzstück für den Riesen-3D-Drucker dienen soll. Foto: Korropol

Von der Fassbude zum Mega-3D-Drucker

Dresdner Korropol-Ingenieure wollen mit neuartiger Roboter-Zelle den Kunststoffbau in eine neue Liga führen Dresden, 6. November 2017. Das Kunststoff-Unternehmen „LSK Korropol“ aus Dresden-Schönfeld entwickelt derzeit einen 3D-Riesendrucker. Er soll die innovative „additive Fertigung“ auch für ganze Flugzeug- oder Zugnasen und andere richtig große Bauteile ermöglichen. „Ende 2017 wollen wir unseren 3D-Drucker XL fertig haben“, kündigte Korropol-Entwickler Tobias Kastner an.

Projektleiter Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-IWS Dresden mit einer "Smart Box", also einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Der „Enterprise“-Replikator naht

Dresdner Fraunhofer-Ingenieure entwickeln kompakte Industrie-3D-Drucker Dresden, 1. Juni 2017. Zum Jubiläum „25 Jahre Fraunhofer in Ostdeutschland“ hat das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) neuartige kompakte Industrie-3D-Drucker vorgestellt. Die können aus Stahl-, Titan- oder Alu-Pulver kompliziert geformte Bauteile herstellen, wie sie zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt gebraucht werden. Der Clou: Diese sensor-bestückte „Smart Box“ aus Dresden ist kaum größer als ein Kunststoff-3D-Drucker für Heimwerker, kann aber bis zu einen Meter große hochfeste Bauteile wie aus dem Nichts erzeugen. „Der nächsten Anlagen-Generation werden wir eine Eigenintelligenz einpflanzen, so dass sie Fehler während der Produktion erkennen und korrigieren können“, kündigte IWS-Projektleiter Prof. Christoph Leyens im Internationalen Kongresszentrum Dresden an.

Gedruckte Thermoelektrische Module mit flexibler Geometrie. Foto: IWS Dresden

Zentrum für industriellen 3D-Druck in Dresden gegründet

AMCD soll additive Technologien für die Industrie 4.0 entwickeln Dresden, 7. Februar 2017. Fraunhofer-Ingenieure und Uni-Werkstoffforscher haben heute in Dresden ein „Zentrum für Additive Fertigung Dresden“ gegründet. In diesem „AMCD“ wollen sie gemeinsam den industriellen 3D-Druck von hochfesten Bauteilen aus Metallen. Keramiken und Kunststoffen vorantreiben. „Das riesige Potential, das die additive Fertigung verspricht, kann nur gehoben werden, wenn Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte AMCD-Chef Prof. Christoph Leyens. „Denn momentan nutzen wir nur einen Bruchteil der Möglichkeiten aus, die uns verfahrens- und werkstoffseitig zur Verfügung stehen.“

Prof. Dr. Christoph Leyens (links) und Prof. Dr. Eckhard Beyer (rechts) führen seit 1.11.2016 das Fraunhofer IWS Dresden gemeinsam. Foto: Fraunhofer IWS

Neue Doppelspitze für Fraunhofer-Institut IWS

Digitale Prozesse in Fabrik der Zukunft rücken mehr in den Fokus Dresden, 2. November 2016. Künftig werden in der Dresdner Fraunhofer-Forschung die Prozesse in der volldigitalisierten Fabrik der Zukunft eine größere Rolle spielen. Das spiegelt sich in der neuen Doppelspitze im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) an der Winterbergstraße in Gruna: Zusammen mit dem langjährigen Chef Professor Eckhard Beyer wird nun auch Professor Christoph Leyens das Institut leiten. Er gilt als ausgewiesener Experte für „Additiv-generative Fertigung“, was eine Art industrieller 3D-Druck ist.

Mit 3D-Druckern lassen sich heute nahezu beliebige Einzelteile aus Kunststoff kreieren. Günstige 3D-Drucker kosten nur noch zwischen 500 und 3000 Euro. Foto: Makerbot

Sessel aus dem 3D-Biodrucker

Dresden, 6. Oktober 2016. Damit Polstersessel, Stühle und Tische in Zukunft gleich im Möbelmarkt nach Kundenwunsch individuell hergestellt werden können, wollen Dresdner Holzforscher neuartige 3D-Biodrucker entwickeln. Diese „BioxXprinter“ sollen Möbelstücke und deren Polster Schicht für Schicht aus aufgeschmolzenen Bio-Werkstoffen erzeugen. In Frage kommen nachwachsende Rohstoffe wie eben Holz, das aber druckfähig gemacht werden müsste. Als Vorlage könnten dabei Computermodelle dienen, die Verkäufer und Kunde zuvor gemeinsam am Tablettrechner gestaltet haben.

Elektronenstrahl-Schmelze für industrielle 3D-Drucker. Foto: ARCAM

Fraunhofer plant 3D-Druck-Zentrum für Luftfahrt in Dresden

Elektronenschmelzen sollen harte Flugzeugteile ohne Materialverlust erzeugen Dresden, 3. Juli 2016. Fraunhofer-Fertigungstechnologen wollen in Dresden ein Zentrum für industrielle 3D-Drucker aufbauen. Das hat das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Dresden-Gruna angekündigt. Demnach soll am Institut bis 2018 ein spezielles Technikum entstehen. Neben anderen “additiven“ Produktionsanlagen werden darin beispielsweise neuartige Elektronenstrahl-Schmelzen superharte Titan-Bauteile für Flugzeuge herstellen – und zwar ohne jeden Materialverlust, wie er sonst beim Fräsen, Drehen und anderen klassischen formgebenden Verfahren bisher üblich war.

Dicht umlagert: Prof. Edmund Koch zeigt, wie die Uniklinik-Forscher die Herzrhythmus-Störungen einer Fliege sichtbar machen. Foto: Heiko Weckbrodt

Organe aus dem 3D-Drucker und Lebkuchen-Kleider

Rund 35.000 (+6 %) genossen eine lange Wissenschaftsnacht in Dresden Dresden, 10./11. Juni 2016. Rund 35.000 Dresdner und Gäste sind am Freitagabend und Samstagmorgen bei sommerlichen Temperaturen durch die Lange Nacht der Wissenschaften 2016 in Dresden flaniert. Das waren somit etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat Koordinatorin Anja Loose von der städtischen Wirtschaftsförderung eingeschätzt. Dank vieler „Public Viewing“-Leinwände habe sich selbst die Fußball-EM nicht als Konkurrenz, sondern als gute Ergänzung erwiesen.

Hagen Vogel zeigt das Modell eines Krokodil-Schädels, das im Prototypen-Zentrum Dresden mittels 3D-Druck aus Polyamid hergestellt wurde. Foto: Heiko Weckbrodt

Ganze Häuser und Maschinen aus dem 3D-Drucker

Dresden präsentiert sich auf Hannovermesse als Hochburg der „additiv-generativen Fertigung“ Dresden/Hannover, 20. April 2016. Während sich 3D-Drucker für Hightech-Basteleien im Privatsektor immer mehr etablieren, pirscht sich inzwischen auch die Wirtschaft an den industriellen Einsatz dieser Technologie mehr und mehr heran. Allerdings nennen die Profis den industriellen 3D-Druck meist „additiv-generative Fertigung“. ie arbeiten dabei auch nicht mit schnödem Kunststoff, sondern drucken komplizierte Formteile eher aus Keramik, Titan oder anderen sehr festen Werkstoffen. Und diese Technologien werden in den Fabriken der nahen Zukunft eine wachsende Rolle spielen – vor allem, um auch Kleinstserien und Einzelanfertigungen noch profitabel und materialsparend herstellen zu können. Das hat heute Professor Andreas Leson vom Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) eingeschätzt.

Die Visualisierung zeigt, wie ein Roboterarm mit Betonpumpe künftig ganze Gebäude ähnlich wie die Modelle in einem Heimwerker-3D-Drucker erzeugen könnte. Abb.: Bildschirmfoto von Youtubevideo der TUD

Häuser aus dem 3D-Drucker

Dresdner TU-Forscher für 3D-Betondruck und „Genius Cab“-Kabine auf der Bauma-Messe prämiert München/Dresden 11. April 2016. Statt Häuser brav Stein für Stein aufzustapeln, wollen Dresdner TU-Ingenieure Gebäude künftig mit großen 3D-Druckern erzeugen. Ihre Technologie „CONPrint3D“ soll Großraum-Robotern auf einer Baustelle präzise Anweisungen geben, wo welcher Beton hingegossen werden muss, um die gewünschte Architektur zu erzeugen. Dieses Konzept überzeugte eine Fachjury auf der Baumesse „Bauma“ (11.-17. April 2016) in München derart, dass sie für CONPrint3D nun den „Bauma-Innovationspreis“ in der Kategorie Forschung vergaben.

3D-Druck komplexer Bauteile ist nun auch mit 3D-Druck möglich. Foto: Fraunhofer IKTS Dresden

Keramik-Bauteile per 3D-Druck

Fraunhofer Dresden zeigt “additive” Technik zur Hannovermesse Dresden, 4. April 2015: Funktionierte der 3D-Druck komplizierter Bauteile bisher nur mit einfachen Kunststoffen und im besten Falle mit Metall, ist dies nun auch mit Keramiken möglich. Dafür hat das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) mehrere „additive“ Verfahren entwickelt, das die Forscher nun auf der Hannovermesse präsentieren wollen.

Hans-Dietrich Genscher. Foto-Repro: VHS Dresden

Genscher spricht in Dresden über Freiheit

Volkshochschule startet neues Semester mit Politik, Exzellenz und 3D-Druck Dresden, 14. Januar 2015: Die Herausforderungen der modernen Gesellschaft, die Kunst der Meinungsumfrage, aber auch Trendthemen wie „3D-Drucker“ oder das „Jahr des Lichts“ bis hin zu seltenen Sprach- und Schriftformen wie Runengemanisch oder Sanskrit prägen das neue Sommersemester 2015 mit, das am 23. Februar in der Volkshochschule (VHS) Dresden startet. Der wohl prominenteste Dozent wird der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) sein, der zum Semesterauftakt über „Freiheit als Chance und Herausforderung moderner Gesellschaften und Demokratien“ spricht.

ESA will Mondbasis drucken

Getestet: 3D-Drucker erzeugt Wabenwände aus Mondgestein Mond/Paris, 2. Februar 2013: Die europäische Raumfahrtorganisation ESA lotet derzeit Möglichkeiten aus, eine Mondbasis zu drucken. Dabei soll ein mehrere Meter großer 3D-Drucker auf dem Erdtrabanten installiert werden, der Mondgestein als Ausgangsmaterial nimmt, um daraus Schicht für Schicht wabenartige Gebäudestrukturen erzeugen. Diese vogelknochenähnlichen Zellbausteine sollen die Basis vor Meteoriten schützen, während im Innern ein aufblasbarer Druckkörper die Atmosphäre für die Astronauten hält.